Das hat eben auch nicht geholfen. Es hieß immer wenn das aufgearbeitet ist ändert sich alles und es kommen andere Menschen, aber die kranken Parasiten habe ich bis heute nicht lso.
Das Problem ist, dass diese Aufarbeitung nicht aus dem Stegreif zu wuppen ist.
Was bedeutet denn Aufarbeitung? Mal drüber sprechen und dann muss gut sein? Nein, Aufarbeitung bedeutet, dass das Ereignis integriert ist. Es verschwindet nicht, aber es hat keinen besonderen Stellenwert mehr.
Mal ganz unverfänglich:
Stell dir vor, du hast dir als 5jähriges Kind ein Fahrrad gewünscht. Du hattest ganz genaue Vorstellungen. Rot sollte es sein, ein Bonanzarad mit Fransen an den Griffen und einer Fanfarenhupe. Der Sitz sollte weiß sein und überhaupt, es war dein Traumfarad.
Und dann kommt der Geburtstag und vor deinem Gabentisch steht ein rot/blau/grünes 20ger Kettlerfahrrad mit klobigem schwarzen Sitz, so wie Fritzi und Maxi und Luca das auch haben...
Ich weiß, das ist jetzt kein Trauma, aber vielleicht eine herbe enttäuschung für den fünfjährigen, der ncht sein Wunschfahrrad bekommen hat, sondern das was alle haben...
Am Tag des Geburtstags tuts weh, vielleicht so doll, dass er sich weigert, damit zu fahren. Nach einem Monat fährt er mit Maxi, Fritzi und Luka um die Wette und hat spass. Er hat sein Wunschfahrrad nicht vergessen, aber das bunte Kettlerfahrrad fährt gut und schnell und ist ok und negativ auffallen tut er damit auch nicht, weil es ''normal'' ist.
So sollte sich ein Trauma nach Traumatherapie anfühlen, dann war die Traumatherapie erfolgreich. Das Trauma ist erinnerbar und wird es immer bleiben. Dass ist doof, dass man das erlebt hat. Aber es ist ok, man kann damit leben und sogar spass haben. Ohne dass dieses Trauma ständig dazwischengrätscht.
Naja, da arbeite ich auch noch dran, aber es wird für mich greifbarer, näher.