Stockbrot93
Neues Mitglied
Jobwechsel?
Das wurde ich aktuell nicht in Erwägung ziehen.Versuche es positiv zu sehen. Lieber unterlastet als überlastet.
Mein Job fällt mir sehr leicht und ich habe sehr viele Freiheiten, die ich wohl kaum anderswo haben würde. Gerade ist sehr wenig los, auch nicht zum ersten Mal, aber das wird erfahrungsgemäß nicht so bleiben.
Ich würde mein Leben ebenfalls als ultralangweilig bezeichnen.Wenn du sportlich interessiert bist, könntest du z. B. für einen Marathon trainieren. Such dir eine Laufgruppe, frag Freunde, ob jemand Lust hat, mitzumachen und dann legt los. Schaut Videos, erstellt euch einen Trainingsplan , besucht Läuferforen für weitere Tipps. Sofern nötig stattet euch mit dem erforderlichen Equipment aus und dann nehmt es in Angriff, das Projekt Marathon.
Engagier dich ehrenamtlich. Da gibt es unzählige Möglichkeiten. Kinder, sozial benachteiligte Menschen, Tiere... Informiere dich auch da über die breite Fülle an Themen. Bestimmt ist da auch für dich etwas dabei. Man kann auch zunächst im Kleinen helfen. Gibt es einen einsamen Nachbarn, der sich über eine gelegentliche Unterhaltung freut?!
Du kannst dich auch fortbilden und fit machen für einen Nebenjob. Ein bisschen mehr Geld kann jeder gebrauchen, und wenn du es richtig anstellen willst, wird dir garantiert nicht langweilig, weil man so viel dafür lernen kann.
Es gibt so vieles, was das Leben bereichern kann. Man muss nur mal damit anfangen. DU musst damit anfangen. Wenn ich dein Eingangsposting lese klingt dein Leben einfach nur ultralangweilig. Es liegt aber ausschließlich an dir selber, das zu ändern. Und bekanntlich beginnt jeder Weg mit einem ersten Schritt.
Für einen Marathon trainieren habe ich bereits hinter mir. Es wurde zwar am Ende "nur" ein Halbmarathon, bzw. mehrere, aber das Laufen blieb bei mir immer hinter dem Radfahren zurück.
Sowohl über ein Ehrenamt, als auch eine Nebentätigkeit, habe ich bereits nachgedacht.
Mein Problem mit Ehrenamt ist nur, dass ich beruflich im Grunde auch nichts anderes mache, als durch die Gegend zu fahren, um Leuten zu helfen. Das würde sich davon eher weniger unterscheiden. Außerdem merke ich hier auch, dass mich der Teil mit der Dankbarkeit, die mir schon eher häufig entgegengebracht wird, fast komplett kalt lässt. Ich frage mich auch manchmal, ob ich für meine Verhältnisse beruflich zu viel mit Menschen zu tun habe und deswegen im Privaten kaum mehr Interesse daran habe.
Eine Nebentätigkeit sähe ich darum kritisch, dass die Arbeit jetzt schon meine einzige halbwegs brauchbare Beschäftigung darstellt. Jetzt noch mehr Arbeit hinzufügen, fände ich einfach nicht so gut.
Mehr Geld spricht mich auch nicht wirklich an.
Melatonin wirkt bei mir nur in Sprayform, und auch erst ab ca 3mg, das sind dann 6 Sprühstöße.
Evtl wäre das nochmal einen Versuch wert.
Ansonsten - zum anderen was du schreibst: Interessenarmut- nenne ich es jetzt mal- und dass du eigentlich immer dasselbe tust und das soweit für dich gut funktioniert, es jedoch schwierig wird wenn die Routine durch zB Urlaub wegbricht- hast du mal überlegt, ob du evtl. auf dem autistischen Spektrum liegen könntest?
