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Verwirrt in der Beziehung

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ADS konnte ich finden aber was ist AS?
AS ist Asperger-Autismus bzw. Autismusspektrum.
Wenn Du jetzt googlest, wirst Du viel darüber finden, Asperger ist total in Mode.
Aber es gibt auch erwachsene Autisten, die zu einer Zeit groß geworden sind, in der sich Autismus eher auf Kanner oder Fälle wie Rain Man (kennst Du den Film?) bezog. Mal grob ausgedrückt.
Mein Mann und ich sind in eurem Alter, unser Kind ist 24.
Meine Diagnose bekam ich vor etwa 20 Jahren, damals habe ich erst von Asperger gehört.
Die Diagnostik ist bei erwachsenen Frauen(!) nochmal schwieriger, wurde mir gesagt, weil die von der Erziehung und vom Wesen her es doch etwas besser kompensieren können...soll heißen, es fällt nicht so sehr auf.

Es gibt sehr, sehr viele Parallelen zwischen dem Verhalten Deiner Frau und der Art, wie ich so bin, unglaublich. Und Du siehst vieles falsch, sollte es so sein und Deine Frau of the same kind sein.
Aus Deiner Warte aus richtig, versteh mich nicht verkehrt, aber an sich falsch. Als ob ihr zwei verschiedene Sprachen sprechen würdet.
Das frustriert Dich, doch glaube mir, sie frustriert es auch, vielleicht sogar noch mehr.
 
Diagnosen finde ich in diesem Zusammenhang schwierig. Gerade AD(H)S-Diagnosen schießen bei vielen ins Kraut, deren Kinder hibbelig sind und sich nicht lange konzentrieren können. Teilweise ist das einfach naturgegeben und abhängig vom Entwicklungsstand. Da muss noch lange kein AD(H)S vorliegen. Diese Diagnosen gehören wirklich in Expertenhände und da deine Frau sich diesbezüglich verweigert bleibt es ein Stochern im Nebel.

Bzgl. der Ängstlichkeit beim Autofahren ist das auch so eine Sache. Das ist ein Thema, in dem ich mich total wiederfinde - ich kann aber auch erklären warum: Ich habe den Eindruck, dass ich viel vorausschauender fahre als mein Mann. Ich nehme Situationen viel komplexer wahr, schaue z. B. auch auf Autos, die vor meinem Vorfahrer unterwegs sind und richte mich bei Bremslichtern ganz weit vorne darauf ein, bremsen zu müssen, obwohl das Auto vor mir es noch nicht tut. Ich gucke auch viel mehr um mich herum, sehe Situationen und frage mich "Was könnte gleich passieren", während mein Mann wirklich im Hier und Jetzt lebt. Am Ende bremse ich viel früher, auch leichter.. mein Mann würde das in dieser Situation niemals schon tun und sitzt also ganz entspannt neben mir, wenn ich fahre. Umgekehrter Fall: Mein Mann fährt und ich sitze auf dem Beifahrersitz. Das ist für mich purer Stress, da ich gedanklich so fahre wie sonst auch, also auch schon bremse, während mein Mann die Geschwindigkeit beibehält. Dafür muss er häufig sehr abrupt bremsen und mir rutscht jedesmal das Herz in die Hose. Besonders schlimm, wenn ich gerade mal etwas gelesen habe, er bremst, ich hochgucke und schon das Gefühl habe, ich sitze im Kofferraum des vor uns fahrenden Autos. Hölle! Nach vielen Jahren sag ich nichts mehr, trotzdem kann ich oft nicht anders, als als Beifahrer das imaginäre Bremspedal durchzudrücken oder mich auch mal in die Polster zu krallen. Und nein, ich denke nicht, dass ich krankhaft unterwegs bin, ich würde eben nur anders reagieren.

Beim "ich" statt dem "wir" erwische ich mich auch häufig und korrigiere. Ich bin tatsächlich bei uns der dominantere Part in der Beziehung. Das tut mir dann manchmal leid, denn es ist definitiv nicht so gemeint, als habe mein Mann nichts zu sagen. Wir haben beide sehr unterschiedliche Stärken und Schwächen, keiner von beiden ist dadurch besser oder schlechter. Dass deine Frau sich ebenfalls korrigiert hat würde ich eher positiv bewerten, denn es zeigt, dass sie sich schon bewusst ist, dass ihr gleichberechtigt seid.. oder sein solltet.

