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Verliebt in meine lehrerin

Hallo, ich lese auch seit einigen Jahren immer mal wieder in diesem Forum mit, da ich selbst auch von dem Problem betroffen bin.
Mich würde, vor allem aus Lehrersicht, interessieren, inwieweit Freundschaften bzw. intensivere Kontakte nach Ende der Schulzeit
möglich sind.
Lässt man sich als Lehrer auf Freundschaften zu einzelnen Schülern, mit denen man sich bereits während der Schulzeit gut verstanden hat, ein oder ist das schon rein statistisch aufgrund der hohen Schülerzahl, die ein Lehrer im Laufe seines Lebens so hat, schon eher unwahrscheinlich?

Liebe Grüße an alle!
 
@ Gast..intensivere bzw. private Kontakte sind doch auch schon während der Schulzeit möglich (vorallem dann wenn die Schüler schon etwas älter sind) die FRage ist halt nur ob beide Seiten nach dem Abschluss noch die Zeit und das Interesse haben diesen Kontakt zu intensivieren

@flieder du hast post
 
Ich weiß, natürlich ist es schon während der Schulzeit möglich ein gutes Verhältnis aufzubauen (da spreche ich auch aus Erfahrung 😉 ), ich habe allerdings etwas Bedenken, wie es weitergeht, wenn man dann z.B. zum Studieren in eine andere Stadt zieht oder so. Ich möchte den Kontakt zu ihr nicht verlieren, weiß aber nicht, inwieweit man als Lehrer daran interessiert ist, den Kontakt zu ehemaligen Schülern aufrecht zu erhalten...denn bei der Menge an Schülern hätte man da nach ein paar Jahren ja einiges zu tun.
 
Hey Leute,

ich hab früher schon öfter mal hier geschrieben. Vielleicht ist ja von der Zeit noch jemand dabei, der sich an mich erinnert 😀
Wollte nur sagen, dass ich auch mal wieder Lust hab, mich hier mit anderen auszutauschen, da man ja im richtigen Leben meist keinen kennt, dem es genauso geht.
Sry, falls ich jetzt noch nicht soo viel mitreden kann. Ich muss mich da erstmal wieder langsam reinlesen 😀

lg 😉
 
Mich würde, vor allem aus Lehrersicht, interessieren, inwieweit Freundschaften bzw. intensivere Kontakte nach Ende der Schulzeit
möglich sind.
frage ich mich auch manchmal.
ich denke, dass es stark auf das verhältnis während der schulzeit ankommt. und auch wenn das "super" war, muss das noch nicht heissen, dass ein kontakwunsch weiterhin besteht. vom objektiven her (wenn keine gefühle involviert sind): wenn man einen job wechselt, wie intensiv bleibt man mit leuten von der alten stelle in kontakt? oder war es eben einfach ein guter alltag, der zusammengehalten hat?
dann hat es sicher auch mit ressourcen wie freizeit zu tun. klar, wenn man studiert, ist man immer noch relativ flexibel, aber wenn man arbeitet, auch mit gleitarbeitszeiten, kann man nicht eben mal schnell am nachmittag abhauen (geht zumindest mir so).
dann gibts vielleicht noch themen. die schule verbindet und gibt auch gesprächsstoff- ist das noch so, wenn das wegfällt? wie liegen die interessen und wenns dann über eine 0815 kaffeebekanntschaft rausgehen soll, welche werte verbinden?
hatte mich vor ein paar monaten mit einem ehemaligen lehrer getroffen (sein vorschlag: "sie könnten doch am nachmittag xy in der schule vorbeikommen?" 1. ich arbeite morgens UND nachmittags; 2. liegt diese schule auf dem feld und ich muss noch weg einberechnen). wir haben uns dann getroffen und obwohl ich ihn in guter erinnerung hatte, dachte ich mir beim gespräch, dass es von mir aus bei diesem einen treffen bleiben kann.
man selber entwickelt sich ja auch nochmal ein ganzes stück und wenn es dann passt, ist doch gut. und: abstand muss nicht immer zwangsläufig schlecht sein. tut manchmal ganz gut, um sich klar zu werden, wo man steht. vermutlich kommt es stark auf die lehrerin an, aber vermutlich freuen sich die meisten, wieder mal was von ehemaligen schülern zu hören. inwiefern dann freundschaften drin liegen, kommt meines erachtens auch auf obige punkte an.
 
