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Verwirrt in der Beziehung

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 126749
  • Datum Start Datum Start
Lange Rede, kurzer Sinn. Sie hat eine klare Meinung darüber und hat mich gefragt wie klar ich es denn brauche, denn meine Frau beachtet mich nur wenn sie etwas will, braucht, es geht um etwas funktionales oder es ist anderweitig belanglos. Anderweitig will sie nichts von mir und ginge mir doch eher aus dem Weg. Ihr Verhalten würde doch Bände sprechen. Ihrer Meinung nach sollte ich mich auf mich fokussieren.

Das ist ja nichts Neues?
Hilft es Dir, dass der Profi das auch so sieht wie wir Laien?

Ich könnte den Brief vorbereiten aber sie sieht darin eher den Sinn einen Abschluss zu definieren und zu finden. Sie hat wenig Hoffnung das sich etwas ändern wird.
Die Therapeutin befürchtet sie wird es runterspielen, beschwichtigen, Schuldumkehr betreiben und dann nochmal an meine Verfehlungen erinnern. Aber ändern wird sich nichts.
Nicht gerade rosige Aussichten.

Und nun schreibst Du den Brief nicht, hoffst aber trotzdem noch weiter auf ein Wunder?

Irgendwie drehen wir uns doch schon wieder im Kreis und nichts passiert...
 
Ich weiß es wirklich nicht mehr.

Montagabend kam sie nach Hause, mehr weinend, habe sie gefragt, ob sie etwas essen will. Nein immer noch keinen Hunger, sie würde später essen. Ich habe sie gefragt was ist… nein es ist nichts. Nochmals gefragt, nein es ist nichts und sie möchte erstmal schlafen. Also habe ich sie schlafen lassen.

Dieses nichts sagen was los ist macht mich so irre.
  • Sie braucht Hilfe. Ich würde ihr helfen..
  • Sie kommt mit dem Job, der Arbeit nicht klar. Kein Problem sucht sie sich halt was anderes
  • Sie hätte jemand anderes. Gut, nicht toll trotzdem würde ich ihr alles Gute wünschen und gehen lassen
  • Sie will die Beziehung nicht mehr. Gut, nicht toll wir finden eine gangbare Lösung einer Trennung
  • Man könnte wirklich alles besprechen
Diese Weigerung etwas zu sagen, was los ist macht mich wirklich irre. Ich kann es ja nicht aus ihr rausprügeln.

Ich hatte schon mal darüber nachgedacht ob sie eine ausgewachsene Depression hat. Nur das Problem ist, das sie sich nie Hilfe suchen würde. Also drehen wir uns im Kreis…

Ich bleibe jetzt dabei, die Therapiestunden (die mir helfen) zu machen, den Brief zu verfassen und dann zu sehen was sie sagt. Große Hoffnungen habe ich allerdings nicht, aber dann habe ich alles versucht.
 
Ich hatte schon mal darüber nachgedacht ob sie eine ausgewachsene Depression hat. Nur das Problem ist, das sie sich nie Hilfe suchen würde. Also drehen wir uns im Kreis…
Damit liegst Du wahrscheinlich richtig. Aber eben... wenn sie keine Hilfe zulässt, weder von Dir und schon erst recht nicht von professioneller Seite, bleibt Dir nicht viel anderes übrig, als einfach Dich selbst zu retten.

Vielleicht hilft der Brief, dass sie aufwacht.

Ich verstehe Dich, dass es Dich total fertig macht, dass sie klar und deutlich mit ihrem Verhalten (rumheulen, schweigen, schlafen) zeigt, dass es ihr total schlecht geht. Aber verbal behauptet es sei alles gut... Und Dir kein bisschen entgegen kommt für ein Gespräch. Es sieht für mich nach Rückschritt aus auf ihrer Seite. Sie macht wieder Silent Treatment.
 
Ich vermute....

Sie hat Angst davor ehrlich, offen zu sein und dir die Wahrheit zu sagen.

Das wird vermutlich mit ihrer Kindheit/ Grosseltern im Zusammenhang stehen, dass sie nicht gelernt hat ehrlich zu reden und auf ihre Gefühle zu achten und eigene Fehler einzugestehen..

Sie wird früher die Erfahrung gemacht haben, dass ihr aus einer Offenheit ein Strick gedreht wurde.

Sie wird heftige Probleme haben und sich überfordert und unsicher fühlen.

Das Bild nach aussen und ihre Selbstdisziplin werden ihr wichtig sein.

Da sie keine Hilfe annehmen möchte (obwohl du eine gute Therapeutin hast ) kannst nur du dich selber retten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo liebe Mitglieder,

ich bin neu hier und weiß nicht so genau, wo eigentlich in der Beziehung der Schuh drückt und werde daher von typischen Situationen berichten, die mich eben belasten. Kurz zu uns, meine Frau unter 40, ich etwas über 40, verheiratet seit 12 Jahren, zwei Kinder (7 und 9).

Unser Alltag sieht zurzeit wie folgt aus. Sie arbeitet Vollzeit, muss 3 Tage im Büro sein und hat einen recht langen Fahrweg, bis zu insgesamt 3 Stunden am Tag. Steht daher früh auf (~ 5:30) und kommt spät von der Arbeit (~ 18:00). In der Woche geht sie meist um 21:00 ins Bett. Ich hingegen bin relativ flexibel und habe einen recht kurzen Fahrweg. Ich arbeite vielleicht 2 - 3-mal in der Woche noch Abends, mache Papierkram, usw. aber es ist eben kein/kaum Druck da.

