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Verhaltenstherapie was besprecht ihr so?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 121080
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Ich hab bislang nur die erste Seite gelesen, daher weiß ich nicht, ob da schon was geschrieben wurde wie ich es sehe. Ich denke einfach, du bist in der Verhaltenstherapie falsch. Du solltest mit deiner Therapeutin kucken, ob es überhaupt an deinem Verhalten liegt oder ob es sich um etwas handelt, dass zum Beispiel auf Trauma beruht oder endogen durch die Depressionen bedingt ist.
Verhaltenstherapie will das Verhalten des Klienten anpassen an das, was der Klient wünscht, das sich verändern soll. Wenn das nicht funktioniert, muss man in die Tiefe gehen und nach den Ursachen forschen. Das geht aber in der Verhaltenstherapie nicht. Dazu brauchst du einen anderen Therapieansatz, z. B. Gestalttherapie, Traumatherapie, Tiefenpsychologische Therapie etc.pp.
Vielleicht solltest du deine Aktivitäten erst einmal runterfahren um Energie zu Sammeln etwas anders zu machen? Und dann vielleicht mal einen Gestalttherapeuten oder wenn es so ist, dass du durch Traumata die Problematik hast eben einen Traumatherapeuten kontaktieren. Normalerweise helfen aber Verhaltenstherapeuten bei der Suche nach dee richtigen Therapieform. Frag sie, ob sie dir dabei hilft.
Ich denke auch, dass es ein Trauma ist, das bisher kein Therapeut kapiert hat und mir helfen konnte. Wie finde ich so jemanden? Muss man das selbst zahlen?
 
Du musst dich bei den Psychologen durchfragen, Websites studieren und schauen, was die so anbieten. Traumatherapeuten sind rar gesäht und haben lange ''Wartelisten''.
Beim Institut für Psychotraumakologie gibt es eine Liste mit Traumatherapeuten. Aber auch die immer nach Fortbildungen fragen.
Trau dich das ruhig, die Psychologen machen die Fortbildungen nicht um die zu verstecken, sondern um damit zu arbeiten. Und mach dir klar, dass das keine Sache von 10 oder 20 Therapieeinheiten ist. Traumatherapie ist etwas, das viel Zeit in Anspruch nimmt. Denn bevor ein guter Therapeut an deinen Traumata rührt, will der erst einmal sicher sein, dass du stabil genug dafür bist, die auch auszuhalten und Techniken kennst, die Auswikungen der Traumara zu regulieren. Daher wird vielleicht sogar mehrere Jahre nur Stabilisation gemacht und Techniken wie z.B. die Bildschirmtechnik, Tresorübung, Schutzkreis, Sicherer Ort etc.pp. geübt. Erst wenn du und der Therapeut euch sicher seid, dass du notfalls aus einem Flashback wieder aussteigen kannst, wird der Therapeut in die Traumaarbeit einsteigen.
Viele ''Traumatherapeuten'' arbeiten mit den von den Krankenkassen zugelassenen Grundtherapien. Sprich Verhaltenstherapie, Psychologische Psychotherapie, Tiefenpsychologische Psychotherapie. Da bauen die dann die Techniken der Traumatherapie mit ein.
Das Problem beim Verhaltenstherapeuten und Trauma ist, dass bestimmte Arten von Trauma nicht durch ändern des Verhaltens aufgelöst werden können. Einmalige Ereignisse sind in der Verhaltenstherapie gut zu behandeln, aber sobald die Traumata füe Veeänderungen in der Gehirnstruktur gesorgt haben, wie z. B. durch dauerhaften Mißbrauch oder Schläge oder andere traumatische Ereignisse, die sich wiederholten, geht es nicht mehr um das Verhalten, was wieder angepasst werden muss, sondern um Auflösung von Traumata und neu lernen von nicht von traumatischen Geschehnissen beeinflusstes Erleben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem beim Verhaltenstherapeuten und Trauma ist, dass bestimmte Arten von Trauma nicht durch ändern des Verhaltens aufgelöst werden können. Einmalige Ereignisse sind in der Verhaltenstherapie gut zu behandeln, aber sobald die Traumata füe Veeänderungen in der Gehirnstruktur gesorgt haben, wie z. B. durch dauerhaften Mißbrauch oder Schläge oder andere traumatische Ereignisse, die sich wiederholten, geht es nicht mehr um das Verhalten, was wieder angepasst werden muss, sondern um Auflösung von Traumata und neu lernen von nicht von traumatischen Geschehnissen beeinflusstes Erleben.
Genau das ist der Knackpunkt. Deshalb hat dieses Dauergelaber und Freizeitbesprechung nie geholfen. Wenn ich aktuell mit dem Trauma in Kontakt komme bin ich noch immer wie gelähmt und handlungsunfähig. Das passiert aber nicht in der Sitzung. Dort nur wieder blabla.
Hat DIr das geholfen? Ich denke Schematherapie ist das selbe oder? Das klingt auch sinnvoll.
 
