Hey ihr da draußen,
Ich habe hier mal vor vielen Jahren selber mal aktiv geschrieben, weil ich natürlich das gleiche "Ding" wie ihr durchgemacht habe und das sehr, sehr, sehr viele Jahre lang. Meine Gefühle habe ich ihr nie direkt gebeichtet. Ich denke aber mal, ihr ist schon klar gewesen, das sie ein sehr wichtiger Mensch für mich ist, dass sie mir viel bedeutet. Wir haben darum auch nach meiner Schulzeit Kontakt gehabt- sie hat mir das Du angeboten, ich habe sie ein paar Mal besucht, wir haben ab und an telefoniert uns E-Mails geschrieben und so weiter. Ich habe ihr immer viel Vertrauen entgegengebracht und sie hat es mir gedankt, in dem sie nach ein paar Jahren auch angefangen hat, mir zu vertrauen und meine Freundin zu werden.Das hat mich eigentlich auch immer sehr glücklich gemacht.Jetzt bin ich Anfang 20. Ich bin in einer *eigentlich* glücklichen Beziehung mit einem Mann....und ich bin einfach nur total verwirrt....:
Ich habe selber Lehramt studiert (vielleicht auch ein bisschen wegen ihr) und wie das Leben so spielt, habe ich eine Referendar-Stelle an meiner alten Schule bekommen und nun stehe ich dieser Frau als Kollegin (zumindest auf Zeit) gegenüber. Wir haben sogar ein gemeinsames Fach und sehen uns somit noch häufiger als normal....und "schlimmer" noch: Wir müssen uns sogar in diesem Fach eine Klasse teilen.
Ich bin so verwirrt von allem. Ich habe sie meine ganze Schulzeit über immer vergöttert und angebetet, ich habe sie so geliebt. Mir war bewusst, dass ich sie auch während meines Studiums nie vergessen habe, ich hatte immer Gefühle für sie - Ich hab mich immer so gefreut, wenn ich mich mit ihr getroffen habe oder wir telefoniert hatten und sie an meinen Geburtstag gedacht hat und solche Sachen....Im Unterbewusstsein war mir schon immer klar: Ich liebe diese Frau immer noch. Schließlich habe ich nach wie vor jeden Tag an sie gedacht. Doch dadurch, dass ich sie nur noch so selten gesehen habe und mir das Studium so zugesetzt hatte und ich ja auch in einer Hetero-Beziehung bin, sind die ganzen Gefühle von mir verdrängt worden.
Und jetzt steht sie wieder vor mir. Fast jeden Tag in der Woche. Und wir sind auf einmal auf Augenhöhe.
Könnt ihr euch vorstellen, wie mich diese ganze Situation umgehauen hat? Auf der einen Seite freu ich mich so, sie jetzt wieder so regelmäßig zu sehen...aber...auf der anderen Seite...Ich weiß nicht mehr was ich fühle, was ich will, was ich denke...Wie soll ich mich nur verhalten? Ich bin damit so überfordert.
An meinem ersten Tag war sie so lieb zu mir, wir haben uns gedrückt, sie war wirklich herzlich und ich habe sogar ein kleines Geschenk von ihr bekommen, wir hatten endlich mal wieder Zeit ein bisschen zu reden. Das hat mich sehr gefreut und ich dachte, es wird sicher eine schöne Zeit. Aber jetzt bin ich von meinen Gefühlen und von ihr so verwirrt, dass ich nicht mehr weiß, wie ich mit ihr umgehen soll. Jetzt blocke ich total ab, wenn ich sie sehe, ich verkrampfe wenn ich sie sehe,ich bin fast richtig abweisend zu ihr. Ich könnte mich so über mich selber ärgern. Wenn ich sie im Lehrerzimmer sehe, unterhalte ich mich absichtlich mit anderen Kollegen, erwische mich aber ständig immer wieder dabei, wie ich sie immer wieder aus dem Augenwinkel beobachte. Diese Woche hat sie mich dann gefragt, was denn eigentlich mit mir los ist...Ich konnte ihr keine wirkliche Antwort geben...außer ein schüchternes "Nichts" habe ich nichts über die Lippen bringen können....