@ Hollunderzweig
Ein Stern am Himmel?
Ich könnte mir vorstellen, dass dir meine Gedanken gar nicht so fremd sind!
Ich finde es wunderbar, wie du über deine Fähigkeit schreibst und wie deine Einstellung dazu ist.
Ich finde Stimmenhören ist eine übernatürliche Fähigkeit und ich hab in den letzen Jahren nicht nur gelernt dieses Phänomen nicht als Leid zu erleben, sondern als Möglichkeit das menschliche Dasein besser zu verstehen und mir zu überlegen, wie das richtige Verständnis sein müsste.
Mir gefällt dir Wahrheit, das Jeane D'Arc auch stimmen gehört hat. Ganz ohne Strom und Technik.
Sicherlich tut es gut zu wissen und damit umzugehen, dass diese Wahrnehmungsebene ein ganz eigene ist und der übrigen Welt verborgen ist.
Aber mir gefällt es zu wissen, dass diese Welt auch eine Übergangswelt hat und es Möglichkeiten gibt, diese Welt der normalen, realen Welt zugänglich zu machen.
Und ich bin froh darüber, dass es selbständig denkende und handlungsfähige Möglichkeiten gibt, deren Wille und Orientierungssuche problembewusst ist und es sehr um Hoffnungssuche und Bildung/Daseinsverständnis geht, damit man weiß, was richtig und wichtig ist und welche Ideen in eine gute wünschenswerte Richtung weisen können.
Weil letzten Endes geht es nicht nur darum für sich selbst zu sorgen, sondern auch das richtige zu bewirken. Und das ist wirklich nicht einfach.
Manches ist wirklich gut gewollt, aber leider versteht man das verborgene nicht gut genug und am Ende ist doch nichts gewonnen.
Und wenn man das dann erfährt, dann ist es manchmal doch sehr demotivierend.
Aber ich durfte oft genug selbst erleben und erfahren, dass so eine Realisation wichtig ist und auch die Verarbeitung. Wenn was S**** läuft, dann tut es gut sich zu ärgern, sich down zu fühlen und vielleicht auch ein bisschen die Hoffnung zu verlieren und seinen Unmut zu äußern.
Dann kommt das Licht auch bald wieder, wie von selbst zurück.
Wenn man sich nicht erlaubt zu realisieren, was man realisieren muss, dann fehlt einem denke ich auch die Kraft und das Verständnis, um zu verstehen, wo man steht und wie man weiter geht.
Ich selber bin ein Fan von Olanzapin.
Ich durfte in den letzten über 10 Jahren erfahren, wie die Wirkung ist und je besser es mir ging, desto weniger hab ich das Medikament gebraucht.
Am Anfang waren 10mg sehr richtig für mich. Mit 15mg habe ich regelmäßig über 12h am Tag geschlafen und man wird träge und gemütlich. Es ist wirklich schön zu erleben, wie der Appetit zurückkehrt und man sich ausgeglichen und ungestresst fühlt.
Aber alles fällt ein bisschen zu schwer und man wird doch zu träge.
Ich denke das Medikament bewirkt, dass der Körpfer weniger aktiv sein will. Ich würde sagen, dass der Grundumsatz sinkt. Also der Körper brauch generell weniger und will auch nicht so aktiv sein.
Gleichzeitig lindert es die Wahrnehmungsstörungen, wenn sie diese auch nicht ganz nimmt, was finde ich letzten Endes auch gut ist.
Und je besser es mir ging, desto träger wurde ich wieder. Also fingen die 10mg an so zu wirken, wie die 15mg. Das hab ich mit dem Arzt besprochen und mit der Zeit konnte ich die Dosis in 2,5mg Schritten reduzieren. Letzten Endes brauchte ich die Medikamente eigentlich nur noch zum Schlafen, was inzwischen auch so ganz gut funktioniert.
Inzwischen bin ich froh über mich und mein Dasein in allen Formen.
Ich liebe die Herausforderung und bin froh, dass ich das an Verständnis gewonnen habe, was in den letzten Jahren passiert ist.
Durchgreifen zu können und immer mehr verstehen zu können, damit umgehen zu können, was die Welt bewegt. Erkennen zu können, was richtig ist und wie man das Leben verstehen muss, wenn man an die Menschheit, die Intelligenz und an das, was man glauben will, glauben kann!!!
Und ich finde es wirklich toll, deine Gedanken und Einstellungen dazu lesen zu können.
