Hallo liebe Mitglieder,
in meinem Thema geht es um eine schwer depressive Frau (Gabi), welche schon seit 15 Jahren Depressionen hat.
Sie hat eigentlich schon von Beginn an bei den (Gesprächs-)Therapien keine Compliance gezeigt, deshalb hat jeder Therapeut eine Zusammenarbeit mit ihr beendet.
Heute geht sie zwei mal im Monat zu einem Psychiater, der ihr starke Medikamente verschreibt (Ziprasidon, Pregamid usw.).
Mal wird die Dosierung erhöht und dann wieder mal vermindert.
Sie zeigt oftmals Anzeichen eines Serotonin-Syndroms. Dann hat sie einen Tremor (Hände und Unterkiefer), erhöhte Muskelanspannung, Aufmerksamkeitsstörung (kann keiner Unterhaltung folgen) und die Haut fühlt sich kühl an. Ein Serotonin-Syndrom kann auch lebensgefährlich werden.
Der Psychiater hat ihr empfohlen, sich in einer psychiatrischen Einrichtung einweisen zu lassen, um dort die Medikamente neu einstellen zu lassen.
Sie weigert sich.
Da ihr das Haushalten zu anstrengend wurde, hat ihr Lebensgefährte eine Reinigungskraft beschäftigt um sie zu entlasten.
Gabi´s Tagesablauf ist seither immer gleich. Sie verbringt den ganzen Tag im Bett und kommt nur raus um zu essen oder zu rauchen. Die Arbeiten am Haus, kochen, Wäsche machen etc. übernimmt die Tochter, welche noch zu Hause wohnt. Auch dann wenn es dem Vater gesundheitlich nicht gut geht, kümmert sich die Tochter um ihn.
Selten, aber doch, verlässt sie das Haus um für ihre Mutter etwas zu erledigen. Für etwas anderes lässt sie sich nicht motivieren.
Sie verlässt so ungern das Schlafzimmer, sodass sie dort Lebensmittel deponiert. Sie fing dann auch schon an, ihre Damenbinden im Nachtkästchen zu entsorgen/horten...
Ihre Körperhygiene lässt zu wünschen übrig. Sie duscht sich (auch bei den heißen Temperaturen) 2x die Woche und putzt sich 3x wöchentlich die Zähne.
Sie hat seit Jahren einen Nagelpilz. Als der Arzt ihr sagte das man ein Jahr lang täglich die Zehennägel lackieren muss, hat sie sofort die Behandlung verneint.
Die Angehörigen haben ihr erklärt das ein Nagelpilz kein kosmetisches Problem sei, sondern eine hochansteckende Infektionskrankheit. Ohne Behandlung könnte sie die anderen anstecken. Das Gesagte hat sie ignoriert.
Jetzt hat ihr Lebensfährte auch ein Nagelpilz.
JEDER hat ihr gesagt, dass sie nicht mehr mit dem Auto fahren darf. Kinder können die Gefahren schlecht im Straßenverkehr überblicken, aber es gibt auch andere Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an die Verkehrsordnung halten. Da muss man als Autofahrer schnell und adäquat reagieren können.
Das kann sie aber nicht mehr. Es scheint ihr gleichgültig zu sein, denn sie fährt weiterhin mit dem Auto.
Ich habe heute die Putzfrau getroffen, welche in dem Haushalt beschäftigt ist. Sie hatte tränen in den Augen und ihre Hände haben gezittert. Sie hat mir erzählt, dass Gabi ihr wie ein Schatten bei ihrer Tätigkeit folgt. Sie überwacht ihre Arbeit, nörgelt und greift sie manchmal verbal an.
Wenn sie das Geld nicht dringend brauchen würde, hätte sie schon längst gekündigt.
Gabi beschwert sich über jeden, der am Haus arbeitet. Alle anderen machen ihre Arbeit falsch oder unzureichend.
Sie konnte nie die Kinder von ihrem Lebensgefährten annehmen. Sie meint, seine Kinder seien zugleich die Kinder von seiner Ex(!), aber diesen Satz hat sie nur zu mir gesagt. Der Lebensgefährte weiß nichts davon.
Die Tochter bekommt das allerdings zu spüren. Sie leidet mittlerweile sehr an ihrem Umgang.
Die Tochter hat vor einem halben Jahr ihren Psychiater kontaktiert. Sie wollte eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung ohne Verlangen erwirken. Gebracht hat das Gespräch wenig, da der Psychiater am meisten Wert auf die Selbstbestimmung seiner Klienten achtet.
Obwohl alle in ihrem Umfeld unter ihrem Umgang leiden, ihr es egal ist, ob sie ein Kind überfährt, scheint es nicht Grund genug sein, eine Zwangseinweisung bewirken zu können.
Ist es nicht so, das unser Wohlbefinden, unsere (psychische) Gesundheit, gleich viel Wert ist als ihre?
Kann man einem Menschen soviel Selbstbestimmung geben, der aufgrund seiner Erkrankung eine gestörte Selbstwahrnehmung hat?
Wie könnte man eine Einweisung doch noch bewirken?
Ich würde mich über ein paar Ratschläge von euch freuen.
