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Ich wollte noch einwenden das jede Zeit halt eben so ist wie sie eben ist und seit dem es den Fortschritt gibt, haben gewiss viele Erwachsene Bedenken dazu gehabt, was Kinder zu Dingen betrifft, welche es zu ihrer Zeit nicht gab.
 
ohne alles gelesen zu haben ...

ich finde da gibt es immer 2 seiten einer Medaillie

1. nur weil man es früher nicht so mitbekommen hat, heißt es nicht das es nicht existiert hat. z.B. war statistisch betrachtet die Anzahl der Kindesmissbräuche genau so hoch wie heute aber die meisten würden sagen das es in den letzten Jahren viel schlimmer geworden ist.

2. Eben weil Medienkompetenz sehr wichtig ist, kann man den Kindern den Zugang zu Medien einfach verbieten. Ich kenne reichlich Erwachsene die 100% glauben was im TV oder in der (Bild-)Zeitung erzählt wird, egal wie hirnrissig das ist. Oft sind es genau die, die in der Kindheit eher weniger Kontakt mit den neuen Medien hatten.
 
Ja, der große Vorteil von Märchen ist, dass am Schluss immer alles gut wird, "das Gute besiegt das Böse". Das ist übrigens auch eine der Leitlinien der FSK. Wird am Ende alles gut, kanns zwischendrin recht brutal zu gehen, der Film wird trotzdem für Jüngere frei gegeben. Aber wie gesagt, die FSK bietet eben keine pädagogischen Empfehlungen an. Außerdem kommt es immer noch stark auf das Kind selbst an, seine individuelle Entwicklung, weniger sein Alter. Ich war mal mit einer Kindergruppe in einem Theaterstück, Ronja Räubertochter. (Empfohlen ab 6) Eine Zehnjährige hats gar nicht gepackt, sie lief weinend während dem Stück raus und ich musste sie sehr lange trösten und beruhigen. Die anderen Kids (teilweise Sechsjährige) fandens einfach nur spannend und toll.
Zum Thema Medienkompetenz: Ich habe meine Facharbeit über "Die Erziehung zum medienkompetenten Kind" geschrieben. Allein umm Medienkompetenz zu definieren, oder besser mal an ein paar Eckpfeilern ein zu grenzen, hab ich eineinhalb Seiten gebraucht😉.
„[FONT=Arial, sans-serif][FONT=Arial, sans-serif]Versuchtman „Medienkompetenz“ näher zu bestimmen, [/FONT][FONT=Arial, sans-serif]sobietet es sich an, vier Dimensionen näher zu bestimmen: 1.Medienkritik, 2. Medienkunde, 3. Mediennutzung, 4. Mediengestaltung[/FONT][FONT=Arial, sans-serif]„1[/FONT][/FONT]

1Kunczik, Zipfel: „ Gewalt und Medien“ UTB, 2006, S. 365
ist eine der vielen Definitionsmöglichkeiten, die mir noch mit am Besten gefallen hat.

Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass es sehr sinnvoll ist, Kinder bei ihrer Mediennutzung zu begleiten, was in etwa Folgendes bedeutet: Gemeinsam mit Kindern Medien konsumieren, die ihren altersgemäßen und individuellen Bedürfnissen entsprechen. Das Konsumierte reflektieren. Weitere Nutzungsmöglichkeiten mit den Medien aufzeigen (z.B. mit Paint kann man toll malen). Zeitliche Grenzen setzen. Andere Aktivitäten anbieten (also nicht nur die halbe Stunde am Tag mit dem Kind TV schauen, sondern auch mit ihm Ball spielen).
Über Gefahren aufklären (z.B. Cybermobbing).
Das werden sicher nicht alle Eltern hinkriegen, dafür gibts dann so Fuzzis wie mich, die ich regelmäßig einen PC-Führerscheinkurs für Grundschüler anbiete😉.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen an Schulen, um eine flächendeckende Erziehung zur Medienkompetenz zu erreichen halte ich für sehr sinnvoll, aber auch sehr unrealistisch. Nur ein Stichwort dazu: Finanzierung?
LG
moon
 
Das ist eine gute Idee, wird gewiss auch teilweise gemacht, aber in offiziellen Studien/Berichten geht die Richtung in "immer jüngere Kinder (ab 8-10 Jahren) mit internetfähigen Smartphones/Tablet PC´s", deren Eltern ja oft ganz modern (unbesorgt) denken.

