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Verlassenwerden

Allerdings gibt es nicht viele Menschen, die mir wichtig sind und die meisten davon (also überwiegend Familie) interessieren sich nicht wirklich für mich bzw. sind nicht für mich da, waren es nie.
Und den Menschen, die für mich da sind, kann ich nicht sagen, wie, wichtig sie mir sind, weil ich es einfach nicht ausdrücken kann.
Ich hatte heute ein erstes Beratungsgespräch und werde wohl dranbleiben, ob es letztendlich auf eine Therapie hinauslaufen wird weiß ich noch nicht.
lg Vie Réelle

Das finde ich gut bleib dran.
 
Mir scheint , Vie Réelle, dass in deinem Fall es vielleicht weniger um die Angst, verlassen zu werden und allein zu bleiben geht, sondern eher um das Gefühl, sich als nicht wichtig für die Anderen zu empfinden, für sie nichts oder nur wenig zu bedeuten. Anscheinend hast du dich bisher nicht ausreichend als wichtig für deinen Mitmenschen erlebt und suchst du noch bei den Anderen danach - nach der Bestätigung deiner Wichtigkeit, die du noch so sehr brauchst.

Dann wäre es vielleicht sinnvoll zu überlegen, was wirklich über deine Wichtigkeit entscheidet, es sich bewusst machen, was sie eigentlich ausmacht und wie und wo du sie tatsächlich erfahren kannst. So wirst du vielleicht die in diesem Sinne unbedeutende Botschaften leichter erkennen können und diese nicht mehr für sich so bedrohlich empfinden.

Liebe Grüße! 🙂
Lenja

Das kann gut sein, die Angst vor dem Verlassenwerden hängt - denke ich - damit zusammen, dass ich mich als wertlos empfinde und natürlich dann denke, dass andere Menschen das auch so sehen.
Aber, wenn mir niemand zeigt, dass ich ihm wichtig bin, wie soll ich dann herausfinden, weshalb ich jemandem etwas bedeuten könnte?
lg Vie Réelle
 
Ich kenne das auch, allerdings hab ich diese Gefühle auch immer nach einem Treffen. Sobald ich mich verabschiede, egal in welcher Form, bekomme ich das unwohle Gefühl mich irgendwie falsch verabschiedet zu haben, dass man mich nicht mehr wieder sehen will. Hört sich echt krank an, ich weiß...🙂

Nein, das hört sich nicht krank an, ich kenne das sehr gut...
 
Allerdings besteht bei mir, vielleicht auch bei dir das Problem, das ich augenscheinlich ständig diese Bestätigung brauche, die Bestätigung, wie zuvor gesagt wurde, mich wichtig erscheinen zu lassen, dies auch per sms oder online. Eine Sucht nach Annerkennung?

Bestätigung ist wichtig. Aber eine Sucht? Vielleicht hat immer etwas gefehlt, eben diese Anerkennung, und jetzt versucht man, diese Lücke irgendwie zu füllen - eben bestätigt zu werden, dass man anderen etwas bedeutet.
Bei mir ist es auf jeden Fall der Wunsch nach Anerkennung, weil es bei mir eben so lange gefehlt hat und noch immer fehlt.
 
Bei mir war es bisher immer so, dass ich immer einige Freunde hatte (teilweise auch sehr gute), aber ich habe sie nie wirklich an mich herangelassen, immer etwas auf Abstand gehalten, aus Angst verletzt und/oder verlassen zu werden. Man spricht dann über banale Dinge, über Schule, Treffen, etc. aber nicht über Wesentliches wie die Freundschaft an sich oder über Sorgen und Probleme.
Im Moment, da ich mich ja zu einer psychologischen Beratung entschlossen habe, öffne ich mich langsam ein, zwei Freundinnen gegenüber, die eigentlich immer für mich da waren. Aber selbst diese beiden wissen nicht, was ich denke, was ich fühle, geschweige denn, dass es mich so fertig macht, wenn ich mich nur von ihnen verabschiede.
Es gibt eine Person, er ist mir gerade in den letzten paar Monaten sehr wichtig geworden und hört mir zu und versteht mich auch bis zu einem gewissen Grad (er ist selbst Borderliner), nur sehen wir uns nur zwei bis drei Mal im Jahr und sind eigentlich nur über facebook in Verbindung.
Meine Verlassensängste kommen daher wohl eher von meiner Familie, da meine Eltern sich haben scheiden lassen, als ich noch sehr jung war und meine beiden Großmütter fast zeitgleich gestorben sind, und das zu einer Zeit, in der ich gerade zu verstehen begann, was Tod überhaupt bedeutet. Seitdem sind psychische Probleme bei meiner Mutter, meinem Vater, meiner Schwester aufgetreten und irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich jeder um sich selbst und andere sorgt, nur nicht um mich, weil ich ja nicht versucht habe mich umzubringen.
Hört sich vielleicht ein bisschen merkwürig an, aber so empfinde ich eben. Ich verstehe es ja selbst nicht.
 

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