@Pamir: ich stimme dir in allen Punkten zu...
Darf ich fragen, inwieweit du noch Kontakt zu deiner (ehemaligen) Lehrerin hast?
Ich hoffe auch, dass der Kontakt halten wird, es kommen mir aber immer wieder Zweifel, da man als Lehrer/in schließlich erwachsen ist, ein eigenes Leben und oft auch Familie hat und ich mich frage, ob man als "kleine Schülerin" überhaupt Platz darin hat. Oder wäre es nicht immer so, dass man selbst für den Kontakt einiges mehr gibt, als der Lehrer? Einfach weil man selbst "mehr davon hat" und es einem viel wichtiger ist?
 
@Pamir: ich stimme dir in allen Punkten zu...
Darf ich fragen, inwieweit du noch Kontakt zu deiner (ehemaligen) Lehrerin hast?
Ich hoffe auch, dass der Kontakt halten wird, es kommen mir aber immer wieder Zweifel, da man als Lehrer/in schließlich erwachsen ist, ein eigenes Leben und oft auch Familie hat und ich mich frage, ob man als "kleine Schülerin" überhaupt Platz darin hat. Oder wäre es nicht immer so, dass man selbst für den Kontakt einiges mehr gibt, als der Lehrer? Einfach weil man selbst "mehr davon hat" und es einem viel wichtiger ist?
hallo gast
wir haben wieder kontakt (nach ein paar jahren ruhe), naja, ist viel passiert in der zwischenzeit. was die zukunft anbelangt: ich habe aufgehört, irgendwelche prognosen zu stellen. ich nehms jetzt, wies kommt. geht schon um einiges besser als vor dem kontaktunterbruch, ich merke aber, dass zumindest anfangs noch immer eine gewisse nervosität ist, die sich aber ziemlich rasch gelegt hat. Darüber bin ich froh, denn es zeigt mir, dass ich auf einem guten weg bin.
ich denke, dass es wichtig ist, erfahrungen zu machen, an selbstwertgefühl zu gewinnen ("kleine schülerin") und dann auch für sich selbst schauen, wo die prioritäten liegen. Ich kann nur von meiner geschichte berichten, aber es bleibt eine aus vielen. Für mich war dieses abhängigkeitsgefälle sehr schwierig. Ich merke das auch noch heute bei meinen neuen vorgesetzten. Ich mag hierarchien nicht, aber trotzdem sind sie wichtig. Offenbar begleitet mich dieses thema ständig, wenn auch nur das eine mal mit starken gefühlen. Ich konnte auch schon damals meine lehrerin nicht als autoritätsperson akzeptieren, weil ich glaubte, dass ich nicht mit jemandem, der über mir steht, ein enges verhältnis haben kann. ich habe dinge eingefordert, die mir nicht zustanden. heute sehe ich das strenger, aber man liess mich damals gewähren, es schien keine konsequenzen zu haben, wenn ich mich ihr gegenüber zu weit aus dem fenster lehnte.
ich kenne diesen zwist mit dem „mehr geben“. Davon würde ich mich verabschieden, denn es macht dich nur wahnsinnig. Das schöne bei der sache ist, dass du es ja in der hand hast, auch wenn es auf den ersten augenblick nicht so scheint. Du kannst bestimmen, wann es dir zu blöd wird, wieviel du geben willst. Ausserdem vergisst man manchmal, dass das „mehr geben“ eher kontraproduktiv ist und die leute in die flucht schlägt. Meistens ist man auch nicht im gleichen alter und hat unterschiedliche vorstellungen von „wie häufig soll man sich sehen“. Ich habe eine gute freundin seit kindheitstagen, aber sie meldet sich 3-4mal pro woche, das ist mir einfach zuviel.
Es ist ein langer prozess, aber es kommt der tag, an dem man merkt, dass man selbst auch nicht soviel zeit hat, freizeit, die man zwischen beziehung, zeit für sich selbst, hobbies, freunden und familie teilen muss.
Vermutlich ist es dir *jetzt* wichtiger und man sieht es noch nicht plastisch, dass man die angebetete nicht mehr regelmässig sehen wird (das ist ja auch das schöne an der schule….). ich glaube/hoffe/denke, dass die alten abhängigkeitsmuster fallen können und man sich auf gleicher ebene unterhalten kann (du siehst, bin ein gebranntes kind, was das anbelangt). Dann wird auch deiner lehrerin etwas an eurem kontakt liegen. Und dann kommt m.e. das ins spiel, was ich im ersten post geschrieben habe- gibt’s gemeinsame interessen/werte/was auch immer und dann wird’s spannend.
 
