Ist denn Liebe nicht der ideale Boden, um Kinder zu erzeugen?
Lieber T,
ich werde dir etwas "erzählen".Bei mir war die Situation ähnlich,ich wollte unbedingt ein Kind.Mein Mann sagte mir schon vor der Ehe,dass er keine Kinder möchte.Mein Wunschgedanke war,dass er,sobald wir verheiratet sind,seine Meinung ändert.Nach sieben Jahren glücklich sein,wurde ich schwanger.Während der Schwangerschaft ging es mir gut,denn ich dachte,er freut sich auf UNSER Kind wie ich.Wir sprachen über die Zukunft und für mich war klar,es ist für uns beide ein Wunschkind.
Im Juli 1971 wurde unsere Sandra geboren und ich war überglücklich.Als die Hebamme mir mein Kind zeigte, ging durch meinen Körper ein Gefühl wie ein Blitz.Sandra wurde geboren mit dem Down Syndrom.Mein erster Gedanke war,wie wird mein Mann reagieren.Er kam mich noch am selbenTag besuchen,mit einem wunderschönen Blumenstrauß.Als er Sandra sah reagierte er so,als sei ihm nichts aufgefallen.
Jetzt zu unserer/meiner Zukunft.Mein Mann war nie ein "richtiger" Vater,der sich mit seinem Kind beschäftigte,ihm Liebe zeigte,nach der sich Sandra so sehnte.Irgendwann war ich verheiratete,Alleinerziehende Mutter,die mit allen Sorgen alleine war.Es war nicht immer einfach,aber Sandra ist bis heute MEIN Sonnenschein und mir das Liebste auf dieser Welt.
56 Jahre war ich mit diesem Mann verheiratet und vor 3 Jahren ist er verstorben.
Sandra hat bis heute nicht einmal nach Papa gefragt.
Bei der Urnen Beisetzung hat sie ohne mein Wissen das Lied "von guten Mächten wunderbar geborgen" gesungen.
😢😢
Nach der Beisetzung habe ich sie gefragt,wie sie darauf kommt,dieses Lied zu singen.Ihre Antwort, "na du weißt doch,das haben wir (die Bewohner der Wohngruppe ) bei Ludwig gesungen".
Da musste ich weinen,über so viel Stärke,die sie hat.
Wie sage ich immer "sie ist das Liebste,das ich habe.
Deshalb,lieber TE,lass´ dich von nichts und niemanden beeinflussen.