V
vom Pech verfolgt
Gast
Hallo
es wäre ganz toll, wenn ich hier jemanden erreichen könnte, der mir zumindest vielleicht über dieses Portal ein wenig zur Seite stehen könnte. Seit einem dreiviertel Jahr habe ich eine Unglückssträhne, die sich nach und nach durch jeden Bereich meines Lebens zieht und einfach nicht enden möchte.
Ich bin in sehr zerütteten Verhältnissen aufgewachsen. Meine Eltern haben immer gestritten und mich dabei voll hineingezogen. Es wurden sämtliche Grenzen überschritten, die Umgangsformen wurden täglich respektloser. Zwischen 9 und 22 Jahren hatte ich deswegen immer wieder Suizidgedanken. Als ich das Haus dann verlies, hat meine Mutter begonnen zu trinken, hat mich häufig betrunken angerufen und gesagt, dass ich sie nun im Stich lassen würde und mir wegen allem anderen ständig Vorwürfe gemacht. Selbst wenn mein T-Shirt nicht die richtige Farbe hatte, legte sie auf und sagte, dass ihr Kind so nicht sei...
Keine Unterhaltung verging ohne einen heftigen Streit, bis ich den Kontakt abbrach. Das ist nun zwei Jahre her. Es wurde zunächst nicht akzeptiert, besonders von meiner Mutter nicht. Mir ging es damit jedoch von Tag zu Tag besser. Noch heute weiß ich nicht, wie ich ein ruhiges Verhältnis herstellen könnte, zu groß ist auch die Angst, das alles von vorne beginnt. Es belastet mich jedoch sehr. Ab und zu habe ich das Gefühl meine Mutter zu sehen obwohl sie weit entfernt wohnt, dann merke ich, dass ich mich getäuscht habe und es eine fremde Frau ist...
Vor etwa vier Jahren habe ich einen Mann kennengelernt, in den ich mich sofort verliebte. Wir hatten eine Fernbeziehung. Nach und nach kam heraus, dass ich ganz und gar nicht die einzige war und er in jeder größeren Stadt mindestens eine Frau hatte. Ich war jedoch so auf ihn fixiert, dass ich es nicht beenden konnte. Ich glaube für mich ersetzte er die Familie, die ich nicht hatte. Er hielt mich auf Abstand und hat sich dann und wann das genommen, wofür ich meinen Platz in seinem Leben hatte. Im Oktober vergangenen Jahres, nach einer schrecklichen Entdeckung über ihn, hatte ich dann endlich den Mut, es zu beenden. Er schreibt mir noch heute hin und wieder und versucht ein Treffen zu arrangieren. Ich treffe mich nicht mehr mit ihm, aber unterhalten tue ich mich dennoch mit ihm. Ich bin von seinem Verhalten jedoch immer noch entsetzt und menschlich tief enttäuscht...
Im November, also einen Monat nach der "Trennung" von ihm bin ich dann sehr krank geworden. Bis heute nehme ich starke Medikamente, wache aber dennoch jeden Morgen mit Schmerzen auf und gehe jeden Abend mit Schmerzen ins Bett. Ich war monatelang krank geschrieben, bis ich auf Anraten der Ärzte meinen Job gekündigt habe, da dieser sehr stressig und zeitintensiv ist.
Seither bin ich arbeitslos. Ich habe mich arbeitslos gemeldet, weil ich arbeiten will und auch muss. Ich habe im Monat nach Abzug der Miete kaum Geld zum Überleben übrig und schreckliche Angst vor dem Winter. Ich weiss noch nicht, wie ich mir neue Schuhe kaufen soll oder einen warmen Pullover. Diese Geldnöte kenne ich bereits aus meiner Kindheit und das war wirklich immer sehr schlimm. Ich hatte gehofft dem durch einen guten Studienabschluss entgehen zu können und dennoch bin ich nun in dieser Situation.
