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Vergleich mit anderen

Helplesssoul

Mitglied
Wahrscheinlich kennen das viele von euch auch, aber ich muss hier echt einmal meinen Frust ablassen. Ich studiere Medizin und naja sagen wir es mal so: super erfolgreich sieht anders aus. Habe momentan extreme Konzentrationsschwierigkeiten, kaum Motivation geschweige denn Energie (habe mit Depressionen zu kämpfen, einfach als Info, nehme aber Medikamente dagegen). Dann gibt es diese eine Mitstudentin, die total überehrgeizig ist. Sie scheint in allem besser zu sein wie ich. Hat gefühlt 3000 hobbies, arbeitet auch nebenbei, lernt ständig irgendwelche typen kennen, ist mega mega dünn (wahrscheinlich essstörung, denn sie sieht nicht mehr gesund aus) und schreibt trotzdem mega Noten. Sie scheint alles so im Griff zu haben und auch wenn sie sehr wahrscheinlich mit sich hadert, scheint sie so erfolgreich. Wie schaffen es solche Menschen? Ich komme mit meinem Gedanken-Teufelskreis null klar und schaffe es auch nicht wirklich zu lernen. Und wenn ich mich ransetze, dann bleibt kaum was hängen. Ich fühle mich sehr ähnlich wie Threadschreiber mit dem Vorherigen Thema.
vielleicht kann mir ja jemand helfen...
 

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Werner

Urgestein
Habe momentan extreme Konzentrationsschwierigkeiten, kaum Motivation geschweige denn Energie
Hallo Helplesssoul,
du schreibst "momentan" – heißt das, dass es
manchmal besser war/ist?

Wann war es denn zum letzten Mal gut, also
dass du Konzentration hattest, Motivation
und Energie?

Und was war damals anders, was hast du noch
(nicht) gemacht, als es noch besser war?

Alles Gute!
Werner

P.S. Zum Vergleichen: mein Opa hat gesagt, ich
solle immer "nach unten" vergleichen, wenn es
unbedingt sein müsste, nicht "nach oben". Hat
mir als Kind nichts gesagt, aber je älter ich wer-
de, desto öfter muss ich daran denken ...
 

Sarnade

Aktives Mitglied
Falls die Mitstudentin magersüchtig ist und sich nur mit Medikamenten pusht, wird sie das nicht ewig durchhalten. Und du solltest dich kritisch prüfen, ob du im Moment in einer Studienkrise steckst (so etwas gibt es und das kann man mit professioneller Hilfe überwinden) oder ob das Studium nicht das Richtige für dich ist. Ich würde mir an deiner Stelle professionelle Hilfe suchen, zunächst bei der psychologischen Studienberatung an der Uni, bei einer Lebensberatungsstelle, bei einem niedergelassenen Psychologen, als erste Anlaufstelle notfalls auch beim Hausarzt.

Es muss vielleicht nicht unbedingt gleich eine "richtige" Therapie" sein, vielleicht reichen wenige Beratungsgespräche zur Entscheidungsfindung.

Mit anderen sollte man sich nach Möglichkeit nicht vergleichen, was allerdings leichter gesagt ist als getan. Vielleicht kann dir auch dabei eine Beratung helfen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Catley77

Aktives Mitglied
Ich war im Studium auch immer eher im unteren Mittelfeld - aber habe den Abschluss dennoch geschafft und danach Jahrzehntelang meinen Beruf einigermaßen erfolgreich gelebt ;)
Also nur Mut - das wirkliche Leben kommt erst nach dem Studium!
 

Helplesssoul

Mitglied
Falls die Mitstudentin magersüchtig ist und sich nur mit Medikamenten pusht, wird sie das nicht ewig durchhalten. Und du solltest dich kritisch prüfen, ob du im Moment in einer Studienkrise steckst (so etwas gibt es und das kann man mit professioneller Hilfe überwinden) oder ob das Studium nicht das Richtige für dich ist. Ich würde mir an deiner Stelle professionelle Hilfe suchen, zunächst bei der psychologischen Studienberatung an der Uni, bei einer Lebensberatungsstelle, bei einem niedergelassenen Psychologen, als erste Anlaufstelle notfalls auch beim Hausarzt.

