Hallo liebe Steppenwölfin, AnnaLivia, Youshri,
herzlichen Dank für Eure Beiträge. Ich fühle mich verstanden, das tut gut. Auch, wenn es "nur" Internet ist; Ihr habt Euch Zeit genommen, nachgedacht, eingefühlt, vielen lieben Dank!
Das Hündchen nehm ich schon öfter mit, überall gehts natürlich nicht, sofern aber möglich, mache ich das schon. Er ist auch sehr beliebt, egal, wo wir hinkommen 🙂.
Ich bin schon recht froh, dass ich den Typen "beendet" habe. Ich frag mich nur eher, wie weit es kommen musste... naja, Grund liegt in meiner crinchen Lebenssituation. Es gibt noch Einiges, wo ich am Anfang schon völlig genervt von dem war und sogar heftigste Panikattacken hatte, nach Treffen mit ihm. Deswegen habe auch ich einmal zuvor die Reissleine gezogen und das Ganze beendet, es ihm aber freundlich und wertschätzend erklärt.
Danach hat er- meiner Meinung nach- und das habe ich schon ganz hellwach registriert und trotzdem weitergemacht- seine "Strategie" geändert. Keine langen Textnachrichten mehr. Möglichst gar keine. Nur noch "live". Keine "Interpretationen" meines Verhaltens mehr. Und dennoch fallen mir immer wieder Situationen ein.
Einmal rief er mich an und sagte, er hätte jetzt einen Beruf für mich ( also, was ich machen könnte, davon abgesehen, dass ich Sprachwissenschaftlerin von Beruf BIN und nur gerade auch bekannten Gründen nicht arbeiten KANN).
Ich sagte: "Aha, und was soll das sein?"
Er: "Genesungsbegleiter für psychisch Kranke". Und ich dann: "Wieso das denn? Da habe ich überhaupt kein Interesse dran". Er dann( und ich glaube, darum ging es ihm EIGENTLICH, er wollte nur nicht direkt fragen, damit das nicht auffällt):" Du hast doch schon mal Therapie gemacht, da musst Du doch eine Diagnose bekommen haben. Was ist denn Deine Diagnose?" Ich: "Ich hab keine Diagnose in dem Sinne". Er: "Ja, Du hast doch aber mit Deiner Tochter mal Therapie gemacht und da müssen die ja was diagnostizieren". Stimmt, ich erinnerte mich. Es hieß: F 43: Reaktion auf schwere Belastung, das war 2019. Was anderes war gar nicht diagnostiziert worde. Ach doch. Hochbegabung, das en passent.
Er meinte dann: "Nichts Anderes?" Ich so:" Nein, wieso?" Er dann: "Du kannst doch so gut mit psychisch Kranken, Du könntest das doch machen mit Genesungsbegleitung". Ich: "Ja, interessiert mich aber nicht, kein Bock drauf". Er dann: "Ich hätte vielleicht Lust, das zu machen. Mein Kumpel ( bipolar)- fügte er hinzu, macht das auch.
Ich fand das Gespräch völlig seltsam. Als hätte er entweder NIE zugehört, dass ich Sprachwissenschaftlerin bin oder eben: Er hatte den "Verdacht", ich könnte auch psychisch krank sein, denn in dieser Kirche, wo wir uns kennengelernt habenh, sind AUFFÄLLIG viele psychisch Kranke, mit ganz vielen habe ich auch schon im Café gesprochen, die mir das von sich aus selbst erählt haben. (Schizophrenie, Depressionen, Psychotiker etc.pp).
Auch hatte ich nie das Gefühl, dass er mich als Menschen wirklich mag, sondern dass er eher das Gefühl mag, was ich ihm gebe. Dauernd hat er mir gesagt, wie hübsch ich bin. Gelegentlich fügte er- wie zur Sicherheit, dass er nicht oberflächlich wirkt, hinzu: Ich mag dich aber ganzheitlich. Muharhar. Ganzheitlich. Ganz deutlich stand immer im Vordergrund, herauszufinden, wo meine Schwachpunkte und Probleme liegen, DAS ist mir schon sehr früh aufgefallen. Jeder hat solche Punkte. Ist doch aber komisch, sowas so intensiv herausfinden zu wollen. War ich bei ihm zu Besuch, setzten wir uns erstmal hin und er wollte Einblicke in meinen akutellen Seelenzustand gewinnen.
Langsam gruselts mir. Je länger ich darüber nachdenke. Könnt Ihr das seltsame Verhalten verstehen, was ich oben beschrieben habe? ( dass mein Verhalten auch seltsam war, so lange und immer wieder zurück zu ihm- geschenkt-).
Herzlichst, SinaLynn