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Dieses Umfeld hat jeder. ( Kollegen, Nachbarn, Bekannte, Verwandte, Geschäftspartner, Sportsfreunde etc) wir leben nicht alleine.
Leider hat das nicht jeder. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die waren genauso einsam. Wenn ich sage, dass kaum jemand mehr habe, dann ist das nicht aus Selbstmitleid so ausgedrückt. Meine Schwester habe ich ja, aber sie ist sehr eingespannt und ich kann sie nicht immer belasten/anrufen. Mein Partner kann generell nicht so gut reden. Arbeitskollegen habe ich ja, die haben mir die Tage auch sehr geholfen. Mich abgelenkt mit alltäglichem Plausch und ich habe mich sehr verstanden gefühlt. Meine restlichen Verwandten habe ich nicht mehr, unsere Eltern starben als wir Teenager waren. Viele sind verstorben. Nachbarn, Bekannte, nein so etwas hat nicht jeder. Ich habe tatsächlich all diese Kontakte verloren und deshalb versuche ich neue zu finden, aber es ist irgendwie schwieriger geworden und mit der Sozialphobie noch mehr. Hier zu schreiben, das hilft mir momentan aber schon mal etwas.
hab das Miteinander einfach gern
Ich habe das Miteinander auch gerne mit Menschen, aber es ist für mich nicht so leicht auf Menschen zuzugehen. Durch die SP und meine Erfahrungen ist das mitunter schwierig. Weißt du, ich bin psychisch mehrfach erkrankt und vielleicht klingt vieles von außen wahnsinnig mitleidig und pessimistisch. Ich weiß, dass es mir vermutlich in ein paar Monaten wieder besser gehen wird und vielleicht komme ich dann auch wieder besser damit klar allein zu sein. Nur jetzt ist es sehr schwierig. Und ich habe bis letztes Jahr wie gesagt Kontakte gehabt, meist aber Kontakte denen ich zugehört habe und wenn es ihnen besser ging, kam gar nichts mehr.
Gib nicht auf, such weiter. Du kannst auch wieder einen Termin über die 116 117 versuchen, dann sagst Du, dass Du dort unprofessionell zurück gewiesen wurdest. Jedenfalls ist das so meine Idee.
Danke dir, das versuche ich gleich nochmal. 🙂 Montag dann akut zum Psychiater und danach SPDi anrufen.
Wie wäre es mit Gruppentherapie? Meine Erfahrung damit ist, das trainiert sozial.
Das fände ich auch gut und würde ich ansprechen. Ich habe früher immer zuviel vermieden was soziales angeht. Danke für deine Tipps 🙂
Schön für dich. Hilft der TE kein Stück weiter, aber es ist immer wieder interessant zu lesen, wie perfekt dein Leben läuft und wie einfach es doch ist. Sicher geht es einem Menschen mit sozialen Schwierigkeiten bei der Lektüre dieser Ausführungen sofort besser.
Danke für deinen Einsatz, aber bitte streitet und zerfleischt euch nicht wegen mir. Ich bin tatsächlich über jeden Kommentar froh. Auch über jede Perspektive. 🙂
 
Du redest von Sozialer Phobie. Aber ist soziale Phobie nicht eher davon gekennzeichnet dass man Kontakt prinzipiell meidet und möglichst wenig aus dem Haus geht?

Du hast ja einiges: Arbeit, Partner, gehst scheinbar raus.
Dieses auf Menschen nicht gut zugehen können habe ich auch. Aber ist das nicht eher einer Selbstunsicherheit und Introvertiertheit, vielleicht auch einer Hypersensibilität zuzuschreiben?

Hast Du mal nachgedacht über neue Aktivitäten wie zB eine (Frauen)-Yogarunde wo DU auf neue Menschen triffst und etwas für Deinen Körper machen kannst?
 
Hey an alle Foren-User,

Momentan leide ich sehr unter meiner "Sozialphobie". Ich bin aber nie offiziell damit diagnostiziert worden. Der Ursprung könnte in jahrelangem Mobbing, Ausgrenzung und Traumata liegen. Ich habe viel Therapie gemacht und bin gerade in Behandlung bei meinem Psychiater, der mir sehr hilft und empathisch ist. Aber leider darf er nur noch ein 30 minütiges Gespräch pro Monat vergeben (Institutsambulanz).

