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Unsere armen Kinder

  • Starter*in Starter*in Fidelity
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Fidelity

Gast
Unsere armen Kinder, man darf nicht daran denken, das unzensiertes Internetmaterial sie mit erzieht. Aus diesem Grund könnte ich keine eigenen Kinder in die Welt setzen.
Überhaupt bin ich der Meinung man müsste alle Menschen zwingen mindestens einen Film (als Zusammenschnitt) von den typischen Internet Abstrusitäten zu zeigen, vor allem den Eltern, was ihre Kinder dort zu sehen bekommen, denn viele wissen einfach nicht was da abgeht. Unzensierte Pornografie ist da selbstverständlich, das war früher (ohne Inet) selbst für Erwachsene schwer zu beschaffendes, natürlich illegales Material. Heute zählt das wohl eher zu den "harmlosen" Filmchen.

Man ich bin so froh, in der letzten Generation aufgewachsen zu sein, als es das noch nicht gab. Als ich jugendlich war, war es schon was Aufregendes, wenn man im Fernseherotikfilm "Unterm Dirndl wird gejodelt" einmal kurz unter dem Rock was blitzen sah... ..und das in einer Komödie. Emanuelle, war da das Höchste der Gefühle, da wurde schon mal ein Wecker gestellt ;-).

Was denkt ihr dazu? Immerhin wird Sexualität heute eher als "sport" oder "fun" betrachtet.
Im Prinzip als Gag.
Schließlich wird ja auch in Gruppen gevögelt, abwechselnd, jeder darf mal stoßen oder einem Kerl stehen mehere Po´s nebeneinander zur Verfügung. Drei Mädchen tanzen und machen sport, einer vögelt eine dabei und einer filmt dann auch noch.

Da ist doch der eigentliche "Reiz", wie es mal war - vorbei. Früher wusste man nicht was einen erwarten würde, man hatte nur ein paar blöde Erzählungen einiger Gleichaltriger. Als ich zum ersten mal eine Freundin, mit der auch mehr als Knutschen gehen sollte hatte, war ich neunzehn, als wir eine "Bude" für ein Stündchen zur Verfügung bekommen haben, habe ich zum ersten mal die offene Scham gesehen - ein Schock, erstmal ging gar nichts mehr.

Zum Glück, gab sich das dann wieder, beim 2. Mal, an einem anderen Tag, war es dann das erste schöne, unbekannte, kurze und letztliche 1. Mal. ;-)

In meinem Thread soll es VON KEINEM einen OT-Verweis geben, solange es noch weit entfernt, hinter 7 Bergen mit den 7 Zwergen etwas mit dem Ursprungsthema zu tun hat!

Jeder der hier schreibt, soll nur seine Meinungen und Ansichten schreiben, es geht nicht darum andere zu kritisieren, sondern eben eine Sammlung von Ansichten sein.

Danke im Vorraus, ihr seit alle eingeladen. Fidelity
 
Ich sehe es genauso wie du Fidelity, nicht nur das Thema Sex und Erotik sondern auch die viele Gewalt und Aggresivität die man heute in eigentlich harmlosen Kinderserien und Filmen sieht. Es gibt bestimmte Dinge die brauchen Kinder bis zu einem gewissen Alter nicht. Denn es sind eben Kinder. Sie wachsen mit einem völlig verstörten Weltbild auf, man ist so medienkontrolliert in der heutigen Zeit, da finde ich sollte man wesentlich mehr noch darauf achten, dass die Kleinen unter uns wenigstens in Ruhe und Frieden aufwachsen können. Ich finde es auch schrecklich das schon 10 jährige Kinder ein Smartphone haben, dort freien und teilweise uneingeschränkten Zugang zum Internet, Gewaltspielen und Sexualität bekommen. Ich meine wo sind die Zeiten in denen man zu seinen Eltern geht, die Eltern einen aufklären, und diese Erwachsenenwelt Stück für Stück entdecken kann. Mann muss sich auch nicht wundern wenn es Fernseh Shows gibt, in denen 16 jährige Teeniemütter gezeigt werden. Was soll man denn da als Heranwachsender denken. Das ist der Regelfall?? Nein im Gegenteil, dies sollte nämlich nicht der Fall sein. Kinder verlieren dann Fantasie, an Kreativität und zwischenmenschlichen Werten, da sich heut zu Tage alles über das Internet oder anderen elektronischen Medien abspielt. Wieso muss es schon spiele für 2 jährige auf Smatphones geben? Wieso lernen Kinder rechnen jetzt am PC? Werden sie dadurch intelligenter? Nein meiner Meinung nach überhaupt nicht.
Ich vermisse die Zeiten in denen man kreischende Kinder durch die Straßen rennen sieht, Kreide gemalt wird, und man noch Gesellschaftsspiele zur Abendvergnügung spielte, anstatt den Samstagsabends Gewaltfilm im Fernsehn sieht.
 