Lieber Gruß
Eva
in meinem Thema geht es um eine schwer depressive Frau (Gabi), welche schon seit 15 Jahren Depressionen hat.
Sie hat eigentlich schon von Beginn an bei den (Gesprächs-)Therapien keine Compliance gezeigt, deshalb hat jeder Therapeut eine Zusammenarbeit mit ihr beendet.
Heute geht sie zwei mal im Monat zu einem Psychiater, der ihr starke Medikamente verschreibt (Ziprasidon, Pregamid usw.).
Mal wird die Dosierung erhöht und dann wieder mal vermindert.
Sie zeigt oftmals Anzeichen eines Serotonin-Syndroms. Dann hat sie einen Tremor (Hände und Unterkiefer), erhöhte Muskelanspannung, Aufmerksamkeitsstörung (kann keiner Unterhaltung folgen) und die Haut fühlt sich kühl an. Ein Serotonin-Syndrom kann auch lebensgefährlich werden.
Der Psychiater hat ihr empfohlen, sich in einer psychiatrischen Einrichtung einweisen zu lassen, um dort die Medikamente neu einstellen zu lassen.
Sie weigert sich.
Da ihr das Haushalten zu anstrengend wurde, hat ihr Lebensgefährte eine Reinigungskraft beschäftigt um sie zu entlasten.
Gabi´s Tagesablauf ist seither immer gleich. Sie verbringt den ganzen Tag im Bett und kommt nur raus um zu essen oder zu rauchen. Die Arbeiten am Haus, kochen, Wäsche machen etc. übernimmt die Tochter, welche noch zu Hause wohnt. Auch dann wenn es dem Vater gesundheitlich nicht gut geht, kümmert sich die Tochter um ihn.
Selten, aber doch, verlässt sie das Haus um für ihre Mutter etwas zu erledigen. Für etwas anderes lässt sie sich nicht motivieren.
Sie verlässt so ungern das Schlafzimmer, sodass sie dort Lebensmittel deponiert. Sie fing dann auch schon an, ihre Damenbinden im Nachtkästchen zu entsorgen/horten...
Ihre Körperhygiene lässt zu wünschen übrig. Sie duscht sich (auch bei den heißen Temperaturen) 2x die Woche und putzt sich 3x wöchentlich die Zähne.
Sie hat seit Jahren einen Nagelpilz. Als der Arzt ihr sagte das man ein Jahr lang täglich die Zehennägel lackieren muss, hat sie sofort die Behandlung verneint.
Die Angehörigen haben ihr erklärt das ein Nagelpilz kein kosmetisches Problem sei, sondern eine hochansteckende Infektionskrankheit. Ohne Behandlung könnte sie die anderen anstecken. Das Gesagte hat sie ignoriert.
Jetzt hat ihr Lebensfährte auch ein Nagelpilz.
JEDER hat ihr gesagt, dass sie nicht mehr mit dem Auto fahren darf. Kinder können die Gefahren schlecht im Straßenverkehr überblicken, aber es gibt auch andere Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an die Verkehrsordnung halten. Da muss man als Autofahrer schnell und adäquat reagieren können.
Das kann sie aber nicht mehr. Es scheint ihr gleichgültig zu sein, denn sie fährt weiterhin mit dem Auto.
Ich habe heute die Putzfrau getroffen, welche in dem Haushalt beschäftigt ist. Sie hatte tränen in den Augen und ihre Hände haben gezittert. Sie hat mir erzählt, dass Gabi ihr wie ein Schatten bei ihrer Tätigkeit folgt. Sie überwacht ihre Arbeit, nörgelt und greift sie manchmal verbal an.
Wenn sie das Geld nicht dringend brauchen würde, hätte sie schon längst gekündigt.
Gabi beschwert sich über jeden, der am Haus arbeitet. Alle anderen machen ihre Arbeit falsch oder unzureichend.
Sie konnte nie die Kinder von ihrem Lebensgefährten annehmen. Sie meint, seine Kinder seien zugleich die Kinder von seiner Ex(!), aber diesen Satz hat sie nur zu mir gesagt. Der Lebensgefährte weiß nichts davon.
Die Tochter bekommt das allerdings zu spüren. Sie leidet mittlerweile sehr an ihrem Umgang.
Die Tochter hat vor einem halben Jahr ihren Psychiater kontaktiert. Sie wollte eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung ohne Verlangen erwirken. Gebracht hat das Gespräch wenig, da der Psychiater am meisten Wert auf die Selbstbestimmung seiner Klienten achtet.
Obwohl alle in ihrem Umfeld unter ihrem Umgang leiden, ihr es egal ist, ob sie ein Kind überfährt, scheint es nicht Grund genug sein, eine Zwangseinweisung bewirken zu können.
Ist es nicht so, das unser Wohlbefinden, unsere (psychische) Gesundheit, gleich viel Wert ist als ihre?
Kann man einem Menschen soviel Selbstbestimmung geben, der aufgrund seiner Erkrankung eine gestörte Selbstwahrnehmung hat?
Wie könnte man eine Einweisung doch noch bewirken?
Ich würde mich über ein paar Ratschläge von euch freuen.
Lieber Gruß
Eva