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Unterbringung ohne Verlangen in einer psychatrischen Einrichtung

Hallo Mondsonne,

danke für deine Antwort.
Sie hatte schon mal einen Sozialpsychiatrischen Dienst in Anspruch genommen (Er heißt Pro mente).
Anfangs ging sie dort vormittags hin.
Dort machte sie eine Beschäftigungstherapie mit dem Ziel, in einen gesunden Tagesrhythmus zu kommen und täglich pünktlich aufzustehen.

Auch das will sie nicht mehr.


Ich frage mich, ob ich sie zu Hause heimlich filmen soll.
Ich glaube nämlich, dass ihr Psychiater nicht versteht wie sie sich zu Hause gegenüber den anderen verhält, wenn sie in Rage ist. Auswärts sitzt sie still, introvertiert da, als ob sie kein Wässerchen trüben könnte.

Bin mir nur nicht sicher, ob diese Aktion zu weit geht.


Lieber Gruß
Eva



Hallo Eva,
hast du - oder die Angehörigen - mal versucht, es dem Psychiater genauso zu beschreiben, wie sie sich zuhause verhält? Ich glaube, da brauchst du gar nicht filmen.

Es klingt, als ob sie schwerste chronische Depressionen hat, zuweilen können da auch Wahnvorstellungen auftreten 🙁 Daher vielleicht die Medikation.
Ein Psychiater sagte mir mal, bei einer schweren Depression KANN man nicht mehr wollen. Es ist die Depression, durch die sie sich so "verhält". Es ist nicht sie selbst!
Bei manchen sind Aggressionen eine versteckte Depression. Dass sie sich zuhause so verhält könnten auch unbewusste Agressionen gegen Euch sein, denn sie ist hilfsbedürftig, was sie ja nicht wirklich sein will, das kann Aggressionen erzeugen 🙁
Ich möchte nichts entschuldigen, nur erklären, dass eine Depression (weiß ich aus eigener Erfahrung) sehr viele Gesichter hat.
In Berlin in der Charite gibt es eine Station für chronische Depressionen, aber da müsste sich der Psychiater mal informieren. Auf jeden Fall kann sie und ihre Angehörigen nicht so weitermachen.

Liebe Grüße!
 
Hallo LeonieMarie und Schroti,
ich bin verwandt mit ihrem Lebensgefährte und seiner Tochter.

Gefährdet sein heißt doch, dass diese Situation noch nicht eingetroffen ist, aber zu Disposition steht.
So wie ich euch zwei verstehe, muss vorerst die Situation eskalieren, um eine Einweisung bewirken zu können.

Klar besteht beim Autofahren mit Aufmerksamkeitsdefizit und verminderter Reaktionszeit eine akute Fremdgefährdung. Das ist Fakt.

Außerdem ist (verbale) Gewalt schon eine Übertretung. Die springt (förmlich) jeden an, weil sie überfordert ist und keinen Menschen in ihrer Nähe duldet. Sollen wir auf eine Affekthandlung ihrerseits abwarten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
ich bin verwandt mit ihrem Lebensgefährte und seiner Tochter.

Gefährdet sein heißt doch, dass diese Situation noch nicht eingetroffen ist, aber zu Disposition steht.
So wie ich euch zwei verstehe, muss vorerst die Situation eskalieren, um eine Einweisung bewirken zu können.

Klar besteht beim Autofahren mit Aufmerksamkeitsdefizit und verminderter Reaktionszeit eine akute Fremdgefährdung. Das ist Fakt.

Außerdem ist (verbale) Gewalt schon eine Übertretung. Die springt (förmlich) jeden an, weil sie überfordert ist und keinen Menschen in ihrer Nähe duldet. Sollen wir auf eine Affekthandlung ihrerseits abwarten?

Hallo Eva, es langt nicht, wenn Familie Bekannte oder Freunde der Meinung sind.
Es muss geprüft werden.Sonst kann da ja jeder kommen und jemanden etwas anhängen.

Deswegen der ambulante sozialmedizinische Dienst/ die Betreuung/Beratung der ganzen Familie.

Und weil Sie selber nicht die Einsicht hat, da mit zu machen, sollten die Angehörigen die ja auch leiden und Co Abhängig sind zum ambulanten Dienst.
Wenn dort ein Betreuungsvertrag aufgesetzt wird, als Familienunterstützung,ist Sie automatisch mit drinnen
und Sie dürfen sich Zuhause anschauen wie ihr, und in dem Fall auch Sie, lebt.

Mit ihren Beobachtungen.. ,ihren Gutachtern und Ärzten ist es erst Möglich zu Helfen.
Ihr Zustand und Verhalten wird nochmal ganz neu und neutral Begutachtet und erst danach kann gehandelt und Notfalls für Sie entschieden werden.

Hinzu dein Gedanke Sie Zwang-Einweisen zu lassen.