Warum mir diese Ausgrenzung bis heute passiert, kann ich nicht entschlüsseln. Vielleicht habt ihr Ideen. 🙂 Ich glaube nicht, dass andere Menschen mich absichtlich übersehen. Trotzdem fühle ich mich häufig unsichtbar oder „anders“.
Aus Angst vor Ablehnung habe ich mich in den letzten Jahren isoliert und es wird nach jedem Mut fassen schlimmer.
Am schlimmsten ist es für mich, zu sprechen – zu sagen, was ich denke oder von mir zu erzählen. Anders als früher fasse ich durch die Therapie heute nach langem Zögern Mut und öffne mich immer wieder, erzähle etwas oder trage zu einer Diskussion was dabei. Doch während ich spreche, scanne ich zwanghaft die Umgebung. Jede kleine "negative" Reaktion trifft mich sofort und ich falle für Tage in ein Loch. Rational betrachtet völlig bescheuert, trotzdem analysiere ich die Situation stunden- oder tagelang, manchmal sogar Jahre später.
Oft schäme ich mich für das Gesagte, verteufle mich innerlich und nehme mir vor: „Zieh dich zurück, erzähl nicht mehr so viel.“
Vor jedem Wort grüble ich: Soll ich überhaupt etwas sagen? Was, wenn es falsch ankommt? Gleichzeitig versuche ich mir zu sagen: „Du darfst genauso etwas sagen wie jeder. Du bist genauso wertvoll.“
Dabei bin ich oft sehr unbeholfen. Ich stammle, bin extrem unsicher und verstumme manchmal mitten im Gespräch. Zeitweise war das viel besser durch positive Erlebnisse.

Ein Psychologe nannte mich damals „Mauerblümchen“ – innerlich bin ich so nicht. Mit bestimmten Menschen bin ich offen, lache viel und frei. Trotzdem haben viele sich so ein Bild von mir gemacht, das nicht stimmt – vermutlich, weil ich so zurückhaltend bin.
In sozialen Situationen auf der Arbeit wird das besonders deutlich. Die Chefs und Kollegen sagen oft, wie gut meine Arbeit ist – bei Unsicherheit höre ich Sätze wie: „Deine Arbeit ist doch immer gut. Alles gut.“ Ich glaube, sie schätzen die Qualität meiner Arbeit, aber darüber hinaus bleibe ich oft außen vor. Mit meinen Kollegen rede ich meist über „Nerd-Sachen" (Videospiel, Serien), da sprechen sie mich schon direkt an. Doch private Fragen kommen nie von ihnen – wie war dein Urlaub? Alltag oder Pläne werden nur untereinander besprochen. Mein Geburtstag wird eigentlich immer vergessen. Die Chefs binden mich zwar ein, wenn sie Witze erzählen oder über Dinge aus dem Betrieb reden, aber darüber hinaus bleibe ich außen vor. Dieses ständige „außen vor sein“ verstärkt mein Gefühl, unsichtbar zu sein.

Gleichzeitig öffnen sich mir viele Menschen plötzlich und erzählen mir Dinge aus ihrem Leben, die sie sonst kaum jemandem anvertrauen würden:
• Probleme mit Kollegen
• Private Sorgen
• Persönliche Geschichten
Ich höre sehr gerne zu, bin dahingehend Anlaufstelle und kann das glaube ich auch besser als auf mich zu achten. Aber, wenn ich dann erzähle, hören viele nicht mehr zu. Deshalb fühle ich mich manchmal wie eine emotionale Mülltonne missbraucht.
Ich vermute, dass ein Teil dieses Gefühls aus meiner Familie stammt. Dort war ich schon immer das schwarze Schaf. Es gab viel Gewalt, mir wurde oft nicht geglaubt, und ich wurde klein gehalten. Schon früh hieß es:
• Ich sei zu krank für eine eigene Wohnung
• Ich könne nie „normal“ arbeiten (ich arbeite in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung)
• Kinder oder ein Haustier seien unmöglich, das könnte ich nicht. Sehe ich auch ein.
• Ich käme mit Geld nicht klar - habe trotz wenig Geld bis heute nie Schulden gemacht.
Diese Stimmen prägen mich bis heute und vielleicht erklären sie, warum ich mich in sozialen Situationen so unsichtbar fühle. Seit Anbeginn meines Lebens zieht sich dieses Muster durch. Ich weiß nicht warum. Ich versuche mich immer wieder zu überwinden, doch es bessert sich nicht, im Gegenteil.

