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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

aber es zieht sich eben wie so ein roter Faden durch...

Vielleicht kannst du die anderen ausblenden.

Kennst du Kurt Tepperwein? Das ist ein Gesundheitsguru, er hat auch Bücher über Hypnose geschrieben und in einem Buch von einem Probanden berichtet, dem man suggerierte, du siehst keine Menschen ab jetzt. Dieser fürchtete sich nachher sehr, weil er Kissen durch die Gegend fliegen sah und die Werfer nicht. Es ist absolut spannend, wie beeinflussbar wir sind, sogar von einer eigenen Meinung.
In diesem Sinne, eventuell geht es schon anders zu, wenn du bewusst das vorgibst, was du haben willst. Man sieht mich leuchten... man freut sich, wenn ich auftauche, man spricht gern mit mir...
Unterbewusst kann wirklich sein, dass du diese nicht wahrnimmst, oder auf diese andern gar nicht achtest. Selbst das Kleinste hallo muss dir gewichtiger sein, als diese Menschen, die das versäumen.
Meist wird das in den Fokus geholt, was man beachtet, wofür mich sich eigentlich interessiert. Dich interessiert, wer nicht freundlich ist...
Interessiere dich jetzt ( = liebe es) selbst minimalste Anerkennung zu registrieren, oder all das, worauf du ab nun dein Auge schulen möchtest, das es dir zeigen soll.
Dein Wort in Gottes Ohr...
 
Mein letzter Beitrag liegt nun einige Zeit zurück. Erstmal ein großes Sorry, dass ich so lange nicht geschrieben habe. Es ist in den letzten Monaten viel passiert. Ich muss gestehen, dass ich nicht alles in diesem Thread nochmal durchgelesen habe, nur Bruchstücke. Was mich bis heute aber sehr nachdenklich stimmt, ist die Aussage ich hätte immerhin noch ein soziales Umfeld ganz zu Beginn meines Posts. Um ehrlich zu sein war das auch mit der Grund, warum ich mich doch wieder aus dem Forum zurückgezogen hatte. Auf der einen Seite stimmt das, es gibt Menschen die haben niemanden. Sind völlig isoliert. Aber wenn man wenige Menschen hat, denen man sich aber auch nicht öffnen oder austauschen kann, ist die gefühlte Einsamkeit dann weniger real? Das frage ich mich gerade Monate später, nachdem ich mich Anfang des Jahres nochmals von mehreren Menschen getrennt habe. Ich denke immer zu darüber nach, ob ich mich einfach zu sehr anstelle mit meinem Gefühl von Einsamkeit und inwiefern ich selbst dafür verantwortlich bin oder etwas ändern könnte.

In den letzten Monaten ist viel passiert. Ich hatte einen Magenbypass und dadurch über 60kg abgenommen. Seit dem fühle ich mich viel wohler mit mir selbst. Besuche die Abendschule. Das alles hat mir geholfen - ich bin viel offener gegenüber vielen Menschen und bekam das auch gespiegelt. 😀 Aber leider ist es noch immer schwer für mich Kontakte aufzubauen. Und ständig kommt noch der Gedanke, ich hätte zu viel gesprochen oder was falsches. Ich habe aus Angst deshalb auch jahrelang an einer alten Freundschaft festgehalten, die sehr toxisch war. Diese Freundschaft habe ich vor knapp 3 Monaten beendet. Mir geht es so gut damit, aber durch diese Entscheidung habe ich jetzt kaum noch jemanden. Vielleicht gibt es ja hier im Forum Menschen mit ähnlichen Erfahrungen, die einen Austausch möchten. 🙂
 
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Kennst du Kurt Tepperwein? Das ist ein Gesundheitsguru, er hat auch Bücher über Hypnose geschrieben und in einem Buch von einem Probanden berichtet, dem man suggerierte, du siehst keine Menschen ab jetzt. Dieser fürchtete sich nachher sehr, weil er Kissen durch die Gegend fliegen sah und die Werfer nicht. Es ist absolut spannend, wie beeinflussbar wir sind, sogar von einer eigenen Meinung.
In diesem Sinne, eventuell geht es schon anders zu, wenn du bewusst das vorgibst, was du haben willst. Man sieht mich leuchten... man freut sich, wenn ich auftauche, man spricht gern mit mir...
Unterbewusst kann wirklich sein, dass du diese nicht wahrnimmst, oder auf diese andern gar nicht achtest. Selbst das Kleinste hallo muss dir gewichtiger sein, als diese Menschen, die das versäumen.
Meist wird das in den Fokus geholt, was man beachtet, wofür mich sich eigentlich interessiert. Dich interessiert, wer nicht freundlich ist...
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Dein Wort in Gottes Ohr...