Diese Handlungsunfähigkeit und das gelämt sein wie auch Sprachlosigkeit sind ganz typische Kennzeichen für langanhaltende Traumata.
Ja, mir hilft die psychologische Psychotherapie. Also Gesprächs/Gestalt und Traumatherapie. Schematherapeutisch haben wir glaube ich noch nicht gearbeitet.
Aber wie gesagt, das braucht viel Zeit.
 
Diese Handlungsunfähigkeit und das gelämt sein wie auch Sprachlosigkeit sind ganz typische Kennzeichen für langanhaltende Traumata.
Ja, mir hilft die psychologische Psychotherapie. Also Gesprächs/Gestalt und Traumatherapie. Schematherapeutisch haben wir glaube ich noch nicht gearbeitet.
Aber wie gesagt, das braucht viel Zeit.
Was meinst DU mit psychologische Psychotherapie ? VT ist wirklich keine Hilfe gewesen. Oder meinst Du alles zusammen?
 
Ich meine Gesprächstherapie, Gestalttherapie, alles was sich mit Aufarbeitung beschäftigt.
Verhaltenstherapie will wie der Name schon sagt, Verhalten anpassen.
Psychotherapie bei einem psychologischen Psychotherapeuten versucht das schädigende Ereignis anzupassen. Das ist ein großer Unterschied.
 
Psychotherapie bei einem psychologischen Psychotherapeuten versucht das schädigende Ereignis anzupassen.

Das hat eben auch nicht geholfen. Es hieß immer wenn das aufgearbeitet ist ändert sich alles und es kommen andere Menschen, aber die kranken Parasiten habe ich bis heute nicht lso.
Vll habe ich mich auch mangels Vertrauen nie geöffnet?!


Nur wie kann man schädigende Ereignisse anpassen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist, dass solch eine Therapie sehr sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich will dich nicht erschrecken, aber ich mache seit mehr als 30 Jahren Therapie, davon die letzten 20 Jahre Traumatherapie.
Es ist ein stetes Arbeiten an den Traumata. Und es ist abhängig vom jeweiligen Therapeuten. Ich habe in den ganzen Jahren einige kennen gelernt. Sie waren durch die Bank nicht schlecht. Abee es ist ein Fakr, dass die Traumatherapie ein Kind des 21 Jahrhunderts ist und seitdem in stetigee Entwicklung. Tatsächlich komme ich erst die letzten 4 Jahre wirklich spürbar weiter. Vorher war viel Stagnation dabei. Ich denke auch bedingt durch die Angst der Therapeuten, was sie da bei mir lostreten könnten. Daher sind viele nicht über Stabilisierung hinausgegangen.
Ok, bei mir sprechen wir von massiver Gewalt über einen Zeitraum von einem viertel Jahrhundert..., das ist nicht der Normalfall. Aber ich kenne durch meine Geschichte viele Menschen, die mit einer Traumatherapie nach 4 oder 5 Jahren sagen, es ist gut.
 
Das hat eben auch nicht geholfen. Es hieß immer wenn das aufgearbeitet ist ändert sich alles und es kommen andere Menschen, aber die kranken Parasiten habe ich bis heute nicht lso.
Das Problem ist, dass diese Aufarbeitung nicht aus dem Stegreif zu wuppen ist.
Was bedeutet denn Aufarbeitung? Mal drüber sprechen und dann muss gut sein? Nein, Aufarbeitung bedeutet, dass das Ereignis integriert ist. Es verschwindet nicht, aber es hat keinen besonderen Stellenwert mehr.

Mal ganz unverfänglich:
Stell dir vor, du hast dir als 5jähriges Kind ein Fahrrad gewünscht. Du hattest ganz genaue Vorstellungen. Rot sollte es sein, ein Bonanzarad mit Fransen an den Griffen und einer Fanfarenhupe. Der Sitz sollte weiß sein und überhaupt, es war dein Traumfarad.
Und dann kommt der Geburtstag und vor deinem Gabentisch steht ein rot/blau/grünes 20ger Kettlerfahrrad mit klobigem schwarzen Sitz, so wie Fritzi und Maxi und Luca das auch haben...
Ich weiß, das ist jetzt kein Trauma, aber vielleicht eine herbe enttäuschung für den fünfjährigen, der ncht sein Wunschfahrrad bekommen hat, sondern das was alle haben...
Am Tag des Geburtstags tuts weh, vielleicht so doll, dass er sich weigert, damit zu fahren. Nach einem Monat fährt er mit Maxi, Fritzi und Luka um die Wette und hat spass. Er hat sein Wunschfahrrad nicht vergessen, aber das bunte Kettlerfahrrad fährt gut und schnell und ist ok und negativ auffallen tut er damit auch nicht, weil es ''normal'' ist.

So sollte sich ein Trauma nach Traumatherapie anfühlen, dann war die Traumatherapie erfolgreich. Das Trauma ist erinnerbar und wird es immer bleiben. Dass ist doof, dass man das erlebt hat. Aber es ist ok, man kann damit leben und sogar spass haben. Ohne dass dieses Trauma ständig dazwischengrätscht.
Naja, da arbeite ich auch noch dran, aber es wird für mich greifbarer, näher.
 

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