Es gibt auch leute die pflegen emotionale Bindungen mit ihrem Smartphone...
So isses, absolut. Ich habe mir - in meinem hohen - für die heutige Technik - Alter, erst kürzlich ein Smartphone zugelegt, es ist kein nagelneues, eine Kollegin hat sich ein neues zugelegt und mir ihres angeboten, und das habe ich jetzt.
Ich pflege damit u. a. eine emotionale Bindung zu meinem Sohn, der sich für mich - gefühlt - am anderen Ende der Welt, mit 9 Stunden Zeitunterschied lebt. Seit ich das habe, habe ich viel neues gelernt ... und ich bin so froh, dass ich es hab.
Wenn hier als Argument gesagt wird, viele Leute lenken sich nur damit von anderen Dingen , wie zum Beispiel das reden miteinander oder die Kontaktpflege untereinander ab, dann hat man sich früher zum Beispiel in der Bahn doch auch nicht mit allen unterhalten, man hat gelesen, Kreuzworträtsel gelöst, später sich die Ohren verstöpselt und Musik gehört ... und war froh, wenn man alleine im Abteil blieb ... Heute wird dauernd ins Smartphone oder Handy geguckt, nur nix verpassen ... ja was denn eigentlich?
Es ist aber kein Problem der modernsten Technik, wenn ich das tue, sondern das ist doch mein Verhalten, es ist eine schwache Selbstdisziplin und zeugt von wenig Respekt zu meinem Gegenüber, wenn ich mit Freunden zusammen sitze und alle A.schminuten aufs Display schiele.
Aber man kann heute so viel neues lernen und erleben, was erst durch die neue Technik möglich wurde ... und viele Menschen wagen sich manchmal erst durch kommunikative Technik zu äußern, wo sie ansonsten nie ihren Mund aufgemacht hätten. Zum Beispiel auch hier in Internetforen, sowas gabs vor ein paar Jahren auch nicht, da schrieb man an "Ratgeberseiten" oder fragte nach bei "Dr. Sommer". Heute kann man per Videokonferenz bei wichtigen Terminen dabei sein ... oder man kann tausende Kilometer überwinden mit Hilfe von Skype. Man kann sich ruckzuck informieren ... Man muss ja nicht jeden Schwachfug irgendwo bekanntgeben, dass man grade im Supermarkt an der Kasse stehe und warten müsse ... obwohl, wenn man grade dringendst irgendwo erwartet wird ...
Ich mag persönliche Gespräche manchmal lieber, manchmal auch nicht ... da brauche ich keine Mimik und Gestik, per SMS oder Mail habe ich nicht gleich die sofortige Reaktion ... und kann ungestört und zu Ende meine Gedanken niederschreiben ... das kann manchmal hilfreich sein.
Es ist eine Frage des eigenen Verhaltens, was man mit seinen technischen Errungenschaften macht ... Ich habe als Kind z. B. wenig Fernsehen geschaut, einmal, weil das Fernsehen noch in den Kinderschuhen war und es gab nur wenige Sendestunden ... Zählt man die Stunden, die Kinder heute vor der Glotze verbringen, das hätten wir uns damals auch nicht vorstellen können ... Und niemand würde dem Fernsehen die Schuld geben, oder?
Von mir aus könnte es gerne ein Smartphone geben, mit dem man sich irgenwohin beamen könnte, wenn man das denn wollte ...
😀 ...
Lg Eisherz