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Unglücklich mit Arbeitsbedingungen

Riamont

Neues Mitglied
Hallo Ihr Lieben,

ich wollte einfach mal hören ob das mittlerweile so normal ist. Ich bin Erzieherin in einer 5 Gruppen Kita. Eingestellt wurde ich vor mehr als einem Jahr. Ich arbeite 22 Stunden. Ich habe im Bewerbungsgespräch klar gesagt, dass ich nur Vormittags zwischen 8-13 Uhr arbeiten kann. Das kann ich leider nur, da ich zwei Kinder mit Pflegegrad habe und meine Chefinnen wissen das. Erst sollte ich von 8-12:30 uhr arbeiten und jede zweite Woche zum Team von 16 - 17:30 Uhr kommen. Das war alles machbar. Dann sind die Kids in unserer Gruppe beim Mittagessen kompliziert geworden und ich habe angeboten bis 13 Uhr zu bleiben damit wir zu zweit bzw. zu dritt sind beim Mittagessen. Die Absprache war bis die Gruppe es wieder zulässt. Dann kam der Zeitpunkt und mir wurde gesagt das es nicht mehr gehen würde zu meinen alten Zeiten zurück zu gehen damit die anderen besser Pause machen können. Also habe ich von 8:30 - 13 Uhr fast jeden Tag gearbeitet. Dann wurde ich gefragt zum Sommer hin, ob es nicht möglich wäre Mal einen Nachmittag zu kommen. Wo ich sagte dass ich das vorher wissen muss und es dann mal möglich wäre. Daraus wurde dann zwecks Personalmangel jeden Mittwoch lange zu arbeiten.
Es kommen immer mehr Kleinigkeiten dann noch dazu. Wir saßen in einer kurzen Besprechung und mir wurde zum Beispiel gesagt ich soll unsere Haushaltshilfe fragen, ob sie beim Essen heute bei der Kollegin sein kann. Als ich in die Gruppe zurück kam bin ich vor lauter Arbeit nach 2 Stunden immer noch nicht dazu gekommen aus der Gruppe zu kommen, da ich entweder alleine war oder aber die Kinder gewickelt werden mussten etc. Eine meiner Chefinnen fragte mich dann ob ich nicht bei der Besprechung gewesen wäre weil ich die Haushaltshilfe noch nicht gefragt hatte. Ich habe ihr dann gesagt dass ich noch nicht dazu gekommen bin weil soviel zu tun war. Zwei Tage später war ich mit der Praktikantin alleine weil meine Kollegin Pause hatte und die andere krank war. Ein Kind hatte sich in der Einrichtung verlaufen und ich sammelte es gerade ein. Habe im Stress meine Chefin die in der anderen Gruppe saß übersehen und sie sagte zu mir ob ich sie vergessen hätte wie bei der Besprechung. Dann soll ich einfach den ganzen Tag mit zu einer Demo fahren die von 7:30 - 17 Uhr gehen sollte mit Fahrzeit weil die Chefinnen es für wichtig hielten. Die Notgruppen Erzieher wurden ausgelost. Dann musste ich anrufen und mich krank melden und es ging ab 7 Uhr eine halbe Stunde keiner ans Telefon. Deswegen habe ich dann das nächste mal als mein Sohn nun krank war um 7🤐5 Uhr rum angerufen. Ich habe sonst immer im 7 Uhr angerufen und keinen erreicht bekommen. Und bekomme gesagt ich soll früher anrufen, damit besser wegen ggf Notgruppen geschaut werden kann.
Für viele sind das vllt Lappalien aber mir setzt sowas zu. Ich mache immer alles nehme Arbeit noch mit nach Hause. Versuche alles möglich zu machen. Selbst meine Kollegin meinte ich würde immer alles möglich machen was geht. Und dann bekomme ich so blöde Sprüche zu hören und werde nicht ernst genommen mit meinen Arbeitszeiten. Ich bin mittlerweile obwohl ich meine Kollegen etc. Sehr mag die Einrichtung zu wechseln oder gar nicht mehr als Erzieherin zu arbeiten. Teilweise schaffe ich es nicht mal in der Zeit in der ich da bin auf Toilette zu gehen oder etwas zu essen oder trinken, weil die Arbeit es nicht zulässt.
Ich habe im Moment noch das Problem, dass wir umgezogen sind. Früher konnte ich die 30-45 Minuten vom Schulbeginn meines Sohnes bis zu meiner Arbeitszeit überbrücken indem ich nochmal kurz nach Hause gefahren bin. Dies geht jetzt nicht mehr und diese Zeit über habe ich meinen zweiten Sohn dabei der in der gleichen Einrichtung betreut wird.
Ich kann mit diesen kleinen Kommentaren und dem Wechsel der Arbeitszeiten und allem einfach nicht mehr klar. Egal was ich mache oder wie gut. Es ist nie gut genug. Nur Fehler werden gesehen und sich nicht an Abmachungen gehalten. Mit der Begründung es würde halt nicht anders gehen und für die Kita wäre es halt so besser. Und langsam leiden auch meine Kinder unter dem Stress den die ganze hin und her Fahrerei und ständige weg Sortierung damit ich arbeiten kann. Und langsam machen auch Großeltern etc. Dies nicht mehr mit. Die OGS nimmt meinen großen Sohn nicht und so muss ich die Betreuung privat bezahlen was sich auch einfach nicht mehr rechnet um Mittwochs lange arbeiten zu gehen.
Ist das mittlerweile Normalzustand? Weil dann lohnt es nicht sich nach einer anderen Stelle umzusehen. Dann muss ich mir außerhalb meines Berufsfeldes eine Arbeit suchen.
 
