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Übertherapiert?

Hallo, lieber OddThomas,

mach Dir keine Sorgen wegen uns hier, ich bitte Dich.
Du hast nicht geheult, wie "ein kleines Kind", wofür Du Dich etwa schämen müsstest. Du hast geheult, wie wir das alle schon einmal getan haben in unserem Leben in größter Hilflosigkeit, ohne Perspektive, wie es weitergehen soll!

Aber das Weinen selbst hat schon eine heilsame Wirkung und dann gibt es noch so etwas, das heißt ZEIT. In diese Zeit können wir alles reinpacken und verarbeiten. Sie vergeht langsam, wenn wir es brauchen, um Dinge zu verdauen, und sie vergeht leider viel zu schnell, wenn es mal gerade schön ist. Aber sie hat Geduld mit uns und das ist wichtig. Setz Dich nicht unter Druck mit Deiner Tagesstruktur. Wenn sie jetzt nicht hinzukriegen ist, dann lass sie doch und döse oder schlafe, "was das Zeug hält". Werde locker und nutze jedes noch so klitzekleine Wohlgefühl, das sich zwischen drin mal einstellt. Sammle diese Momente regelrecht in Erwartung auf die Fortführung Deiner Therapie.

Wir denken hier an Dich und "funken" Dich zwischendrin mal wieder an, wenn die Pause zu lang wird.

Bis dahin, liebe Grüße

Barnici
 
A

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Re: Übertherapiert?
Hallo OddThomas,

schau mal hier:
Übertherapiert?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Hallo Thomas,

dann könntest du den Satz wie folgt formulieren:

Auch wenn ich es geheuchelt finde mich zu lieben, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.
oder:
Auch wenn ich eine Niete bin, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.

Bei dieser "Therapie" wird in den Sätzen ausformuliert, was ist. Fühlt man sich gerade wie Schmutz, dann heißt es halt: Auch wenn ich mich wie Schmutz fühle, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin. - So einen ähnlichen Satz hat mir vor kurzem jemand vorgeschlagen. In der Situation, in der ich damals war, war er stimmig und hat auch funktioniert.

Alles Gute dir, Dame
 
Hallo, OddThomas,

vielleicht freust Du Dich über eine kleine Störung, wobei ich hoffe, daß Du zurecht kommst.

Ich hatte ja letzt kurz das Thema Klinik angesprochen. Du schreibst vom BKH Ansbach. Schau bitte mal in die Adresse "klinikbewertungen.de" rein und rufe dann das BKH Ansbach auf. Da gibt es ca. 5 Bewertungen für die Psycholog. Abteilung. Klingt ja erschreckend. Vielleicht solltest Du mal in dieser Page nach anderen Kliniken in Deiner erreichbaren Nähe suchen und gleich die Bewertungen lesen. Eventuell kannst Du doch eine Umstellung über den Hausarzt beantragen. Könnte Dir das ein bisschen Auftrieb geben? Ich habe kurz in die Euromed-Klinik Fürth (Abtlg. Psychosomatik) reingeschaut: nur beste Bewertungen. Wenn das nicht zu weit ist für Dich, zumindest was ambulante Behandlung anbelangt, dann frag doch mal wegen Wechsel.

Ansonsten kann ich Dir nur die Daumen drücken, daß es nicht zu öde für Dich ist im Moment! Laß den Kopf nicht hängen!

Liebe Grüße

Barnici
 
Hallo, OddThomas,

vielleicht freust Du Dich über eine kleine Störung, wobei ich hoffe, daß Du zurecht kommst.

Das ist keine Störung und ich freue mich wirklich.

Das BKH an sich ist schon OK, die Tagesklinik war nur nichts für mich und im letzten stationären Aufenthalt, konnte ich mich nicht auf die Therapie einlassen, es lag an mir, daß da nicht viel erreicht wurde.

Die Euro-Med ist eine Privatklinik, ich bin gesetzlich versichert.

Außerdem reichts jetzt mal mit Vollstationären Aufenthalten, komm mir ja langsam blöd vor und dann ist da noch die Gefahr der Hospitalisation, gerade in meinem momentanen Zustand seh ich da Probleme, von wegen Verantwortung abgeben und so.

Am 22 Oktober hab ich meinen ersten Termin, beim Psychologen, bis dahin werd ich schon durchhalten.

LG und Danke
 
Hallo,

sieh es optimitisch. Manchmal passiert es ja auch, daß ein anderer ausfällt für einen früheren Termin und Du dann nachrutschen kannst. "Manchmal hat der Mensch auch Glück, Du wirst schon sehn!"

Inzwischen "funken" wir Dich so ab und zu mal an, damit Du mal auf andere Gedanken kommst!!!

