Da ich früher als MFA in mehreren Praxen gearbeitet habe weiß ich woran das liegt und ich kann deine, wie auch die Seite der MFAs verstehen:
Stress und Druck vom Arzt. Die Ärzte haben oft keine Ahnung und wenn, ist es ihnen völlig egal wieviel Stress an der Anmeldung und co. herrscht. Hauptsache so viel Patienten wie möglich und zwar ohne Pause dazwischen.
Die MFAs müssen tausend Sachen tun und im Kopf behalten, sehr viel mehr als den Patienten überhaupt bewusst ist. Und das Ganze auf engsten Raum mit anderen Kolleginnen die ihre Launen haben. Oft herrschen dann Intrigen und Hetze.
Dazu kommen noch häufig Patienten die schlechte Laune haben, überheblich sind, sich willentlich dumm anstellen oder halt wirklich dumm sind (und letzter meine ich echt nicht böse).
Wenn die Praxis dann geschlossen ist, bedeutet dass noch keineswegs, dass die MFAs Feierabend haben. Dann gehts ans aufräumen, auffüllen im Labor und den Behandlungszimmern (da sind die Ärzte oft sehr pingelig. Habe es schon erlebt, dass statt 10 nur 9 Spritzen im Arztzimmer war und obwohl die eh von ihm kaum gebraucht wurden, der Arzt mich dafür eine halbe Stunde lang angeschrien hat wie inkompetent ich doch wäre). Putzen, Akten sortieren, Rezepte fertig machen, Abrechnung machen und so weiter und so fort.