Wer Fleisch isst, muss ständig ein Tier töten.
Sehr wahr.
Man sagt auch, dass man den Zustand einer Kultur oder einer Person an ihrer Ernährungsweise ablesen kann.
Schwierig.. Was meint hier "Zustand"?
Im moralisch-ethisch-geistigen Sinne ist es jedoch immer besser, kein Lebewesen zu töten.
Nicht, um zu essen. Was ist aber mit Spinnen und diversen Insekten?
Es gibt auch das In-Kauf-nehmen des Sterbens anderer. Unsere Lebensweise hat weit über die Tierwelt hinaus Auswirkungen - auch auf die Menschen, die weit weg sind.
Unser "System".. Habe ich mit den Obdachlosen wirklich absolut gar nichts zu tun? Wirklich nichts? Oder bin ich nur Nutznießer des Systems und deute die Dinge so, damit ich meine Mitverantwortung nicht sehe?
Wenn man sich anschaut, wie wenig informiert und unbewusst wir uns tagtäglich ernähren,
Exakt.
Allerdings ist auch wahr, dass es in Sachen Ernährung bzw. gesunde Ernährung es nur wenige, absolut sichere Fakten gibt. Es gibt eine Fülle von Theorien; aber gesichert ist nur wenig.
Was meint gesunde Ernährung?
Ist man z.B. reichlich Gemüse und Obst, Nüsse und Vollkornprodukte, mehr ungesättigte Fettsäuren als gesättigte (neuerdings hört man auch andere Stimmen), wenig Zucker, dann ist 0% gesichert, dass dadurch die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, sinkt.
Diese Ernährungsweise ist gut für das Herz-Kreislauf-System; das ist auch schon viel, aber ist das alleine deswegen gesund?
Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse, wie eine Ernährung sein müsste, um die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, senken zu können. Das Vermeiden von Schadstoffen (u.a. Alkohol, auch in geringen Mengen) und eines übermäßigen Fettkonsums ist alles, was man weiß.