Es muss vielleicht nicht unbedingt gleich eine "richtige" Therapie" sein, vielleicht reichen wenige Beratungsgespräche zur Entscheidungsfindung.

Mit anderen sollte man sich nach Möglichkeit nicht vergleichen, was allerdings leichter gesagt ist als getan. Vielleicht kann dir auch dabei eine Beratung helfen.
Danke dir erstmal für deine Antwort. In Therapie befinde ich mich bereits seit einigen Jahren. Und ich habe eine generalisierte angststörung diagnostiziert bekommen. Manchmal läuft es besser und manchmal schlechter. Ich frage mich einfach, wie andere Leute, die auch probleme (manchmal auch schwerwiegendere haben) trotzdem so erfolgreich lernen können. Ich hatte auch mal eine Essstörung und meine Leistungen sind dort extrem eingebrochen, ich hatte keinen Fokus mehr, konnte keine Zusammenhänge mehr erkennen und mein Kopf war irgendwo. Und die Mitstudentin schreibt super noten, weiss immer alles besser (bin mit ihr befreundet, nicht eng mehr kollegial und sie ist ziemlich anstrengend). Und auch jetzt habe ich wieder Probleme mit dem Lernen. Mein Kopf fühlt sicj manchmal an wie in Watte gepackt und ich schweife sehr schnell ab. Weiterhin habe ich das Gefühl mir absolut nichts merken zu können. Manche können etwa ein/zweimal lesen und habens dann begriffen. Ich verstehe zwar was ich lese, aber oben ankommen respektive haften bleiben tut nichts 😅
 

Werner

Urgestein
Weiterhin habe ich das Gefühl mir absolut nichts merken zu können. Manche können etwa ein/zweimal lesen und habens dann begriffen. Ich verstehe zwar was ich lese, aber oben ankommen respektive haften bleiben tut nichts 😅
Vier Ideen/Anregungen dazu:
1. dir fehlt das Interesse am Thema
2. dir fehlt in dem Moment ausreichend Blutzucker,
denn ohne den funktioniert das Gehirn nicht gut
3. dir fehlt der Mineralstoff Zink, denn ohne den ist
die "Datenverarbeitung" und Merkfähigkeit massiv
gestört (Zinkmangel kann auch die Ursache für div.
Ängste sein und für Schlafstörungen)
4. direkt nach dem Lernen beschäftigst du dich mit
anderen, viel spannenderen Sachen - dein Gehirn
stürzt sich dann darauf statt auf die Lerninhalte;
ideal: lernen und gleich danach schlafen gehen, dann
hat das Gehirn Zeit, das alles einzuordnen
 

Helplesssoul

Mitglied
Vier Ideen/Anregungen dazu:
1. dir fehlt das Interesse am Thema
2. dir fehlt in dem Moment ausreichend Blutzucker,
denn ohne den funktioniert das Gehirn nicht gut
3. dir fehlt der Mineralstoff Zink, denn ohne den ist
die "Datenverarbeitung" und Merkfähigkeit massiv
gestört (Zinkmangel kann auch die Ursache für div.
Ängste sein und für Schlafstörungen)
4. direkt nach dem Lernen beschäftigst du dich mit
anderen, viel spannenderen Sachen - dein Gehirn
stürzt sich dann darauf statt auf die Lerninhalte;
ideal: lernen und gleich danach schlafen gehen, dann
hat das Gehirn Zeit, das alles einzuordnen
Also das Thema interessiert mich sehr, weswegen ich auch mein Studium gewechselt habe. Vielleicht habe ich wirklich einen Mangel. vorher habe ich was anderes studiert und dort war das Interesse bei null.
 

