Hey, ich versuche aktuell, mich selbst und einige psychische Probleme/Unsicherheiten, die ich in mir trage, besser zu verstehen und mich mit anderen auszutauschen, denen es vielleicht ähnlich geht.
Ich bin ein insgesamt eher ruhiger, ernsthafter und zurückhaltender Mensch. Das war ich eigentlich auch schon immer. Ich wirke nach außen häufig distanziert oder sehr kontrolliert und letzteres stimmt irgendwie auch. Ich habe mir über viele Jahre angewöhnt, wenig Persönliches von mir zu zeigen. Mein Umfeld z.B. würde vermutlich sagen, dass Musik für mich keine große Rolle spielt, weil ich das auf Nachfrage immer so gesagt habe. Das stimmt aber eigentlich nicht. Ich höre gerne Musik, aber ich schäme mich für meinen Musikgeschmack und wollte daher nie, dass die Leute wissen, was ich gerne höre.
Generell bin ich sozialen Interaktionen seit meiner Kindheit häufig gezielt aus dem Weg gegangen und habe bis heute Probleme damit, mich in die Öffentlichkeit zu wagen. Diese Zurückhaltung hat mir zwar lange ein Gefühl der Sicherheit gegeben, aber gleichzeitig merke ich inzwischen, dass ich mich dadurch eben auch selbst enorm einschränke.
Besonders schwer fallen mir unstrukturierte soziale Situationen wie Begegnungen in größeren Gruppen oder Partys – aber auch im Alltag habe ich immer wieder das Gefühl, eine Zumutung für mein Umfeld zu sein. In der Uni (oder früher auch in der Schule) hatte ich seltsamerweise nie den Impuls, nicht hinzugehen oder mich dem sozialen Kontakt dort zu entziehen. Meine Probleme tauchen immer erst dann auf, wenn es um zwischenmenschliche Interaktion geht. Diskussionen über konkrete Sachthemen haben mir also nie Schwierigkeiten bereitet, wohingegen bei mir sofort die Fluchtreaktion einsetzt, wenn es um soziale Bindung geht bzw. wenn ich mich Situationen aussetze, in denen ich eigentlich aus mir herauskommen bzw. "locker" sein sollte.
Ich kann Gesprächen teilweise kaum folgen, weil ich innerlich so sehr damit beschäftigt bin, mein aktuelles Auftreten zu bewerten und habe große Probleme damit, im Gespräch Augenkontakt zu halten. Auf Partys erreicht diese Unsicherheit dann ihren Höhepunkt. Ich bin da leider immer der typische Vollidiot, der sich früh am Abend einen Platz aussucht, an dem er dann für die nächsten fünf Stunden mit seinem Glas in der Hand herumsteht, das Geschehen von außen beobachtet und hofft, dass er bloß nicht angesprochen wird. Und trotzdem fühle ich mich hinterher immer extrem erschöpft.
Mein Hauptproblem bei all dem ist, dass ich im Grunde genommen ja weiß, dass mir dieses Verhalten nicht guttut. Auf rationaler Ebene weiß ich auch, dass meine sozialen Ängste vermutlich in den meisten Fällen Quatsch sind und dass mich sowieso niemand so wirklich wahrnimmt. Mir gelingt es aber dennoch seit Jahren nicht, meine Gefühlsebene mit dieser Erkenntnis in Einklang zu bringen…
Im letzten Jahr hat sich meine mentale Gesundheit auch eher noch verschlechtert, als dass sie sich gebessert hat. Ich verlasse das Haus mittlerweile nur noch für alltägliche Verpflichtungen. Das hat wahrscheinlich auch mit einigen unschönen Entwicklungen im Privaten zu tun, aber wenn ich so zurückdenke, war diese Entwicklung innerlich schon länger angelegt.
Falls jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat: Was hat euch geholfen, diese innere Mauer endlich zu durchbrechen?
Ich bin ein insgesamt eher ruhiger, ernsthafter und zurückhaltender Mensch. Das war ich eigentlich auch schon immer. Ich wirke nach außen häufig distanziert oder sehr kontrolliert und letzteres stimmt irgendwie auch. Ich habe mir über viele Jahre angewöhnt, wenig Persönliches von mir zu zeigen. Mein Umfeld z.B. würde vermutlich sagen, dass Musik für mich keine große Rolle spielt, weil ich das auf Nachfrage immer so gesagt habe. Das stimmt aber eigentlich nicht. Ich höre gerne Musik, aber ich schäme mich für meinen Musikgeschmack und wollte daher nie, dass die Leute wissen, was ich gerne höre.
Generell bin ich sozialen Interaktionen seit meiner Kindheit häufig gezielt aus dem Weg gegangen und habe bis heute Probleme damit, mich in die Öffentlichkeit zu wagen. Diese Zurückhaltung hat mir zwar lange ein Gefühl der Sicherheit gegeben, aber gleichzeitig merke ich inzwischen, dass ich mich dadurch eben auch selbst enorm einschränke.
Besonders schwer fallen mir unstrukturierte soziale Situationen wie Begegnungen in größeren Gruppen oder Partys – aber auch im Alltag habe ich immer wieder das Gefühl, eine Zumutung für mein Umfeld zu sein. In der Uni (oder früher auch in der Schule) hatte ich seltsamerweise nie den Impuls, nicht hinzugehen oder mich dem sozialen Kontakt dort zu entziehen. Meine Probleme tauchen immer erst dann auf, wenn es um zwischenmenschliche Interaktion geht. Diskussionen über konkrete Sachthemen haben mir also nie Schwierigkeiten bereitet, wohingegen bei mir sofort die Fluchtreaktion einsetzt, wenn es um soziale Bindung geht bzw. wenn ich mich Situationen aussetze, in denen ich eigentlich aus mir herauskommen bzw. "locker" sein sollte.
Ich kann Gesprächen teilweise kaum folgen, weil ich innerlich so sehr damit beschäftigt bin, mein aktuelles Auftreten zu bewerten und habe große Probleme damit, im Gespräch Augenkontakt zu halten. Auf Partys erreicht diese Unsicherheit dann ihren Höhepunkt. Ich bin da leider immer der typische Vollidiot, der sich früh am Abend einen Platz aussucht, an dem er dann für die nächsten fünf Stunden mit seinem Glas in der Hand herumsteht, das Geschehen von außen beobachtet und hofft, dass er bloß nicht angesprochen wird. Und trotzdem fühle ich mich hinterher immer extrem erschöpft.
Mein Hauptproblem bei all dem ist, dass ich im Grunde genommen ja weiß, dass mir dieses Verhalten nicht guttut. Auf rationaler Ebene weiß ich auch, dass meine sozialen Ängste vermutlich in den meisten Fällen Quatsch sind und dass mich sowieso niemand so wirklich wahrnimmt. Mir gelingt es aber dennoch seit Jahren nicht, meine Gefühlsebene mit dieser Erkenntnis in Einklang zu bringen…
Im letzten Jahr hat sich meine mentale Gesundheit auch eher noch verschlechtert, als dass sie sich gebessert hat. Ich verlasse das Haus mittlerweile nur noch für alltägliche Verpflichtungen. Das hat wahrscheinlich auch mit einigen unschönen Entwicklungen im Privaten zu tun, aber wenn ich so zurückdenke, war diese Entwicklung innerlich schon länger angelegt.
Falls jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat: Was hat euch geholfen, diese innere Mauer endlich zu durchbrechen?