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Vegane Ernährung: Gesunder Trend oder Mangelernährung?

@ Findefuchs

Vielen Veganern geht es schlicht um ein Leben, dass so leidfrei wie möglich ist. Die Grenze der Möglichkeiten legt im Endeffekt jeder für sich selbst fest. Komplett leidfrei ist unmöglich (das ist wohl fast jedem Menschen klar) - im Endeffekt geht leben ja auch nicht ohne sterben.
 
Findefuchs, ich glaube, das was du beschreibst, trifft eher auf Pseudovegetarier zu ("Ich esse kein Fleisch, nur Fisch. Und Meeresfrüchte. Und Huhn.")

Wobei es bei Pflegeprodukten und Putzmitteln heutzutage wirklich einfach ist, DM zB deklariert sehr brav, welche Produkte vegan sind.

Genauso Schokolade, Kaffee, Kakao, Bananen etc. - gibt´s alles fairtrade im Supermarkt und beim Discounter.

Kleidung und Schuhe halte ich für schwierig, ich wüsste echt nicht, wo ich das, was ich gerade suche, garantiert ethisch korrekt produziert herbekomme. Also zB einfarbige T-Shirts, schlichte warme Pullover, Jeans, Turnschuhe etc.

LG
Vesna
 
Ich weiß nicht, ob sich in meiner Umgebung mehr Pseudovegetarier oder Pseudoveganer befinden, aber mir fällt bei vielen auf, dass sie immer predigen, wie grausam und unmoralisch doch Fleischverzehr ist, dann aber Kosmetik- und Hygienemarken in ihren Badezimmern stehen haben, wo ich mit Sicherheit weiß, dass die Tierversuche machen. Oder eben das teure Waschmittel nehmen, wo auch ganz klar ist, dass dafür Tiere herhalten müssen.

Was mir aber auf jeden Fall fehlt, ist die Betrachtung des Gesamtkontextes. Das fällt mir bei diesen Leuten dann immer auf. Ich kann andere nicht als unmoralisch hinstellen, aber dann bei den anderen Aspekten wegsehen. Das meine ich jetzt auch nicht hier auf den Thread bezogen, sondern ganz allgemein und was meine eigenen Beobachtungen im Umfeld sind.

Es ist wahnsinnig schwer ein "guter Mensch" zu sein (absichtlich überspitzt gesagt), wenn ich nicht das Geld zur Verfügung habe oder mich nicht ständig informiere, welche Hersteller Tiere leiden lassen (und auch Menschen). Man verliert auch sehr leicht den Überblick. Bei den meisten teuren Kleidermarken ist lustigerweise klar, dass die ihre Teile fast menschenunwürdig herstellen lassen, aber man kann trotzdem keinen großen Bogen um jeden Kleidungshersteller machen, der nicht fair handelt. Und abgesehen davon muss ich es leider sagen: die politisch korrekte Kleidung entspricht zu 95% nicht meinem Modegeschmack. 😱

Klar, kein Fleisch zu essen und auch Milch und Eier sein zu lassen, ist auf jeden Fall ein erster Schritt, sagen zu können "Wegen mir müssen weniger Tiere leiden!". Hier wurde ja nicht nur der gesunde Trend angesprochen, sondern auch die individuelle Moral. Aber mir sind auch die anderen Aspekte wichtig und die Fragen, dir mir auch bei dieser Thematik aufkommen.
 
Ich weiß nicht, ob sich in meiner Umgebung mehr Pseudovegetarier oder Pseudoveganer befinden, aber mir fällt bei vielen auf, dass sie immer predigen, wie grausam und unmoralisch doch Fleischverzehr ist, dann aber Kosmetik- und Hygienemarken in ihren Badezimmern stehen haben, wo ich mit Sicherheit weiß, dass die Tierversuche machen. Oder eben das teure Waschmittel nehmen, wo auch ganz klar ist, dass dafür Tiere herhalten müssen.

