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Unglücklich mit Arbeit allgemein - bin ich faul oder was?!

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Gast

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Liebe Leute,

ich bin Mitte 20 und habe momentan massive Probleme, die Vollzeit-Arbeit als Hauptbestandteil meines Lebens für die nächsten 40 Jahre zu akzeptieren.
Ich bin nicht "offensichtlich" faul oder dumm - habe einen guten Schulabschluss und erfolgreiches Studium hinter mir, noch dazu in meinem Traumfach. Schon immer jedoch, vor, während und nach dem Studium, waren mir alle (Vollzeit-) berufspraktischen Tätigkeiten und Nebenjobs zuwider, obwohl ich einiges in der Richtung freiwillig machte. Ich nahm damals an, ich müsste mich erst an einen 8-Stunden-Tag als solchen "gewöhnen" und wenn ich erst einmal an eigenen Projekten arbeiten könnte, würde der Spaß schon noch kommen. Doch selbst in der Phase meiner Abschlussarbeit in einem Unternehmen, wo ich in einem wirklich tollen Team war, ging ich morgens nie gern in die Firma.

Und jetzt arbeite ich seit 2 Jahren in meinem Beruf und habe das Gefühl, dass es eher schlimmer statt besser geworden ist! Ich arbeite "normal" viel, aber natürlich etwas mehr als ein "9-5Uhr-Job". Auch nehme ich regelmäßig Urlaub. Von Überlastung durch zuviel Überstunden kann man kaum reden, auch Schlafmangel besteht nicht. Anfangs und auch jetzt noch fühle ich mich oft überfordert - manchmal beneide ich Beamte oder sogar Fließbandarbeiter um ihren ruhigen Job. Doch natürlich würde mir das genauso wenig Spaß machen.
Ich verstehe mich einigermaßen mit den Kollegen, doch privat wird nichts zusammen unternommen.
Während ich mich zu Beginn noch voll motiviert in die Arbeit stürzte, folgte nach wenigen Monaten Ernüchterung. Ich kann nicht behaupten, dass die Tätigkeit nicht interessant wäre (immerhin war es mein Traumfach!), aber der Gedanke, jahrelang jede Woche den ganzen Tag damit zubringen zu müssen, ist schrecklich! Manchmal ist es sogar so schlimm, dass ich fast heulen könnte, wenn ich morgens die Eingangstüre vor mir sehe.

Außerdem habe ich trotz akzeptabler Arbeitszeiten das Gefühl, völlig kaputt zu sein. Abends bin ich meist nur noch zum Abendessen und Abhängen vor dem PC fähig. Zu was anderem aufzuraffen, fällt mir sehr schwer! Am Wochenende bringe ich oft einen ganzen Tag damit zu, private Dinge zu erledigen, die ich während der Woche nicht geschafft habe, und das Chaos zu beseitigen, das sich in der Wohnung angesammelt hat. Dennoch freue ich mich natürlich sehr auf das Wochenende. Immer habe ich das Gefühl, als wäre ich dort ein anderer Mensch als unter der Woche: Ich mache Pläne für viele Dinge, auf die ich Lust hätte (Sportkurse zum Beispiel), schaue mir die Stadt an, jogge...
Doch sobald die Woche wieder angefangen hat, fehlt mir plötzlich für alles die Energie, was ich mir vorgenommen hatte!

Vor einiger Zeit war ich sogar drauf und dran, zu kündigen und ein zweites Studium anzufangen. Zum Glück konnten mich meine Eltern und Schwestern davon abbringen, denn jetzt sehe ich ein, dass ich, wenn ich ehrlich bin, das Problem damit nur hinausgeschoben hätte.

Dazu kommt noch, dass ich sehr einsam bin und auch seit längerem Single. Seit ich für den Job umgezogen bin, habe ich nicht nur kaum mehr Kontakt zu meinen früheren Bekannten, sondern auch kaum neue Freunde gefunden. Manchmal denke ich sogar, dass das mein Hauptproblem ist, doch andererseits fehlt mir auch wieder völlig die Energie dafür, mich außerhalb der Arbeit nach neuen Bekannten umzusehen! Leider war ich schon immer recht kontaktscheu, dennoch fehlen mir einfach ein paar gute Kumpels.

