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Verhaltenstherapie was besprecht ihr so?

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Psychotherapie bei einem psychologischen Psychotherapeuten versucht das schädigende Ereignis anzupassen.

Das hat eben auch nicht geholfen. Es hieß immer wenn das aufgearbeitet ist ändert sich alles und es kommen andere Menschen, aber die kranken Parasiten habe ich bis heute nicht lso.
Vll habe ich mich auch mangels Vertrauen nie geöffnet?!


Nur wie kann man schädigende Ereignisse anpassen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist, dass solch eine Therapie sehr sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich will dich nicht erschrecken, aber ich mache seit mehr als 30 Jahren Therapie, davon die letzten 20 Jahre Traumatherapie.
Es ist ein stetes Arbeiten an den Traumata. Und es ist abhängig vom jeweiligen Therapeuten. Ich habe in den ganzen Jahren einige kennen gelernt. Sie waren durch die Bank nicht schlecht. Abee es ist ein Fakr, dass die Traumatherapie ein Kind des 21 Jahrhunderts ist und seitdem in stetigee Entwicklung. Tatsächlich komme ich erst die letzten 4 Jahre wirklich spürbar weiter. Vorher war viel Stagnation dabei. Ich denke auch bedingt durch die Angst der Therapeuten, was sie da bei mir lostreten könnten. Daher sind viele nicht über Stabilisierung hinausgegangen.
Ok, bei mir sprechen wir von massiver Gewalt über einen Zeitraum von einem viertel Jahrhundert..., das ist nicht der Normalfall. Aber ich kenne durch meine Geschichte viele Menschen, die mit einer Traumatherapie nach 4 oder 5 Jahren sagen, es ist gut.
 
Das hat eben auch nicht geholfen. Es hieß immer wenn das aufgearbeitet ist ändert sich alles und es kommen andere Menschen, aber die kranken Parasiten habe ich bis heute nicht lso.
Das Problem ist, dass diese Aufarbeitung nicht aus dem Stegreif zu wuppen ist.
Was bedeutet denn Aufarbeitung? Mal drüber sprechen und dann muss gut sein? Nein, Aufarbeitung bedeutet, dass das Ereignis integriert ist. Es verschwindet nicht, aber es hat keinen besonderen Stellenwert mehr.

Mal ganz unverfänglich:
Stell dir vor, du hast dir als 5jähriges Kind ein Fahrrad gewünscht. Du hattest ganz genaue Vorstellungen. Rot sollte es sein, ein Bonanzarad mit Fransen an den Griffen und einer Fanfarenhupe. Der Sitz sollte weiß sein und überhaupt, es war dein Traumfarad.
Und dann kommt der Geburtstag und vor deinem Gabentisch steht ein rot/blau/grünes 20ger Kettlerfahrrad mit klobigem schwarzen Sitz, so wie Fritzi und Maxi und Luca das auch haben...
Ich weiß, das ist jetzt kein Trauma, aber vielleicht eine herbe enttäuschung für den fünfjährigen, der ncht sein Wunschfahrrad bekommen hat, sondern das was alle haben...
Am Tag des Geburtstags tuts weh, vielleicht so doll, dass er sich weigert, damit zu fahren. Nach einem Monat fährt er mit Maxi, Fritzi und Luka um die Wette und hat spass. Er hat sein Wunschfahrrad nicht vergessen, aber das bunte Kettlerfahrrad fährt gut und schnell und ist ok und negativ auffallen tut er damit auch nicht, weil es ''normal'' ist.

So sollte sich ein Trauma nach Traumatherapie anfühlen, dann war die Traumatherapie erfolgreich. Das Trauma ist erinnerbar und wird es immer bleiben. Dass ist doof, dass man das erlebt hat. Aber es ist ok, man kann damit leben und sogar spass haben. Ohne dass dieses Trauma ständig dazwischengrätscht.
Naja, da arbeite ich auch noch dran, aber es wird für mich greifbarer, näher.
 
Dass ist doof, dass man das erlebt hat. Aber es ist ok, man kann damit leben und sogar spass haben. Ohne dass dieses Trauma ständig dazwischengrätscht.

ok ich habe ja auch gut 10 Jahre unterschiedliche Therapie hinter mir und 30 Jahre herje das will ich nicht. Mein Trauma wird IMMER im Kontakt mit Menschen wach. Deshalb bleibe ich immer alleine.
Was mir wie helfen könnte? Ich habe keine Idee. Nach der ANalyse ist das ales sogar noch viel schlimmer geworden.
 
Ich würde falls es passt mal stationär in eine Traumaklinik gehn. Da wird man gründlich durchgecheckt und kann unterschiedliche therapieformen ausprobieren. Das ist auch von Vorteil falls man innerhalb der Therapie instabil wird.

Ansonsten ambulant traumatherapeuten suchen die Tiefenpsychologisch Arbeiten und mit Trauma spezifischen Methoden wie emdr arbeiten.

Alles was mit verhaltenstherapie zu tun hat meiden. Das löst zum Teil Aggressionen und dicht machen aus und ist in der Regel nicht für Trauma Patienten geeignet.

Allerdings sollte man versuchen offen zu sein. Denn jede Therapie hat viel "blabla" drinnen.
 
Analyse ist auch schwierig bei Trauma. Es gibt wohl tiefenpsychologisch arbeitende Psychologen, die sich darauf einlassen, dann auch mit dem Trauma zu arbeiten, aber die klassische Analyse ist ja eher das freie assoziieren und der Therapeut sitzt nur als eine Art Katalysator dazwischen und ist still, oder? Ich kenne das nur aus Büchern oder Erzählungen. Aber für mich käme das nicht in Frage. Und was ich so gelesen habe, ist Tiefenpsychologie auch nicht die beste Methode mit Trauma. Ich habs jedoch nie ausprobiert.
Nein, ich meine echte Gespräche in der Therapie, gemeinsames überlegen, was helfen könnte und was eher nicht. Dabei meine ich nicht, was am Verhalten verändert werden muss sondern am Umgang.
Meine Therapeutin macht sich viele Gedanken. Ich ebenfalls. Dann schmeißen wir zusammen, überlegen eine mögliche Strategie und ich probiere die aus. Wenns funktioniert, freuen wir uns und wenn nicht, fangen wir von vorne an. Dabei benutzt sie sehr unterschiedliche Methoden, wie Imagination, EMDR, Gestalttherapie, Resourcen etc. Wir probieren einfach, was bei welchem Trauma linderung verschafft. Und wenn wir merken da bewegt sich was, dann gehen wir das immer massiver an, bis ich merke, es ist nicht mehr wichtig. In der Regel ist es dann integriert, manchmal ploppt es nach ein paar Wochen oder Monaten noch einmal auf. Aber es ist das erste Mal, dass ich sagen kann, ich finde es gehr spürbar voran. Nicht nur schleichend...
 
Mit VT und Agressionen das kenn ich.

Ich habe schon andere Methoden versucht. Immerzu blabla. Es hat sich nichts an meiner Lebenssituation geändert.
Mittlerweile fehlt mir nicht wirklich mehr was im Leben. Ich denke ich versuche so klar zu kommen. Ich bin kein Menschenfreund. Vll hat das Vertrauen auch immerzu gefehlt.
 

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