Vieles ist vielleicht auch Selbstmitleid.. Nur mit dieser Unsichtbarkeit kommen die alte Traurigkeit, das Trauma – und leider auch suizidale Gedanken hoch. Ich würde sie niemals umsetzen, aber sie sind zur Zeit immer da.
Der Wunsch, einfach dazugehören zu können und so frei und herzlich kommunizieren zu können ist riesig. Mir geht es nicht um Freundschaften oder immer gemocht zu werden.. Das ist ja nicht realistisch.
Was meint ihr? Welche Therapie könnte mir noch helfen? Was kann ich tun? Verhaltenstherapie hat nicht geholfen.
Wieso Therapie wenn du keine offizielle Diagnose hast?
Zitat: (ich arbeite in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung).
Was hast du denn für Defizite, Körperlich oder Psychisch?
Um in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) aufgenommen zu werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Dazu gehören unter anderem ein Grad der Behinderung von mindestens 50 und eine volle Erwerbsminderung, was bedeutet, dass Arbeit nicht mehr als drei Stunden pro Tag ausgeführt werden kann.
Da wird ja nicht nur gearbeitet, der Fokus liegt ja auf Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt.
Gibt da viele Angebote um dich in deiner beruflichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen und ihre Teilhabe am Arbeitsleben zu fördern.
Was deine Mitarbeit erfordert, für Menschen mit seelischer Behinderung oder psychischer Erkrankung gibt es teilweise besondere Angebote.
Was nutz du davon, was tust du um das zu erreichen was du dir wünscht.
Manches geht eben nicht, auch für Menschen ohne Behinderung.
 
Du redest von Sozialer Phobie. Aber ist soziale Phobie nicht eher davon gekennzeichnet dass man Kontakt prinzipiell meidet und möglichst wenig aus dem Haus geht?

Du hast ja einiges: Arbeit, Partner, gehst scheinbar raus.
Dieses auf Menschen nicht gut zugehen können habe ich auch. Aber ist das nicht eher einer Selbstunsicherheit und Introvertiertheit, vielleicht auch einer Hypersensibilität zuzuschreiben?

Hast Du mal nachgedacht über neue Aktivitäten wie zB eine (Frauen)-Yogarunde wo DU auf neue Menschen triffst und etwas für Deinen Körper machen kannst?
Ich weiß tatsächlich nicht, ob es eine Sozialphobie ist oder etwas anderes. Ich bezeichne das so, da es so immer leichter zu verstehen schien. Ich habe starke Ängste vor negativer Bewertung und zerdenke soziale Situationen hinterher oft extrem, zum Beispiel, ob ich etwas Falsches gesagt habe und ich beobachte Reaktionen sehr intensiv. Deshalb habe ich mich vermutlich auch so isoliert, weil es so anstrengend war, dieses grübeln. Und ich habe oft immer anderen zugehört bis sie sich nicht mehr meldeten. Früher war es aber wesentlich schlimmer, da habe ich mich wochenlang in der Wohnung verschanzt und sogar Essen bestellt um nicht raus zu müssen und all so Dinge. Es gab also schon ganz viel Entwicklung und ich zwinge mich immer wieder auf Menschen zuzugehen. Meinen Partner habe ich damals auch online kennengelernt z.b. das ging damals. Und auf der Arbeit war das auch ein laaanger Prozess. Da sind Menschen wie ich mit psychischer oder körperlicher Beeinträchtigung, weshalb es mir leichter viel. Die haben ähnliche Ängste. Aber ganz ist meine Angst da trotzdem nicht weg. Diese Angst zu sprechen, was falsches zu sagen ist sozusagen DAS Hauptproblem. Daran muss ich ganz dringend arbeiten, da es allen Lebensbereichen beschneidet. Ich kann Ängste bis zu einem bestimmten Grad übergehen, aber das heißt nicht, dass sie dann ganz weg sind. Gruppentherapie könnte ich mir dafür in Zukunft super vorstellen wie mir geraten wurde. Vielleicht hilft mir das im nächsten Schritt
 