Das fällt mir ein bisschen dazu ein, daher schrieb ich eingangs auch, dass es vollkommen okay ist, wenn dich eben nicht die Dinge interessieren, die andere mögen. Es gibt nicht wenige Autisten, die zufrieden sind, ein ruhiges, reizarmes, geregeltes Leben zu führen.
Falls du dich damit noch nicht beschäftigt hast- es gibt Online Tests zur ersten Selbsteinschätzung.
Vitamin D Präparate habe ich auch schon probiert. Wenn ich für ein paar Tage so gar kein Sonnenlicht abbekommen habe, nehme ich auch jetzt noch etwas, zumindest bis die Packung leer ist. Merken tue ich davon aber leider auch nichts.Mach mal einen Vitamin D Test beim Doc, das könnte helfen das macht ganz schön was mit einem wenn das zu wenig ist.
Ich bin mir relativ sicher, dass das mein Hauptproblem ist.Einerseits stimme ich dir hier zu. Anderseits frage ich mich, wie man etwas verändern soll, wenn der innere Kompass nicht funktionsfähig ist. Viele Leute wissen was sie wollen oder brauchen, trauen sich aber nicht die nötigen Schritte zu unternehmen oder ihnen fehlt ein Fahrplan, um an das gewünschte Ziel zu gelangen. Was aber tut man, wenn alle Dinge, die diese Welt zu bieten hat, keinerlei Gefühle bei einem auslösen? Warum sollte man sich unter diesen Umständen ziellos irgendwohin bewegen?
Dass es vieles gibt, was man machen oder unternehmen kann, stelle ich nicht infrage.
Wandern habe ich eine Zeit lang probiert. Bin dafür sogar einmal weiter weggefahren. Was ich vorher noch absolut nie für mich alleine gemacht habe. Trotz wirklich schöner Lokation; wirklich Freude hatte ich daran nicht. Ich war über sechs Stunden unterwegs, um überhaupt eine nennenswerte Belastung zu merken.
Am Laufen hielt ich für ca. zwei Jahre fest. Anfangs gefiel mir, dass ich sehr viel schneller ausgelaugt war, als ich es vom Radfahren gewohnt war. Was sich logischerweise mit der Zeit dann stark verschoben hat. Im Gegensatz zum Radfahren, war es mir nach ca. einem Dreivierteljahr nicht mehr möglich, meine Leistungsgrenze weiter zu verschieben, ohne physische Probleme zu bekommen.
Frühere Urlaube fand ich immer uninteressant. Selbst New York war für mich nach den erste paar stunden langweilig.
Dinge wie Vereine, die ich ausprobiert habe, Konzerte, Raves, Snowboard fahren, klettern. Ob nun alleine, oder mit anderen, waren auch einmalig immer ok, nur Lust da dranzubleiben, kam bei mir nicht auf.
Mir ist klar, dass mir das nicht alles gefallen muss. Mein Problem ist eher, dass mir davon nichts gefällt.
Und natürlich ist es nicht gerade vorteilhaft, wenn man an alles mit dem Hintergedanken herangeht, dass einem bisher nichts so wirklich Spaß gemacht hat.
Eine Therapie sehe ich für mich auch eher schwierig. Ich meine, ich kann mich nicht mal dazu bringen, mir einen Film anzusehen, den ich eigentlich interessant finde. Wie soll ich mich dann dazu bringen? Besonders, wenn es mir so gut wie unmöglich wäre, offen über mich zu sprechen, ich alles Gesagte für mich selbst hinterfragen würde und ich es in meinem Kopf schon im Vorhinein als sinnlos abgetan habe. Hinzu kommt noch eine nicht abwegige Verbeamtung.
ADHS würde ich ausschießen. Autismus passt schon eher, allerdings auch nur zu vielleicht 30%. Außerdem kann ich hier den Spruch bringen: "Meine Mutter hat mich testen lassen"
Dabei kam nichts raus. Sie hatte das hauptsächlich wegen meiner Interessen- und Begeisterungslosigkeit machen lassen.