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Und jeden Winter grüßt das Murmeltier

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Gast

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Hallo Community,

ich gehe nun in das 5. oder 6. Jahr, das von einer Winterdepression eröffnet wird. So langsam sollte man doch meinen, ich könne aufgrund meiner Erfahrungen damit schon umgehen, aber es haut mich jedes Mal aufs Neue aus den Latschen.

Zwischenzeitlich litt ich schon an einer stark depressiven Phase, die sich über knapp 2 Jahre hinweg zog und medikamentös behandelt wurde. Psychotherapeutisch wurde ich nicht groß begleitet, weil mit der einzig Verfügbaren nicht so recht auf einer Wellenlänge war und mich ihr einfach nicht anvertrauen mochte.
Auch bin ich schon seit Kindesbeinen mit depressiven Verstimmungen vertraut (mir wurde so mit 4 eine Kindesdepression diagnostiziert, der halt mit einer Kur und sowas entgegen gewirkt werden sollte), aber ich schaffe es eben immer wieder auch da hinaus und führe zumeist ein bemüht normales Leben, auch wenn immer irgendwie etwas.. lauert, wenn ihr versteht.
Allerdings bin ich in keiner Form mehr in Behandlung und handhabe es auch seit ca. Mitte 2014 so, dass ich mein schlechtes Befinden weitestgehend für mich behalte.
Nicht weil ich auf keine Unterstützung bauen könnte, sondern schon fast auf zu viel. Ich habe einfach nicht das Verlangen, mich in Psychotherapie zu begeben, würde aber wohl von meiner Mutter dazu gedrängt werden etc.

Zu meiner Person und konkreten Situation: Ich werde bald 17 und gehe in die 11. Klasse eines Gymnasiums. Nüchtern betrachtet kann ich mich eigentlich nicht beschweren: Die Schule läuft durchschnittlich bis gut, ich habe Anschluss gefunden, wovor ich Bammel hatte, da man aus dem Klassenverband gerissen wurde und in das Kurssystem hinein, ich habe seit fast 1,5 Jahren einen Partner mit dem alles soweit sehr harmonisch läuft und und.
Und trotzdem, wie alle Jahre wieder, befinde ich mich gerade wieder in einer schrecklichen Episode. Ich bin antriebslos, möchte nur noch schlafen, leide aber wieder an massiven Schlafstörungen, habe dauerhaft unheimlich bedrückte Stimmung oder ein Gefühl der Taubheit... Ich schiebe auf, was sich nur aufschieben lässt, wobei ich mich sonst um möglichst ausgewogen verteilte Arbeit bemühe und klappe hier halb zusammen, wenn ich den imaginären Berg an Aufgaben vor meinem inneren Auge sehe.
Letztes Jahr habe ich mich eine Woche lang vom Arzt von der Schule befreien lassen, um wieder etwas Boden unter den Füßen zu gewinnen und eine kleine Auszeit nehmen zu können, aber ich habe nicht das Gefühl mir das nun in der Oberstufe groß erlauben zu können...

Ich möchte hier also um etwas Hilfe bitten. Vielleicht Tipps, wie ihr euch helfen könnt, wenn mal wieder nicht nur der Himmel, sondern das ganze Gemüt grau ist...
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Murmeltier,
wenn deine Beschwerden immer im Winter
auftreten, liegt ein Zusammenhang mit
Verhalten nahe, das du im Winter vermeidest,
das könnte z.B. sein:

- ausreichende Vitamin D-Versorgung
- zu wenig Licht
- zu wenig Bewegung
- weniger soziale Kontakte

Überlege doch bitte nochmal, was im Sommer
anders ist und was den Unterschied ausma-
chen könnte.

Vitamin-D-Spiegel kann der Arzt bestimmen,
der lässt sich auch leicht ausgleichen; beim
Licht gibt es spezielle Lampen oder du kannst
ab und zu ins Solarium gehen.

Gruß, Werner
 

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