Hallo, ich bins wieder - die Lehrerin.

Ich beantworte jetzt mal eure Fragen:

Ihr habt schon recht - leider sind die meisten Schüler, Schüler von vielen. Ich z.B. habe 10 Klassen. Klassen kommen - Klassen gehen. Außerdem hat ein Lehrer auch nicht die Zeit, intensiven Kontakt aufzubauen. Ein Lehrer hat mehr zu tun als den Unterricht, bis beispielsweise 13 Uhr, zu halten. In den Pausen wird kopiert, dort werden Gespräche geführt usw. Und nach der Schule ist der Arbeitstag noch lange nicht rum. Zu Hause wird die meiste Arbeit geleistet. Das soll heißen, dass ein Lehrer gar nicht die Zeit hat, um über jeden einzelnen Schüler nachzudenken. Zumal jeder Lehrer auch noch ein Privatleben hat, in dem es auch einiges zu klären, zum Nachdenken gibt. Die Schule ist nur ein Teil des Lebens eines Lehrers.

Aber für verliebte Schüler, die vielleicht nur 20-30 Lehrer kennen, ist ein Lehrer und die Schule alles. Ich bin an einer Schule mit ca. 50 Lehrern und 1000 Schülern. Nur als Beispiel. Für uns Lehrer ist das ein Job, kein Privatleben.

Wisst ihr wie ich meine?

TROTZDEM: Ich bin mir sicher, dass es Schüler gibt, die einem Lehrer besonders ans Herz wachsen. Solche Schüler habe ich auch. Und ich würde mich darüber freuen, mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Kann mir auch vorstellen, mit ihnen nen Kaffee trinken zu gehen usw. Aber richtige Freunde werden Schüler und Lehrer wohl nie. Allein wegen dem Altersunterschied. Freunde sollten doch schon die gleichen Interessen haben.

Etwas anders würde es aussehen, wenn ich mich in einen Schüler verlieben sollte. Das SOLLTE nicht passieren, aber man ist auch nur ein Mensch mit Herz. Dann würde ich mir natürlich wünschen, mehr Kontakt mit einem EHEMALIGEN Schüler zu haben. EHEMALIGEN!!!!!! Ihr wisst, alles andere ist verboten und jeder Lehrer, der seinen Job ernst nimmt, würde nie etwas mit einem momentanen Schüler anfangen, auch wenn evtl. Gefühle von Seiten des Lehrers vorhanden sind.

Ich weiß, dass dies nicht eure Traumantwort ist. Aber man sollte schon etwas realistisch sein.

DENNOCH: Auf dieser Welt ist alles möglich und man sollte NIE NIE sagen.

🙂
 
Man merkt, dass du mittlerweile Abstand gewonnen hast und die ganze Sache etwas distanzierter betrachten kannst, Pamir.
Das wünsche ich mir auch...mich aus diesem Abhängigkeitsverhältnis lösen zu können und gelassener damit umgehen zu können. Aber wenn man gerade noch mitten in dieser Situation steckt und noch nicht so viel Zeit vergangen ist, wie es bei dir wahrscheinlich der Fall ist, ist das doch immer leichter gesagt als getan. Wenn die Schule zu Ende ist und man realisiert, dass die Zeiten, in denen man sie fast jeden Tag gesehen hat, vorbei sind, fühlt es sich erstmal so an als würde die ganze Welt zusammenbrechen.
Ich finde es schwierig, da einen gesunden Mittelweg zu finden, gerade auch was das Melden angeht. Ich möchte sie nicht verlieren, aber vor allem wenn man sich zu oft meldet und der Kontakt über das Ausmaß, das für sie akzeptabel ist, hinausgeht, kann das ja auch schnell ins Gegenteil umschlagen. Ich wünsche mir, dass ich das ganze Verhältnis entspannter sehen kann und nicht mehr so abhängig von ihr bin. Ob und vor allem wann mir das gelingt, wird die Zeit zeigen.
Dass mit den Hierarchien kommt mir auch bekannt vor...es ist immer eine Gradwanderung zwischen der professionellen Distanz, die man eigentlich wahren muss und dem engen, persönlichen Kontakt, den man sich wünscht. Man verliert schnell den Blick für die Realität und erwartet Dinge von ihr, die sie so gar nicht erfüllen kann und so ist die Enttäuschung vorprogrammiert.
Danke für deine Beiträge, ich finde es interessant, die Sichtweise von jemandem zu sehen, der das Thema bereits einer gewissen Distanz heraus betrachten kann.
 

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