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Unerträgliche Arbeitsüberlastung macht mich kaputt !

Bojangles

Neues Mitglied
Hallo zusammen, ich möchte mein grosses Problem los werden in der Hoffnung auf einen Ratschlag.

Ich bin jetzt 56J. Seit über 20 Jahren beim jetzigen Arbeitgeber. Schon immer wurden sehr hohe Anforderungen gestellt, schon immer hatte ich dort 50 Wochenstunden bei grossem Zeitdruck. Stresserscheinungen wie Bluthochdruck, chronische Gastritis, Gelenkprobleme waren temporär immer schon dabei.

Seit ca 2 Jahren halte ich es aber kaum noch aus. Die Zahl meiner Wochenstunden liegt inzwischen bei 60 bis 70, schliesse das Büro morgens als Erster auf und abends als Letzter ab, habe in den letzten Monaten Wochenenden und auch Ostern zum grossen Teil durchgearbeitet mit der Folge, dass ich mich mittlerweile auch psychisch total am Ende fühle. Ich bin immer in einer Art Alarmsituation, bis ich nach der Arbeit in mir zusammensacke und nur noch erschöpft den Weg aufs Sofa schaffe. Nachts ist es mit dem Durchschlafen vorbei ab 3...4 Uhr bin ich wach.

Habe auch schon das Gespräch mit dem Chef gesucht, 7 Tage lang bekam ich weniger Arbeit aufgebrummt, dann wieder der alte Trend mit dem Kommentar, ich müsse halt schneller arbeiten. Und das obwohl ich ohnehin firmenintern der „Umsatzkönig“ bin. Ich habe den Verdacht, dass ich auf dieser Schiene rausgemobbt werden soll weil ich evtl. zu alt bin und/oder zu viel verdiene. Jüngere Kollegen verdienen weniger, es würde sich also rechnen, mich gegen einen jüngeren zu ersetzen, um Geld zu sparen.

Kurzum: Ich halte den Druck nicht mehr aus, die einzige Möglichkeit aus meiner Sicht wäre, die Firma zu verlassen. Bei dem Gedanken plagt mich aber, dass ich keine vergleichbare Arbeit mehr finde in meinem Alter und Angst habe, in die Armut abzurutschen.

Was soll ich nur tun ? Vielen Dank vorab, falls mir jemand zu etwas raten kann !
 

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Peter1968

Moderator
Teammitglied
Hallo,

zu aller erstes solltest auf an deine Gesundheit achten. Alles Geld der Welt bringt nichts wenn diese ruiniert ist.
Geh zum Arzt , komm runter, lass dich krank schreiben, evtl. mal über eine Kur reden.
Auch dieser Druck den du jetzt erhöht verspürst löst Krankheiten aus, daher ist es ratsam dagegen zu steuern. Eine gute Rente bringt dir nichts wenn du diese nicht genießen kannst.

Als zweites solltest du auf keinen Fall von dir aus kündigen, du bist so lange dabei, wenn sie dich unbedingt loswerden wollen müssen sie es sich auch was kosten lassen.
Schreib dir schon mal jede Entgleisungen auf, jede Art Mobbing, jedes Gespräch mit dem Chef, wann und worüber dieses war sowie wie lange das Besprochene angehalten hat. So etwas ist ganz wichtig wenn es doch zum Äußersten kommt und ein Rechtsstreit entsteht. Du solltest auf jeden Fall gewappnet sein, auch evtl. Zeugen aufschreiben, etc.

Wenn es sich Stresshalber nicht mehr aushalten lässt, lass dich krankschreiben aber denk nicht daran von selbst zu kündigen. Rede mit dem Arzt darüber.

Alles Gute, vor allem bessere Gesundheit wünsche
 
Zuletzt bearbeitet:

CAT

Aktives Mitglied
Sehe es genauso wie in den vorausgegangenen Beiträgen genannt.

Krank schreiben lassen. Im schlimmsten Fall würde dir gekündigt werden, du könntest dann ALG1 beziehen und in Ruhe etwas Neues suchen.

Auf gar keinen Fall weiter "ausbeuten" lassen auf Kosten deiner Gesundheit. Man sollte schon auf den Körper hören!

Und für eine evt. neue Arbeitsstelle, lernen NEIN zu sagen

Alles Gute dir!
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Am besten sanierst Du jetzt erstmal Deine Gesundheit. Mach Dir einen Termin beim Hausarzt und kontaktiere mal die Krankenkasse, was es so für Kuren für Deine Probleme gibt. Am besten schöpfst Du die vollen 6 Wochen aus, anschließend gehst Du arbeiten, bis Du wieder das Soll voll hast und dann läßt Du Dir eine Überweisung für einen Psychologen ausstellen. Mit dem gehst Du Dein Arbeitsverhältnis psychisch durch, damit Du wieder einen klaren Kopf bekommst. In der Zwischenzeit haben die sicherlich 2 neue Leute eingestellt, sodaß Deine Rückkehr mit weniger Arbeit verbunden ist. Und entlassen können die Dich überhaupt nicht. Wenn Du oft krank bist, kannst Du mit Deinem Chef auch über Teilzeit sprechen, z.B. 3 oder 4 Tage Woche. Du sagst, Du hast gesundheitliche Probleme und mußt kürzer treten.
 