War eine lange Zeit ja sehr falsch alles.
Hoffentlich hast du Zeit und Lust mehr von dir und deinen Erfahrungen zu schreiben.
Tut echt gut zu wissen, dass andere Menschen auch richtig denken können und das Schöne im Dasein erkennen können.
Wenn man stimmenhören zum Beispiel als Krankhaft und Falsch versteht, dann entsteht auch kein Licht und kein lebenswertes Dasein.
Ist garantiert nicht einfach. Aber wenn man offen dafür ist und die Aufgabe erkennt, die letzten Endes sich doch sehr auf sich selbst bezieht, das Verständnis von einem selbst und es dann zu tiefgründigen Gedanken führt, dann merkt man ganz an sich selbst und das was man zu hören bekommt, in eine hoffnungserweckende Zukunft.
Und man lernt immer besser der Dunkelheit zuzuhören und zu erkennen, was in eine gute Entwicklungsrichtung führt.
Der richtige Glaube und das richtige Verständnis ist schließlich das, was einem hilft.
Und nicht die Kraft eine Lüge zur tragenden Illusion zum Antrieb zu machen.
So geht es denke jedem Menschen, der sich betroffen fühlen kann.
Ist ja was Gutes.
Und manche Menschen erkennen ziemlich schnell, dass Selbstgerechtes und abgrenzendes Verhalten zu einer schlechten Charakterformung führt und nicht zu einem Leben führt, dass einem Kraft spenden kann. Jedenfalls lässt mein Verständnis von allem so keine hoffnungserweckende und lebenswerte Zukunft entstehen.
"Stimmen hören kannst du, nur leider kannst du dieses Talent, diese Gabe nicht nutzen, dich bringt das noch durcheinander, dich macht das wirr und wie man sehen kann, lesen kann, diese Stimmen und dein Hören ist etwas Schreckliches für dich. Für mich nicht! Ich freue mich, ich bin froh, dass es so ist, das kann mir keiner nehmen, würde ich mir auch nie nehmen lassen. Damals, im Jahre 2000 habe ich einige Wochen durch diese Medikamente aufgehört zu hören können, war aber nach dem Absetzen dieser Mittel saufroh, dass das wieder zurückgekehrt ist, dieses Wahrnehmen. Mir gefällts so.
Mir kommt das als alles andere als eine Beeinträchtigung vor, eher als Gewinn, als einen Zusatz, der beruhigt, erbaut, gut fühlen lässt und so selbstverständlich ist für mich mittlerweile, dass ich mich nicht mehr frage, wieso es so ist."
Es ist wirklich motivierend lesen zu können, das du schon so lange Stimmen hören musst.
Bei mir hat es ein paar Jahre später angefangen. Ist auch schon sehr lange.
Und ja, so ist es am Anfang, wohl bei dir und bei mir auch gewesen.
Und wenn man zu hören bekommt, was richtig sein soll und wie man versucht die Daseinsprobleme zu lösen, dann merkt man irgendwann, dass die Bahauptung oder Illusionierung der Stimmenwelt wie die richtige Einstellung sei, ziemlich daneben ist.
Aber irgendwann hat man sich genug Gedanken gemacht und Erfahrung gesammelt, dass diese Symptomatiken kein Feind sein sollen, denn sonst bewirkt man nur, dass man den Kopf mit seinen Fähigkeiten nicht nutzen kann. Kognitives, akkustisches und visuelles Vorstellungvermögen, bzw. Wahrnehmungsfähigkeit.
Ist eigentlich ziemlich logisch. Sind diese Fähigkeiten falsch, was soll man dann mit seinem Kopf anstellen, der ja zu jeder Sekunde nützlich sein muss.
Wie sonst soll man eine Geschichte entsehen lassen, Musik als Kunst zu erkennen oder ein tolles Bild zu erzeugen. Weiß doch jedes Kind, dass es darum geht im Leben.
Und es ist doch besser, was zu können, wie etwas nicht zu können.
Kann doch nicht richtig sein, etwas nicht zu können.
Aber wenn die Stimmen und der Wille schlecht ist, dann kann es doch sehr zur Last fallen.
Wenn man aber weiß, wie man der Dunkelheit begegnet und was die Gefahren sind, dann geht es doch irgendwann nur sehr darum, andere zu erreichen und Stabilität und "Himmelsbildung" zu erzeugen... oder so ähnlich.
Schön dich heute so kennen zu lernen!