P
Pamir
Gast
ich kann dich gut verstehen. man denkt, dass man sich kennt und tut es dann eben doch nicht. oder man kennt sich wirklich mit allen ecken und neigt dazu, das, was man sich nicht wünscht, auszublenden. das gehört dazu, wenn man verliebt ist.Sie will keinen Kontakt mehr. Ich frage mich schon, ob es das nun war, nach 5 ½ Jahren! Wir haben so viel zusammen durchgemacht und hatten letztes Jahr schon eine Kontaktpause von 10 Monaten…*
Jetzt denke ich: Hätte ich es ihr nur früher gesagt.Vielleicht hätten wir schon lange keinen Kontakt mehr, doch vielleicht hätten meine Gefühle dann auch nicht dieses Ausmaß erreicht. Ich habe mich in ein Bild von ihr verliebt und konnte nie mehr von ihr lassen, obwohl sie, wie sich herausstellte, ganz anders ist, als ich immer dachte…*
bilder sind schön, das ist auch in den naturwissenschaften so. wenn du was beobachten oder zeigen willst, ist mikroskopie eine elegante art, weil "seeing is believing" und trotzdem wählst du nur den ausschnitt aus dem jeweiligen bild, der das zeigt, was du beweisen wolltest. es bleibt aber nur ein ausschnitt. und obschon man das weiss, wird man auch selbst bilder machen. es ist irgendwie verhext. man muss sich dessen einfach bewusst sein, wenn man etwas werten will.
ich weiss nicht, ob es besser gewesen wäre, wenn du es früher gesagt hättest. was hätte passieren können: a. sie hätte sich direkt abgewandt. b. sie hätte gesagt, dass es für sie so in ordnung sei und ihr hättet weiteren kontakt gehabt. c. ihr hättet ein paar werden können. wie wahrscheinlich welche handlung gewesen wäre, ist nicht wichtig. es ist ja eine reine hypothese. hätte, wäre.... tja, es bleibt konjunktiv. damit machst du dich nur selbst wahnsinnig. ich würde diese gedanken zur seite legen.
es bleibt dir nur übrig, zu warten, zu reifen, deinen eigenen weg zu gehen. dich nicht mehr so abhängig zu fühlen (falls du das je hattest, bei mir wars wohl so), nicht mehr das gefühl haben, etwas beweisen zu müssen. und diese aussichten sind doch gar nicht so schlecht. dass man noch an sie denkt, ist doch völlig normal. in der pubertät ist man so empfänglich für "weiseheiten", vorgefertigte lebenseinstellungen, das prägt sehr. oder bei mir war es zumindest so. nach der schule oder uni, dem geschützten rahmen wird man dann erkennen, was wirklich gestimmt hat, oder was mal gestimmt hat und es jetzt nicht mehr tut. das ist wirklich spannend, du hast eine wunderbare zeit vor dir! und rückschläge kann man in kauf nehmen. sie werden weniger. anderes und andere werden wichtiger. diese ganze kapazität, die du vorhin in deine lehrerin investiert hast, ist nun "frei" und irgendwann kannst du das ganz gut umverteilen. es braucht einfach zeit.