Manchmal denke ich, dass ich mit einer freiberuflichen Tätigkeit besser dran wäre, wenn ich meine Arbeitszeiten und -orte selbst bestimmen könnte. Doch mein Studium eignet sich dafür nur bedingt und ich weiß nicht, ob ich mich davon überhaupt ernähren könnte.
Schwer zu sagen, welche Ratschläge ich jetzt eigentlich hören will. Ich weiß nur, dass ich momentan absolut unzufrieden und unglücklich mit meinem Leben bin und mir dafür die Arbeit als Hauptschuldiger scheint! Fast habe ich das Gefühl, einfach nicht so viel "Power" zu haben wie andere Menschen, dass mir schon ein normaler Arbeitstag zu viel ist! Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll!
 
Hallo,

wenn ich deinen Text so lese, würde ich eher deine private Lebenssituation für deine Unzufriedenheit ausmachen. Meinst du, du wärst glücklicher, wenn alles im Job super laufen würde und privat bliebe es so wie es ist?

Vielleicht ist die Einsamkeit der Grund für deine Antriebslosigkeit?

Grüße
 
hallo du,
meinem vorposter kann ich mich zumindest teilweise anschließen. es macht einem sicher nicht so recht glücklich, wenn man sich privat einsam fühlt. kann ich gut verstehen, am anfang als ich weggezogen war von zu hause bzw. alte freundschaften endeten ging es mir genauso. überleg mal, ob es wirklich niemanden in diener abteilung gibt mit dem sich eine private freundschaft lohnen würde? aus eigener erfahrung kann ich hier sagen, dass v.a. in großbetrieben ein zweiter blick auf die leute lohnend sein kann. sollte sich hier gar nichts ergeben...vielleicht hast du ein wochenend- oder sonstiges hobby, woraus sich was machen ließe (z.b. sportverein - wenn du schon joggst evtl. lauftreff).
zum direkt beruflichen:was konkret überfordert dich? ist die abteilung unterbesetzt, sind vielleicht eher deine kollegen faul und wälzen alles auf dich ab (leider gibts solche leute)? hast du zu kurze pausen, einen daurnörgelnden chef, deinem biorhtymus arg widersprechende arbeitszeiten? überleg dir das mal und verusch es wenn möglich anzusprechen.
oder - ganz gemeine frage: bist du vielleicht schlicht im falschen job? eine freundin von mir hat wirtschaft studiert, war aber auch nicht recht glücklich mit ihrem job. sie hat im controlling gearbeitet und war ziemlich unzufrieden damit, den tag nur mit zahlen zu verbringen. seitdem sie in personalprojekte einbezogen wurde, wo sie mehr kontakt zu anderen hat und auch ihre fremdsprachenkenntnisse viel besser einsetzen kann, ist sie wesentlich glücklicher.
was hast du denn studiert und weshalb/was hat dir daran gefallen?
wenn wir das wüssten könnten wir dir vielleicht ein bisschen besser helfen.
lg izzie
 
Hallo,
danke erstmal für die Antworten. Ich vermute, dass das Private schon eine Rolle spielt - ich habe einfach keinen richtigen "Ausgleich" zum Berufsleben. Bei allen Kolleg/inn/en, die in einer Beziehung sind, erlebe ich es: Die gehen absolut in der Arbeit auf! (Das wundert mich wiederum, wird einem da die Freizeit nicht eigentlich noch viel wichtiger??)
Bisher habe ich so 1-2 Leute, die ich regelmäßig bis unregelmäßig treffe, alle außerhalb der Arbeit. Ob sich im Kollegenkreis etwas ergibt, wird sich erst mit der Zeit herausstellen, da es gerade eine kleine Umstrukturierung in unserer Abteilung gibt. Insgesamt kann ich mir aber trotzdem nicht vorstellen, dass das das alleinige Problem sein kann. Es war ja nicht immer so, dass ich keine Freunde/ keine Beziehung hatte, aber selbst dann bin ich immer ungern zur Arbeit /damals Praktikum gegangen.

