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Vertrauensprobleme in der Beziehung

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Gast

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Hallo, meine Freundin und ich sind, mit Unterbrechung, seit genau vier Jahren ein Paar. Sie war schon immer charakterlich verhältnismäßig schwierig. Vor zwei Jahren verguckte sie sich in ihren Tanzpartner, verließ mich für ihn, belog mich aber so lange konsequent, bis ich es von allein herausfand. Während der Trennungsphase machte sie mir per SMS immer wieder Hoffnung auf einen Neuanfang, wohl teilweise sogar aus dem Bett ihres Tanzpartners heraus.
Der versprach ihr zwar immer wieder eine Beziehung, aber hielt sie sich nur warm, und hatte in der Zeit auch zwei andere Affären.
Sie versuchte schließlich alles, um mich zurückzubekommen, als sie nach einiger Zeit merkte, dass er nur mit ihr spielte. Ich forderte von ihr als Bedingung ein, dass sie mir erst einmal beweisen solle, dass ich ihr Vertrauen konnte. Sie gab daraufhin schweren Herzens den Tanzkurs auf, weil sie keinen neuen Partner fand.
Ein halbes Jahr lang lief alles gut, sie bemühte sich einigermaßen mir entgegenzukommen, und wieder Vertrauen aufzubauen. Danach begannen jedoch wieder schleichend gewisse Probleme Einzug in die Beziehung zu halten. Als erstes fiel mir auf, dass sie ihr Telefon vor mir versteckte, und ständig bei Whatsapp online war. Auf die Frage mit wem sie schrieb, hatte sie nur eine ausweichende Antwort. Ich guckte mir das Ganze einen Monat lang mit an, dann fragte ich sie, ob das mit zu den vertrauensbildenden Maßnahmen zählen sollte, wenn sie so etwas machte. Sie druckste herum, aber ich wollte eine ehrliche Antwort, und kein sinnloses Gestammel. Ich sagte ihr auf den Kopf zu, dass sie wieder mit ihrem Tanzpartner schrieb, was sie schließlich nach viel Hin und Her zugab. Sie entschuldigte sich, und sagte mir, dass sie ihn als Freund vermisse, aber keinerlei sexuelle Anziehung mehr empfand. Ihre Ausrede für die Heimlichtuerei war, dass sie Angst um ihn gehabt hatte, wenn sie mir gestand, dass sie miteinander wieder Kontakt hatten.
(Ich arbeite als Personenschützer, und bin hervorragend trainiert, würde mich aber sicherlich nicht einfach mal prügeln, da mein Job beim auswärtigen Amt daran hängt; außerdem schreibe ich grade meine Dissertation, und würde auch dort keine Schwierigkeiten riskieren wollen.)
Sie schränkte also den Kontakt zu ihm ein, und fragte mich auf der Basis, ob wir zusammenziehen wollten. Ich sagte ihr jedoch, dass ich das nicht wollte, solange ich ihr nicht Vertrauen könnte, und ständig damit rechnen müsse, von jetzt auf gleich für irgendeinen Gigolo verlassen zu werden.
Sie schwor Stein und Bein, dass das nicht passieren würde, ich ging jedoch nicht darauf ein. Wir zogen also nicht zusammen. Momentan ist die Situation so, dass sie mir genau das vorwirft, und zum Anlass nimmt, sich ständig mit ihrem Ex-Tanzpartner zu treffen, obwohl ich ihr gesagt habe, dass ich das nicht möchte. Sie weiß, dass ich, wenn sie mittelfristig gerne mit mir zusammenziehen würde, ihr erst vertrauen können muss, und das kann ich nunmal nicht, wenn sie rege mit dem Anderen flirtet. Das sieht sie allerdings nicht ein, und will, dass ich meinerseits "mit der Wohnungsfrage auf sie zugehe".
Was soll ich tun, um ihr klarzumachen, dass ich mich nicht in der Bringschuld ihr gegenüber sehe? Reden hilft nicht wirklich, weil sie meine Argumente nicht versteht.
 