Seit einiger Zeit merke ich, dass die Beziehung nicht mehr das ist, was sie mal war. Frage ich sie diesbezüglich, sagt sie, dass alles in Ordnung ist. Wir hatten wegen meiner Fragerei schon Streit und daher möchte ich sie nicht weiter bedrängen. Jedoch fange ich an mehr und mehr an mir zu zweifeln und frage mich, ob das / ich noch normal, ist. Da ich keine Antwort von ihr erhalte, sie abwiegelt, sie es herunterspielt, usw. will ich hier ihr Verhalten / ihre Reaktionen diskutieren.

- Von ihr kommt keine Zuneigung. Jeder Kuss, jede Umarmung z.B. zur Begrüßung kommt von mir. Wir sitzen abends auf dem Sofa / liegen im Bett.. ich wusele ihr durchs Haar und von ihr kommt nichts, wir fahren irgendwo hin, ich berühre sie am Bein, es kommt nichts zurück. Es kann auch sein, dass sie ins Bett geht, ohne dass sie etwas sagt. Wenn sie morgens aufsteht, kann es vorkommen, dass sie irgendetwas im Haushalt startet, ohne mich zu suchen oder guten Morgen zu sagen. Es kann auch sein, dass wenn ich nach Hause komme, sie irgendetwas in der Küche macht und Hallo sagt, ohne mich anzuschauen. Wenn sie zum Beispiel mit einer Freundin ausgeht, ruft sie Tschüss und ist dann weg, auch keine wirkliche Verabschiedung. Wenn ich sie umarme und sie dies erwidert, ist das wirklich sehr schwach. Die Sekretärin, die vor einiger Zeit in den Ruhestand gegangen ist, hat mich herzlicher umarmt.

- Gespräche finden nur über organisatorische Dinge statt, SMS starte immer nur ich, wir fahren irgendwo hin und es kann sein das sie die ganze Zeit nichts sagt...

- Ich habe vor einiger Zeit vergessen, etwas zu machen, was ich hätte machen sollten. Sie hat es dann gemacht, aber war total sauer und ist dann wortlos ins Bett gegangen, obwohl ich ihr mehrfach angeboten habe es zu machen.

- Wir haben vor einiger Zeit etwas diskutiert und haben uns auf A geeinigt. Ein paar Tage später habe ich das Thema nochmals aufgegriffen und ihr gesagt, dass ich Option B auch gut finden würde. Sie wurde sofort flapsig und sagt ich soll das alleine entscheiden, sie will das nicht diskutieren, wenn ich entscheiden würde, wäre das einfacher, usw... Ein paar Tage später hat sie selber gesagt das B vielleicht besser wäre. Eigentlich lustig, aber um ehrlich zu sein, mit ihrer vorherigen Reaktion empfinde ich es als nicht lustig.

Nun ja, es gibt leider einige dieser Beispiele, Missverständnisse, usw.

Ich habe vor einiger Zeit mit einem Freund gesprochen, der etwas junger und gerade frisch verheiratet ist. Der war total geschockt und hat mir gesagt, dass wenn seine Beziehung jemals so sein würde, sie nicht offen kommunizieren würde, er diese ganz klar beenden würde. Das hat mich wirklich getroffen und als in der Beziehung Betroffener frage ich mich, was ist normal, was ist nicht normal nach 12 Jahren.
Melde mich noch mal länger.
Mein erster Gedanken: Könnte sie emotional u physisch erschöpft sein?
Burn out , oder auch bore out?
Sie wiegelt ab?
Welche Persönlichkeit hat sie? Alles stemmen wolleb, über- performerin?
Kommt sie zur Ruhe? Macht sie was für sich?
Habt od hattet ihr quality time?
Wie läuft es bei den Kindern? Gibt es Sorgen?
Ist sie im ‚ immer funktionieren- geben‘ Modus?
Viele Menschen ziehen sich ( auch emotional zurück) wenn sie überlastet sind
 
Lieber @Fla$hG0rd0n, ich weiß ja, dass es in Australien Kriseninterventionsteams gibt, die man in psychischen Akutsituationen zu sich nach Hause rufen kann. Wäre das denn nicht ein Weg, den du noch einschlagen könntest? Ich würde sie auch gar nicht erst um Erlaubnis fragen, sondern diese Entscheidung einfach fällen, um sie vor sich selber zu schützen. Womöglich geht es euch allen damit besser, selbst wenn sie zunächst nochmal sauer wird, dass ihr Problem nach außen getragen wird. Ihre Wahrnehmung ist verzerrt.. es geht schon lange nicht mehr nur um sie. Ihr alle werdet in Mitleidenschaft gezogen.
 
Warum fragt man einen weinenden Menschen erst, ob er was essen will und erst danach, was los ist?
sorry hätte es ausführlicher beschreiben sollen..

Sie kam nach Hause. Habe sie gefragt ob sie etwas mit mir essen möchte was sie verneinte. Sie ging hoch zu ihrem Zimmer.
Nach ein paar Minuten ging ich nochmals zu ihr, fragte was los ist da sie weinte.
Nichts war ihr Antwort.
Nahm sie in den Arm, sie beruhigte sich. Ich fragte nochmals was los ist. Sie sagte wieder nichts, alles OK und das sie erstmal schlafen möchte und später isst.
 

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