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Umgangs-Besuchsrecht

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Ö

ÖvverallBAP

Gast
Hallo!
Mir wurden im Februar für meine beiden Kiddies (12 und 7) das Aufenthaltsbestimmungsrecht gerichtlich zugesprochen. Wenn ich jetzt alle Gründe dafür aufzählen müsste, sitze ich morgen noch hier.Jedenfalls ist bis dato alles gut gelaufen. Einziger und dabei schwerster Wermutstropfen: das Umgangsrecht bzw. Besuchsrecht. Meine Kids wollen zur Zeit nicht zu ihrer Mutter. Es gab schon desöfteren Theater mit ihr, sogar schon ein Zwangsgeld wollte sie mir aufbrummen...
Niemand (ausser ein paar wenige) glauben mir, dass ich die Kids NICHT gegen ihre Mutter aufhetze! Die "Tanten" vom Jugendamt schwafeln nur so Zeugs wie " die Fehler der vergangenheit zählen nicht mehr" oder "ihre Nochehefrau hat das Recht..."
Warum kann den Kindern nicht das recht zugestanden werden, ihre Mutter dann zu Besuchen, wenn die Beiden es wollen?!?! Wer kann mir hierzu ein paar Tipps oder Ratschläge geben? Wäre super, wenn ich was von Euch höre.

P.S. einen ganz dicken Kuss an meinen Schatz, 831 Sweety!!
 
Hallo ÖvverallBAP,

zunächst muss ich mal loswerden, dass es schon etwas merkwürdig anmutet hier und in diesem Zusammenhang Deinen "Schatz" zu küssen... aber wie Du meinst.

Also, wenn es so ist, dass Deine Kinder ihre Mutter nicht besuchen möchten und Du ihnen diese Aussage auch nicht "einprügelst", wieso nimmst Du sie dann nicht mal mit zum Jugendamt? Unabhängig von der Vergangenheit oder wer das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, der andere hat eben das Besuchsrecht.

Wenn die Kinder das aber nicht wahrnehmen wollen, kann sie auch keiner zwingen dorthin zu gehen. Punkt. Ich selbst wurde damals auch von meinem Vater auf sein Besuchsrecht verklagt. Soll heißen: ich wollte nicht hin, aber er wollte, dass ich alle zwei Wochen zu ihm komme. Ich sagte ihm selber (ich war 11), dass ich nicht will, dann verklagte er mich. Richtig, ich, das Kind, war die Angeklagte, nicht meine Mutter als Sorgeberechtigte, denn die hat ihm die Besuche ja nicht verboten. Dann folgte eine Gerichtsverhandlung und das wars. Natürlich musste ich erzählen, warum ich nicht dorthin möchte, aber generell haben auch Kinder unter 14 das Recht "nein" zu sagen. Es muss bloß eine äußere Instanz feststellen, dass der Wunsch wirklich vom Kind und nicht vom anderen Elternteil ausgeht (was ich sehr richtig so finde). Wenn Du mit den Kinds am Jugendamt stehst und denen genau dieses Problem und eben nicht die Probleme der Vergangenheit schilderst, warum sollten sie die Meinung vertreten, dass die Kinder keinen eigenen Willen haben dürfen?

Vielleicht fehlt Dir manchmal ein bißchen das Gespür, welche Sachverhalte wo und wie angebracht sind - nicht nur hier, sondern z.B. auch bzgl. der bisherigen Gespräche beim Jugendamt? (nicht allzu bös aber durchaus ernst gemeint)

Gel06
 
Kann mir nicht vorstellen,daß es die Kinder(zumindest das ältere) nicht klar begründen kann und darf.
Gab es Gewalt?
Nur diesen Grund halte ich für dauerhaft hinderlich(oder Mißhandlung,Vernachlässigung,jetzt noch vorliegendes Suchtverhalten).
Laß Deine Ex (??) den Kindern ein Handy geben..auf denen sie jederzeit ohne Zensur anrufen kann.Laß durch die Kinder selbst erst mal Veranstaltungen vorschlagen...z.B. Zoo-Besuche.
Da ist kaum "Gefahr" zu erwarten.Und es ist begrenzt.
Das ältere Kind wird dann sowieso in Kürze wirklich nur das tun,was es selbst will. Das müßt Ihr beide akzeptieren.
Ein Sorgerecht/Aufenthaltsbestimmungsrecht ist JEDERZEIT neu beantragbar..auch Deine Ex(?) kann ..z.B. bei frustrierendem Verlauf der Besuchsregelung) neu beim Familiengericht klagen( und hat als Mutter eigentlich die größere Chance...es sei denn,Du fährst harte Geschütze auf).
Bei zweifelhaften Kindesaussagen wird "Glaubwürdigkeitsgutachten" angefordert..Kinder müssen zum Psychologen...

Nur bei eindeutigem Kindeswillen(erlebte Gewalt/Ablehnung) ist dauerhaft mit Besuchsablehnung zu rechnen.Oft kippt der Kindeswunsch in der Pubertät komplett um...
 
Ich finde es wichtig, dass die Kinder Umgang mit beiden Eltern haben. Sie lieben beide Elternteile, kommen aber in eine Zwickmühle, wenn sie merken, dass zwischen den Eltern grosse Spannungen sind.
Meine Tochter leidet auch darunter, dass ich ihre Mutter nicht mehr ertragen kann und meinen Kontakt zu ihr (nicht den meiner Tochter) auf das Nötigste reduzierrt habe. Aber wir arbeiten da gerade an einer Verbesserung.
Wahrscheinlich würde es besser werden, wenn du wenigstens ein Verhältnis ohne Spannungen zur Mutter deiner Kinder aufbauen könntest.
 
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