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Gelöscht 43693
Gast
Hallo ihr Lieben!
Puh ... nach den letzten ereignisreichen Schulwochen und der darauffolgenden Zeit, die es brauchte, um diese gedanklich komplett zu verarbeiten, schaue ich in diesen Thread und stelle erfreut fest, dass ihr hier in letzter Zeit sehr aktiv wart 🙂 Ich habe inzwischen wohl das Meiste nachgelesen und werde nach und nach versuchen, auf das von euch Geschriebene einzugehen; da das ziemlich viel ist, hoffe ich, ihr seid mir nicht böse, wenn ich einiges vergesse.
@ 83Hanna: Es wurde schon oft geschrieben, aber auch ich muss an dieser Stelle feststellen, wie schön es ist, mal wieder eine Lehrerin hier im Thread zu haben! Von mir also auch ein (deutlich verspätetes) Willkommen!! 😀
Ich schließe mich den anderen an und finde deine Idee gut, das Unterrichtsgespräch im Rahmen der Diskussion über das Drama grob in die Richtung zu lenken und zu schauen, wie es sich entwickelt. Auch ich finde, dass du die Schülerin vorsichtig ansprechen und ihr zu verstehen geben kannst, dass sie keine Angst (z.B vor falschen Antworten?) haben muss und sich bei Problemen auch an dich wenden kann.
Eine Sache möchte ich noch hinzufügen: Für den Fall, dass sie tatsächlich auf dich zukommen sollte, um dir ihre eventuellen Gefühle für dich zu gestehen, solltest du meiner Meinung nach am besten erstmal auf Distanz zu ihr gehen, indem du ihr freundlich zu verstehen gibst, dass sie sich ihrer Gefühle zwar nicht schämen muss, du ihr aber die Möglichkeit geben möchtest, Abstand zu gewinnen. Im Unterricht würde ich mir auf keinen Fall etwas anmerken lassen, sondern mich ihr gegenüber so verhalten wie auch vorher und ansonsten natürlich auch freundlich zu ihr sein. Was ich meine, ist, dass du ihr keine "Hoffnung" geben solltest, denn ich zumindest kann versichern, dass diese ziemlich schnell entstehende Hoffnung, die immer wieder aufkeimt, mich persönlich langfristig mehr verletzte als die klaren Signale meiner Lehrerin, dass all meine Hoffnungen vergeblich waren.
Falls dich deine Schülerin also auf ihre Gefühle ansprechen sollte, ist es natürlich wichtig, sich auszusprechen. Ich rate dir aber unbedingt, das Gespräch nicht unter vier Augen zu führen, sondern eine dritte Person mit einzubeziehen, wie, falls vorhanden, einen Schulsozialarbeiter. Ansonsten eine weitere Lehrperson, die die Schülerin im Idealfall nicht unterrichtet (weil es, und da spreche ich wieder aus eigener Erfahrung, peinlich und qualvoll werden kann, auch in den Unterricht jener anderen Lehrperson zu gehen). Du weißt schließlich nicht, wie sie reagiert; und wenn du keine Zeugen hast, könnte sie als verletzte und verliebte Schülerin durchaus böse Gerüchte verbreiten. Man weiß ja nie. Klingt vielleicht ein bisschen hart, halte ich aber für notwendig. Meine Lehrerin verhielt sich damals ziemlich genau so (antwortete mir in einem Antwortbrief freundlich, aber distanziert auf mein Geständnis, brach unseren recht neu entstandenen außerunterrichtlichen Kontakt ab, suchte das Gespräch mit mir und einer dritten Person, ignorierte mich ein Jahr fast vollkommen). Es tat sehr weh, aber ich bin ihr inzwischen dankbar dafür, denn obgleich ich natürlich von Anfang an wusste, wie unwahrscheinlich es sein würde, dass sie meine Gefühle erwiderte, führten so manches Wort und manches Lächeln, unter rosaroter Brillensicht auf die Goldwaage gelegt, manchmal zu einem leichten Aufkeimen erwähnter Hoffnung. Hätte sie sich damals in irgendeiner Form widersprüchlich verhalten, wäre das, im Nachhinein gesehen, für mich deutlich schlimmer gewesen, so kann ich jedoch, ohne dass meine Gefühle für sie je nachgelassen hätten, das Ganze mit einer gewissen Distanz betrachten und lasse mich kaum mehr dadurch verletzen.
