Hallo ihr alle!
Ich bin zufällig auf diese Seite bzw. auf dieses Thema gekommen, als ich rumgegoogelt habe.
Finde es sehr schön, dass es solche Seiten gibt!
Man merkt, dass man nicht alleine in der Situation ist.
Vielleicht interessiert ja einen von euch meine Geschichte.
Und vielleicht gibt es ja noch mehr, denen es so ähnlich geht oder der sich damit ein bisschen indentifizieren kann. =)
Ich war mit 14 auch sehr doll in meine Lehrerin verliebt.
Ich habe nicht alle Beiträge hier durchgelesen, aber viele sprechen mir einfach aus der Seele. Genauso ging es mir. Ich habe genauso gelitten und das durchgemacht.
Bin wegen ihr in die Bio-AG gegangen, die sie geleitet hat (obwohl ich in dem Fach total die Niete war 😀, muss sie bestimmt gewundert haben), nur um sie noch öfter zu sehen als sowieso im Deutschunterricht schon.
Habe praktisch jede Parkettfliese angebetet, die sie überschritten hat.
Und doch wusste ich, dass ich keine Chance hatte. Ich war 14, sie 28. Sie war meine Lehrerin. Sie hatte bis kurz vorher einen Freund, den sie heiraten wollte und der sie wegen einer anderen zwei Wochen vor der Hochzeit hat sitzen lassen. Ihr ging es dementsprechend; sie hat es mir sogar erzählt.
Ich hatte damals Probleme mit einer Mitschülerin und meine Lehrerin war für mich da und hat sich für mich eingesetzt, wahrscheinlich hat das meine Gefühle noch verstärkt. Obwohl ich es mir am Anfang natürlich nicht eingestehen wollte. Ich wollte nicht "anders" sein, nur weil ich diese ganze Boygroup-Typen nicht süß fand.
Heute bin ich 17 und gerade dabei, mich mit mir selber auseinander zu setzen. Ich weiß, dass ich bisexuell bin (was ich durch sie gemerkt habe) und dass ich eher zu Frauen tendiere als zu Männern. Außer meiner besten Freundin weiß das allerdings keiner.
Deswegen wollte ich ein bisschen was zu dem Thema suchen, um es mittlerweile objektiv zu betrachten und nicht "durch die rosarote Brille".
Nachdem wir sie nicht mehr im Unterricht hatten, dachte ich, ich könnte nie wieder glücklich sein. Habe die ganzen Sommerferien gehofft, dass ich sie trotzdem noch so häufig sehe wie vorher, was natürlich nicht der Fall war.
Aber genau das war im Endeffekt das, was mir geholfen hat. Durch den Abstand hab ich meine Gefühle "unter Kontrolle gekriegt". Natürlich kann man sich nicht aussuchen, in wen man sich verliebt und ich will hier auch nicht mit schlauen Sprüchen kommen; die helfen niemandem.
Ich habe ihr damals nie gesagt, was ich für sie empfunden habe.
Ich weiß auch nicht, ob sie es mitgekriegt hat. Vielleicht hat sie es gemerkt. Keine Ahnung.
Ich gehe noch auf die gleiche Schule wie damals und wir haben weiterhin ein sehr gutes Verhältnis, aber ich liebe sie nicht mehr. Ich hab sehr viel Vertrauen zu ihr und wir können auch gut miteinander reden.
Deswegen habe ich beschlossen, ihr einen Brief zu schreiben und ihr das alles mal zu erzählen. Mittlerweile habe ich keine Angst mehr davor, im Gegensatz zu damals.
Keine Ahnung, ob sich das hier überhaupt einer durchgelesen hat... aber es ist ganz schön, dass mal loszuwerden. =)
Liebe Grüße