Werner

Urgestein
Also das Thema interessiert mich sehr, weswegen ich auch mein Studium gewechselt habe. Vielleicht habe ich wirklich einen Mangel. vorher habe ich was anderes studiert und dort war das Interesse bei null.
Okay, ob du einen Mangel hast, kannst du ja
einfach testen. Was Süßes essen (am Besten
Trockenobst, das verstoffwechselt sich lang-
sam) und beobachten, ob es einen Unterschied
bewirkt.
Beim Zink empfehle ich für den Test Zinklutsch-
tabletten (Drogeriemarkt) – da wird der Mine-
ralstoff gut aufgenommen und du musst nicht
wie bei Tabletten auf den richtigen Zeitpunkt
etc. achten. So 15-20 mg am Tag wären gut für
einen Versuch.
Bin gespannt, was du herausfindest!
 

whateverest

Namhaftes Mitglied
Wie schaffen es solche Menschen?
Ritalin

Spaß. (!!!)
(Wobei das im Medizinstudium nicht so unüblich ist. Aber egal, anderes Thema)

Dennoch - Zink wird nicht die Lösung deines Problems sein (und ich finde es auch etwas bescheuert es als Heilmittel für Motivationslosigkeit mitzugeben. Ein Mineralmangel wird sich in solchen Fällen nur in einer Anämie ausdrücken. Leichte Mängel, die normal sind, wirken sich nicht so aus, dass man depressiv wird oder antriebslos. Das hat damit nicht unbedingt etwas zutun. Und mitunter haben die Drogerietabletten einfach fast keinen beträchlichen Mehrwert ODER sind überdosiert, so dass sie bei Langzeiteinnahme sogar schädlich sein können. Als Medizinstudent solltest du dich damit aber irgendwann auch auseinandersetzen bzw. dazu informiert werden können, dass das nichts bringt oder sogar schädlich werden kann.

Zum einen - Medizin zu studieren ist sehr anspruchsvoll, je nachdem wie begabt man darin ist etwas auswendig zu lernen. Vorallem die ersten Semester sind absolute Aussiebsemester in denen nur "die Harten in den Garten" kommen. Grund dafür ist einfach der Interessenkonflikt. Viele wollen Medizin studieren, nicht alle sind dafür wirklich geeignet. Somit werden die ersten Semster extrem anspruchsvoll gestaltet um den Überschuss auszusieben. Wer da dem Druck nicht standhalten kann oder nicht mithält hat schlussendlich dann verloren. Denn schon wenige Wochen "Ausfall" lassen sich irgendwann nicht mehr aufholen und man hinkt soweit hinterher, dass die geforderteren CPs nicht erbracht werden können.

Die große Frage, die du dir stellen musst ist also - bist du dir sicher, dass sich dein Umstand demnächst verändern wird? Denn es wird nicht einfacher. Was dir jetzt fehlt musst du irgendwann noch mal drauf investieren später. Das wird dann eine immer größere Belastung, je länger es dauert.

Ich mein das nicht böse, es ist aber die realistische Frage, die du dir stellen musst - bist du für das Studium wirlich bereit und geeignet?

Wenn du sagst, dass du das einfach nicht packst dann heißt das noch nicht das "Aus". Wie wäre eine Ausbildung im medizinischen Bereich? Eine Ausbildung ist weniger fordernd, weniger belastend und du kriegst erste Erfahrungen im Beruf. In dieser Zeit kannst du dich eher auf deine Genesung konzentrieren. Eine Ausbildung lässt sich mitunter auch verkürzen, wenn du es dann doch etwas eiliger hast.

Danach kannst du dann immernoch schauen ob das Medizinstudium wirklich das richtige für dich ist.
 

Helplesssoul

Mitglied
Ritalin

Spaß. (!!!)
(Wobei das im Medizinstudium nicht so unüblich ist. Aber egal, anderes Thema)

Dennoch - Zink wird nicht die Lösung deines Problems sein (und ich finde es auch etwas bescheuert es als Heilmittel für Motivationslosigkeit mitzugeben. Ein Mineralmangel wird sich in solchen Fällen nur in einer Anämie ausdrücken. Leichte Mängel, die normal sind, wirken sich nicht so aus, dass man depressiv wird oder antriebslos. Das hat damit nicht unbedingt etwas zutun. Und mitunter haben die Drogerietabletten einfach fast keinen beträchlichen Mehrwert ODER sind überdosiert, so dass sie bei Langzeiteinnahme sogar schädlich sein können. Als Medizinstudent solltest du dich damit aber irgendwann auch auseinandersetzen bzw. dazu informiert werden können, dass das nichts bringt oder sogar schädlich werden kann.