Inzwischen scheint es bei mir übrigens so zu sein, dass meine Lehrerin sich mir gegenüber beinahe wieder normal verhält. Sie grüßt mich normal, lächelt mich sogar an (was sie sehr lange komplett eingestellt hatte) und obwohl sie sich noch immer etwas zurückhaltender im Umgang mit mir verhält als bei anderen Schülern, kommt sie manchmal auch von sich aus auf mich zu. 🙂
@Emilie:
In den letzten Sommerferien hatte ich ihr auch mal gemailt und da brauchte sie tatsächlich sechs Wochen für die Antwort, weil sie, wie sie schrieb, sich einfach mal eine Auszeit von allem Schulischen nehmen wollte. Vielleicht tut deine Lehrerin also dasselbe und meldet sich nach den Ferien – oder sie ist wirklich für ein paar Wochen im Urlaub und schreibt dir danach 🙂 Keine Sorge; deine Entscheidung, ihr nicht nochmals zu schreiben, finde ich übrigens sehr gut!
Viele Grüße an euch alle!
Strawberry 🙂
Puh ... nach den letzten ereignisreichen Schulwochen und der darauffolgenden Zeit, die es brauchte, um diese gedanklich komplett zu verarbeiten, schaue ich in diesen Thread und stelle erfreut fest, dass ihr hier in letzter Zeit sehr aktiv wart 🙂 Ich habe inzwischen wohl das Meiste nachgelesen und werde nach und nach versuchen, auf das von euch Geschriebene einzugehen; da das ziemlich viel ist, hoffe ich, ihr seid mir nicht böse, wenn ich einiges vergesse.
@ 83Hanna: Es wurde schon oft geschrieben, aber auch ich muss an dieser Stelle feststellen, wie schön es ist, mal wieder eine Lehrerin hier im Thread zu haben! Von mir also auch ein (deutlich verspätetes) Willkommen!! 😀
Ich schließe mich den anderen an und finde deine Idee gut, das Unterrichtsgespräch im Rahmen der Diskussion über das Drama grob in die Richtung zu lenken und zu schauen, wie es sich entwickelt. Auch ich finde, dass du die Schülerin vorsichtig ansprechen und ihr zu verstehen geben kannst, dass sie keine Angst (z.B vor falschen Antworten?) haben muss und sich bei Problemen auch an dich wenden kann.
Eine Sache möchte ich noch hinzufügen: Für den Fall, dass sie tatsächlich auf dich zukommen sollte, um dir ihre eventuellen Gefühle für dich zu gestehen, solltest du meiner Meinung nach am besten erstmal auf Distanz zu ihr gehen, indem du ihr freundlich zu verstehen gibst, dass sie sich ihrer Gefühle zwar nicht schämen muss, du ihr aber die Möglichkeit geben möchtest, Abstand zu gewinnen. Im Unterricht würde ich mir auf keinen Fall etwas anmerken lassen, sondern mich ihr gegenüber so verhalten wie auch vorher und ansonsten natürlich auch freundlich zu ihr sein. Was ich meine, ist, dass du ihr keine "Hoffnung" geben solltest, denn ich zumindest kann versichern, dass diese ziemlich schnell entstehende Hoffnung, die immer wieder aufkeimt, mich persönlich langfristig mehr verletzte als die klaren Signale meiner Lehrerin, dass all meine Hoffnungen vergeblich waren.