Ein Problem ist hierbei doch die FSK. Freiwillige Selbstkontrolle. Was heute 12-Jährige und 16-Jährige sehen können (was erlaubt ist), ist oft - subjektives Empfinden - grenzüberschreitend.
Aus wirtschaftlichen Gründen wird die Altersgrenze nach unten gesetzt. Wo früher Schnitte waren steht heute Ausführlichkeit im Detail - besonders bei Gewaltszen Bin immer wieder erstaunt, dass eine angebliche konservative Regierungspartei dies so mitmacht. Es geht hierbei nicht um Zensur, sondern einfach um Vermittlung eines Wertes und auch der Aktzeptanz, dass man Kindheit/Jugend auch Zeit lässt, sonst gibt es die irgendwann nicht mehr.

Beim Internet fällt mir auch wieder ein, dass wir eine angebliche konservative werteorientierte Partei haben. Der Staat mischt sich bereits in alle Belange ein, aber komischerweise nicht dort, wo es wirklich wichtig wäre. Das sind eben die Extreme mit verschiedenen Ursachen.
In China wird das Internet persönlichkeitseinengend kontrolliert, hierzulande ist es den politischen Parteien egal, weil sie durch einen Gesetzesdschungel schon so weit abgestumpft sind, dass eigentliche vernünftige Zielsetzungen verloren gehen. Hauptsache man hat darüber gesprochen, der Sinn verliert sich dann nach der zweiten Stunde des Redens..........und es kommt das Übliche ....... Resignation vor der Realität.

Solche Grundsatzthemen verlaufen sich doch. Wen interessieren schleichende Prozesse.
Politik - die kann daran was ändern, handelt nur bei akuten Vorfällen. Ein Atomkraftwerk hat einen Gau in Japan, oder es gab einen Anschlag. Das nennt man Reagieren statt Agieren. Vielleicht auch "Brot und Spiele"?
 
Hm, ich glaube, viel wichtiger ist es, unsere Kids "mediekompetent" zu machen, also ihnen Fähigkeiten mit zu geben, reflektiert mit Medien um zu gehen.
Das mediale Zeitalter ist nicht mehr aufzuhalten und bringt auch viele Vorteile ( z.B. dass wir uns virtuell darüber unterhalten😉), aber sicher auch Nachteile.
Auf die angaben der FSK sollte man sich nicht verlassen, das sind nur Richtwerte und KEINE pädagogischen Empfehlungen. Da wird eher gemessen "in wievielen Sequenzen ist wie lange eine Gewaltaktion oder eine sexualisierte Szene zu sehen?". Vereinfacht gesagt: Dauert das Popo verhauen 3 sec, FSK ab 6, dauert es 3,1 sec FSK ab 12.
Es ist nicht möglich, Kinder komplett von für sie schädlichen Bildern ab zu schirmen, aber wenn man ihnen darüber redet, ihnen gute Vorbilder ist, sie ansonsten positiv bestärkt und zu selbstbewussten, aber auch reflektierten Menschen erzieht, dann bewirken diese Bilder gar nicht so viel schaden.

Nehmt das Beispiel Märchen. Märchen sind ja häufig extrem gewalttätig ( ein Wolf, der die Oma auffrisst, eine Stiefmutter will die Stieftochter ermorden, etc), aber Kinder lieben Märchen, u . A. weil sie ihrem Bedürnis nach sehr klarer Rollenverteilung und Unterscheidung von Gut und Böse entsprechen (Wunsch nach Ordnung). Trotzdem wissen die meisten Kinder sehr früh, dass der Wolf die Oma nicht fressen kann, sie unterscheiden also ganz schnell zwischen Fiktion und Realität.
Diese Unterscheidung müssen wir Kindern auch bei weniger klaren Bildern beibringen. Meinetwergen die Werbung, die sich ja häufig realitätsnäher darstellt. Da kann man Kindern beibringen, dass aus dies Fiktion ist und von einer bestimmten Motivation getrieben wird, der Geldmacherei.


