Mhm ^^ Hallo erst Mal,
ich bin wahrscheinlich ein Gast von vielen, der sich für einen kurzen Augenblick in eure Unterhaltung einmischt. Und doch bin ich nicht grundlos, geschweige denn ,,zufällig" hier gelandet. So verrückt und unglaubwürdig es klingen mag, habe ich mich inzwischen doch durch alle Seiten gewühlt und einen Eindruck von der Situation jedes einzelnen bekommen. Ich bin wirklich froh diesen Thread entdeckt zu haben, irgendwie gibt er mir das Gefühl nicht gänzlich ,,verrückt" zu sein. Ja, das ist ein Gedanke, den ich seit einem Jahr stets pflege und hege: ,,Du bist doch verrückt". Ich bin 15 Jahre alt, ein Alter, von dem viele Erwachsene behaupten, dass man die Liebe noch nicht kennen könnte und ein Alter, in dem man anfängt erste Erfahrungen zu sortieren, wo man unter Gleichaltrigen von xy schwärmt. Ich stehe meistens anteilslos daneben und bin mit meinen Gedanken ganz woanders. Überhaupt sind diese ziemlich gebündelt auf eine Person gerichtet. Jeder würde annehmen ich sei verliebt. Doch was ist das schon? Kann man Menschen lieben, die mehr als drei Mal so alt sind, desselben Geschlechts und schließlich auch noch Lehrer? Ich komme mir so komisch vor. Ich mag es selbst kaum wahrhaben und dennoch ist es so. Es ist so, wie ich Liebe definieren würde. Eine Begegnung auf dem Flur und ich bin einfach glücklich. Sie hat es im Prinzip eher realisiert, als ich selbst. Hätte sie mich sonst angesehen und gefragt: ,,Liebst du mich?" Ich habe geweint... ich meine so geht das doch nicht. Ich würde viel lieber eine netten Jungen in meinem Alter lieben, glücklich sein. Es soll ja verschiedene Formen der emotionalen Zuneigung geben. Platonisch und sexuell, wie eine Mutter oder eine große Schwester... ob ich das selbst wohl einordnen kann? Inzwischen wird die Auswahlmöglichkeit immer geringer, es sind nur noch wenige Alternativen übrig. Ich habe Angst, renne vor dem offensichtlichen Ergebnis davon. Immer mit dem Hintergedanken: ,,Ich will nicht, ich darf nicht, ich soll nicht, ich kann nicht..." Ich schäme mich dafür. Ich schäme mich fürs Fotos ansehen, Gedanken haben, bedrängen, Briefe schreiben, schweigen, ansehen, weggucken, ansprechen, vorbeilaufen, E-Mails lesen, Telefonnummern raussuchen, ausfragen... aber andererseits bin ich glücklich. Mir geht's wahrscheinlich bedeutend besser, als den meisten von euch. Sie ist nicht mehr meine Lehrerin, wir schreiben E-Mails, es besteht so etwas, wie eine ,,Freundschaft" und sie kennt mich sehr, sehr gut. Zu gut. Hätte sie sonst realisiert was mit mir los ist? Ich habe Angst sie zu bedrängen, ihr auf die Nerven zu gehen... die Situation muss auch für sie unaushaltbar sein. Nur ich. Ich quäle mich seit Wochen, Monaten. Liege jeden Tag auf dem Bett und weine -> und werde schon fast wieder rot dabei, so verrückt kommt es mir vor. Aber es ist so. Das habe ich mir inzwischen eingestanden. Auch wenn es lange genug gedauert hat dieses zu aktzeptieren. Realisiert hatte ich es schon lange zu vor... nur was mache ich jetzt? ,,Nichts" - so absurd es klingt, ist es doch der einzige Weg. Vielleicht lerne auch ich irgendwann vergessen? Nur momentan, momentan kann ich mir dieses nicht vorstellen... bin ich unglücklich, wahnsinnig unglücklich und zweifle daran dieses Gefühl jemals los zu werden. Ich meine: Das geht so doch nicht, oder?
Ganz liebe Grüße, als kleine Aufmunterung
Yolanda