Falls dich deine Schülerin also auf ihre Gefühle ansprechen sollte, ist es natürlich wichtig, sich auszusprechen. Ich rate dir aber unbedingt, das Gespräch nicht unter vier Augen zu führen, sondern eine dritte Person mit einzubeziehen, wie, falls vorhanden, einen Schulsozialarbeiter. Ansonsten eine weitere Lehrperson, die die Schülerin im Idealfall nicht unterrichtet (weil es, und da spreche ich wieder aus eigener Erfahrung, peinlich und qualvoll werden kann, auch in den Unterricht jener anderen Lehrperson zu gehen). Du weißt schließlich nicht, wie sie reagiert; und wenn du keine Zeugen hast, könnte sie als verletzte und verliebte Schülerin durchaus böse Gerüchte verbreiten. Man weiß ja nie. Klingt vielleicht ein bisschen hart, halte ich aber für notwendig. Meine Lehrerin verhielt sich damals ziemlich genau so (antwortete mir in einem Antwortbrief freundlich, aber distanziert auf mein Geständnis, brach unseren recht neu entstandenen außerunterrichtlichen Kontakt ab, suchte das Gespräch mit mir und einer dritten Person, ignorierte mich ein Jahr fast vollkommen). Es tat sehr weh, aber ich bin ihr inzwischen dankbar dafür, denn obgleich ich natürlich von Anfang an wusste, wie unwahrscheinlich es sein würde, dass sie meine Gefühle erwiderte, führten so manches Wort und manches Lächeln, unter rosaroter Brillensicht auf die Goldwaage gelegt, manchmal zu einem leichten Aufkeimen erwähnter Hoffnung. Hätte sie sich damals in irgendeiner Form widersprüchlich verhalten, wäre das, im Nachhinein gesehen, für mich deutlich schlimmer gewesen, so kann ich jedoch, ohne dass meine Gefühle für sie je nachgelassen hätten, das Ganze mit einer gewissen Distanz betrachten und lasse mich kaum mehr dadurch verletzen.
Inzwischen scheint es bei mir übrigens so zu sein, dass meine Lehrerin sich mir gegenüber beinahe wieder normal verhält. Sie grüßt mich normal, lächelt mich sogar an (was sie sehr lange komplett eingestellt hatte) und obwohl sie sich noch immer etwas zurückhaltender im Umgang mit mir verhält als bei anderen Schülern, kommt sie manchmal auch von sich aus auf mich zu. 🙂
@Emilie:
Fast jede Stunde? Das kann ich definitiv toppen 😀 Ich hatte meiner Lehrerin (nicht die, von der ich vorhin schrieb; mit dieser zweiten Lehrerin, für die ich rein platonische Gefühle hege, habe ich eigentlich recht viel Kontakt) vor etwa einer Woche gemailt und auch sie hat mir nicht darauf geantwortet. Das bereitet mir inzwischen etwas Sorge, da ich mich etwas blöd und missverständlich ausgedrückt hatte und nun befürchte, im Bezug auf Gefühle für sie zu deutlich geworden zu sein. Ich habe also wirklich Angst und hoffe, sie wird noch darauf antworten, weil mir das zeigen würde, dass es wohl weniger "schlimm" war als momentan befürchtet. Kurz zuvor – auch schon in diesen Ferien – hatten wir einander jeweils ein Mal geschrieben, da kam ihre Antwort auch schon innerhalb weniger Stunden.Ihr müsstet mich mal beobachten, wenn ich fast jede Stunde den Posteingang öffne...
In den letzten Sommerferien hatte ich ihr auch mal gemailt und da brauchte sie tatsächlich sechs Wochen für die Antwort, weil sie, wie sie schrieb, sich einfach mal eine Auszeit von allem Schulischen nehmen wollte. Vielleicht tut deine Lehrerin also dasselbe und meldet sich nach den Ferien – oder sie ist wirklich für ein paar Wochen im Urlaub und schreibt dir danach 🙂 Keine Sorge; deine Entscheidung, ihr nicht nochmals zu schreiben, finde ich übrigens sehr gut!
Viele Grüße an euch alle!
Strawberry 🙂
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