ich glaube, hier liegt die lösung aller probleme:
Remedia amoris ? Wikipedia
ich zitiere mal das wichtigste:
Zunächst gibt Ovid Ratschläge zur Auflösung von Beziehungen, die sich noch im „Anfangsstadium“ befinden, und zum anderen Verhaltensanweisungen, um bereits vorangeschrittene Beziehungen zu beenden.
Alles der reihe nach...
Im ersten Fall beginnt Ovid mit der Maßnahme, die Liebe bereits im Keim zu ersticken. Aus dieser Passage stammt unter anderem das sprichwörtlich gewordene
Principiis obsta („Widerstehe den Anfängen“ oder „Wehret den Anfängen“).
Tja, wenn wir das gewusst hätten...
Wenn die Beziehung schon fortgeschritten ist, so weist Ovid den Verliebten an, sich an der Geliebten physisch zu übersättigen,
wusst ich doch, dass nur dahin ein weg führt!
um überhaupt therapierbar zu werden. Ist der „Patient“ in diesem Stadium der Behandlungsfähigkeit, rät Ovid zu Reisen bzw. dem Verlassen Roms, um eine physische und psychische Distanz zur Partnerin aufzubauen.
Reichen 3 Monate??? Entschieden: NEIN!
Nachdem er von Zaubermitteln zur Heilung abgeraten hat,
zaubermittel? es gibt sie also doch, nur rät er nicht dazu. ich würde es aber trotzdem gerne auf einen versuch ankommen lassen.
zeigt er Möglichkeiten für Betroffene, denen es nicht möglich ist, Rom zu verlassen. Dabei empfiehlt er zunächst Maßnahmen wie die, sich selbst durch
autosuggestive Monologe zu heilen zu versuchen. Ovid geht im Folgenden aber noch weiter und weist den Patienten an, die Partnerin unvorteilhaft in Szene zu setzen, wie z.B. „einen nicht stimmbegabten Partner in der Öffentlichkeit zum Singen zu überreden"
bei dieser szene lache ich mich zu tode!!! schon allein der gedanken daran ist köstlich!
und „einen Partner mit schlechten Zähnen zum Lachen zu bringen". Letztendlich soll dies zum liebesschädlichen Verhalten beim Intimverkehr führen,
ähm....
wozu Ovid ebenfalls beinahe peinliche Anweisungen gibt. Er rät sogar dazu, sich die Makel am Körper des Partners einzuprägen, wenn dieser nach dem Beischlaf ermattet daliegt.
oder sie mit gummischlangen schmücken und filzstiften anmalen!
Auch im Folgenden wird davon ausgegangen, dass der Patient in der Nähe seines Unglücks bleibt.
versuche, meiner lehrerin DAS klarzumachen, sind gescheitert, wobei es ja kein unglück gewesen wäre...
Er soll sich aber immerhin einen zweiten Partner (eine zweite Freundin) nehmen, der alten gegenüber die Gleichgültigkeit wenigstens simulieren.
Auch das ist in einem ersten versuch fehlgeschlagen.
Nun sollte der Liebhaber zur physischen Trennung wieder in der Lage sein.
physisch: ja. psychisch?
Insgesamt ist der Aufbau des Buches als axialsymmetrisch zu betrachten: Der schlimmste Zustand ist in der Mitte, zu den Rändern wird es sozusagen jeweils besser.
Huff, ich lese nur die ränder.
Nun wird der Patient zur Geselligkeit, d.h. Meidung der Einsamkeit, ermahnt und, wieder bei seinen Freunden, scheint er nunmehr schon vorläufig kuriert.
wie wahr. das wort vorläufig gefällt mir nicht so ganz.
Ovid behandelt also jetzt bereits Möglichkeiten des Rückfalls . Am Schluss stehen, um diesen zu verhindern, wieder meditative Übungen,
achtung, jetzt kommts:
wozu auch eine symbolische Verbrennung,
olympia-disziplin platz 1
die Meidung erotischer Lektüre
grummel:mad:
und ein Bewusstseinstraining im Hinblick auf potenzielle Rivalen gehört.
welches beinhaltet, dass?
Das Wichtigste ist nun erreicht: Mann und Frau – auch sie war ja mit ins Auge gefasst – sind geheilt und bringen dem „heiligen Dichter“ statt einem Arzthonorar ein Dankopfer dar.
wie dankt man einem heiligen dichter?
mit einer neuen signatur
herzliche grüsse
glaxo.