am ende ist es eine beziehung zwischen zwei menschen, mit all ihren problemen, mit einer vergangenheit, mit wünschen, vorstellungen und bedürftnissen, mit bestehenden anderen kontakten, die man nicht einfach auf null schalten kann. da wird die zeit zeigen, wie "kompatibel" das ganze ist.
Ja. Ich denke, das ist immer so. Und je schwieriger kompatibel, desto höhere Anforderungen an Kompromissbereitschaft beider Partner und an die Güte und Stabilität der Beziehung.
Unterschiedliche Erfahrungshorizonte, Bedürfnisse und Lebenserfahrung können sehr bereichernd sein. Aber auch ein großes Hindernis.
ich denke, der springende punkt ist genau dieses "outing". zueinander zu stehen und zu sagen, ja, wir sind ein paar.
Ach, dessen bin ich mir gar nicht so sicher. Klar, das macht alles leichter, klarer, sicherer, schöner. Aber bloße Heimlichkeit an sich hätte unserer Beziehung wohl nichts anhaben können.
Heimlichkeit ist manchmal bitter. Kann aber auch ihren Reiz haben. Und ich habe mich zu jedem Zeitpunkt so stabil gefühlt, dass ich es zwar lieber anders gehabt hätte, aber nie das Gefühl hatte, unter der Heimlichkeit ganz außerordentlich zu leiden.
wie schwierig es für dich sein musste, vor deinen freunden/familie zu lügen.
ja, das war eine große Belastung.
es generiert auch diese personenabhängigkeit- huuu, es darf bloss niemand wissen, was da läuft- eine art schräge exklusivität, die auf dauer nicht gesund sein kann. doch, ich möchte mich in der öffentlichkeit mit dir zeigen, ja, es sollen alle wissen, dass wir glücklich miteinander sind. wie hat sich denn deine lehrerin vorgestellt, dass ihr eure gemeinsame freizeit verbringt? im keller oder so?
Gottseidank bin ich kein abhängiger Typ. Ich habe mich auch meinen engen Freunden (denjenigen, bei denen ich absolut sicher sein konnte, dass sie schweigen) anvertraut. Anders wäre es mir wirklich zu schräg gewesen.
Freizeit haben wir relativ normal verbracht.
Bei mir oder ihr . Bei gemeinsamen Aktivitäten "draußen" (dann aber ohne zu zeigen, dass wir ein Paar sind) und wir sind häufig zusammen weggefahren, Urlaube, Kurzurlaube. Dort, weit weg, wo keiner uns kannte, auch sichtbar als Paar (also mit Küssen, Händchenhalten, Berührungen etc)
und dass sie nach 2 wochen schluss gemacht hat, nur weil du nicht mehr nach ihrer pfeiffe getanzt hast (?), finde ich ziemlich bedenklich. und sich innerhalb von 2 wochen in jemand anderen verlieben, seriously?? da stimmt doch einiges nicht...
Nee eben, da war schon vorher gehörig einiges im Argen....
Wobei die neue Beziehung wohl nicht lang gehalten hat und sie seither durchaus auch immer wieder mal Kontakt aufgenommen hat.
obwohl ich nie mit meiner lehrerin zusammen war, hat mich diese thematik auch immer wieder beschäftigt, diese alten rollen, die man zwangsläufig aus der schule mitnimmt und die tatsache, dass ich dachte, sie wird mich immer als ihre ehemalige schülerin sehen, ich kann zu gar nichts anderem "werden". sich zu sagen, hey, das ist jetzt nicht mehr schule, das sind zwei eigenständige persönlichkeiten mit eigenen wünschen und vorstellungen. und lernen, dass gewisse dinge nicht so laufen, wie ich es gerne hätte. mich hat es jahre gekostet, mit dem thema endlich abzuschliessen. ich möchte gar nicht mehr daran denken, was ich alles unternommen habe, um endlich loszulassen, wie oft ich mir eingeredet habe, es sei vorbei, ich sei darüber hinweg etc. dann sieht man sich wieder und würde am liebsten heulen, weil eben doch noch nicht alles verarbeitet ist. ein kartenhaus....
Puh, das klingt schwierig. Wie lange warst Du denn mit dem Thema beschäftigt? ich kann mir vorstellen, dass es auch schwieriger ist, abzuschließen, wenn man demjenigen nur ein bisschen aber nie ganz nahegekommen ist. Dieses ein bisschen näher ranlassen nährt so viele Hoffnungen und hält einen vielleicht sehr fest im Bann, oder?
Bei gab es zwischenzeitlich immer wieder mal Augenhöhe. Schließlich wurde ich älter, erwachsener.
Aber rückblickend wurde es eben genau dann und zunehmend schwieriger.
Im Grunde war das, was Du da nicht nach ihrer Pfeife tanzen nennst, mal wieder ein Moment der Augenhöhe...
heute haben wir einen sehr viel lockerern umgang miteinander. für mich war es ein grossartiger moment zu merken, dass es jetzt tatsächlich endlich vorbei ist. ich war sehr glücklich. ich dachte, dass es nie aufhören würde. der moment, als ich realisierte, dass es für mich ok ist, wenn sie den kontakt abbrechen möchte, war sehr befreiend. ....
wie hast Du das geschafft?
Herzlich kommtvor