Was den Beruf betrifft:
Ich will nicht zu konkret werden hier, aber es handelt sich um einen Beruf mit praktischen und theoretischen Anteilen, der viel Planen, Organisieren, die praktische Arbeit, Schreiben und Präsentieren beinhaltet. Auch habe ich bereits die Verantwortung für die Projekte zweier untergeordneter Mitarbeiter. Diese sollen mir eigentlich Arbeit abnehmen, doch durch deren mangelnde Erfahrung muss ich stets jeden Schritt vorschreiben und überwachen. Alles in allem also ein sehr abwechslungsreicher Job, aber manchmal habe ich das Gefühl, es stürzt alles auf mich ein - daher das latente Gefühl der Überforderung. Gerade der Kontakt mit Menschen (die einem nicht immer nur Gutes wollen) kostet mich viel Energie, da ich schon als Kind sehr kontaktscheu war und dies nur langsam besser geworden ist. Zudem habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen und denke, ich würde nicht genug arbeiten (denn es gibt genügend Leute in dem Beruf, für die 60 Stunden die Regel ist) - fühle mich aber gleichzeitig immer so fertig abends!

Was meine Gefühle am besten beschreibt: Ich fühle mich, als wäre ich nicht für einen Vollzeit-Job geschaffen, als hätte ich einfach nicht genügend Power dafür! So als ob man von einem 100-m-Sprinter erwartet, plötzlich im Marathon vorne mitzulaufen. Natürlich wird er es können, aber richtig gut und glücklich wird er damit nicht, weil er eben fürs Sprinten geschaffen ist! Und ich weiß genau, dass das seltsam klingt, denn in unserer Gesellschaft wird einfach erwartet, jeder könnte problemlos den ganzen Tag arbeiten.

Und das seltsame ist, die "typischen" Gründe für meine Energielosigkeit kann ich alle ausschließen: Ich habe genügend Schlaf, Überstunden halten sich im üblichen Rahmen, treibe genügend Sport als Ausgleich, ernähre mich einigermaßen ausgewogen (vielleicht etwas viel Kaffee, aber es wirkt immer nur begrenzt 😉 ), habe keine bekannten gesundheitlichen Probleme (außer eine nervöse Verdauung) ,...

@ schnitzelwck: Natürlich wäre ich weiterhin unglücklich, solange ich kaum Freunde/Beziehung hätte. Andererseits kann ich mir kaum vorstellen, dass es in meinem jetzigen Beruf überhaupt möglich wäre, dass "alles super läuft" - und glaube zum zweiten auch nicht, dass ich komplett glücklich wäre, wenn ich einen riesigen Freundeskreis hätte, aber im Beruf weiter alles so laufen würde wie jetzt. Es beeinflusst sich zwar schon gegenseitig, ist aber doch dem Prinzip nach unabhängig voneinander, meiner Meinung nach.
 
Hallo Gast,

als ich deinen Text gelesen habe dachte ich mir wow, den hättest du auch schreiben können. Mir geht es genauso wie dir. Ich bin auch Mitte zwanzig und seit ca. 2 Jahren in einem Beruf tätig der sich direkt an mein Studium anschloss.
Die Arbeit an sich und die damit verbundenen Verantwortung macht mir auch zuschaffen.
Dann, dass man arbeitet, nach Hause kommt, kaputt ist und schon wieder fast ins Bett geht. Irgendwie hat man nichts vom Leben und das alles für Geld? Ich habe zwar eine Beziehung, aber es ist eine Wochenende Beziehung. Ich habe bei mir auch schon überlegt, dass mir zu wenig Kontakte die Unzufriedenheit einbringen. Oder vllt ist der Job such einfach nichts für mich?
Im moment kotzt mich mein Beruf und das Arbeiten nur an. Ich hangel mich von Wochenende zu Wochenende und zum Urlaub. Wenn ich mir vorstelle, dass ich das mein Leben lang machen muss dreht sich mir der Magen um. Aber was soll ich sonst machen? Manchmal denke ich es wär besser gewesen ne Ausbildung zu machen, oder an einen Jobwechsel. Ich glaube es liegt einfach daran,dass ich mit Arbeiten und der damit verbundenen Verantwortung nicht abfinden kann. Aber was würde man machen wenn man nicht arbeiten würde, zumal kein Geld da wäre? Es scheint mir alles aussichtlos!
 
Hallo
dieser Beitrag hätte von mir auch kommen können. Also, ich habe schon konkrete Gründe, die dazu führen. Mal davon abgesehen habe ich mich auch schon oft gefragt, ob ich faul bin.