Dass sie nach außen perfekt auftreten will ist garantiert anerzogen. Bei uns war es immer ultrawichtig "was denn bloß die Nachbarn denken". Allerdings habe ich das immer verabscheut, denn Heuchelei war noch nie meins. Bei uns gab es Probleme wie in jeder anderen Familie aus. Doch meiner Mutter war wichtig, dass das nicht nach außen dringt. Ich habe den Eindruck, dass deine Frau da nicht aus ihrer Haut kann.

Bei alledem fällt mir auf, dass du noch nie etwas über deine Schwiegereltern erzählt hast. Wie sind die denn so drauf? Ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass da etwas bei der Erziehung deiner Frau im Argen liegt, das auf ihr lastet wie ein Klotz.
 
Ich glaube, ehrlich gesagt, auch nicht, dass Ihr nochmal wirklich zusammenfindet. Deine Frau hat so viele Probleme, aber wenn sie die nicht angehen möchte, wird sie sich nicht ändern können.

Ich sehe z. B. ein starkes Kontrollverhalten bei ihr. Sie will dir vorschreiben, welche Schokolade du kaufst, eurem Sohn, wie und wann er was zu lernen hat, er soll bessere Noten schreiben usw. Ich habe selbst einen gerade 16 Jahre alten Sohn. Der würde mir was husten, wenn ich ihm noch Spielezeiten, Lernzeiten usw. vorschreiben würde. Wenn meine Kinder eine 2 in irgendeinem Fach schreiben, freue ich mich (bin, ehrlich gesagt, auch noch mit Dreiern und teilweise Vierern ganz zufrieden). Du schreibst ja, deine Frau kontrolliert sich auch selbst sehr viel, ihr Erscheinungsbild usw. Wenn sie das in der Arbeit auch ständig aufrecht erhält, ist das unglaublich anstrengend und vielleicht ist sie deshalb auch so ausgelaugt und müde.

Sie hat sich außerdem sehr gut in der Opferrolle eingefunden, das kenne ich von meiner Mutter und sehe auch bei mir hin und wieder die Neigung dazu. Das ist manchmal ganz schön bequem, weil man seine Laune an einem anderen auslassen kann für irgendein "Vergehen" und der sich dann im besten Fall auch noch schuldig fühlt. Man selbst muss nicht handeln, denn man ist ja der "Geschädigte" und kann sich beleidigt zurücklehnen.

Egal, ob diese Art von ihrer Herkunft, Erziehung oder sonstwas herrührt: wenn sie nicht einsieht, dass sie euch und eigentlich auch sich selbst unglücklich macht, ist das nicht dran zu rütteln, du wirst dir immer wieder die Zähne ausbeißen.
Für deinen Sohn wäre es vielleicht ganz lehrreich, zu erkennen, dass du die Konsequenzen ziehst, weil das Verhalten seiner Mutter nicht normal ist. In ständigem Schuldgefühl zu leben, dauernd um das Wohlwollen der Mutter zu kämpfen, kann auch für ihn sehr prägend und nachhaltig psychisch schädigend sein. Wenn Ihr getrennt seid, kann er, wenn er möchte, dieser anstrengenden Beziehung auch mal entkommen und zu dir gehen.
 
Viele davon interpretierst Du falsch, denke ich mal...wissen kann ich es ja nicht.
Koenntest du eventuell Beispiele nennen? Vielleicht im Zusammenhang mit Partnerschaft.

Ich sehe heute folgende Probleme:
- Diese Tendenz zur passiven Aggression, speziell wenn etwas nicht so laeuft wie sie es sich vorstellt und ihre unverhaeltmaessigen Reaktionen darauf, sowie ihre groesse Empfindlichkeit.
- Ihren recht lieblosen Umgang mit unserem Sohn und auch mir gegenueber
- Desweiteren denke ich das sie sehr frustriert ist mit allen weiteren Folgen...
- Ihre Weigerung darueber offen zu sprechen, Hilfe anzunehmen, usw.

... Als ob ihr zwei verschiedene Sprachen sprechen würdet.
OK, aber es war ja mal anders.

... Ich habe den Eindruck, dass ich viel vorausschauender fahre als mein Mann...
Das ist dein Eindruck... ist der aber Wirklichkeit? Ich will dir nicht zu Nahe treten. Meine Frau denkt wahrscheinlich das Selbe. Ist leider nur ihr Eindruck denn wenn ich etwas ausweichen muesste weiss ich meist das ich ploetzlich nach rechts oder links die Fahrbahn wechseln koennte. Etwas was mir Sicherheit gibt und mich anders fahren laesst... sie laesst einfach 10 Autolaengen Platz und fuehlt sich sicher rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Nun gut, wenn sie faehrt bekomme ich jedoch keine Panikattacken.