Nächste Woche habe ich zwei Gespräche. Auch wenn ich für die Jobs lange Umzüge auf mich nehmen müsste und niemanden in der fremden Stadt kenne, sehe ich es als Chance. Auf der anderen Seite, weiß ich, wie einsam ich mich fühlen werde, es ist so schwer einen Freundeskreis neu aufzubauen. Und ich habe auch große Angst davor, den Anforderungen des Jobs nicht gewachsen zu sein wegen meiner Krankheit, dass sie sich wieder verschlimmert.
Mitte des Jahres gab es einen Lichtblick. Ich habe einen Mann kennengelernt und es war zunächst alles sehr schön. Ich dachte, dass ich nun auch einmal Glück haben würde. Er aber hält mich nun auch auf Abstand, eine vertraute Beziehung ist nicht möglich. Das macht mich ganz traurig. Auch bei ihm kann ich mich nicht einmal geborgen fühlen. Ich hatte ihm absichtlich nicht davon erzählt, dass es mir momentan so schlecht geht, da ich ihn nicht gleich verschrecken wollte.
Heute betrachte ich mein Leben und es kommt mir vor, als ob es ein riesiger Scherbenhaufen ist: krank, arbeitslos, ggf. die Aussicht auf einen Job in einer fremden großen Stadt, keinen Familienanschluss, kein Geld. Ich habe das Gefühl zu zerbrechen :,-(
Ich habe schon erfahren, wie Menschen darauf reagieren, wenn man sie mit seinen Problemen belastet: Sie ziehen sich zurück, reden schlecht oder man bekommt mitleidige Blicke, während sie einem vom tollen Urlaub, dem neuen Auto, der Gehaltserhöhung oder ihren Sorgen hinsichtlich der Restaurantwahl des Abends erzählen. Eine Gesprächstherapie wollte ich bereits machen, aber dafür muss ich sicher sagen können, ein halbes Jahr an Ort und Stelle zu bleiben, das kann sich momentan täglich ändern... Ich fühle mich so allein! Ich brauche unbedingt jemanden, der mich in den Arm nimmt und der einfach nur da ist, den gibt es aber nicht. Daher hoffe ich, vielleicht hier ein wenig Wärme (wenn das über das Internet überhaupt möglich ist?) zu erfahren.
Vielen Dank auf jeden Fall bereits einmal für das Lesen!
es wäre ganz toll, wenn ich hier jemanden erreichen könnte, der mir zumindest vielleicht über dieses Portal ein wenig zur Seite stehen könnte. Seit einem dreiviertel Jahr habe ich eine Unglückssträhne, die sich nach und nach durch jeden Bereich meines Lebens zieht und einfach nicht enden möchte.
Ich bin in sehr zerütteten Verhältnissen aufgewachsen. Meine Eltern haben immer gestritten und mich dabei voll hineingezogen. Es wurden sämtliche Grenzen überschritten, die Umgangsformen wurden täglich respektloser. Zwischen 9 und 22 Jahren hatte ich deswegen immer wieder Suizidgedanken. Als ich das Haus dann verlies, hat meine Mutter begonnen zu trinken, hat mich häufig betrunken angerufen und gesagt, dass ich sie nun im Stich lassen würde und mir wegen allem anderen ständig Vorwürfe gemacht. Selbst wenn mein T-Shirt nicht die richtige Farbe hatte, legte sie auf und sagte, dass ihr Kind so nicht sei...
Keine Unterhaltung verging ohne einen heftigen Streit, bis ich den Kontakt abbrach. Das ist nun zwei Jahre her. Es wurde zunächst nicht akzeptiert, besonders von meiner Mutter nicht. Mir ging es damit jedoch von Tag zu Tag besser. Noch heute weiß ich nicht, wie ich ein ruhiges Verhältnis herstellen könnte, zu groß ist auch die Angst, das alles von vorne beginnt. Es belastet mich jedoch sehr. Ab und zu habe ich das Gefühl meine Mutter zu sehen obwohl sie weit entfernt wohnt, dann merke ich, dass ich mich getäuscht habe und es eine fremde Frau ist...
