Hallo bbgrose und all die anderen,
zunächst möcht ich Dich etwas fragen, was hält Dich noch in diesem Land wo Du doch selber sagst, dass es nur noch aufwärts gehen kann, ich habe aber den Eindruck nicht in diesem Land.
Du hast mir heute abend mit einem ganz ganz wichtigen Satz die Augen geöffnet. Ja Du hast Recht, ich liebe meinen Mann so wie er früher war, nicht der der er jetzt ist. Er war vorher da und wir haben ein wenig gesprochen. Ich hatte Recht, er hat sich bisher nicht das Buch gekauft, welches gadget empfohlen hat. Er sagte er würde es aufs WoEnde kaufen ..... blabla. Er war auch nicht im Internet oder hat sich sonstige Hilfe geholt - er läuft davon und hat keine Lust sich dem Problem zu stellen. Ich habe heute erneut erkennen müssen, dass mein Mann nicht bereit ist für unsere Ehe oder gar um mich zu kämpfen. Er sagt, er hat Angst, seine Gefühle für die andere Frau mal beiseite gelassen, dass sich nichts ändern wird und dass ich ihm nie wieder vertrauen kann. Er versteht nicht, was mir bereits klar ist - ihm aber leider nicht - dass unsere Ehe nur eine Chance hat wenn sich etwas ändert, wenn beide sich ändern und versuchen zu kämpfen und es wieder schön - auf eine andere Art und Weise wie früher - werden zu lassen. Er ist derjenige wo nicht bereit ist, etwas zu ändern !!!!!!! Nicht ich - mir ist voll auf bewußt, dass das die einzige Möglichkeit ist. Er kann sich glaube ich nicht annähernd vorstellen, zu was ein liebender Mensch in der Lage ist, ich bin bereit um uns zu kämpfen und würde mein letztes geben zu versuchen ihm irgendwann wieder zu vertrauen. Er sagte mir weiter, dass er mit seinen Gefühlen im Nebel stochere, da er nicht wisse, was passiert ist, dass er bereit war sich von mir abzuwenden. Er sieht nicht ein, dass es gerade das gilt, gemeinsam herauszuarbeiten und daran etwas zu ändern. Er gibt mir immer und immer wieder das Gefühl, dass er überhaupt nichts mehr schönes an unserer Beziehung sehen kann, denn er weiß anscheinend nicht für was er kämpfen soll. Er sieht diese Untreu nicht als Chance - er sollte dieses Buch lesen, aber ich kann ihn nicht zwingen. Ich versuchte ihm klar zu machen, dass ich mit seinen Gefühlen für diese Frau besser klar komme als mit dem Gedanken, dass er mit ihr Monate lang Zärtlichkeiten ausgestauscht hat und mit ihr intim war - ich sagte ihm, dass der Gedanke daran mir den Verstand raubt und dass das z.B. später für mich eine Hilfe sei, wie es dazu kommen konnte und wie sich alles entwickelt habe. Er sagte darauf hin, dass er das Gefühl habe ich ekele mich vor ihm - er hat überhaupt nichts verstanden. Er sagte weiter, willst Du etwa wissen wie es war? Ich sagte nein, dass will ich nicht wissen, bestimmt war es ganz toll mit ihr, sonst würde sie dir ja jetzt auch aus dem Kopf gehen. Ich sagte auch, aber ich kenne Deine Vorlieben und die Situation an sich - was ihr gemacht habt - die ekelt mich an. Ich möchte keine Details sondern nur "allgemeine Informationen" über das ganze, also wie des dazu kommen konnte und wie schnell sich das entwickelt hat. Er sagte, ich weiß nicht, ob ich über sie sprechen will. Versteht ihr um was es mir geht, mein Mann hat jetzt Angst, dass wir uns nicht wieder näher kommen - aber er kannte mich lange genug um zu Wissen, dass er unter Umständen alles zerstört, wenn er mit dieser Frau ins Bett steigt, er kannte meine prüden moralischen Vorstellungen- und? es war ihm scheißegal, er hat keine Sekunde an mich verschwendet, nicht die 4 Monate wo er mich so oft angelogen hat und erst recht nicht in dem Zeitpunkt als er seinen Sch... i.s.s. und wahrscheinlich mit ihr einen mega GV hatte (entschuldigt, aber ich empfinde in dieser Situation den blanken Hass und Abschaum). Mein Mann versteht nicht, dass ich ihm nicht vorwerfe, dass er aus unserer Ehe ausgebrochen ist und Gefühle für jemand anders entwickelt hat sondern, dass er es sich so wahnsinnig einfach machte und so mir nichts dir nichts mit einer anderen Frau ins Bett gestiegen ist und mir nicht den Hauch einer Chance gelassen hat und auch jetzt innerlich nicht bereit ist für uns zu kämpfen. Er hat keine Lust, sich die Mühe zu machen um uns zu kämpfen und er ist zu faige, sich dem zu stellen und / oder den Schlußstrich zu ziehen. Ich hasse mich dafür, vor ihm zu betteln, zu betteln um eine Chance und mich ihm anzubiedern. Ich habe so unendlich viel für diesen Mann getan, ich habe mein gesamtes Leben für