Richtig, du musst dich selbst in Behandlung begeben, um.an deinen eigenen Baustellen zu arbeiten. Oder.so.
Das Thema Therapeut ist ja schon eine Baustelle. Da nimmt mich keiner ernst.
Ich wirke nicht labil. Eigentlich halte ich mich ziemlich gut zwischen den extremen Absturz und Normalität.
Therapeuten sehen das auch ganz anders als ihr zum Beispiel.
Die schauen gezielt auf Fremd- und Eigengefährdung.
Ich kann noch nicht mal Therapeuten verständlich machen dass ich Rat und Hilfe gut gebrauchen könnte.
Da müsste ich wohl erst in einer schlimmen Depri stecken. Aber ich freue mich ja immer wenn ich diese Therapeuten beim Erstgespräch sehe. Da denken die wahrscheinlich schon mal, der Frau geht's doch gut.
Naja, ist ja irgendwo auch so. Paar kleine Dinge erledigen und alles ist gut und läuft in eine bessere Richtung.
Mich hauen nur diese negativen Erfahrungen mit anderen Menschen um.
Wegen dem Kumpel wurde jetzt wieder die Verluste Schleife getriggert.
Und es macht mich so wütend, dass dieser Mensch sich lieber für Drogen und was auch immer entscheidet anstatt für gute Kontakte zu anderen Menschen.
Wut, Traurigkeit, Annahme.
Wenn ich mir vorstelle, was hätte sein können... Das macht schon wütend und traurig.
Ja irgend wann kommt das Akzeptieren dessen was ist. Nehme ich mal an. Wenn nicht endet es in Verbitterung.
Gute Kontakte sind dass was mir und auch anderen Kraft geben um mit Widrigkeiten und Herausforderungen besser klar zu kommen und umzugehen.
Ich kann froh sein, dass ich derzeit die Leute auf der Arbeit habe. Ganz so ideal ist es zwar auch nicht, doch ich glaube der Nutzen ist größer. Mir fehlen etwas die klaren Strukturen. Einmal heißt es so, dann wieder so, später doch wieder so. Das macht mich fast verrückt^^ Der eine sagt so, der andere so, kommt noch dazu. Und es gibt keine ehrliche Erklärung, warum jetzt doch wieder anders, weil dann müsste man ja zugeben, das dass vorher doch nicht so gut war? Hm nunja, ein Übungsfeld.
Meine Tochter verhält sich wieder angemessen, hat sie wahrscheinlich doch gecheckt, dass es nicht in Ordnung war was sie am Samstag raus ließ. Es gibt Grenzen, ja.
Da geht's mir gleich wieder besser wenn das Verhältnis wieder gut ist. Ich passe auf was und wie ich etwas sage und sie auch. Ich traue mich natürlich gar nicht sie um etwas zu bitten. In der Hinsicht hat sie erstmal gewonnen. Aber irgendwelche Aufgaben sollte sie doch auch im Haushalt übernehmen, oder nicht? Schon zu spät dafür?
Es wird immer ein Auf und Ab geben und ich muss darauf achten, sie in ihrer Selbständigkeit zu unterstützen. Vieles macht sie halt falsch und wenn ich sie darauf aufmerksam mache, wird sie bockig und beleidigend. Vielleicht sollte ich sie einfach diese Fehler machen lassen. Ich mag es halt gerne geordnet und perfekt, aber Madame halt nicht. Da werden die stinkigen Straßenschuhe zu den sauberen Kleidern in den Koffer gestopft. Ich versuche ihr mal nahezulegen dass man die Schuhe vorher besser in eine Plastiktüte einpackt. Hm. Das könnte schon wieder zu viel Einmischerei für sie sein.
Dann halt dreckige Schuhe bei den sauberen Kleidern?
Das muss doch aber richtig gemacht sein, geht mir durch den Kopf. Oder soll mir das egal sein?
Immerhin packt sie ihre Sachen für den Ausflug selbst. Viel zu früh natürlich. Und ich weiß gar nicht was sie eingepackt hat. Vielleicht Shirts die gar nicht mehr passen.
Gleich befasse ich mich mit der Terminvereinbarung in diesem Zentrum für Autismus. Schulbegleitung beantragen auch. Bin gespannt was die dafür wieder alles wollen. Einfach ist ja nicht, hoch lebe die Bürokratie.
Mir ist mein Zynismus bewusst.
Ja die Wut und Negativität sticht momentan sehr heraus.
Ich weiß nicht wirklich, was zu viel war. Wahrscheinlich schon der Kumpel, der sich jetzt einfach wieder gar nicht meldet.
Dabei ist das ja aber gut so. Ich hatte ihm noch zwei Mal etwas geschrieben, aber kurz darauf wieder gelöscht. Weil mir einfiel ich mag nicht in sein verworrenes Denken hineingezogen werden.
Das letzte was er schrieb, da gab er mir ja schon wieder die Schuld. Hätte wohl einfach sein Kiffen nicht kritisieren dürfen.
Es kann auch nur nach hinten los gehen, wenn man einem Süchtigen ein Ultimatum stellt.
Er hatte mir ja davon erzählt, dass er mehrere Tage kein Gras Zuhause hatte, er experimentierte dann mit den Resten, der Asche sozusagen um das noch vorhandene THC raus zu lösen... Hm.
Ich weiß nicht ob ich etwas falsch gemacht habe. Vielleicht hätte ich ihm helfen können. Was natürlich nur möglich ist, wenn es einen selbst nicht belastet und beeinträchtigt.
Wie schaffen das Sozialarbeiter in Suchtberatungszentren.
Klar, man sollte erst mal selbst sein Leben überwiegend im Griff haben.
Ich denke es war schon besser so bzw anders habe ich es nicht hinbekommen.
Ich blieb ja schon ruhig als er mich verbal angriff und dachte mir ich habe es da mit etwas gestörtem zu tun. Anschließend drängte meine Ego danach mich von so was kränkendem fern zu halten. Ich nehme es halt doch noch persönlich. Gebe zu viel darauf was jemand sichtbar krankes, zu mir sagt.
Das gleiche ja bei meiner Tochter. Hinnehmen, runterschlucken und versuchen ein Bewusstsein beim anderen dafür zu wecken, dass man so mit anderen nicht umgeht und redet. Anders kann ich es bei meinem Kind nicht machen.
Aber bei dem Kumpel habe ich es anders gemacht. Der wurde gleich aussortiert. Der war auch nicht wirklich empfänglich für das was ich sagte.
Mal schauen wie lange meine Tochter dafür noch empfänglich ist.
Letztendlich geht es darum seine Gefühle und Verhalten anderen gegenüber zu managen.
Aber Zuhause kann sie halt sein wie sie will, nachdem sie sich in der Schule gut im Griff hatte.
Ach ja das ist schon nicht leicht.
Mal schauen wie die Therapie dann mal hilft und ob ich auch noch jemand passendes finde.