Liebe Grüße

Barnici
 
Großes Lob an Barnici, ich hab jetzt mit gelesen und toll, wie du auf OddThomas eingehst.
Ich komme übrigens auch aus dem Münchner Raum.
Auch was Dame geschrieben hat, finde ich gut. Das werde auch ich ausprobieren, ob es mir hilft.
@ OddThomas

Ich wüsche dir, dass du mehr Geduld mit dir auf bringst und du dich so akzeptieren und lieben lernst, wie du bist.
Es ist schwer, weis ich selber, da ich ähnliche Probleme habe, aber man kann in kleinen Schritten schon etwas bewegen.
 
Heut ists mal wieder richtig schlimm,diese scheiß Gedankenspirale.
Beim Krisendienst hab ichs auch schon versucht, hab aber, nach ein paar Minuten wieder aufgelegt.
Bin komplett durch den Wind und weiß gar was ich hier schreiben soll,bzw. was ich mir im Augenblick davon erhoffe
 
Hallo, OddThomas,

sag mal, hast Du eigentlich keinen Menschen da um Dich rum, vielleicht Nachbarn, mit denen Du mal ein Wort wechseln könntest? Warst Du gestern zur Wahl oder gehörst Du zu den Nichtwählern?
Jetzt brauchen wir uns ja gar nicht groß umgewöhnen, es wird halt (vermutlich vorwiegend) weiter "gemerkelt". Aber wer weiß, vielleicht gibt es über Guido doch mal was "Neues im Westen", wenn Angela und er auf der selben "Welle" (nlänge) schwingen. Man weiß ja nie!

Ich habe gerade erst vorhin gesehen, daß Du gestern schon geschrieben hattest. Hast Du eigentlich Medikamente für solche Momente des Einbruchs? Ich weiß nicht, ob ich Dich überfordere, aber versuch doch mal zu beschreiben, welche Gedanken es sind, die Dich dann in den Wirbel ziehen. Ist es nur Deine Ex-Partnerin und die Tochter, oder kämpfst Du mit der weiter zurückliegenden Vergangenheit? Sag uns doch, wenn wir etwas spezielles für Dich tun können.

Ich weiß ja nicht, ob es Dir was bringen könnte, Dinge niederzuschreiben (per Hand oder in den PC), einfach eine Art Biografie, angefangen im Kleinkindalter, von dem Moment an, wo Du Dich entsinnen kannst. Eine andere Möglichkeit wäre, Dir ein Diktiergerät zu kaufen und Deine Geschichte auf Bänder zu sprechen. Ich hielte das für Dich fast für besser, weil Du dabei Deine Stimmbänder aktivierst und Deine Stimme auch gleichzeitig hörst. Dein Brustkorb kommt beim Sprechen ins Schwingen und gleichzeitig ist das Einsamkeitsgefühl gemindert. Auch ist Aktivität da, es läuft was und Du erleichterst Dich durch das Aus- und Aufsprechen auf Band. Die Bänder könntest Du sammeln, aufbewahren und eines ferneren Tages, wenn es Dir besser geht, wieder anhören und Dich dann wundern, wie es Dir nur so schlecht gehen konnte. Mach doch mal einen Anlauf, selbst wenn es auf Anhieb nicht gleich klappt. So ist schon mancher zum Schriftsteller geworden!

Würdest Du es eigentlich blöd finden, wenn ich Dir rate, einmal irgendwo raus zu radeln, in den Wald oder freies Feld, was es halt bei Dir so gibt, und einfach mal zu schreien? Wird nicht gleich klappen beim ersten Mal, Du wirst Angst haben, daß Dich jemand hört. Aber wenn niemand da ist, hol Luft und schrei, so laut Du kannst! Und wenn Du weinen musst, dann weine einfach wie ein Kind. Und schäme Dich nicht, weil Du ein Mann bist, wir sind alle aus dem gleichen Stoff gemacht und funktionieren auch alle gleich!

Gib nicht auf, OddThomas, und quäl Dich nicht in dieser unmenschlichen Weise. Ich habe Dir über die Zeit geschrieben, Du kannst Dich darauf verlassen. Wenn Du über dem Berg bist, und darum musst Du Dich bemühen, wirst Du Dich einer anderen Partnerin zuwenden können und auch wieder Glück zurückgeben können.

Und wenn alle Stricke mal wieder reißen und Du die Nummer der Krisenintervention wählst, dann leg nicht wieder auf, ich bitte Dich. Es ist ja dann doch wenigstens eine menschliche Stimme, die Dich versteht und Dir helfen möchte.

Ich hoffe sehr, daß es Dir heute tagsüber doch wieder einigermaßen ging und Du heute wenigstens gut schlafen kannst. Denk an den Wald und geh viel raus, die herbstliche Luft tut ihr übriges.

Ich freue mich, wenn Du Dich wieder meldest!

Liebe Grüße

Barnici
 

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