Schlimm wirds, wenn Kinder mit Medien allein gelassen werden, wenn sie wertfrei alles konsumieren dürfen. Mit dieser Bilderflut können sie nicht umgehen.

Meine Meinung: so tragisch finde ich die neuen Medien nicht, aber man darf Kinder auf keinen Fall mit ihnen alleine lassen, besser mit ihnen gemeinsam in zeitlicher Beschränkung konsumieren und dann auch reflektieren!
LG
moon
 
Hmh, dass siehst Du zum Teil richtig. Das Thema - Medien - ist eh zu komplex, um es nur von einer Seite auszusehen. Ich wußte, dass das Argument der Wertung kommen würde, was ist Gewalt, was ist nicht Gewalt.
Ich glaube mal man sollte Gewalt nicht bagatellisieren, auch wenn diese eine Definitionssache ist.
Übrigens wurden die Märchen von den Gebrüdern Grimm nicht für Kinder ursprünglich geschrieben. Das wäre ein falscher Schluss. Das sind Verselbständigungen, die sich im Laufe der Zeit ergeben haben. Genauso wie sie sich in den letzten Jahren ergeben und das ist auch ein Resultat dessen, dass Empfehlungscharakter eben nur bei wenigen verantwortlichen Eltern greifen. Im Gegenteil erscheint es doch wohl eher so, dass immer mehr Grenzen "aufgeknackt" werden. Wenn etwa a u s f ü h r l i c h e Tötungssequenzen ab 12 gezeigt werden, der Film "in" ist, da hilft auch kein Empfehlungscharakter oder pädagogischer Zeigefinger mehr.

Den kursiven Satz fand ich wichtg. obwohl man auch hier wieder das Streiten anfangen könnte. Statt gut und böse lieber "richtig" und "falsch".

Diese Unterscheidung müssen wir Kindern auch bei weniger klaren Bildern beibringen.

Das Problem ist, dass sich die Gesellschaft darauf verständigen sollte und nicht einige wenige. Wie soll eine Gesellschaft Medienkompetenz vermitteln, wenn sie diese gar nicht hat oder diese nur in schmalen Bereichen vorliegt?

Und da muss man bei den Quellen anfangen. Eine Quelle ist eben die Altersfreigabe. Es geht nicht um die Einschränkung von Kunst sondern um die Intuition damit, was gehört verbannt aus dem Bereich unter 18 oder unter 16. Die ist immer subjektiv. Neben dem Inhalt spielt ja auch die Form eine Rolle. Aber eine Verständigung auf wesentliche Punkte muss möglich sein, ohne dass diese nur vom Rubel bestimmt wird und auch eine ständige neue "Reizsetzung" stattfindet, die dann auch toleriert wird.