Vor etwa vier Jahren habe ich einen Mann kennengelernt, in den ich mich sofort verliebte. Wir hatten eine Fernbeziehung. Nach und nach kam heraus, dass ich ganz und gar nicht die einzige war und er in jeder größeren Stadt mindestens eine Frau hatte. Ich war jedoch so auf ihn fixiert, dass ich es nicht beenden konnte. Ich glaube für mich ersetzte er die Familie, die ich nicht hatte. Er hielt mich auf Abstand und hat sich dann und wann das genommen, wofür ich meinen Platz in seinem Leben hatte. Im Oktober vergangenen Jahres, nach einer schrecklichen Entdeckung über ihn, hatte ich dann endlich den Mut, es zu beenden. Er schreibt mir noch heute hin und wieder und versucht ein Treffen zu arrangieren. Ich treffe mich nicht mehr mit ihm, aber unterhalten tue ich mich dennoch mit ihm. Ich bin von seinem Verhalten jedoch immer noch entsetzt und menschlich tief enttäuscht...
Im November, also einen Monat nach der "Trennung" von ihm bin ich dann sehr krank geworden. Bis heute nehme ich starke Medikamente, wache aber dennoch jeden Morgen mit Schmerzen auf und gehe jeden Abend mit Schmerzen ins Bett. Ich war monatelang krank geschrieben, bis ich auf Anraten der Ärzte meinen Job gekündigt habe, da dieser sehr stressig und zeitintensiv ist.
Seither bin ich arbeitslos. Ich habe mich arbeitslos gemeldet, weil ich arbeiten will und auch muss. Ich habe im Monat nach Abzug der Miete kaum Geld zum Überleben übrig und schreckliche Angst vor dem Winter. Ich weiss noch nicht, wie ich mir neue Schuhe kaufen soll oder einen warmen Pullover. Diese Geldnöte kenne ich bereits aus meiner Kindheit und das war wirklich immer sehr schlimm. Ich hatte gehofft dem durch einen guten Studienabschluss entgehen zu können und dennoch bin ich nun in dieser Situation.
Nächste Woche habe ich zwei Gespräche. Auch wenn ich für die Jobs lange Umzüge auf mich nehmen müsste und niemanden in der fremden Stadt kenne, sehe ich es als Chance. Auf der anderen Seite, weiß ich, wie einsam ich mich fühlen werde, es ist so schwer einen Freundeskreis neu aufzubauen. Und ich habe auch große Angst davor, den Anforderungen des Jobs nicht gewachsen zu sein wegen meiner Krankheit, dass sie sich wieder verschlimmert.
Mitte des Jahres gab es einen Lichtblick. Ich habe einen Mann kennengelernt und es war zunächst alles sehr schön. Ich dachte, dass ich nun auch einmal Glück haben würde. Er aber hält mich nun auch auf Abstand, eine vertraute Beziehung ist nicht möglich. Das macht mich ganz traurig. Auch bei ihm kann ich mich nicht einmal geborgen fühlen. Ich hatte ihm absichtlich nicht davon erzählt, dass es mir momentan so schlecht geht, da ich ihn nicht gleich verschrecken wollte.
Heute betrachte ich mein Leben und es kommt mir vor, als ob es ein riesiger Scherbenhaufen ist: krank, arbeitslos, ggf. die Aussicht auf einen Job in einer fremden großen Stadt, keinen Familienanschluss, kein Geld. Ich habe das Gefühl zu zerbrechen :,-(
Ich habe schon erfahren, wie Menschen darauf reagieren, wenn man sie mit seinen Problemen belastet: Sie ziehen sich zurück, reden schlecht oder man bekommt mitleidige Blicke, während sie einem vom tollen Urlaub, dem neuen Auto, der Gehaltserhöhung oder ihren Sorgen hinsichtlich der Restaurantwahl des Abends erzählen. Eine Gesprächstherapie wollte ich bereits machen, aber dafür muss ich sicher sagen können, ein halbes Jahr an Ort und Stelle zu bleiben, das kann sich momentan täglich ändern... Ich fühle mich so allein! Ich brauche unbedingt jemanden, der mich in den Arm nimmt und der einfach nur da ist, den gibt es aber nicht. Daher hoffe ich, vielleicht hier ein wenig Wärme (wenn das über das Internet überhaupt möglich ist?) zu erfahren.
Vielen Dank auf jeden Fall bereits einmal für das Lesen!