ihn geopfert - deshalb bin ich wahrscheinlich auch so enttäuscht, dass er mich behandelt wie ein Stück Dreck. Ich nehme mir immer wieder vor, mich nicht mehr klein vor ihm zu machen - ich habe es bisher nicht geschafft - es will mir einfach nicht in den Kopf dass er mich jetzt so behandelt - scheinbar habe ich meinen Mann nie richtig kennengelernt, erst jetzt zeigt er sein wahres Gesicht. Es ist schon beschissen genug nicht als vollwertige Frau dazustehen, aber auch noch gezeigt zu bekommen, dass man auch als Mensch nichts wert ist, das ist unglaublich hart. Ich habe ihm heute, und darauf bin ich wirklich stolz, gesagt, dass ich im der fairness halber sage, weil ich glaube, dass er davon ausgeht, dass wenn er sich gegen uns entscheidet, ganz gleich ob er zu dieser Frau geht oder alleine bleibt, wir getrennte Wege gehen, wir werden niemals Freunden werden oder sein, wir werden uns ab diesem Zeitpunkt nie mehr wieder sehen im Leben. Es traf ihn sehr und er fragte, ob ich ihn denn einfach so aus meinem Leben streichen könnte, und ich sagte ihm, wenn du dich nicht für uns entscheidest, werde ich einmal nur ein einziges Mal in meinem Leben egoistisch sein. Ich könnte es niemals ertragen, es wird ohnehin jahrelang brauchen um über das alles hinwegzukommen, Dich weiter in meiner Nähe zu haben, ich würde daran zugrunde gehen und dass darf und will ich nicht zulassen. Wir verabredeten, am Samstag weiter zu sprechen. Meine Lieben, auch wenn ihr immer zu mir sagt, ich solle nichts überstürtzen, auch das Buch und Internet sagen das, aber ich bekomme nicht das kleinste Signal von meinem Mann, dass ich ihm oder uns noch was wert bin. Er hat nur Sorge um sich - wie es ihm ergehen mag und er sieht Probleme auf sich zukommen, die ihm offensichtlich lästig sind. Ich mag mich nicht mehr so erniedrigen lassen - das ist genauso schlimm wie das fremdgehen - es ist so beschämend für einen selber, dass man sich so in einem Menschen getäuscht hat. Ich möchte wenigstens ein kleines Signal, dass ich es wert bin und dass es alle Mühe wert ist für uns zu kämpfen. Ich möchte auch das Gefühl haben, nach all der Demütigungen, dass man um meine Gunst kämpft. Er aber denkt nur an sich - nur er er er er er er er er - wie ich mich dabei fühle interessiert ihn offensichtlich einen Scheißdreck. Gott, ich habe 7 Jahre meines Lebens verloren. Er ist zu nichts bereit, nicht sich dazu zu bekennen, um uns zu kämpfen - wohlgemerkt, ich hatte ihm einen offenen Ausgang zugelassen, noch sich einer Eheberatung zu unterziehen, noch ein Buch zu lesen und und und. Ich werde es verdammt schwer haben die nächste Zeit, ich habe sehr wenig Freunde und die wo ich habe, sind alle liiert und haben folglich keine Zeit / Lust am WoEnde (da wo es am schlimmsten ist und dort wo ich Unterstützung am meisten benötige) mit mir wegzugehen. Aber ich versuche, wieder Kontakt zur Außenwelt zu knüpfen - es wird einige Zeit der Einsamkeit dauern - ich werde mich einem Freizeittreff anschließen, versuchen mal für einige Zeit in einem Sportstudio unterzukommen und nachher werde ich einer jungen Mutter mailen (30 J. mit Sohn 3.) welche eine Freundin sucht - wahrscheinlich nicht für Fr. oder Sa. Abend aber trotzdem. Leider wird es meinem Mann sehr leicht fallen, er hat genug Kumpels und ja noch seine Schl... die ihn ablenken. Vorher, als er gegangen ist, habe ich den ersten Schritt getan und bei meinem Stromanbieter angerufen und einen Abschlag für einen Ein-Personen-Haushalt beantragt. Sofern ich am Wo-Ende, und davon muss ich leider derzeit ausgehen, nicht wenigstens eine positives Signal von meinem Mann erhalte, werde ich wohl der Hausverwaltung schreiben und noch das ein oder andere finanzielle regeln. Ich kann Euch sagen, die Trennung würde mich Unmengen von Geld kosten - und ich könnte Die nächsten Jahre keine großen Sprünge mehr machen - aber so halte ich das nicht mehr aus. Das Trennungsjahr müssten wir leider einhalten - kein Härtefall. Wenn er wenigstens zu einer Eheberatung bereit wäre..... aber man kann die Menschen nicht zu ihrem Glück zwingen, das habe ich nun eingesehen. Es tut alles so unendlich weh, ich hätte nie im Leben gedacht, dass mein Mann so ein emotionales Schwein sein kann.
Ich umarme Euch alle und danke Euch, dass ihr für mich da seit, ich werde Euch das nie vergessen und Euch sicherlich noch sehr sehr oft mit Auf- und Ab's auf die Nerven fallen.
Alles Liebe Trauermaus.