Ich will dir keinen Tipp geben, ob du weitermachen solltest oder nicht. Mich interessiert aber, was man so im Studium über die Sache mit dem Stress lernt. Lernt man da etwas, von mir auch aus eher als Tipps für die Schüler, wie man sich in stressigen Zeiten sortiert?
Ich kann mir gut vorstellen, dass das mit dem Aufräumen eine Tätigkeit sein kann, die dich erstmal entspannt. Man sagt ja, ein aufgeräumter Tisch ist wie ein aufgeräumter Geist. Wenn du anfängst, sehr häufig die komplette Wohnung sauber machen zu wollen, könnte das ein Hinweis für Bewegungsdrang sein. Sport macht fit und glücklich. Machst du Sport? Hast du einen Haushaltsplan?
Dass du für den Therapeuten bezahlst, verstehe ich nicht ganz. Du bekommst über die Krankenkasse eine bezahlte Therapie, nachdem der Antrag bewilligt wird. Lass dir von deiner KK Adressen von Therapeuten in deiner Nähe geben. Privattherapieplätze sind sau teuer.
So weit ich das verstanden habe, lag das Problem bisher nicht an den Schülern..? Sondern an dir und deinem Privatleben. Das ist schon mal wichtig zum Handeln. Vielleicht brauchst du dann auch einfach nur Zeit zum Erholen.
- Mein Lehrer war ein klein bisschen sensibel und ist auch mal handgreiflich geworden. Erklären konnte er nicht und niemand nahm ihn ernst. Bei der Prüfung gab er uns plötzlich Gruppenarbeit und extrem leichte Aufgaben. Er bestand und ging dann, nach einer kleinen Pause, an die Universität. Dort soll sein Unterricht auch nicht gut ankommen, aber er kam mit dem Kenntnisstand der Schüler besser klar.
- Eine andere Lehrerin war cholerisch, weil ihr Kind chronisch krank ist. Zumindest sollte das der Grund gewesen sein. Sie ging desöfteren in die Reha und war danach noch immer cholerisch, aber ohne sofort zu schreien.
Kollegen können dir vielleicht erzählen, ob und wie das mit der Pause zu dem Zeitpunkt der Ausbildung möglich ist. Ein guter Zeitpunkt zum Ausstieg sind auf jeden Fall die Sommerferien. Egal, was du tust oder lässt, versuche vielleicht, spätestens in den Sommerferien eine Lösung zu finden!
Ansonsten würde ich dir vorschlagen, beim Überblick behalten, etwas mehr in Distanz zu gehen! Auch visuell. Mach dir eine Checkliste mit max. 5 Punkten, die du für jede planmäßige Unterrichtssituation anwenden kannst. Wichtigster Punkt sollte auf Rang 1 das Ziel + Zielgruppe sein!!! Erinnere dich an den Lehrplan, was da drin steht und was du über die Schüler weißt. Welches Alter haben sie zum Beispiel? Welche Entwicklung gehen sie in dem Alter normalerweise durch. Solche Fragen eben. Wenn ein Thema breit gefasst ist, erinnere dich an deine Checkliste. Vielleicht kannst du auch Hilfsmaterialien wie eine Tafel, ein Poster oder eine Pinnwand an deine Wand hängen und darauf vieles planen.