Deine Antwort ist schon einige Zeit her. Sorry dafür. Ich weiß nicht, ob ich deine Nachricht richtig interpretiere. Meinst du, das nach dem Prinzip mit dem roten Auto? Dass man genau das mehr anzieht woran man glaubt oder intensiv denkt? Falls ja, denke ich ja das könnte stimmen. Ich glaube schon, dass ich diese Unsicherheit extrem nach außen wiedergebe und auch dass ich sehr auf Wertungen achte. Aber aus dieser Haut zu kommen, das ist so schwierig. Ich glaube es liegt an meinem Trauma, zumindest sagt das mein Psychiater. Er sieht die Entwicklung der letzten Monate, aber sagt auch ich bräuchte eigentlich noch Traumatherapie. Diese Sozialängste kommen von Grundannahmen über mich und andere Menschen. Sie sind in gewisser Weise ein Schutz vor Verletzungen? Ich glaube auch, dass es schwierig ist in sozialen Konstrukten seine Rolle zu verändern. Du empfiehlst mir mich mehr auf die Anerkennung zu fokussieren. Ich glaube das wichtigste ist, dass ich mich komplett unabhängig mache von der Meinung anderer. Also weil ich durch meine Psyche - ich habe ja auch Borderline - sehr abhängig von Wertungen bin positiv und negativ. Das bestimmt vieles. Wenn ich aber glücklich mit mir bin und zufrieden, dann bin ich stabil und soziale Interaktionen laufen viel besser. In der Abendschule habe ich für meine Leistungen sehr viel Lob bekommen, das hat mich unglaublich gepusht und mir viel Mut gegeben. Mir gezeigt, was ich kann. Aber gleichzeitig war ich dann davon irgendwie abhängig. Das habe ich so gemerkt. Ich muss irgendwie mehr in die Mitte finden. Vielleicht durch Achtsamkeit oder mehr Therapie?
 
@FLoki979 Ich habe vor mehreren Jahren zuerst eine DBT gemacht, das war für die Stabilität, Achtsamkeit usw. und hilft mir auch bis heute noch sehr bezüglich dem Borderline. Anschließend kam noch eine Verhaltenstherapie. Eine Traumatherapie habe ich vor 2 Jahren stationär in Hamburg angefangen. Man hatte da Aufenthalte von 6 Wochen und es wird da Stück für Stück am Trauma gearbeitet. Leider musste ich das nach dem 2. Aufenthalt abbrechen wegen meiner Arbeit. Ich arbeite ja über eine Behinderten Werkstatt wegen PTBS und damals wurde plötzlich das Geld stark gekürzt. Seit dem versuche ich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu kommen, bin auch psychisch fit genug jetzt und mache grad Abschlüsse nach. Aber das ist ein extremer Kampf und vieles kollidiert mit der Therapiesuche und auch meine körperliche Gesundheit. Zuletzt hab ich mich stark um meine Adipositas Erkrankung gekümmert mit Magenbypass OP usw... als nächstes kommen mehrere OPS am Rücken. Parallel weiter der Kampf eine Ausbildung machen zu können. Ich muss schaffen dazwischen Platz zu machen für meine Psyche und Sozialphobie.... Therapeutensuche ist schweeer 😅 ich will ambulant nochmal Therapie suchen
 
Hallo liebe Selvica, mir scheint, das ist eher normal, dass Verwirrtheitszustände auftreten bei den Auflagen und Anforderungen, die man sich selber stellt und die man meint, erfüllen zu müssen.

Im Grunde wärs irgendwie egal, du selber kommst aus mit dir, das ganze "Funktionieren" und Fehlerfrei sein müssen, das könntest du streichen. Das tust du dir an, um endlich gut bei anderen dazustehen, oder?
Ein Leben lang müsstest du in Therapie gehen, um bestimmten Leuten genug zu sein und dann bist du es letztendlich sowieso nicht. Du bist ein Mensch mit Problemdenke und du kannst auch einer sein, der einmal an etwas anderes denkt- zb, mei, heut ist ein Trödeltag, ach herrlich...!!
Bringt dir ein Therapeut bei, zu schmunzeln, dich eine Kugel Vanilleeis mit allen Sinnen hinzugeben, das tolle Pflegebad zu genießen und die neuen Ohrringe anzubringen mit genau der Farbe, die du liebst...??
Das geht auch heute schon. Linksherum, oder rechtsherum- mir gehts schlecht...oder, naja, mir gehts irgendwie so gar nicht schlecht...hab das nur ausgeblendet. Lebte in der Problemdenke- das ist eine Welt neben deiner anderen Welt.
 