Wie Du habe ich ein abgeschlossenes Studium und habe auch während des Studiums viel nebenher gearbeitet. Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung gemacht und während dieser Ausbildung dachte ich schon: Bloß weg hier! Ich habe studiert, weil ich Interesse an dem Fachgebiet hatte - in der Hauptsache allerdings, weil ich mich auf der Arbeit auch so "ausgesperrt" fühlte oder "abgeschnitten". Ich kann das gar nicht richtig beschreiben. Hinzu kommen doch ab und an Meinungsunterschiede im Kollegenkreis und Auseinandersetzungen...ah, nee...morgen muß ich ja auch wieder zur Arbeit.

Ich arbeite mittlerweile im 11 Jahr und kann nur sagen, daß durch AKZEPTANZ ein wenig besser geht. Ich habe ja auch immer Flausen im Kopf: Was könnte ich alles machen und lesen und lernen...wenn nicht die Arbeit wäre...aber ich habe es jetzt akzeptiert, daß Arbeit kein Wellness ist, sondern auch ab und zu "wehtut".

Beziehungen im Privatleben und auch immer für Highlights sorgen: Konzert, Sauna, Feier, gemeinsames Grillen, musizieren, schafft auch ein wenig Linderung.

Hihihi...ich lese gerade "Herbstmilch" von Anna Wimschneider. Während ich das lese, denke ich, wie gut ich es doch noch habe...viell. kann man es auch nicht miteinander vergleichen oder ist ein schlechter Trost...:spam:

Wünsche guten Wochenanfang

w.
 
Hallo!

Mein Name ist Martin, aber werde von Freunden gerne auch Poldy genannt... also für Euch auch gerne Poldy 🙂

Ich habe dieses Forum hier aufgesucht, da ich mittlerweile mit meinen Depressionen schwer zu kämpfen habe. Ich bin vor einiger Zeit (Ende 2005) aus einem großen Unternehmen ausgeschieden. Nein ich wurde nicht gekündigt - ich habe selber gekündigt. Der Grund dafür war genau das, was der Eröffner dieses Themas mit "meinen" Worten beschrieben hat.

Ich litt derzeit an dem BurnOut Syndrom. Ich habe dort ein gutes Gehalt bekommen. Jeder hätte zu mir gesagt "Man bist Du eigentlich total bescheuert dort zu kündigen!?", aber genau das hat mich zu der Zeit kein bisschen interessiert. Die Krankheit - wenn man es so nennen kann - hat mich Blind gemacht für jeglichen Ausweg.

Es fing an mit den Gedanken:

Wozu mach ich das eigentlich?
Was bewirke ich mit meiner Arbeit?
Warum bekomme ich so wenig Feedback von Kunden / Vorgesetzten obwohl ich mir für den Job und für die Kunden sprichwörtlich den A**** aufreisse?
Warum habe ich nach der Arbeit nicht das Gefühl etwas geleistet zu haben?

Kurz vor meiner Kündigung war es dann so weit:

Tägliches zu spät kommen war zwar nicht gewollt... aber ließ sich nicht mehr vermeiden, ich war vor Müdigkeit und Antriebslosigkeit ans Bett gefesselt.
Die Fragen/Gedanken s.o. wurden mehr, stärker und rissen mich immer tiefer in eine Depression die ich mir nicht erklären konnte.

Jeden Tag kämpfte ich mich in das erste Stockwerk des Bürogebäudes... 5 Minuten für 30-40 Stufen - um gleich darauf wieder aus dem Büro zu flüchten um möglichst lange draussen eine zu Rauchen. Was sonst... mit Matchbox auf dem Firmengelände spielen wär ja zu sehr aufgefallen - obwohl genau das, back to the Kindheit das einzige war, was mein Geist verlangte. Abschaltung / Herunterfahren / Not Aus / Gehirnaktivität begrenzen auf sprichwörtlich NICHTS.

Nur als Beispiel (funktionierende Beziehung / Alles Gut) kann man sich das ungefähr so vorstellen, als wenn Du mit Deiner Frau oder Deinem Mann zusammenlebst. Du verbringst den Abend nach der Arbeit auf der Couch. Er/sie fragt Dich: Schatz wir müssen nachher noch einkaufen. Kommst Du mit?