Eben habe ich nochmal die 116 117 erreicht. Die Dame war diesmal sehr lieb. Sie wollte mir direkt helfen und mir einen probatorischen Therapieplatz für 6 Therapiestunden vermitteln oder ein zweites Erstgespräch. Leider war das Erstgespräch von Donnerstag bereits vermerkt. Diese 6 Stunden würden wahrscheinlich erstmal total ausreichen. Aber sie meinte ich müsse erstmal mit der Krankenkasse reden, ob das so geht da der Akutvermerk fehlt und ein zweites Erstgespräch müsse ich klären. Also hat sie mir empfohlen bei der Patientenberatung anzurufen und bei der Krankenkasse. Das mache ich direkt Montag. Sie war aber wirklich sehr nett und engagiert.

Am Montag also:
Psychiater Termin - fragen nach Gruppentherapie und/oder Tagesklinik
Anrufen beim Sozialpsychiatrischen Dienst, Patientenberatung, Krankenkasse.

Danach noch anrufen bei einem anderen Orthopäden (der hoffentlich empathischer ist und mich begleiten möchte bei meinen Erkrankungen. Denn es ist wahrscheinlich noch mehr als meine Wirbelsäule betroffen. Knie und die Hüfte hatten laut den Bildern auch undefinierbare Schäden) und ein zweites Wirbelsäulenzentrum. Im November dann zum Rheumatologen. Damit der auf Morbus Bechterew genauer testet und bei positiver Diagnose Immunsuppressiva verschreiben kann. Das CT und MRT deutete aber bereirs stark darauf hin. Ohne Immunsuppressiva und bei positiver Diagnosen würde die Erkrankung fortschreiten auch trotz OP. Die OPs machen mir nach wie vor große Angst vor allem der Gedanke einer Querschnittslähmung oder anderer Komplikationen. Es ist also eine Mischung aus Angst vor der Zukunft und Isolationsangst.

Außerdem möchte ich noch suchen nach Ergotherapie, Gruppentherapie und SHGs anderer Menschen mit den gleichen Wirbelsäulenerkrankungen. Denn man muss sagen bis zu diesen Diagnosen ging es mir besser. Erst jetzt bricht vieles ein und die Isolation wird mor klar, vielleicht aus Panik oder weil mir das Leben bewusster wird. Wer weiß...
 
Und ich habe bis letztes Jahr wie gesagt Kontakte gehabt, meist aber Kontakte denen ich zugehört habe und wenn es ihnen besser ging, kam gar nichts mehr.
Vielleicht gehört das zusammen, Sozialphobie geht nicht, ohne bestimmte Erfahrungen ausgefasst zu haben, wie z Mobben, oder fallen gelassen werden, enttäuscht zu werden usw. - Sozialphobie geht aber auch nicht, ohne sich "ein Bild zu machen"- ob dieses Bild falsch oder richtig ist, Furcht vor anderen ist doch, anderen Arges zuzutrauen, oder?

Du bist sofort sehr interessiert und empathisch auf Gesagtes von mir eingegangen, das ist doch alles andere als scheu gewesen, ganz im Gegenteil! Das kann damit zu tun haben, dass wir uns nicht gegenüber stehen. Nachdem du erzählt hast, dass du körperlich beeinträchtigt bist, wirst du als erstes sicher Beurteilung, Verurteilung fürchten, zumindestens ein Prüfen- das kann mitbeteiligt sein, dass du aus Angst vor diesen Blicken schon scheu bist.

