Ich denke mal, ich weiß jetzt, woran ich bei meiner Kollegin bin.
Heute Morgen habe ich das getan, was man wohl in so einer Situation macht. Ich habe ihr eine Nachricht geschickt mit der Frage, wie es ihr geht. Dass ich hoffe, dass sie keine starken Schmerzen hat. Das war um 10 Uhr. Jetzt ist es fast drei Stunden später und sie hat meine Nachricht immer noch nicht abgerufen.
Wenn man wirklich am Vortag auf den Rücken und Hinterkopf geknallt ist, kann man nicht schon am nächsten Morgen wieder munter unterwegs sein, und das scheint so zu sein. Da bleibt man auf der Couch oder zumindest zuhause.
Ich bin im Winter bei Glätte gestürzt und voll auf mein Knie geknallt. Ich war erst mal so schockiert von dem Schmerz, dass ich gar nicht aufstehen konnte. Nach einer Viertelstunde war ich endlich in der Lage aufzustehen und habe meinen Arbeitgeber angerufen, dass ich heute nicht zum Dienst kommen könne und zum Arzt müsse. Zum Glück war anschließend mein freies Wochenende und ich konnte meine Beine hochlegen und mich schonen. In der Situation, direkt nach dem Sturz, wäre es mir auch so egal gewesen, in einem Restaurant anzurufen und einen Tisch abzusagen. Da hat mich nur der Gedanke beschäftigt, hoffentlich hast du dir nicht das Knie gebrochen.
Meine Kollegin hat mich belogen und das macht mich sehr traurig. Ich dachte, wir sind auf einer Wellenlänge.
Es stimmt, ich denke oft sehr negativ aufgrund der Erfahrungen, die ich gemacht habe.
Doch ich bin auch schon des Öfteren gewarnt worden von Menschen, die es gut mit mir meinen. Sie sagten, dass ich sehr leichtgläubig wirke und erst mal hinterfragen solle, ob Andere wirklich gute Absichten haben.