Guten Abend 🙂
Ich bin neu in diesem Forum, habe mich aber schon ein bisschen hier durchgelesen und glaube, dass ich gut hier aufgehoben bin.
Am Besten ich fang mal ganz von vorne an:
Vor gut einem Jahr kam diese neue Lehrerin an meine Schule und hat zum Halbjahr meinen Sozialwissenschaftskurs übernommen. Dazu sei gesagt, dass ich meinen vorherigen Lehrer super fand und dementsprechend skeptisch Ihr gegenüber war. Um ehrlich zu sein bekam Sie zunächst einen nicht gerade netten Spitznamen verpasst.
Zu Anfang war ich aufmüpfig, wollte Sie zunächst nicht wirklich akzeptieren, Sie war jung und enthusiastisch, genau das, was mir zu der Zeit irgendwie nicht in den Kram passen wollte 😉
Nach den ersten paar Stunden hab ich dann jedoch bemerkt, dass ich eine tiefe Bewunderung Ihr gegenüber empfand. Sie schien irgendwie das Bild einer perfekten Lehrerin (natürlich rein subjektiv betrachtet) zu verkörpern, kam stets top organisiert (was man von den meisten Lehrern meiner Oberstufe NICHT behaupten kann) in den Unterricht, fragte nach ob alles verstanden wurde und beantwortete jede Frage souverän.
Wenn mal Gruppenarbeit anstand ging Sie von Tisch zu Tisch und war dort auch immer zu Scherzen aufgelegt. Lustigerweise schien ich irgendwie die einzige zu sein, die Sie so toll fand.
Ich kann mich noch gut an die Stunde erinnern, bei der es "Klick" gemacht hat. Sie malte während einer weiteren Gruppenarbeitsphase ein Tafelbild ans Whiteboard, ich hab mit meinen Tischnachbarn wie sooft rumgeblödelt, als mein Blick nach rechts fiel, wo die Gute grade am zeichnen war.
An diesem Zeitpunkt musste ich mir unweigerlich eingestehen, dass ich Sie unglaublich attraktiv fand, konnte ich doch meine Augen nicht von ihr abwenden. Von da an hatte Sie mich, dies sollte mir später noch klar werden.
Das Schuljahr ging also zuende und ich betete in den Sommerferien, dass ich Sie weiterhin bekomme, am Besten natürlich im Deutsch LK. Am ersten Schultag stellte sich dann heraus, dass sie zwar einen SoWi Grundkurs übernahm, jedoch nicht meinen.
Schien sich im ersten Moment gut zu verkraften, tat ich doch meine Gefühle aus dem letzten Jahr lediglich als kleine Schwärmerei ab.
An dieser Stelle sei gesagt, dass ich in den Pausen mit meinen Freunden immer Recht nah am Lehrerzimmer steh, nicht explizit wegen Ihr, das war irgendwie schon immer so.
So kam es also, dass ich Sie in den Pausen immer an uns vorbeihuschen sah. Gegrüßt hat Sie nie, nicht mich oder andere Ex-Kursler von Ihr, bis zu dem Tag, an dem ich Sie "abgefangen" habe um Ihr zu sagen, dass ich es schade finde, Sie nicht mehr im Unterricht zu haben. Sie hat sich riesig gefreut und ich habe bei diesem Gespräch bemerkt, dass es vielleicht doch mehr sein könnte, als 'ne Schwärmerei.
Auch wenn ich höchstens 5 Minuten mit Ihr geredet hatte, es war unglaublich wie Sie mir das Gefühl gab, dass Sie in den 5 Minuten NUR für mich da war und keine Ablenkung durch andere zulässt.
Ab diesem Tag fing Sie auch an mich immer mit einem Lächeln zu grüßen. Jedes Mal, wenn Sie das tat, schien es mir, als ob mein Tag, egal wie schlecht er doch war, sich um ein Stück bessert.
Ein Klassenkamarad meinte dann zu mir, dass Sie mich ja besonders mögen würde, so wie Sie mich immer grüßt etc. ich hab dann nur in mich hinein gegrinst und gemeint "war ja auch immer nett zu Ihr".
Nun ist es in letzter Zeit so, dass ich mich öfters dabei erwische, wie ich vor der Tür zum SoWi Kurs, den Sie ja übernommen hat, herumlunger und mit anderen rede, in der Hoffnung Sie zu sehen.
Mittlerweile schmerzt es mich aber, wenn Sie an mir vorbei geht (mich eventuell einfach nicht im Blickfeld hat) und mich nicht grüßt oder wenigstens anschaut.
Ich habe Ihr nie etwas von meinen Gefühlen erzählt, habe aber die Befürchtung dass Sie was merken könnte.
Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen ihr nach meinem Abitur (sprich in nem guten Jahr) davon zu erzählen, in meiner jetztigen Verfassung würde ich das aber lieber schon auf den kommenden Montag vorverlegen.
Ich bin mir dessen bewusst, dass eine Beziehung zwischen Lehrerin und Schülerin nicht erlaubt ist, auch wenn ich schon volljährig bin. Ich möchte Sie auch auf keinen Fall in Schwierigkeiten bringen, nur fühlt es sich im Moment so an, als ob ich daran zerbrechen würde. Alle Versuche, Sie mir aus dem Kopf zu schlagen waren bis jetzt nicht erfolgreich. Teilweise ist es so, dass ich schon traurig ins Wochenende gehe, weil ich weiß dass ich Sie erst am Montag sehen kann.
Klar, ich hab mich schon gefragt, wieso ich mich ein eine ältere Frau verliebe. Kann auf Grund ihres Alters (Anfang 30) einen Mutterkomplex jedoch ausschließen, auch wenn ich Probleme mit meiner Mutter habe, ich sehe Sie keinesfalls als solche an. Sexuelle Begierde liegt ganz klar vor, da brauche ich mir nichts vormachen.
Ich hoffe der lange Text wirkt nicht zu abschreckend, aber ich denke das alles niederzuschreiben hat mir schon ein wenig geholfen
Sansa