Die Sache mit dem Ich/Wir ist erst seit kurzem und wie ich finde recht auffaellig da es am laufenden Band passiert.


... dass sie sich schon bewusst ist, dass ihr gleichberechtigt seid.. oder sein solltet.
Da bin ich leider nicht wirklich sicher... es gibt/gab Dinge die sie machen kann/konnte die ich nicht machen kann...
Dass sie nach außen perfekt auftreten will ist garantiert anerzogen... Ich habe den Eindruck, dass deine Frau da nicht aus ihrer Haut kann.
Gut das ist wohl wahr. Vieles in ihrer Enziehung ist schambasiert, halt typisch asiatisch. Und da faengt obiges aber auch an. Was sie macht scheint richtig, was ich mache nicht richtig. Das zieht sich durch viele Dinge... Erziehung, etc.

Bei alledem fällt mir auf, dass du noch nie etwas über deine Schwiegereltern erzählt hast....
Sie wurde mit 6 Monaten zur Oma gegeben weil sie zu frueh auf die Welt kam. Religion, Tradition, Loosing Face, etc. Die Eltern haben sie nie als Familienmitglied akzeptiert, obwohl sie 4 juengere Brueder hat. Mehr weiss ich nicht wirklich... wie liebevoll sie von der Oma grossgezogen wurde, oder eben nicht. Wirklich schlimm finde ich das die Eltern so ca. all 2 Wochen die Oma besucht haben aber sie wurde von den Eltern wie eine Aussaetzige behandelt. Das Verhaeltnis ist bis heute sehr schlecht...
Vor zwei Jahren ist ihr Vater gestorben, sie wollte daraufhin ihre Mutter mal aurufen. Die ist nicht ans Telefon gegeangen.

Ich habe selbst einen gerade 16 Jahre alten Sohn
Ich muss zugeben das unser Sohn eher noch kindlich ist.
Ich habe Angst davor wenn er mal wirklich seine eigene Meinung hat. Nicht wegen mir denn ich habe ein gutes Verhaeltnis zu ihm und auch wesentlich geringere Erwartungen.
Sie macht mir da Kopfzerbrechen, wie sie reagiert bei der ersten Zigarette, dem ersten Alkohol. Zur Zeit macht er keine Anzeichen das ihn solche Dinge interessieren. Da sehe ich schon ein wenig die Folgen dieser "Gehirnwaesche".
Alles was nicht regelkonform, glatt gebuegelt ist kommt meine Frau nicht mit klar. Uns kam mal ein Punkerin entgegen, sagt meine Frau zu unserem Sohn bitte bring so etwas nicht als Schwiegertochter nach Hause... Ich habe darauf geantwortet aber was soll ich gross sagen... 💥

Für deinen Sohn wäre es vielleicht ganz lehrreich, zu erkennen, dass du die Konsequenzen ziehst, weil das Verhalten seiner Mutter nicht normal ist. In ständigem Schuldgefühl zu leben, dauernd um das Wohlwollen der Mutter zu kämpfen, kann auch für ihn sehr prägend und nachhaltig psychisch schädigend sein. Wenn Ihr getrennt seid, kann er, wenn er möchte, dieser anstrengenden Beziehung auch mal entkommen und zu dir gehen.
Aehnliches habe ich auch schon gedacht... wenn ich das jetzt schreibe fuehle ich mich schrecklich...

Meine Eltern waren schon nicht soooo die herzlichsten, waermsten... OK aber es haette besser sein koennen.
Ich hatte mal eine Freundin, so um die 16 rum und ihre Eltern waren echt total warm, freundlich... Selbst ich hatte einen Schock und ich erinnere mich das ich mir manchmal ihre Eltern gewuenscht habe ...
Ich habe Angst das bei unserem Sohn der Schock in diesm Fall viel extremer waere... oder spaeter mal seine Freundin. Da stehen mir heute schon die Nackenhaare zu Berge...
 
