Ich denke auch es geht weniger um den Jäger, mehr um deine Beziehung. Ihr seid knapp zwei Jahre zusammen, das ist eine kritische Zeit.
Erst ist man verliebt, hat Schmetterlinge im Bauch, freut sich auf den anderen, würde alles für ihn tun - und das beinhaltet auch, über Unzulänglichkeiten hinwegzusehen. Diese Verliebtheit legt sich, mal schneller, mal langsamer, aber +- sind zwei Jahre schon ein Zeitraum, wo dies passiert. Und dann zeigt sich, ist aus der Verliebtheit Liebe geworden, stimmt immer noch alles? Oder lassen die Gefühle nach, fängt man an zu sehen, was man vorher verdrängte? Nach zwei-drei Jahren gehen viele Beziehungen leider auseinander, weil man erkennt es passt doch nicht so, wie man sich zu Anfang dachte. Wichtige Entscheidungen, wie etwa Immobilienkauf, Familiengründung, etc. sollte man darum erst nach drei, vier oder fünf Jahren forcieren. Klar, Sicherheit hat man nie, aber vorher ist das Risiko viel größer.
Mit dem Jäger siehst Du nun, was Du eigentlich vermisst. Jemanden der selbständig ist, entscheidet, in den Wald geht und anpackt, eben vieles was Du zuhause nicht hast. Er wird auch seine Baustellen haben, wie wir alle. Nur siehst Du die gerade nicht. Nimm dir Zeit. Bevor Du dich für den einen entscheidest, solltest Du dich gegen den anderen entscheiden, ganz bewusst. Was läuft in deiner Beziehung nicht, was gefällt dir ausgesprochen gut. Ist dein Partner der Vater deiner Kinder? Wie sind deine Gefühle? Vielleicht hilft es dir den Kontakt zu dem anderen ein wenig runterzufahren. Denn in einer Beziehung mit anderen mehrfach essen gehen, ist ja schon auch sehr Zielgerichtet.