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Haste nie gefragt, warum das da steht und/oder genutzt wird?
 
Haste nie gefragt, warum das da steht und/oder genutzt wird?

Doch klar 😀. Das endete dann immer in unschönen Diskussionen. Zuvor waren alle Fleischesser mordende unmoralischer Monster, aber als ich dann gefragt habe, warum im Bad Zeug steht, wofür Tierversuche gemacht werden, oder dass eigentlich allein durch die Medien klar ist, dass P&G ganz weit oben auf dieser Liste steht, hieß es dann, dass das alles nur total aufgebauscht wird von den Medien und dass diese Tierversuche nur in anfänglichen Testphasen bei der Entwicklung der einzelnen Produkte gemacht werden (was so nicht stimmt) und die sonst "gut" zu ihren Versuchstieren sind (naja, wenn man enge Käfige und dunkle Räume als positiv betrachtet ...). Ja und dann kam so "Und ich kann es nicht ändern, die Produkte, bei denen Tierversuche gemacht werden, sind leider auch einfach viel besser und wirkungsvoller, als das günstigere Zeug oder das, bei denen die Hersteller keine Tierversuche machen." 😱
 
Wer Fleisch isst, muss ständig ein Tier töten.

Sehr wahr.

Man sagt auch, dass man den Zustand einer Kultur oder einer Person an ihrer Ernährungsweise ablesen kann.

Schwierig.. Was meint hier "Zustand"?


Im moralisch-ethisch-geistigen Sinne ist es jedoch immer besser, kein Lebewesen zu töten.


Nicht, um zu essen. Was ist aber mit Spinnen und diversen Insekten?

Es gibt auch das In-Kauf-nehmen des Sterbens anderer. Unsere Lebensweise hat weit über die Tierwelt hinaus Auswirkungen - auch auf die Menschen, die weit weg sind.

Unser "System".. Habe ich mit den Obdachlosen wirklich absolut gar nichts zu tun? Wirklich nichts? Oder bin ich nur Nutznießer des Systems und deute die Dinge so, damit ich meine Mitverantwortung nicht sehe?

Wenn man sich anschaut, wie wenig informiert und unbewusst wir uns tagtäglich ernähren,

Exakt.

Allerdings ist auch wahr, dass es in Sachen Ernährung bzw. gesunde Ernährung es nur wenige, absolut sichere Fakten gibt. Es gibt eine Fülle von Theorien; aber gesichert ist nur wenig.

Was meint gesunde Ernährung?

Ist man z.B. reichlich Gemüse und Obst, Nüsse und Vollkornprodukte, mehr ungesättigte Fettsäuren als gesättigte (neuerdings hört man auch andere Stimmen), wenig Zucker, dann ist 0% gesichert, dass dadurch die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, sinkt.

Diese Ernährungsweise ist gut für das Herz-Kreislauf-System; das ist auch schon viel, aber ist das alleine deswegen gesund?
Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse, wie eine Ernährung sein müsste, um die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, senken zu können. Das Vermeiden von Schadstoffen (u.a. Alkohol, auch in geringen Mengen) und eines übermäßigen Fettkonsums ist alles, was man weiß.
 
Doch klar 😀. Das endete dann immer in unschönen Diskussionen. Zuvor waren alle Fleischesser mordende unmoralischer Monster, aber als ich dann gefragt habe, warum im Bad Zeug steht, wofür Tierversuche gemacht werden, oder dass eigentlich allein durch die Medien klar ist, dass P&G ganz weit oben auf dieser Liste steht, hieß es dann, dass das alles nur total aufgebauscht wird von den Medien und dass diese Tierversuche nur in anfänglichen Testphasen bei der Entwicklung der einzelnen Produkte gemacht werden (was so nicht stimmt) und die sonst "gut" zu ihren Versuchstieren sind (naja, wenn man enge Käfige und dunkle Räume als positiv betrachtet ...). Ja und dann kam so "Und ich kann es nicht ändern, die Produkte, bei denen Tierversuche gemacht werden, sind leider auch einfach viel besser und wirkungsvoller, als das günstigere Zeug oder das, bei denen die Hersteller keine Tierversuche machen." 😱