- Von ihr kommt keine Zuneigung. Jeder Kuss, jede Umarmung z.B. zur Begrüßung kommt von mir. Wir sitzen abends auf dem Sofa / liegen im Bett.. ich wusele ihr durchs Haar und von ihr kommt nichts, wir fahren irgendwo hin, ich berühre sie am Bein, es kommt nichts zurück. Es kann auch sein, dass sie ins Bett geht, ohne dass sie etwas sagt. Wenn sie morgens aufsteht, kann es vorkommen, dass sie irgendetwas im Haushalt startet, ohne mich zu suchen oder guten Morgen zu sagen. Es kann auch sein, dass wenn ich nach Hause komme, sie irgendetwas in der Küche macht und Hallo sagt, ohne mich anzuschauen. Wenn sie zum Beispiel mit einer Freundin ausgeht, ruft sie Tschüss und ist dann weg, auch keine wirkliche Verabschiedung. Wenn ich sie umarme und sie dies erwidert, ist das wirklich sehr schwach. Die Sekretärin, die vor einiger Zeit in den Ruhestand gegangen ist, hat mich herzlicher umarmt.

- Gespräche finden nur über organisatorische Dinge statt, SMS starte immer nur ich, wir fahren irgendwo hin und es kann sein das sie die ganze Zeit nichts sagt...

- Ich habe vor einiger Zeit vergessen, etwas zu machen, was ich hätte machen sollten. Sie hat es dann gemacht, aber war total sauer und ist dann wortlos ins Bett gegangen, obwohl ich ihr mehrfach angeboten habe es zu machen.

- Wir haben vor einiger Zeit etwas diskutiert und haben uns auf A geeinigt. Ein paar Tage später habe ich das Thema nochmals aufgegriffen und ihr gesagt, dass ich Option B auch gut finden würde. Sie wurde sofort flapsig und sagt ich soll das alleine entscheiden, sie will das nicht diskutieren, wenn ich entscheiden würde, wäre das einfacher, usw... Ein paar Tage später hat sie selber gesagt das B vielleicht besser wäre. Eigentlich lustig, aber um ehrlich zu sein, mit ihrer vorherigen Reaktion empfinde ich es als nicht lustig.
Das alles könnte ich sein.
Wir sind 30 Jahre zusammen, haben also schon gut Erfahrung darin.
- Diese Tendenz zur passiven Aggression, speziell wenn etwas nicht so laeuft wie sie es sich vorstellt und ihre unverhaeltmaessigen Reaktionen darauf, sowie ihre groesse Empfindlichkeit.
Geht mir auch so. Für mich sind Routinen, spezifizierte Abläufe, Verlässlichkeit etc. immens wichtig. Manchmal kommt etwas dazwischen. Ich tu mich dann sehr schwer damit. Glaub mir das.
Die Reaktionen von mir sind aber nicht einmal wirklich auf meinen Mann oder meine Umwelt bezogen, sondern ein Ventil von mir, mit den veränderten Bedingungen umzugehen.
- Ihren recht lieblosen Umgang mit unserem Sohn und auch mir gegenueber
Deine Einforderung von Liebesbezeigungen...Du nennst es Nähe...würde mich in den Wahnsinn treiben...und hat meinem Mann schon einmal ein unabsichtliches Veilchen beschert.
Der hat übrigens auch lange gebraucht zu akzeptieren, daß seine Frau nicht "normal" ist. Aber er hat es gelernt.
Mein Sohn kann das auch gut einordnen. Für ihn spielen offensichtlich andere Qualitäten eine Rolle als die Kuschlerei.
- Desweiteren denke ich das sie sehr frustriert ist mit allen weiteren Folgen...
Verständige Du ich mal in einer Sprache, die Du nicht richtig kannst, aber Dein Gegenüber schwallt Dich damit zu...
Ihre Weigerung darueber offen zu sprechen, Hilfe anzunehmen, usw.
Bekommst Du gerne Sprechdurchfall?
Könntest Du überhaupt zuhören?
 
Ich kenn mich damit zugegebenermaßen wirklich nicht aus.
Was mich wundert ist eben der Umstand das es mal anders war. Nicht perfekt aber wesentlich besser.

Was mich wundert ist jedoch der Umstand das wenn es um ihre Belange geht sie eine extreme Starre an den Tag legt. Jedoch wenn es jemand anderes betrifft Flexibilität fordert.

Ich will dir nicht zu nahe treten aber ich höre von dir da ein gewisses Unverständnis bezüglich meiner Situation (… schwallt dich zu, Sprechdurchfall…) Ich hoffe du bringst anderen Mitmenschen ebenso ein entsprechendes Verständnis entgegen oder ist dir das dann nicht möglich? Wie gesagt ich kenne mich damit nicht aus, gibt es Dinge die diesen Zustand verbessern?
 
