Hallo Yvette,
ich denke, deine Verlustangst ist durchaus berechtigt. Denn viele Beziehungen gehen in der Anfangsphase wieder auseinander, z. B. weil man merkt, dass es doch nicht so gut passt.
Die Frage ist halt, ob du es deiner Angst erlaubst, mehr zu sein als das normale Gefühl, das einen gewissen Nutzen hat (Angst hilft uns, vorsichtig zu sein und nicht übermütig zu werden). Das liegt an dir. Du kannst deiner Angst danken, dass sie da ist und dann sagen: Jetzt ist es gut, du darfst dich wieder melden, wenn es einen konkreten Anlass gibt – und dann ersetzt du die Angst durch Neugier, Mut, Freude, Dankbarkeit – was immer du willst.
Was dein Selbstbewusstsein betrifft: Manchmal hilft hier, die eigene Autonomie zu stärken. Also dir z. B. klarzumachen, dass du auch ohne Partner ein vollwertiger Mensch bist und im Leben klarkommen kannst. Oder Dinge alleine machen, bei denen du Erfolgsgefühle verspürst – Sport oder Schachspielen 🙂 ... weil oft lassen Menschen in der Anfangszeit einer neuen Beziehung Dinge schleifen, die ihnen vorher gut getan haben, weil jetzt das Neue spannender ist. Das kann aber zur Verarmung und zu Abhängigkeit führen – und damit dann natürlich wieder zu Verlustangst.