Bei mir war es bisher immer so, dass ich immer einige Freunde hatte (teilweise auch sehr gute), aber ich habe sie nie wirklich an mich herangelassen, immer etwas auf Abstand gehalten, aus Angst verletzt und/oder verlassen zu werden. Man spricht dann über banale Dinge, über Schule, Treffen, etc. aber nicht über Wesentliches wie die Freundschaft an sich oder über Sorgen und Probleme.
Im Moment, da ich mich ja zu einer psychologischen Beratung entschlossen habe, öffne ich mich langsam ein, zwei Freundinnen gegenüber, die eigentlich immer für mich da waren. Aber selbst diese beiden wissen nicht, was ich denke, was ich fühle, geschweige denn, dass es mich so fertig macht, wenn ich mich nur von ihnen verabschiede.
Es gibt eine Person, er ist mir gerade in den letzten paar Monaten sehr wichtig geworden und hört mir zu und versteht mich auch bis zu einem gewissen Grad (er ist selbst Borderliner), nur sehen wir uns nur zwei bis drei Mal im Jahr und sind eigentlich nur über facebook in Verbindung.
Meine Verlassensängste kommen daher wohl eher von meiner Familie, da meine Eltern sich haben scheiden lassen, als ich noch sehr jung war und meine beiden Großmütter fast zeitgleich gestorben sind, und das zu einer Zeit, in der ich gerade zu verstehen begann, was Tod überhaupt bedeutet. Seitdem sind psychische Probleme bei meiner Mutter, meinem Vater, meiner Schwester aufgetreten und irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich jeder um sich selbst und andere sorgt, nur nicht um mich, weil ich ja nicht versucht habe mich umzubringen.
Hört sich vielleicht ein bisschen merkwürig an, aber so empfinde ich eben. Ich verstehe es ja selbst nicht.