Hallo und erstmal herzlich willkommen im Forum 🌸

Ich bin auch Erzieherin und fühle mit Dir💜

Hast Du mal mit den beiden Chefinnen ein Gespräch gehabt? Also auch, dass Du das Gefühl hast, nicht "gut genug" zu sein und dass Du Dich nicht gewertschätzt fühlst. Und dass das mit den beiden pflegebedürftigen Kindern nicht anders geht.
Es ist ja so...Die Chefinnen machen das mit Dir, und Du lässt es mit Dir machen. Deshalb die Frage, ob Du ins Gespräch gegangen bist.

Habt ihr das jährliche Feedbackgespräch? Oder LoB (Leistungsorientierte Bezahlung) und die Gespräche dazu? Da wäre es sonst auch gut angebracht, da müsstest Du aber eventuell noch einen ganze Weile warten.
Daher wäre mein Rat, ein Gespräch zu vereinbaren.
 
Hallo Blumenwiese,

Ja ich hatte mit Ihr deswegen gesprochen also wegen den Arbeitszeiten. Aber es wäre halt anders nicht möglich. Wegen dem nicht wertgeschätzt fühlen habe ich nicht mit ihr gesprochen, weil ich nie weiß ob es nicht doch einfach Lappalien sind. Und ich das zu sehr bewerte. Meine Kollegin die schon kurz vor der Rente ist sagte letztens aber auch das sogar sie das Gefühl hat immer nur alles falsch zu machen. Da bei uns im Haus gerade einfach gar nichts so richtig funktioniert und egal was man macht oder eben nicht macht es falsch ist. Ich habe ihr dann gesagt dass ich genauso fühle und dann meinte sie eben zu mir dass ich doch immer alles möglich mache und probiere noch zu helfen wo es geht und auch mal auf mich achten sollte.
Am meisten stören mich wirklich die Arbeitszeiten. Bzw. Dieser eine Nachmittag, weil meine Kids darunter sehr leiden. Und mich stört es dass immer erwartet wird dass ich Nachmittagveranstaltungen einfach so mal eben mache. Weil die anderen Mütter können es ja auch. Und sind teilweise alleinerziehend. Aber egal wie oft man etwas richtig macht es wird sofort angemerkt wenn etwas mal nicht so läuft.
Speziell auch mit dem anrufen weil die Kids krank sind. Kinder gehen vor da kann ich schlecht sagen es ist jetzt 7 Uhr ich muss auf Arbeit anrufen nimm deine Medikamente selbst etc.
Natürlich habe ich Verständnis für meine Chefinnen aber wo bleibt das Verständnis für mich? Wenn etwas einmal vorkommt finde ich muss man nicht gleich es ansprechen. Wenn es öfters passiert natürlich. Anders herum mache ich es halt auch so. Aber vllt ist diese Einstellung einfach falsch.
mittlerweile bin ich wirklich am überlegen mir einen Job zu suchen wo ich nicht so viel Verantwortung habe. Unsere Gärtnerei sucht Personal. Vielleicht mache ich beim Blumen einräumen nicht so viele Fehler und habe feste Arbeitszeiten 🤦‍♀️
 
Ganz ehrlich, ich würde nur die Arbeitszeit besprechen. Ist doch egal, ob sie dich angeblich schätzt, wenn sie trotzdem da keine Rücksicht nimmt. Leider musst du einfach nein sagen deinen Kindern zu liebe.
 