Du weißt, wo die Milch zu finden ist, wenn du eine willst, du musst auch wissen, wo gut fühlen ist, falls du dies haben magst. In den Problemen findest du das nicht. Im Nachdenken, was du doch alles schlecht hast- da siehst du nur dieses. Kopf von da wegdrehen, Kinn nach oben, schöne Augen habe ich, ich bemale sie mit Kajal und betone ihre Form...oder ich creme meine Hände und schau stolz auf ihre Glattheit...mitr gehts gut.. das ist keine Lüge, das ist genau so wahr, wie wenn du sagst, mir gehts schlecht, ich bin hässlich. Zwischen diesen beiden Wahrheiten leben wir und einmal glauben wir dieser, dann jener.
 
mir scheint, das ist eher normal, dass Verwirrtheitszustände auftreten bei den Auflagen und Anforderungen, die man sich selber stellt und die man meint, erfüllen zu müssen.
Inwiefern Verwirrtheitszustände?
Das tust du dir an, um endlich gut bei anderen dazustehen, oder?
Was tue ich mir deiner Meinung nach an? Weiter oben hattest du von Kurt Tepperwein geschrieben. Ich kenne ihn nicht, aber las eben das es wohl viel um das Gesetz der Anziehung geht?

In den Problemen findest du das nicht. Im Nachdenken, was du doch alles schlecht hast- da siehst du nur dieses.
Mir kommt es gerade so vor als würdest du - warum auch immer - denken, dass ich mich selbst vollständig ablehne. Dass ich nur im negativen verharre. Aber das ist nicht so. Ich schätze mich für sehr viele Aspekte und ich mag mein Leben. Zu entdecken was ich an mir mag, was ich kann und dass ich sein darf, ist ein langer Prozess für mich. Das muss ich alles noch immer lernen

Die Aussage, dass man nicht in seiner Opferrolle verharren sollte, finde ich aber schwierig. Denn ich bin tatsächlich ein Opfer. Das ist die Realität. Ich bin eine Überlebende und diese Sozialängste und Unsicherheiten, die kPTBS, das Borderline das alles sind schwere Traumafolgen. Das mir wichtig ist was andere von mir denken, ist auch Folge davon. Ich glaube vielleicht wäre es hilfreich, wenn ich das mal klarer formuliere. Denn in den vorherigen Beiträgen kam auch die Aussage, warum ich nicht glücklich damit bin unsichtbar zu sein. Dass das auch Vorteile mit sich bringt. Ja das ist definitiv in vielen Situationen so. Ganz bestimmt. Aber bei mir sind diese Verhaltensweisen und das alles ja Traumafolgen. Deshalb ist das so schmerzhaft. Vielleicht hätte ich das direkt konkret machen sollen. In so Situationen, wenn ich unsichtbar bin dann kommen dieselben Panikattacken wie aus der Kindheit.

In meiner Kindheit musste ich viel dafür kämpfen gesehen zu werden auch bei Bedürfnissen wie Hunger und meist habe ich das durch viel Leistung erreicht. Deswegen mache ich das bis heute so, ich leiste 200% in allem und lasse mich dabei viel ausnutzen, weil ein Teil meiner Psyche das innere Kind noch immer in diesem Muster steckt. Ich war früher immer allein mit mir selbst. Gleichzeitig musste ich mich als Kind auch extrem an andere anpassen, um der Gewalt zuhause zu entgehen. Dieses Anpassen, horchen usw. ist wohl heute schädlicher Schutzmechanismus so mein Psychiater. Wenn Menschen anders reagieren, als ich ausmale oder fürchte, löst das auch Panik aus. Selbst wenn es positiv ist. Lob war z.b. lange deshalb schwierig, weil unbekannt. Jetzt wenn ich Lob erhalte, dann speicher ich das sehr positiv ab und gehe immer wieder dahin zurück. Ich inhaliere das quasi für mich. Also ein Fortschritt 🙂 aber es ist noch oft so, dass ich ja viel durch Leistung mache und dann nimmt man mich auch eben nur dafür wahr. Für diese Rolle und die des Zuhörers. Ich will da ein Stück weit raus, versuche es seit einigen Monaten mittlerweile offensiver. Aber ich falle immer wieder in dieses blöde Muster zurück. In der Abendschule habe ich mich überwunden, mein Zeugnis ist 1,2 und sogar mündlich habe ich überall eine 1 bekommen und ich wurde von Lehrern aber auch so ganz viel wahrgenommen. Das tat mir seelisch richtig gut. Gleichzeitig habe ich mich aber wieder viel so ausnutzen lassen von Mitschülern aus Angst vor Mobbing? Anpassung, fürchten zuviel sein, Leistung, unendlich viel geben um gemocht zu werden. Dieses Muster vom inneren Kind denke ich da falle ich immer wieder rein. Jetzt habe ich viel mehr geschrieben als ich wollte.. aber irgendwie tat das grad sehr gut. Ich möchte nochmal betonen, dass ich mich selbst für vieles liebe und auch dafür, dass ich ao viel bereits geschafft habe. Aber mein inneres Kind konnte noch immer nicht heilen, das denke ich mittlerweile.
 

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