Ich kenne durchaus einige Veganer... so argumentieren würde keiner von denen. Vielleicht solltest du nicht von diesen paar Leuten auf "alle Veganer" schließen. 😉
 
Ich kenne durchaus einige Veganer... so argumentieren würde keiner von denen. Vielleicht solltest du nicht von diesen paar Leuten auf "alle Veganer" schließen. 😉

Tue ich ja nicht. Wenn meine Beiträge so rüberkamen, dann war es nicht meine Absicht. 😱
Mir ging es eigentlich nur um diese Grundsatzfragen. Ich finde es ja klasse, wenn Leute so bedacht und weitsichtig leben und dahinter auch stehen. Gerade weil sie sich mehr Gedanken machen. Aber es sind auch sehr schwierige Fragen.
 
auch "veganer" entwickeln sich ja ständig weiter. man informiert sich, erfährt dieses und jenes und versucht dann, darauf zu achten.
meist fängt man viell. damit an, vegetarier zu sein, bis einem auffällt, ach für milchprodukte und eier etc. müssen tiere leiden. dann lässt man die eben auch weg, und wird so zum veganer.
veganer essen ja z.b auch keinen honig. nichts, wofür tiere ausgebeutet werden.
man verzichtet dann auch auf lederprodukte. und man fängt an, sich auch bei anderen sachen zu informieren, wie das so mit tierversuchen aussieht.
wir haben z.b. rausgefunden, dass es bei netto eine "vegane" eigenmarke an shampoo und duschgel gibt, die echt gut ist. und eben klar als "vegan" gekennzeichnet. natürlich muß man sich halt auf diese angaben verlassen.
gibt ja auch im net seiten für kosmetik/hygieneartikel ohne tierversuche etc.
veganer leben auf jeden fall schonmal bewußter als normalos vom eßverhalten her. und das hört beim essen längst nicht auf...
wie gesagt, natürlich ist auch das ein prozess. man lernt immer wieder was dazu. und produkte die man schon zuhause hat von früher trotzdem noch zu verwenden und z.b. ledergürtel die man schon hat nicht wegzuwerfen finde ich eigentlich ganz vernünftig.
klar sind einem irgendwo grenzen gesetzt. sei es finanziell oder rein von der information her, was "gute" produkte sind. aber sollte man, weil man weiß, man kann es nicht perfekt machen, dehalb gleich den versuch aufgeben?
ich denke nicht.
jeder der anfängt darüber nachzudenken was wir tieren tagtäglich antun und wie wir was ändern können, ist ein gewinn.
 
Ernährung kann verdammt viel - in jeglicher Hinsicht.

Mal ist Ernährung ein Sinnbild dafür, wie bewusst wir sind, mal dafür, wie unbewusst wir sind.

Aus persönlichen Gründen gehe ich oft was kaufen bzw. auswärts essen. Und auf diese Weise kann man heutztutage keinesfalls rein pflanzlich, gesund und lecker leben. Das funktioniert einfach nicht.

Hier in Berlin ändert sich das Angebot in Richtung vegetarischer/veganer Ernährung immens, aber das ist noch lange nicht ausgereift - weder von der Qualität, der Auswahl, noch vom Preis her.

Beste Wahl hier in Berlin und anderswo wäre, sich rein pflanzliche Speisen in großer Auswahl und schmackhaft selbst zuzubereiten. Ein ziemlicher großer Aufwand, das weiß ich selbst. Aber wenn man sich darauf "einschießt", dann kann es ein sehr produktiver und kreativer Part des Lebens werden.
 

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