Hamsterradhoch3

Neues Mitglied
Ich weiß, alles leichter gesagt als getan. Aber, wie schon von anderen passend erwähnt, würde ich erstmal auf die Gesundheit achten und diese retten. Vorsicht vor "Mittelchen"! Damit gehen weitere Probleme einher.
Dann würde ich mal eine Analyse betreiben, wieviel Geld Du tatsächlich dauerhaft (!) brauchst, auch für das Alter, und ob Du mit dieser (realistischen) Antwort nicht versuchen könntest, etwas anderes zu machen. Ich weiß, dass ist heutzutage der nächste Irrsinn, ich bin (haupt-)beruflich mit 60 Jahren ausgestiegen, nicht nur wegen dem Arbeitsstreß, sondern hauptsächlich aus Trauergründen und dem Problem, dass mir das "Machen-, Erledigen-, Schaffen-müssen" über den Kopf wächst, laufe auf 300 % seit Monaten. Kann kaum 3 Stunden am Stück schlafen. Probleme, gerade auch emotional, ohne Ende. Man muss auch ehrlicherweise vorab sagen, dass man ohne "Vitamin B" heutzutage am sogenannten "Arbeitsmarkt" mit über 45 Jahren zu 99 % "tot" ist, egal, welche Qualifikationen man mitbringt. Das wusste ich vorher, aber es gibt (ganz seltene) Nischen. Das nächste Problem ist die drohende Altersarmut, das ist bei mir leider auch der Fall. Immer geschuftet, jahrelang 2, 3, 4 Jobs gemacht, nicht selten 60, 65 Std/W gearbeitet, aber meistens auch niedrige Einkommen (auch unter dem "gesetzlichen" Mindestlohn) erzielt. Auch das weiß ich lange, ohne dafür bisher eine echte Lösung gefunden zu haben. Dennoch, wenn einem alles über den Kopf wächst, man die Quadratur des Kreises finden müsste, muss man die Reißleine ziehen. Du hast wahrscheinlich auch zu lange gewartet. Manchmal ist das gut, i.d.R. wird das mit der "langen Bank" aber gnadenlos geahndet. Das (versuchte) Verdrängen wird zur Falle spätestens dann, wenn man vor vollendete Tatsachen gestellt wird, sturmreif geschossen wurde und nahezu manövrierunfähig ist. Ich weiß nicht, in welcher Region Du lebst, vielleicht geht da ja doch noch etwas? Auch mit 56. Bis zur "Rente" sind es bei Dir noch ca. 11 Jahre....Bei mir sind es nur noch gute 5 Jahre Zeit....Unsere Generation muss sich vom Durchschnitt her, von der breiten Masse her, aber bewusst sein, das sie auch im Rentenalter hoffen muss, noch einen "Rentnerjob" ausführen zu können, "weil es einfach nicht reicht". Vielleicht wäre eine selbständige Tätigkeit (aber mit hohem Einsatz verbunden und auch äußerst unsicher und riskant) eine Alternative? Aber auch das kann zur Falle werden. Bin ich auch durch. Ich glaube seitens meiner Lebenserfahrung wie auch meiner Menschenkenntnis nicht, dass das in der Firma besser wird. Der Hauptantrieb der meisten Menschen ist die Gier (auch, um sich vermeintlich über Andere stellen zu können), die Gefahr, in Deiner Firma "verheizt" zu werden, ist m. E. sehr hoch. Sie werden Dich wahrscheinlich weiter bis zum Ende ausquetschen. Aber es scheint bei Dir noch eine gewisse Absicherung (auf niedrigem Niveau) zu geben... Rausschmiss, Arbeitslosigkeit (keine Schande!), staatliche Hilfe (auf mickrigem Niveau und mit Spießrutenlauf (Du bist "schuld"!) verbunden). Aber dennoch....Ich würde mal realistisch versuchen, etwas zu verändern.
 

trigital

Aktives Mitglied
Hallo B.,

ich würde dir auf jeden Fall raten können den Job zu wechseln. Du hast sehr viel Erfahrung und im Lebenslauf macht es sich sehr gut, wenn man lange Zeit bei dem selben Arbeitgeber war.
Mach dir darüber nicht so viel sorgen. Ich denke jedoch, dass es dir einfach mehr sorgen macht vor dieser ungewissen Phase, bis man wieder einem geregeltem Leben nachgehen kann.
Aber du könntest vorher deinem jetzigen Arbeitgeber den Vorschlag unterbreiten, dass du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so viel arbeiten kannst und du vielleicht in ein Teilzeit beschäftigungsverhältnis übergehen könntest?
Oder geht das in deiner Branche nicht?
lg t
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Du schuldest Deinem Chef keine konkreten Ergebnisse, sondern Deine durchschnittliche Arbeitskraft für eine vereinbarte Zeit am Tag.

Und das würde ich als erstes angehen. Um acht Uhr pünktlich erscheinen, zwischen durch 30 Minuten Pause machen und um 16:30 Uhr pünktlich gehen.

Wenn Dein Chef möchte, dass Dinge zu Ende gearbeitet werden, muss er Überstunden anordnen, die er entsprechend ausgleichen muss.
 

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