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Verhalten im Vorstellungsgespräch

  • Starter*in Starter*in Gast Nina
  • Datum Start Datum Start
Liebe TE,

es ist völlig legitim, Dir einen Zettel mit Notizen zum Vorstellungsgespräch mitzunehmen. Das zeigt nur, daß Du die Sache ernst nimmst und dich vorbereitet hast.

Darauf könnten z.B. die Fragen stehen, die für Dich wichtig sind, um Dich für die Stelle entscheiden zu können und die Du den potentiellen Arbeitgeber fragen möchtest (z.B. Gehalt, Team, Räumlichkeiten, Einsatzorte, Arbeitskleidung, Urlaubsregelungen etc.).

Ich würde aber sehr davon abraten, Stichpunkte zu Deinem Lebenslauf oder Deiner Motivation, Infos über die Firma, Deinen Stärken und Deiner Arbeitsweise darauf zu notieren. Wenn ich auf der anderen Seite sitze, dann erwarte ich schon von jedem Bewerber, daß er diese Themenfelder aus dem Effeff ohne irgendeinen Spickzettel parat hat. Das würde mich schon sehr irritieren, wenn ich bemerken würde, daß jemand sowas während des Gesprächs nachschaut und nicht von sich aus vortragen kann.
 
Dazu noch eine Frage: ich nehme zu Vorstellungsgesprächen immer was zu Schreiben mit und habe das dann vor mir auf dem Tisch liegen. Manchmal mache ich auch Notizen zu dem, was der Arbeitgeber erzählt. Wäre es verrückt, dort ein paar Stichwörter drauf zu schreiben, und dann während des Gesprächs mal zu "spicken"? Natürlich unauffällig 😉

Es wäre ungewöhnlich, zeigt aber, dass Du etwas gegen Deine Nervosität tust. Ich finde die Idee gut.



Wäre es auch ok, eine Gegenfrage zu stellen, wenn die Frage "erzählen Sie von sich" gleich am Anfang kommt? Oder wäre es gut oder schlecht, z.B. nochmal mit den Personalien anzufangen? Also so "Mein Name ist X, ich wohne in Y, komme aber ursprünglich aus Z" oder sowas? Oder ist das doof?

Überhaupt nicht. Du kannst es geschickt formulieren. "Mein Name ist X aus Köln und bin gelernte Großhandelskauffrau." Woher Du ursprünglich kommst, würde ich nur erzählen, wenn es wichtig ist. Wenn Du z.B. in Hamburg wohnst - aber einen bayerischen Dialekt sprichst, dann fällt das auf. Dann aber würde ich sagen: Sicher wundern Sie sich, dass ich aus Hamburg komme und einen bayerischen Dialekt spreche. Ganz einfach, ich lebte bis zum 15. Lebensjahr in München." Dabei darfst Du auch lächeln !!!

Erläuterungen, wie "ich wohne bei meiner Oma" oder: ich bin schon 8 mal in meinem Leben umgezogen.... haben mit der Bewerbung nichts zu tun. Solche nebensächlichen Infos würde ich nur geben, wenn ich direkt danach gefragt werde. Gut ist da eher, wenn Du erzählst warum Du Dich für den Beruf entschieden hast und warum Du den Beruf magst. In der Stellenausschreibung steht, welche Eigenschaften Du mitbringen sollst. Bsp. Teamfähigkeit, englische Sprachkenntnisse. Also kannst Du erzählen: Ich arbeite gerne mit Kollegen und Kolleginnen zusammen, kann aber auch gut Aufgaben selbstständig erledigen. Teamfähigkeit und Selbstständigkeit schließen sich nicht aus. Schau also auch mal in die Stellenausschreibung und zeige auf, wo und wie Du etwas gelernt hast, was in der Stellenausschreibung gewünscht wird.


@Nordrheiner:
Danke auch dir! Wäre es nicht komisch, wenn ich gleich als allererstes im Vorstellungsgespräch auf so ein "ernstes" Thema zu sprechen komme? Ich weiss nicht so recht, wie ich es ausdrücken soll. Ich habe bisher beruflich keine besonders klare Linie gefahren.. ich bin aber auch noch ziemlich jung und hatte bisher fast immer nur Anstellungen, in die ich so hineingerutscht bin über Bekannte oder kurze mündliche Vorstellungsgespräche. Ausserdem hat mein Job momentan nichts mit dem zu tun, was ich machen will. Es ist einfach ein Job, in einem Geschäft, nichts besonderes. Deshalb will ich ja wechseln 😉 Hmm.. vielleicht könnte ich ja so anfangen: "Momentan arbeite ich bei XY. Die Arbeit ist zwar interessant und abwechslungsreich (ist sie nämlich wirklich), aber ich möchte beruflich mehr erreichen. Deshalb interessiert mich ihre Firma so" - wäre das ein guter Anfang? Dann könnte ich gleich dazu übergehen, zu erzählen, warum ich gerne bei dem Unternehmen arbeiten würde. Wie fändest du das?

Ja, das klingt gut.