Medienkompetenz kann man auch nicht verallgemeinern. Reflektieren kann man auch nur wenn Zeit vorhanden ist. Ich denke wir sprechen auch hier nicht über Kinder, die aus behüteten Situationen kommen. Hier ist reflektieren, Kindersicherung PC etc. meist vorhanden. Es geht doch wohl auch um Kinder, die eben keine Aufsicht haben, die es nicht gelernt haben zu reflektieren und wo die Eltern auch nicht in der Lage dazu sind, dies zu vermitteln. So habe ich das Thema aufgefasst. Wen interessiert es denn, wo die Kontrolle funktioniert.
Medienkompetenz sollte an a l l e n Schulen forciert werden, damit das Kind von sich aus richtig und falsch auch werten kann. Eine Maßnahme. Die Realität sieht allerdings doch ganz anders aus. Das heutige Schulsystem peitscht die Kinder durch ihre Bildung. Deshalb sind Vorschläge zur Erlangung von Medienkompetenz auch theoretisch, weil viel mehr daran hängt, als nur ein paar Ratschläge, die dann auch nur pauschal sein können und eben nur Teilbereiche treffen. Es soll Eltern geben, die setzen ihre Kinder vor dem Fernseher ab. Da liegt auch Überforderung vor. Ich glaube nicht, dass viele diese Eltern eine Altersfreigabe auf einer DVD pädagogisch hinterfragen oder überhaupt wissen, was ihre Kinder sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich denke, (auch) die mischung machts.
fernsehen gucken/internet sind ok, wenn daneben auch genügend zeit im rl verbracht wird.
freunde treffen, draussen toben, fahrrad fahren, gemeinsam kochen und essen, auch mal gemeinsam shoppen gehen, spieleabende...
ich muß zugeben, meine kinder gucken relativ viel tv.
manchmal evtl. auch was nicht so geeignetes, wenn zb. die 8jährige mit den größern (16/14) was anschaut.
aber als ausgleich sind alle auch viel draussen, treiben sport, sind kontaktfreudig, und würden jederzeit ein reales treffen mit freunden tv und facebook vorziehen.
im interne sind die beiden großen sehr aktiv. die kleine noch garnicht. ab und an mal auf ner spieleseite.
die großen natürlich in facebook. und ich muß zugeben, mich fasziniert das, wie die realleben und facebook verbinden.
da sitzen die am pc (facebook), handy am ohr, normales telefon auf laut gestellt und dann wird da ausgemacht, was man z.b. am abend macht...😱
ausserdem steht unser pc im wohnbereich und ich werf schon ab und an mal nen blick auf das was sie da tun. dadurch dass ich selber öfter online bin weiß ich auch in etwa, von was sie sprechen etc.
schlimm find ich wenn eltern da null ahnung haben und ihre kinder nur hören "das net is ja soo gefährlich"...aber die eltern ansonsten nicht wklich wissen, von was sie sprechen. und sich auch nicht dafür interessieren.
 
Ein Problem ist hierbei doch die FSK. Freiwillige Selbstkontrolle. Was heute 12-Jährige und 16-Jährige sehen können (was erlaubt ist), ist oft - subjektives Empfinden - grenzüberschreitend.

QUOTE]

Tatsächlich, ich hatte mal einen Film gesehen (Wolf Creek), den fand ich sowas von brutal (und ich bin kein Horror Neuling), das ich dachte der müsse ab "21" sein, dann erst schaute ich auf die FSK und las 14! Allerdings hatte ich eine der ersten Auflagen, als ich eine Zeit später darauf in einem Geschäft nochmal acht gab, las ich ab 16. Ich meine irgenwann auch mal eine DVD mit dem selben Film gesehen zu haben auf der FSK 18 stand, bin mir da aber nicht mehr sicher.
 
Nehmt das Beispiel Märchen. Märchen sind ja häufig extrem gewalttätig ( ein Wolf, der die Oma auffrisst, eine Stiefmutter will die Stieftochter ermorden, etc), aber Kinder lieben Märchen, u . A. weil sie ihrem Bedürnis nach sehr klarer Rollenverteilung und Unterscheidung von Gut und Böse entsprechen (Wunsch nach Ordnung). Trotzdem wissen die meisten Kinder sehr früh, dass der Wolf die Oma nicht fressen kann, sie unterscheiden also ganz schnell zwischen Fiktion und Realität.

LG
moon

Ja, aber bei Märchen hast Du keinen monologen Handlungstrang. So als ob: Wolf frisst Oma, rennt durch Wald frisst Förster, rennt durch Wald frisst die Müllerin, kommt in das Dorf und frisst die ganze Gemeinde, zum Schluss jagt er Rotkäppchen und bekommt sie auch noch. Und wenn sie alle gestorben sind, dann wesen sie noch heute.
Aber in vielen Videos und damit "Geschichten" steckt häufig nur noch Monologie darin, es werden die Zusammenhänge nicht mehr in einer Beziehung dargestellt (nicht immer, aber Prozentual ohne Frage am häufigsten) und schon gar nicht in einer pädagogisch durchdachten (Happy End u.s.w..).
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon mal daran gedacht, einem 12 jährigen Kind eben noch keinen Internetzugang zu legen oder einen mit entsprechendem Schutz?

Das ist eine gute Idee, wird gewiss auch teilweise gemacht, aber in offiziellen Studien/Berichten geht die Richtung in "immer jüngere Kinder (ab 8-10 Jahren) mit internetfähigen Smartphones/Tablet PC´s", deren Eltern ja oft ganz modern (unbesorgt) denken.
 

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