Wenn Du diese Worte hörst bist Du wie gelähmt. Dein Körper/Geist fängt an, sich mit sofortiger Wirkung an zu wehren. Du wirst noch müder, schwerer, energieloser - der bloße Gedanke daran Dich zu bewegen und das Gehirn einzuschalten - aktiv zu werden - versetzt Dich in einen Zustand von... ICH WILL NICHTS ... nicht einmal Antworten, was Du natürlich trotzdem machst und vielleicht sogar ja sagst.


Jetzt ein paar Jahre später fängt es schon wieder an. (Ich hatte zwischendurch keine Therapie, denn ich könnte mich in Gesprächen mit Ärzten nie so ausdrücken wie hier.)

Ich arbeite in der IT Branche und bin eigentlich ein kleveres Kerlchen. Ich empfinde im Normalfall als nichts für zu schwer oder unlösbar. Kann Probleme auch selbstständig bewältigen, oder mir fehlendes Wissen aneignen. Doch diese Lustlosigkeit kommt wieder zurück, und ich habe nichts und niemanden der mich Motivieren könnte.

Und das ist wohl mein Grundproblem und dass der meisten Jobs der heutigen Zeit... es fehlt an Motivation. Mir fehlt es an Motivation. Bei vielen Arbeitgebern gibt es kein Ziel, jedenfalls keins was einen persönlich Motivieren könnte. Und ganz ehrlich Leute, wenn Ihr alle mal ganz tief in Euch schaut - wer lässt sich denn heutzutage noch von Geld motivieren? Der eine hat mehr oder weniger. Aber es wäre doch toll, wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und sich selber sagen kann: Man was bin ich doch für ein toller Hecht - dies und das habe ich heute geschafft - das ist toll gelaufen - jetzt habe ich mein Ziel geschafft, oder ein neues vor Augen... das gibt es heutzutage meiner Meinung nach garnicht mehr oder ich sehe es nicht mehr. Das wird es sein - ich sehe es nicht mehr.

Beispiel: Große Firma -> Firmenziel: Wir wollen Global Player werden! -> Was hab ich damit zu tun?

Für mich als Angestellter = Alles großer Bullshit

Sorry weis nicht mehr was ich noch schreiben soll. Kopf ist gerade kaputt. Hoffe ihr habt erstmal einen kleinen Einblick in meine Welt bekommen. Schreibe gerne mehr, aber ich verliere mich gerade.

MfG
Poldy
 
Hallo ,

mir geht es wie euch, aber bei mir im Privaten läuft es super und trotzdem bin ich sehr unglücklich mit meiner Arbeit, meine Kolleginnen sind sehr nett aber meine Chefin und mein Chef haben immer was zu ****** wo wir, die Mitarbeiter uns den a.. aufreißen, um alles zu schaffen..ich will manchmal nicht mal aufstehen, weil die Motivation total weg ist, weil ich weiß ich muss dort wieder hin und werde nicht mal gewürdigt das alles gemacht wird ohne murren und stress..

Aber was soll man machen der Chef weiß was bei uns abgeht und die Chefin auch und trotzdem interssiert es keinen...
 
Ich denke man muss unterscheiden zwischen veränderbaren Berufssorgen (falsche Branche / mieser AG > Wechsel) und dem Umstand an sich, dass es eben leider nur wenige zu einer totalen finanziellen Unabhängigkeit bringen, bzw. meistens gebracht werden.

An letzterem habe ich auch schon verzweifelt, wenn man kapiert dass man das jetzt ganz schön lange so machen muss mit der Berufsmühle, einfach um existieren zu können. Da sollte man um seiner selbst willen weniger Energie in die Abwehr stecken sondern in Gewöhnung, Ausgleich und das Schaffen möglichst guter Bedingungen, denn drum herum kommt man nicht. Und manchmal hilft es, sich den Überlebenskampf der Tiere anzusehen oder sich reinzuziehen dass es auch Leute gibt die in Asien mit 8 Jahren in der Schwefelmine anfangen und mit Mitte 30 davon sterbenskrank sind, ohne jemals Taschengeld, ein Auto oder eine Wohnungseinrichtung davon gehabt zu haben.

Einfach so leben gibt es leider nur für ganz ganz wenige.
 

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