Denk an Begründungen. Wenn Du sagst "die Arbeit ist interessant" steht die Frage im Raum: Was ist daran interessant?

Umgekehrt sammelst Du auch Pluspunkte, wenn Du gute Fragen stellst. Beispiel: Wenn ich Ihren besten Freund treffe und ihm erzähle, dass ich mich hier bei Ihnen bewerbe und ihn dann frage: Kannst Du mir empfehlen, dort zu arbeiten - und warum würdest Du mir die Anstellung dort empfehlen? Was würde Ihr Freund mir sagen?"

Eine echt langweilige Antwort, wie "weil es eine schöne Firma ist" verrät Dir, dass der Arbeitsplatz oder das Klima negativ ist.

Und schreib Dir auf den Spickzettel: "Lächeln nicht vergessen" sowie "locker bleiben".
LG; Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebes Forum!

Ich habe nächste Woche ein Vorstellungsgespräch. Eigentlich bin ich nicht sehr nervös deswegen, aber mein letztes Vorstellungsgespräch lief meiner Meinung nach nicht besonders gut und deshalb möchte ich hier einmal nachfragen, ob ihr vielleicht Tipps oder Anregungen für mich habt.

Letztes Mal war es zum Beispiel so, dass das Gespräch vom Arbeitgeber so begonnen wurde: "Nun erzählen Sie doch mal von sich..." - und bei mir war erstmal der Kopf total leer. Mir ist einfach nichts eingefallen, was ich hätte erzählen können, was nicht sowieso schon im Anschreiben oder Lebenslauf stand.

Und warum erzählst du dann nicht einfach, was im Lebenslauf steht? Das wäre als Einstieg nicht schlecht. Falls der Personaler die Zeit hatte und den Lebenslauf vor dem Gespräch tatsäch gelesen haben sollte und es wiederholt sich im Gespräch, ist das schon mal positiv. Wiederholungen prägen sich besser ins Gedächtnis ein und wenn du das, was du laut Lebenslauf erwähnt hast, auch im Gespräch einbindest, macht es ein glaubwürdigeren Eindruck, dass du dieses und jenes auch wirklich gemacht hast.
 
Entgegen vieler Meinungen halte ich es nicht für empfehlenswert, bei dieser Frage einfach nur zu wiederholen, was ohnehin schon im Lebenslauf stand.

Der Personaler möchte ja über diesem Wege Dinge in Erfahrung bringen, deren Wiedergabe innerhalb der Bewerbungsunterlagen den Rahmen gesprengt hätten. Es ist tatsächlich ein Steilpass, wo Du Dich noch einmal besonders hevorheben kannst.

Erzähle von Deinen Erfolgen und besonderen Situationen aus Deinem ehemaligen Job, bei denen Du Erfahrungen gesammelt hast, von denen das Unternehmen profitiert und die Du im neuen Job mit einbringen kannst.
Vielleicht hattest Du mal eine vertrauensvolle Aufgabe übergeben bekommen, die Du gut erfüllt hast. Vielleicht hattest Du mal eine Idee oder einen Verbesserungsvorschlag eingebracht, der umgesetzt wurde. Vielleicht hattest Du mal einen Neuling oder Azubi an Deiner Seite, den Du gut angeleitet und erfolgreich eingearbeitet hast.
Wenn Du gerade eine Fortbildung gemacht oder abgeschlossen hast, kannst Du auch sagen, dass Du Dich gerade im Lernmodus befindest und Du Dich dadurch in der Lage fühlst, Lernziele im neuen Job schneller als Deine Mitbewerber zu erreichen, kürzere Einarbeitungszeiten zu benötigen.

Es geht also ausschließlich darum, dass Du Dinge von Dir erzählst, die Dich als Bewerberin für die auswiesene Stelle besonders attraktiv machen. Die dem Personaler das Gefühl geben, dass Du genau DIE Bewerberin bist, die er für diese Stelle schon immer gesucht hat.

Erzählungen darüber, zu welcher Schule Du gegangen bist, ob Du Pferde magst oder was Du so in Deiner Freizeit machst interessiert die meisten Personaler herzlich wenig. Es sei denn, diese Freizeittätigkeit hat einen direkten Bezug zum ausgeschriebenen Job oder sie bringen Dir Vorteile im Job wie z.B. Teamfähigkeit, Belastbarkeit, etc., die Du wiederum dem Unternehmen als Vorteil verkaufen kannst.

Angaben zu Freizeitaktivitäten wie Schlafen, Fernsehen, Rumlungern, Party machen, Shoppen gehen, etc. sind natürlich bei Bewerbungen tabu, aber das weisst Du sicherlich schon selbst. 😉

Wichtigste Grundregel:
Immer beim Thema "Job" bleiben. Es ist ein geschäftliches Verkaufsgespräch. Nicht vergleichbar mit einer ersten Verabredung aus dem Internet, wo man sich im Café trifft und eben mal locker flockig etwas von sich erzählt. 😉


Dann noch gutes Gelingen und viel Glück!
 

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