Ja, der große Vorteil von Märchen ist, dass am Schluss immer alles gut wird, "das Gute besiegt das Böse". Das ist übrigens auch eine der Leitlinien der FSK. Wird am Ende alles gut, kanns zwischendrin recht brutal zu gehen, der Film wird trotzdem für Jüngere frei gegeben. Aber wie gesagt, die FSK bietet eben keine pädagogischen Empfehlungen an. Außerdem kommt es immer noch stark auf das Kind selbst an, seine individuelle Entwicklung, weniger sein Alter. Ich war mal mit einer Kindergruppe in einem Theaterstück, Ronja Räubertochter. (Empfohlen ab 6) Eine Zehnjährige hats gar nicht gepackt, sie lief weinend während dem Stück raus und ich musste sie sehr lange trösten und beruhigen. Die anderen Kids (teilweise Sechsjährige) fandens einfach nur spannend und toll.
Zum Thema Medienkompetenz: Ich habe meine Facharbeit über "Die Erziehung zum medienkompetenten Kind" geschrieben. Allein umm Medienkompetenz zu definieren, oder besser mal an ein paar Eckpfeilern ein zu grenzen, hab ich eineinhalb Seiten gebraucht
😉.
„[FONT=Arial, sans-serif]
[FONT=Arial, sans-serif]Versuchtman „Medienkompetenz“ näher zu bestimmen, [/FONT][FONT=Arial, sans-serif]sobietet es sich an, vier Dimensionen näher zu bestimmen: 1.Medienkritik, 2. Medienkunde, 3. Mediennutzung, 4. Mediengestaltung[/FONT][FONT=Arial, sans-serif]„1[/FONT][/FONT]
1Kunczik, Zipfel: „ Gewalt und Medien“ UTB, 2006, S. 365
ist eine der vielen Definitionsmöglichkeiten, die mir noch mit am Besten gefallen hat.
Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass es sehr sinnvoll ist, Kinder bei ihrer Mediennutzung zu begleiten, was in etwa Folgendes bedeutet: Gemeinsam mit Kindern Medien konsumieren, die ihren altersgemäßen und individuellen Bedürfnissen entsprechen. Das Konsumierte reflektieren. Weitere Nutzungsmöglichkeiten mit den Medien aufzeigen (z.B. mit Paint kann man toll malen). Zeitliche Grenzen setzen. Andere Aktivitäten anbieten (also nicht nur die halbe Stunde am Tag mit dem Kind TV schauen, sondern auch mit ihm Ball spielen).
Über Gefahren aufklären (z.B. Cybermobbing).
Das werden sicher nicht alle Eltern hinkriegen, dafür gibts dann so Fuzzis wie mich, die ich regelmäßig einen PC-Führerscheinkurs für Grundschüler anbiete
😉.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen an Schulen, um eine flächendeckende Erziehung zur Medienkompetenz zu erreichen halte ich für sehr sinnvoll, aber auch sehr unrealistisch. Nur ein Stichwort dazu: Finanzierung?
LG
moon