Wenn man solche Studien und/oder Berichte als Argument zur Kinderplanung nimmt, dann sollte man sich wirklich keine Kinder anschaffen.
Hier ist Verantwortunsbewußtes Vorgehen und auch Kontrolle angesagt. Wenn man natürlich selber permanent im Netzt hängt, wird man zum Vorbild für die Kinder. Dann heißte es vielleicht: Erbärmliche Eltern.

Überhaupt bin ich der Meinung man müsste alle Menschen zwingen mindestens einen Film (als Zusammenschnitt) von den typischen Internet Abstrusitäten zu zeigen, vor allem den Eltern, was ihre Kinder dort zu sehen bekommen, denn viele wissen einfach nicht was da abgeht.

Das Internet gehört heute zum Leben dazu. Liegt alles im Verantwortungsbereich der Eltern. Hier ist konstrucktive Aufklärung angesagt! Und nicht irgendwelche Zwangsmaßnahmen, so wie Du es gerne hättest. Das wäre für mich eine Maßnahme, mit der man sich aus der Verantwortung schleichen will. Oder willst Du die Menschheit mit Dauerpornos usw. berieseln, bis sie es begriffen haben?
 
Vergleiche ich meine Kindheit mit den heutigen Umständen, vermute ich ebenfalls ein Gewaltpotiential, das es damals in diesem Umfang nicht gab (und die abstrusen Fälle sind vllt. auch nicht so bekannt geworden)

Nun vergleiche aber die Begleitumstände der in den 60ern oder gar in den Kriegszeiten (die müssten ja alle total abgedreht sein!) Herangewachsenen

Jede Generation hat ihre eigenen Rahmenbedingungen, ohne das die Kinder/Jugendlichen per se zu unerträglichen Monstern mutieren müssten

ich denke, jede Generation lernt zwangsläufig, mit diesem Umständen angemessen umzugehen – aus unserer noch behüteten Kindheits-Perspektive urteilt man/frau
skeptisch-

fraglich, was die folgenden Generationen erwartet,

- insgesamt ist unsere Gesellschaft hemdärmeliger geworden, ich vermisse insgesamt verlorengegangene oder nachlassende Werte wie Respekt, Rücksichtnahme-

Ich möchte noch auf den Beitrag von moonlife eingehen:

Ich habe Respekt, wenn Du gemeinsam mit Deinen Kindern die Medien konsumierst, die ihren altersgemäßen und individuellen Bedürfnissen entsprechen, das Gesehene mit ihnen reflektierst, Alternativen, aufzeigst bzw. altagsgerechte Lösungen anbietest,

viele Eltern können den Kindern aufgrund notwendiger Berufstätigeit, fehlender Kompetenz, fehlender Intelligenz nicht bieten, dieser löbliche Ansatz wird dann ggf. durch das Umfeld der Kinder (Nachbarschaft/Schule) aufgeweicht

Kindgerechte Räume zu schaffen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, das Wohl der Kinder wird auch ständig propagiert, letztlich werden die Prioritäten woanders gesetzt,

daher gilt mein Respekt allen, die sich trotz der gegenläufigen Entwicklungen ernsthaft den Bedürfnissen der Kinder widmen
 
ohne alles gelesen zu haben ...

ich finde da gibt es immer 2 seiten einer Medaillie

1. nur weil man es früher nicht so mitbekommen hat, heißt es nicht das es nicht existiert hat. z.B. war statistisch betrachtet die Anzahl der Kindesmissbräuche genau so hoch wie heute aber die meisten würden sagen das es in den letzten Jahren viel schlimmer geworden ist.

2. Eben weil Medienkompetenz sehr wichtig ist, kann man den Kindern den Zugang zu Medien einfach verbieten. Ich kenne reichlich Erwachsene die 100% glauben was im TV oder in der (Bild-)Zeitung erzählt wird, egal wie hirnrissig das ist. Oft sind es genau die, die in der Kindheit eher weniger Kontakt mit den neuen Medien hatten.

Zu1. Kindesmissbrauch ist ein sehr umfassendes Thema, es ist aber definitiv zu einfach zu sagen, das war schon immer so, es ist auch nicht mehr geworden. Studien dazu sind selten, einige Missbrauchs- und Misshandlungsarten sind noch nicht empirisch erfasst worden (dazu gibt es keine Statistiken). Das Problem dabei ist, überdessen hinaus, auch die sogenannte Dunkelziffer, offiziellen Aussagen liegen nur polizeilich gemeldete Fälle zu Grunde.