Das Autofahren mit unterschiedlich tickenden Fahrern ist ja wahrscheinlich euer geringstes Problem. Ich finde eben nur, dass der Vergleich hinkt, wenn jemand meint, es wäre nervig, beim Autofahren kritisiert zu werden nur weil er selber es ja auch nicht macht. Das ist häufig einfach verschiedenen Fahrstilen geschuldet und der, der vorsichtiger fährt, ist als Beifahrer deutlich angespannter unterwegs als in umgekehrter Konstellation. Selbst wenn du sagst, dass du immer noch ausweichen könntest, so würde ich mich entspannter fühle, wenn ich wüsste, dass es erst gar nicht zur Situation kommen kann, dass ich ausweichen muss. Wir hatten übrigens tatsächlich schon ein paar (wenige) Male den Fall, dass ich im letzten Moment noch warnen konnte, wir ansonsten einen Crash gebaut hätten. Da hat sich selbst mein Mann bei mir bedankt. 😀 Eure Probleme sehe ich aber tatsächlich ganz woanders, bin aber bzgl. Lösungsvorschlägen schon länger mit dem Latein am Ende.

Vielleicht noch zur familiären Situation deiner Frau. Sie hat ja nicht nur eine sehr konservative Erziehung genossen, sondern schon sehr einschneidende, schlimme und auch traurige Erfahrungen machen müssen. Da liegt es wirklich nahe, dass viel in ihr kaputt gegangen ist und sie wirklich professionelle Hilfe bräuchte. Du musst mit den schlimmen Folgen leben; die Ursache wirst du oder auch dein Verhalten sicherlich nicht sein. Womöglich gab es Trigger, die dazu geführt haben, dass sie zugemacht hat und es lässt sich so erklären, dass sie auch mal ein bisschen anders unterwegs war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es klingt wirklich sehr traurig, was deiner Frau in der Kindheit widerfahren ist. Dass das Spuren hinterlassen hat, ist eigentlich total logisch. Aber: Sie lebt jetzt in einem anderen Land mit einem Mann anderer Nationalität. Sie hätte alle Möglichkeiten zu versuchen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und sich und euch das Leben leichter zu gestalten. Dabei könntest du ihr beistehen, dann wären auch Rückschläge oder bestimmte Verhaltensweisen leichter zu verstehen - für euch alle. Aber da sie sich so sehr weigert, hast auch du das Recht zu sagen, dass du so nicht mehr weitermachen möchtest. Man kann auch schlicht und ergreifend sagen, dass eventuell eure Vorstellungen von Nähe, Kommunikation, Alltagsgestaltung, Erziehung, Partnerschaft etc. nicht zusammenpassen. Da muss erstmal weder das eine noch das andere falsch sein, aber es passt halt nicht.

Jetzt hast du noch alle Möglichkeiten, dein Leben anders zu gestalten. Du kannst dir ein Leben als Single aufbauen, aber hast auch noch die Chance, eine neue, glückliche Partnerschaft zu finden. Je älter du wirst, desto mehr kommt sicher der Gedanke, dass es irgendwann zu spät ist.
 
Danke.. Ja du hast recht.
Wäre es nur das Autofahren dann wären wir auf der Sonnenseite. Aber es ist ja so viel mehr.

Aufgefallen ist mir in letzter Zeit das sie vieles alleine machen will. Zum Beispiel gehen wir normalerweise zusammen einkaufen. Jetzt kommt immer öfters sie könne das ja eben alleine machen.

Oder sie hat heute Geld überwiesen AUS$1800, hat gerade einen Zahlendreher bemerkt und ruft jetzt in der Nacht die Hotline an. Ich werde wach, geh zu ihr…nein ich kann das allein, ich hab das verbockt, geh du ruhig mal wieder ins Bett. Früher hätten wir das gemeinsam gemacht. Heute gehe ich wirklich ins Bett jedoch nicht weil ich denke soll sie doch selber machen. Ich weiß einfach nicht mehr ob ich sie vielleicht noch mehr nerve als dieser blöde Umstand oder ob sie sich unter Druck gesetzt fühlt… was ich auch nicht will…oder, oder, oder…
Dann hat sie mich belogen bezüglich des Geldes. Heute Nachmittag hat sie mir gesagt sie hätte das Geld heute Nachmittag ihrem Bekannten gegeben. Jetzt kommt raus anscheinend nicht und deshalb die Überweisung… Kann ein Missverständnis sein, oder eben nicht..

Nur so nebenbei…
Wenn ihr das passiert bleibe ich ganz ruhig… ne Menge Geld aber kein Beinbruch…
Wenn mir das passieren würde… ihr könnt es euch selber ausmalen…
 
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