Ausnahmsweise
Sehr aktives Mitglied
Das hat für mich zu sehr den Beiklang von: "Selbst Schuld!"
Diesen "Schuld"-Gedanken mag ich gar nicht.
Wieso muss es denn bei so vielen Dingen des Lebens für so viele Menschen so oft um Schuld gehen?
Wir wurden da mit ziemlichem Mist gefüttert und der sitzt.
Versuch mal dieses Schulddingens loszulassen und nur zu lesen, was da steht.
Eine Entscheidung treffen.
Das beinhaltet, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt.
Du hast Entscheidungen getroffen, triffst sie jeden Tag wieder.
Du kämpfst und bist überzeugt, dies ist der einzige Weg.
Vielleicht gibt es einen Therapeuten, ein Buch, was oder wen immer, mit Ansätzen, die dich einen Weg finden lassen, der für dich besser funktioniert als der bisherige.
Vielleicht ein wenig weg vom immerwährenden Kampf.
Diese Müdigkeit...gönn dir Pausen. Niemand kann ununterbrochen kämpfen, ohne dass ihm die Puste ausgeht.
Und wenn mir dann jemand sagt: "dann willst du es einfach nicht genug!" oder "das liegt jetzt nur an dir, ob s dir jetzt weiter so geht."
empfinde ich das als übergriffig und verletzend.
Das projizierst du hinein.
Sich immer wieder für etwas zu entscheiden bedeutet nicht, dass ab sofort - weil man es ja so will - alles anders wäre.
Sonst wäre ja nicht immer wieder diese Entscheidung nötig.
Du lieferst mit deiner Geschichte schon fast ein Beispiel dafür, nur dass dein Weg des Kampfes nicht gut funktioniert für dich.
Vielleicht weil es ein Kampf dagegen und nicht dafür ist? Was sagt denn der Therapeut dazu?
Vielleicht ist es Zeit für eine andere Entscheidung?