In einer "geschlossen Anstalt"wird ihr nicht geholfen.Sie würde nur Ruhig gestellt,damit Sie sich selber oder anderen nix antun.
Es ist für viele ein Alptraum und für viele sogar Traumatisch,weil so einige falsche Vorstellungen davon haben.
Es ist nicht gleichzusetzen mit einer Klinik wo sich medizinisch und Psychologisch,also Psychiatrisch um Sie gekümmert wird.
Hinzu würde Sie da mal eine genaue Diagnose bekommen.
Verwechsel das nicht.^^
Und hoffe, das Sie durch den psychiatrischen Dienst soweit Stabilisiert werden kann,das Sie die Einsicht eines freiwilligen Kliniksaufenthaltes bekommt.
Das braucht natürlich auch alles seine Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar besteht beim Autofahren mit Aufmerksamkeitsdefizit und verminderter Reaktionszeit eine akute Fremdgefährdung. Das ist Fakt.

Außerdem ist (verbale) Gewalt schon eine Übertretung. Die springt (förmlich) jeden an, weil sie überfordert ist und keinen Menschen in ihrer Nähe duldet. Sollen wir auf eine Affekthandlung ihrerseits abwarten?

Sie fährt ja wohl schon eine Weile Auto, ohne das irgendwer schwer verletzt wurde. Selbst wenn die Gefahr da wäre, könnte man auch erst nach PsychKG eingreifen, wenn eine akute Gefahr bestünde, also sie sich jetzt in diesem Moment ins Auto setzen wollte. Und selbst dann dürfte es keine milderen Mittel geben, um die Gefahr abzuwenden, als eine Unterbringung. Wenn es reichen würde, das Auto still zu legen, müsste erst das gemacht werden.

"Verbale Gewalt" ist nicht mal verboten, je nachdem, was du damit meinst.

Zwangseinweisung nach PsychKG heißt: Ihr ruft die Polizei und wenn die Polizei kommt, steht eine Schaden an Leib und Leben unmittelbar bevor. Wenn sie z.B. vor einer Stunde jemand verprügelt hat, aber wenn die Polizei kommt, sitzt sie ruhig auf dem Sofa, reicht das auch nicht aus für eine Zwangseinweisung, dann könnte man nur eine Anzeige stellen.


Hinzu dein Gedanke Sie Zwang-Einweisen zu lassen.

In einer "geschlossen Anstalt"wird ihr nicht geholfen.Sie würde nur Ruhig gestellt,damit Sie sich selber oder anderen nix antun.
Es ist für viele ein Alptraum und für viele sogar Traumatisch,weil so einige falsche Vorstellungen davon haben.
Es ist nicht gleichzusetzen mit einer Klinik wo sich medizinisch und Psychologisch,also Psychiatrisch um Sie gekümmert wird.
Hinzu würde Sie da mal eine genaue Diagnose bekommen.
Verwechsel das nicht.^^

Und genau das kommt noch hinzu. Bei einer Zwangseinweisung darf sie nicht in eine normale Klinik kommen, sondern eben nur in eine geschlossene Akutstation, wo nichts gemacht wird, außer darauf zu achten, dass sie sich nichts antut, bis die akute Krise vorbei ist. Wenn sie eine richtige Therapie im Anschluss will, muss sie sich darum selbst bemühen.

Mein Rat: Wenn sie lieber krank sein will, dann hat sie das Recht. Glaub mir, die Entscheidung kann man auch sehr bewusst treffen. Kümmert euch um euch selbst und distanziert euch von ihr, wenn sie euch zu sehr belastet.
 
Man kann der Dame aber schon klar machen, dass sie, wenn sie nicht in irgendeiner Weise an der Verbesserung ihrer Lage und der der Angehörigen mitwirkt, nichts mehr für sie tun wird und sie selbst sehen muss , wie sie klar kommt.

Und dann muss man das auch eine Weile durchziehen, damit sie auch in die Gänge kommt.

Möglicherweise beschließt sie ja dann auch, dass es für sie in der Psychiatrie schöner ist als zuhause.
 
Man kann der Dame aber schon klar machen, dass sie, wenn sie nicht in irgendeiner Weise an der Verbesserung ihrer Lage und der der Angehörigen mitwirkt, nichts mehr für sie tun wird und sie selbst sehen muss , wie sie klar kommt.

Und dann muss man das auch eine Weile durchziehen, damit sie auch in die Gänge kommt.

Möglicherweise beschließt sie ja dann auch, dass es für sie in der Psychiatrie schöner ist als zuhause.

Ja, das. Ganz genau das. Das ist für alle Beteiligten am Besten.
 


In einer "geschlossen Anstalt"wird ihr nicht geholfen.Sie würde nur Ruhig gestellt,damit Sie sich selber oder anderen nix antun.

Das klingt wirklich wie ein Albtraum. Nein, dass will ich keinem antun. Ziel vom ganzen soll es sein, dass es ihr besser geht. Diese Alternative mit dem mobilen sozialpsychiatrischen Dienst den du aufzeigst, haben wir noch nicht ausprobiert.
Danke für den Impuls. Das sollten wir versuchen.
 

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