Warum seid Ihr überhaupt zusammen, wenn Du ihr nicht vertraust (was ich sogar verstehen kann), und einer von Euch beiden sich verbiegen müßte, damit die "Beziehung" funktioniert?
 
Hallo Gast,

ganz klar, entweder DU oder ER. Entweder mit dem Tanzpartner ist sofort endgültig Schluss oder ihr macht Schluss. Ich würde mich in dieser Situation auf keinerlei Diskussion mehr einlassen. Wenn sie nicht weiß was oder wenn sie will, soll sie sich das reiflich überlegen.

Ein Hinweis, für eine Dissertation braucht man ein polizeiliches Führungszeugnis (zumindest zu meiner Zeit).

Alles Gute
Andreas
 
Hallo auch,
ich denke: Eine Beziehung ohne Treue bzw. ohne Vertrauen ist wie ein Topf ohne Boden.
Wer kann damit schon etwas Gutes anfangen?

LG, Nordrheiner
 
Beziehungsmässig scheint diese Dame entweder grundsätzlich oberflächlich oder aber einfach noch unreif zu sein. Vielleicht hat sie auch ein Borderlinesyndrom und provoziert den Knatsch fast schon krankhaft. Jedenfalls passt ihr Verhalten ganz und gar nicht zu Deiner Vorstellung einer auf Vertrauen basierenden Partnerschaft. Zweifelsohne muss sie trotzdem über faszinierende, gefühlsbetonte Wesenszüge verfügen, die Dich an sie zu fesseln vermögen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ihr verkehrt nun schon ein paar Jahre miteinander. In dieser Zeit hast Du Dich ganz auf sie konzentriert. Kann es sein, dass Dir dabei die Erkenntnis verloren ging, dass da draussen noch unzählige Frauen rumlaufen, die Dich auf ihre Weisen ebenso in ihren Bann ziehen könnten, wie Deine jetzige Freundin? Sie ist ganz bestimmt nicht der einzige faszinierende Mensch auf Erden! In der Liebe erliegt man oft demselben fatalen Fehler, wie im Casino: Je mehr man verliert, umso mehr Runden spielt man in der Hoffnung, dass sich das Durchhalten dann doch noch lohnt - und am Ende verliert man dennoch alles. Auch Du wartest darauf, dass sich Deine Geduld mit ihr doch noch lohnt. Du stellst Dir vielleicht vor, dass sie Dir später dafür sogar dankbar sein wird. Frag Bekannte von Dir oder von ihr, wie sie das sehen. Die können ihren Charakter eventuell neutraler beurteilen. Und dann triff ganz bewusst und kühl Deinen Entscheid, ob und wann Du aussteigen willst!
 
Warum führst du eure Beziehung überhaupt weiter?

Der Traumtänzer ist doch weiterhin im Rennen.

Jetzt benutzt sie ihn sogar als Druckmittel, um dich zum gemeinsamen Wohnen zu erpressen.
Wie willst du ihr nach den Vorfällen jemals wieder vertrauen?
Als durchtrainierter, angehender Dottore bist du auf dem Markt gefragt und brauchst nicht im Schatten eines Gigolos zu leben.
 
Ihr brauchet Vertrauen in eurer Beziehung. Ohne dass wird nichts gut passieren. Die Frage ist, ob ein von euch schon die Grenze des Vertrauens echt uberschritten hat.
 
Sie hat Dich betrogen und Du hast damals schon gehofft, sie nimmt Dich zurück?
Andersrum wird ein Schuh draus, DU bist derjenige, der sie zurücknehmen musste. Du bist ihr nichts schuldig.

Ich meine damit nicht, dass man Menschen keine zweite Chance geben sollte. Aber man sollte auf jeden Fall das Gefühl haben, der Partner meint es ernst. Und sie hat Dir grade bewiesen und beweist es nach wie vor, dass sie genau das nicht tut.

NAch so einer Sache hätte ich von ihr verlangt, dass der Tanzpartner ganz und gar aus ihrem Leben verschwindet. Für immer.
Und dass sie imemrnoch mit ihm schreibt und sich nun sogar wieder mit ihm trifft, sagt doch alles.
 
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