Zum einen - Medizin zu studieren ist sehr anspruchsvoll, je nachdem wie begabt man darin ist etwas auswendig zu lernen. Vorallem die ersten Semester sind absolute Aussiebsemester in denen nur "die Harten in den Garten" kommen. Grund dafür ist einfach der Interessenkonflikt. Viele wollen Medizin studieren, nicht alle sind dafür wirklich geeignet. Somit werden die ersten Semster extrem anspruchsvoll gestaltet um den Überschuss auszusieben. Wer da dem Druck nicht standhalten kann oder nicht mithält hat schlussendlich dann verloren. Denn schon wenige Wochen "Ausfall" lassen sich irgendwann nicht mehr aufholen und man hinkt soweit hinterher, dass die geforderteren CPs nicht erbracht werden können.

Die große Frage, die du dir stellen musst ist also - bist du dir sicher, dass sich dein Umstand demnächst verändern wird? Denn es wird nicht einfacher. Was dir jetzt fehlt musst du irgendwann noch mal drauf investieren später. Das wird dann eine immer größere Belastung, je länger es dauert.

Ich mein das nicht böse, es ist aber die realistische Frage, die du dir stellen musst - bist du für das Studium wirlich bereit und geeignet?

Wenn du sagst, dass du das einfach nicht packst dann heißt das noch nicht das "Aus". Wie wäre eine Ausbildung im medizinischen Bereich? Eine Ausbildung ist weniger fordernd, weniger belastend und du kriegst erste Erfahrungen im Beruf. In dieser Zeit kannst du dich eher auf deine Genesung konzentrieren. Eine Ausbildung lässt sich mitunter auch verkürzen, wenn du es dann doch etwas eiliger hast.

Danach kannst du dann immernoch schauen ob das Medizinstudium wirklich das richtige für dich ist.
Also ersteinmal bin ich mir bewusst, dass ein einfaches präparat nicht die Lösung meines Problems sein kann, respektive dass die Auswirkungen nun nicht so gross sein werden. Der tipp war ja auch nur nett gemeint. Bei unserer Uni (studiere in der CH) ist die Durchfallquote relativ tief und es wird nicht gleich stark gesiebt (dafür gab es ja den NC) und nur weil man ein Semester mal anstrengend findet oder mühe hat sich zu konzentrieren ist man nicht gerade ungeeignet. Deine Aussage klingt einfach sehr giftig (vielleicht hast du das auch nicht so gemeint und es kommt einfach so rüber). Eine Anstellung in der Pflege habe ich mir tatsächlich überlegt, aber ich werde gerne gefördert und mag es, wenn ich etwas mehr Mitsprache habe. Und die Arbeit in der pflege ist genau so belastend und anstrengend. nur ist erstens die Entlöhnung schlechter und zweitens wird man nicht gleich ernstgenommen (gefühlt). Ich habe auch nie gesagt, dass mir das Studium nicht gefällt und das es hart ist war mir bewusst. Mich frustiert lediglich meine Mitstudentin, was ja auch irgendwie verständlich ist. Oder?
Ich weiss, dass ich mit der Belastung klar kommen muss und daran arbeite ich auch. Weiterhin bezweifle ich schwer, dass keiner der angehenden ärzte probleme hatte und immer nur top Noten geschrieben hat. Und all diese haben auch ihren Platz gefunden und sind teilweise auch sehr gut in ihrem Metier. Und icj bin nun auch nicht mehr frisch vom Abi und möchte auch langsam mal eine Richtung einschlagen und Ein klares Ziel vor Augen haben. Und das studium bleibt auch nicht immer gleich Theoretisch. Irgendwann kommen Teile die mehr praktisch sind (das haben wir teilweise jetzt schon.) und das gefällt mir sehr. Ich werde das Studium auf jeden Fall durchziehen, habe nur gedacht, dass vielleicht jemand ähnluche Probleme hatte und es auch irgendwie schaffte
 

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