Hallo Gerorg.Müller,
Ich persönlich bin gegen Abtreibung, aber es gibt spezielle Situationen, da ist es der richtige Weg.
Der Fall deiner Verlobten wäre so einer für mich. Ich denke auch wenn die Abtreibung hart ist, es ist symbolisch ein Weg dem ganzen Ausmaß der Situation eine Grenze zu setzten. Mit der Zeit wird das Geschehene verblassen, zwar nicht verschwinden aber verblassen zurück bleiben traumatische Situationen die man bearbeiten kann und sollte.
Seelische und Körperliche Verletzungen brauche ihre Zeit. Aber jetzt noch eine Schwangerschaft austragen und jeden Tag erinnert werden an das was geschehen ist, finde ich schlimm.
Und ich sehe es auch so, ich wollte nicht das Kind eines Vergewaltigers sein.
Das ist meine Sicht.
Klar weiß ich, das es dazu noch andere Betrachtungsweisen gibt.
Du brauchst auch therapeutische Beratung und eventuell Begleitung, damit du dich angemessen verhalten und reagieren kannst auf das Verhalten von deiner Verlobten. Und nicht in Verzweiflung gerätst, durch die Überlastung, die Verantwortung für deine Familie zu tragen.
Es ist wichtig das du nicht einknickst und seelisch stark gemacht wirst. Bitte kümmere dich um therapeutische Unterstützung für dich.
Auch eine spielerische Therapie mit deinen Kinder bei der Erziehungberatungstelle könnte sehr hilfreich sein. Die spielen mit Holztieren Situationen, oder eher die Gefühle der Kinder. Das ist ganz schön. und macht Platz in der Seele der Kinder für Lösungen.
Liebe Grüße Pecky