Naja, du hast den kleinen Finger gegeben und nun wollen die, die ganze Hand.
Ich sag es mal so.
In deiner Branche ist der Fachkräftemangel mal zu Abwechslung kein Märchen. Wenn die dich ausnutzen, dann such dir was anderes. Wird wohl nicht allzu lange dauern und dort dann unmissverständlich, vom Tag 1 an klarmachen, dass an den vereinbarten Arbeitszeiten nichts zur "rütteln" ist. Auch nicht ausnahmsweise, weil dann bist du in 4 Monaten wieder da, wo du jetzt bist.


Natürlich habe ich Verständnis für meine Chefinnen aber wo bleibt das Verständnis für mich?

Und genau hier ist das Problem.
Dein "Verständnis" hilft deiner Chefin doch herzlich wenig, die brauchen dich "flexibler" nur darauf kommts an.
Auf der anderen Seite, haben die sicher Verständnis, für dich, aber was hilft wiederrum dir das?
Merkst du selbst, oder?
Das ist nicht mehr lösbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Blumenwiese,

Ja ich hatte mit Ihr deswegen gesprochen also wegen den Arbeitszeiten. Aber es wäre halt anders nicht möglich. Wegen dem nicht wertgeschätzt fühlen habe ich nicht mit ihr gesprochen, weil ich nie weiß ob es nicht doch einfach Lappalien sind. Und ich das zu sehr bewerte. Meine Kollegin die schon kurz vor der Rente ist sagte letztens aber auch das sogar sie das Gefühl hat immer nur alles falsch zu machen. Da bei uns im Haus gerade einfach gar nichts so richtig funktioniert und egal was man macht oder eben nicht macht es falsch ist. Ich habe ihr dann gesagt dass ich genauso fühle und dann meinte sie eben zu mir dass ich doch immer alles möglich mache und probiere noch zu helfen wo es geht und auch mal auf mich achten sollte.
Am meisten stören mich wirklich die Arbeitszeiten. Bzw. Dieser eine Nachmittag, weil meine Kids darunter sehr leiden. Und mich stört es dass immer erwartet wird dass ich Nachmittagveranstaltungen einfach so mal eben mache. Weil die anderen Mütter können es ja auch. Und sind teilweise alleinerziehend. Aber egal wie oft man etwas richtig macht es wird sofort angemerkt wenn etwas mal nicht so läuft.
Speziell auch mit dem anrufen weil die Kids krank sind. Kinder gehen vor da kann ich schlecht sagen es ist jetzt 7 Uhr ich muss auf Arbeit anrufen nimm deine Medikamente selbst etc.
Natürlich habe ich Verständnis für meine Chefinnen aber wo bleibt das Verständnis für mich? Wenn etwas einmal vorkommt finde ich muss man nicht gleich es ansprechen. Wenn es öfters passiert natürlich. Anders herum mache ich es halt auch so. Aber vllt ist diese Einstellung einfach falsch.
mittlerweile bin ich wirklich am überlegen mir einen Job zu suchen wo ich nicht so viel Verantwortung habe. Unsere Gärtnerei sucht Personal. Vielleicht mache ich beim Blumen einräumen nicht so viele Fehler und habe feste Arbeitszeiten 🤦‍♀️
Du bist kein wandelnder Fehler!💜

Für Dich sind das keine Lappalien. Und vielleicht sind die Cheffinnen so im Stress gefangen, dass sie gar nicht mehr merken, wie sie mit Dir und anderen umgehen. So war es mal in einer Kita in der ich gearbeitet habe. Als ich das Gespräch suchte, wurde der Leitung erstmal bewusst, wie es überhaupt im Team ist (also dieses Gefühl, alles falsch zu machen), und es wurde dann auch besser.

Wegen der Arbeitszeit: Sag ihr nochmal, dass da sticht anders geht. Punkt. Sie wird Dich nicht gleich kündigen oder sowas. Ich vermute, Du hast bisschen Schwierigkeiten, da klar und deutlich zu sein momentan?

Ich persönlich rate Dir, das Gespräch zu suchen und das alles anzusprechen.
 
Was Überstunden angeht, sind die für Teilzeitkräfte auch beschränkt, d.h. nicht jedes Meeting, Nachmittagsangebot, etc. muss mitgemacht werden. Allerdings ist es "schwammig" im Gesetz ausformuliert, in welchem Bereich eine Entlastung erfolgen soll. Bei mir persönlich hieß es oft "das Team ist so klein und das Thema wichtig, es muss an der Veranstaltung etc. teilgenommen / sie durchgeführt werden". Wenn jedes Mal die Kinder drunter leiden, geht das natürlich nicht. Anscheinend sind deine Kinder ja auch mit ihtem Pflegegrad besonders zu betreuen. Du musst nur deine Arbeitszeit einhalten und keine ständigen Überstunden machen. Auf ein letztes Gespräch käme es nochmal an.
 

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