Ich geh jetzt von mir aus- rein vom Aussehen her bin ich sehr oft falsch gelegen mit meiner Einschätzung, mein Auge funkt mir ein Bild, ich interpretiere das und muss immer wieder feststellen, falsch interepretiert. Zb habe ich meine jetzt seit über vierzig Jahren vertraute Freundin zuerst als arrogant eingestuft, nur weil sie ernst und unbeweglich dreinschaute. Sie war damals in Trauer und ich deutete das falsch. Mein Verstand verglich, so schaute auch meine Chefin, die war sehr arrogant... ( so ungefähr mach ich, ich suche meine grauen Zellen nach Gründen ab, wieso und warum und die liefern Erfahrungswerte- wie auch sicherlich bei dir der Fall ist).

Ich wünsche dir bestmöglichste neue Erfahrungen, die die anderen übermalen können, oder sogar löschen können.
In meinem Leben gabs irrsinnig viele Begegnungen, weil ich aus dem Gastgewerbe bin, wegen dem alleine schon- da waren einige dabei, dir mir geholfen haben, mich zu ändern- zb, einem vorschnellem Urteil nicht sofort zu glauben, das weiß ich inzwischen, dass das sehr täuschen kann.

Genau so kann es sich auch um eine Täuschung handeln, wenn du meinst, man lässt dich fallen, nur weil du nicht mehr empathisch bist- das könnte auch damit zu tun haben, dass sie meinen, du brauchst Ruhe, darum sagst du nichts und sie respektieren das.
 
Alles schön der Reihe nach- die Behandlungen sind jetzt dran, die körperliche Reha, der Wiedereinstieg in das Berufsleben, zumindestens eine weitere Maßnahme hinter dich bringen, die dich diesem Ziel näherbringt. Zugleich wird sich die eine oder andere zukünftige Begegnung daran gewöhnen, dass etwas anders ist bei dir- zb deine Sitzhaltung und du musst aushalten, dass sie sich erst daran gewöhnen muss und zuerst komisch schaut, irritiert, neugierig, eventuell sogar misstrauisch... wenn du aber überzeugst, das ist egal, schau her, ich bin nicht mehr, auch nicht weniger wie du auch. Das wird man doch erst herausfinden müssen, diese Zeit musst du denen geben und dir ebenso.
Sozialphobie ist meiner Meinung nach berechtigt, sie ist wichtig. Vorsichigkeit ist klug und angebracht.
Was wäre, wenn du endlich merkst, dass wir alle Sozialphobie haben, der eine mehr, der andere weniger, aber zurückhaltend sein, was nähere Freundschaften betrifft, das ist doch normal, so haben es doch die meisten, wer nicht, der ist mir zb suspekt. Ich finde gesundes Misstrauen ist Überlebenswichtig und brauch daher zum Freundschaft schließen, wo ich jemanden total integriere ziemlich lange. Wer nicht, der schon mehr wie vierzehn Jahre alt ist?
Das haben wirklich die anderen ebenso, nicht nur du. Dein Partner- warum ist er so wenig offen, zugänglich, das wird eine Vorsichtshaltung sein.
 
Sozialphobie ist meiner Meinung nach berechtigt, sie ist wichtig.
Warum sollte sie das sein?
Was wäre, wenn du endlich merkst, dass wir alle Sozialphobie haben,
So, wie wir in deinem eigenen Kosmos auch alle "Autismus haben"?
Hollunder, ich bin gewiss nicht bissig, aber es entsetzt mich immer wieder, was für einen Unfug du als gesicherte Wahrheit in die Forenwelt bläst.
Störungen und Behinderungen werden durch deine Interpretation euphemisiert; das Leid der Betroffenen wegggefaselt.
Wegen solcher "Ansätze" wird es für wirklich Betroffene immer schwieriger, angemessene Hilfen zu erhalten. Denn: Ist doch alles nicht schlimm. Haben wir doch alle.
Du sprichst Menschen indirekt ihr Leid ab.
Fakt ist: Es gibt soziale Phobien, welche die Lebensqualität nachhaltig zerstören können. Es gibt Menschen, die in sich gefangen einsam leiden. Und es gibt NICHT für jeden und jede die Möglichkeit, das fröhlich wegzuträllern.
Ein Blick in den ICD-10 /F40.1 hilft weiter:

 

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