Abscheulichkeiten sind durch das Internet nur 4 Mäuseklicks entfernt (und jeder ist herzlich eingeladen), Kinder haben jedoch nichts als ihren kleinen Verstand um damit umzugehen. Welches Bild erhalten sie von der Welt? "Aha, das machen alle so. So muß das sein. So ist es richtig."


Zu2.
Ja, ich finde auch Medien Kontrolle (was schaut mein Kind) gut, aber ab ca.: 10 Jahren werden die Eltern zunehmend machtlos. Kinder mit 12 oder 14 lassen sich kaum mehr etwas verbieten, zumal der Einfluss anderer Kinder schon früh greift. Medien wie BildZeitung oder Tv: Leute die alles darin 100% glauben, gibt es die echt? Klingt nach sehr oberflächlichen Menschen.
 
Die vorgeschlagenen Maßnahmen an Schulen, um eine flächendeckende Erziehung zur Medienkompetenz zu erreichen halte ich für sehr sinnvoll, aber auch sehr unrealistisch. Nur ein Stichwort dazu: Finanzierung?
LG
moon

Ja, wenn man Verstand hat und etwas Gesundes erreichen will, gibt es Wege und Lösungen und dann irgenwie auch Finanzen, solange man nicht allein dasteht.

Mein Vorschlag wäre, von den großen InternetBrowsern (von Google bis Yahoo) mehr Verantwortung für rausgesuchte Suchergebnisse zu fordern! Es könnte doch für Internetseiten eine Erlaubnis geben, in der der Veröffentlicher eine Browserlizenz erhalten kann. Natürlich erfordert dies eine große zusätzliche "Bürowelt", aber es gab mal Zeiten in denen die Schaffung von Arbeitsplätzen als etwas Positives galt. Heute hätten alle nur Angst, oh nein, evtl. müssen wir dann noch für das Inserieren zahlen.

Letzendlich würde es nat. immer Wege geben (usenet) um an "gefährliches" Material zu kommen, aber wenigstens wäre es nicht so verdammt einfach...

Letztens wollte mir (33 Jahre) ein Marktkauf Discounter keine Süßigkeiten (Monchery, Rumeier) verkaufen, ohne das ich einen Ausweis hätte zeigen sollen. Da kann man mal sehen wie unser Staat alles Wichtige im Griff hat. <- für alle dies nicht mitbekommen haben, der letzte Satz war reine konzentrierte Ironie.

Ich muß arbeiten.
 
Nun gut, ich finde auch einige Sachen schlimm, doch scheint keiner einen Religionsunterricht oder Kirchenbesuch schlimm zu finden.

Fidelity, du bist doch Experte, wie ist das Sechsjährigen archaische Gewaltexzesse und Blut und Folterrituale als gut und richtig zu erklären?

Ich will nicht verharmlosen, doch was ist mit den Menschen die Krieg erlebt haben?
Auch Kinder können Realität und Fiktion trennen, man muss ihnen real etwas vorleben, dann wird eine Virtualität keine Macht haben.

Grundsätzlich werden immer neue Medien verteufelt und diffamiert, nicht weil sie schlecht sind, nein, weil man die Aufklärung und das Wissen fürchtet.

Denn aufgeklärte und wissende Menschen sind nicht, oder schwer, manipulierbar.
 
Nun gut, ich finde auch einige Sachen schlimm, doch scheint keiner einen Religionsunterricht oder Kirchenbesuch schlimm zu finden.

Rhenus was ist an einem Kirchenbesuch oder Religionsunterricht schlimm? Sind es komplexe Religionen nicht Wert das darüber geschult werden darf?

Gruß,
F
 
Zuletzt bearbeitet:
Fidelity, du bist doch Experte, wie ist das Sechsjährigen archaische Gewaltexzesse und Blut und Folterrituale als gut und richtig zu erklären?

Wer das tut, den verdamme ich.

Da Du in Deinen Vorstellungen denkst das so ein Sonntagskirchengang für Kinder aussieht, zeigt mir Dein archaisch verdrehtes Wissen.

Ja Menschen haben Krieg, Macht und alle Folterrungen ausgeführt, sicherlich in allen Religionen und ohne Religionen genauso, das wissen wir.

Fidel
 
Zuletzt bearbeitet:

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