Lilia
Aktives Mitglied
hallo lilia
meine eltern trinken seit dem ich denken kann.
ich habe viel gesehen und miterlebt.
ich habe mir immer einen kopf gemacht wie ich die da raus hole, aber ich denke die wollen nicht anders, denn sein leben in ordnung zu bringen ist schwieriger als sich selbst zu bemitleiden und allen anderen die schuld zu geben.
meine eltern haben mich auch immer provoziert aber ich bin dahinter gekommen das sie das machen um aufmerksamkeit zu bekommen, denn sich darüber zu streiten was sie falsch machen ist einfacher für die als sich gedanken darum zu machen wie sie ihr leben auf die rechte bahn bekommen.
ich habe sehr darunter gelitten aber jetzt, nach all den jahren habe ich gelernt sie so zu nehmen wie sie sind. ich rege mich nicht mehr auf, zu anfang hat sie das sehr verwirrt und sie bemühen sich mit mir jetzt *normal* in kontakt zu treten.
sie müssen von selbst hilfe aus ihrem dilemma wollen, ansonsten ist alles zwecklos und nur von kurzer erfolgsdauer.
ich habe aufgehört wütend zu sein auf das was alles nicht ist und hätte sein können. lass das alles nicht mehr an dich ran. nimm sie wie sie ist. sie liebt dich und hat dir das leben geschenkt. sie kann halt nicht anders .
Hallo lieber Gast und Danke für eine Zeilen...
ich weiss, dass meine Mutter mich liebt...Sonst würde Sie wohl kaum versuchen, mich nach dieser letzten Katastrophe (und nach vielen vergangenen Anderen) versuchen, zu kontakten. Ich hab mich dabei noch nicht mal gefragt, ob diese SMSen im nüchternen oder angetrunkenen Zustand kamen - das war mir eigentlich egal. Ich denke, ich habe auch in den letzten Jahren einiges über diese Krankheit gelernt, lerne aber immer noch weiter... Es ist eben ein schleichender Prozess - für Alle Beteiligten... Das große Problem was ich einfach sehe (vlt. "seh" ich das ja auch erm "falsch") - meine Mutter hat gar kein Problem! Und Sie verflucht alle aus unserer Familie, die meinen, dass sie ein Problem hat... Wie Du sicherlich aus eigener Erfahrung weisst, ist es am bittersten, wenn der Betroffene nicht erkennt... Nein, stattdessen sind Alle anderen Schuld an Allem Unglück, was passiert... Ich kenne meine Mutter, Sie ist und war noch nie einfach und meiner Meinung nach verstärkt diese Krankheit ihre, ich sag mal ganz krass, A...Persönlichkeit! Und wenn man sich dies nun über Jahre hinweg immer wieder anhört, antut, sich damit auseinander setzt und rgendwann merkt, dass die einst tolle Mutter-Tochter-Beziehung vor die Hunde geht, dann weiss man irgendwann nicht mehr, was nun richtig oder falsch ist. Ich habe das Glück (ich nenn es bewusst so!) dass ich über 500km entfernt von meiner Mutter lebe...Eigentlich sollte ich mittlerweile den nötigen Abstand haben... Aber es ist eben nicht so... Wie auch immer: das Sie mich liebt, steht ausser Frage, aber so wie Sie jetzt IST geht meine Liebe zu ihr immer mehr verloren bzw. ist nicht mehr viel davon da... Vlt. begreift sie irgendwann, reden werde ich nicht mehr... Ich finde es gut, dass Du Dich mit Deinen Eltern "arrangieren" konntest - es ist auch abhängig davon, wie man mit dieser Krankheit groß geworden ist und neben dem spielen eine ganze Menge Faktoren eine immens große Rolle! Aber ich kann meine Mutter SO nicht akzeptieren! Und ich werde mich erst Recht nicht mehr auf ihre mal aggressiven, besch... Miststücknummer und gleichzeitig einen auf Unschuldslamm und Mitleidsnummer einlassen... Es geht für mich nicht mehr so weiter - ich hoffe, dass sie dass irgendwann versteht und wenn nicht für mich (die eigene Tochter, die sie so liebt), dann mindestens für sich selber, anfängt, zu begreifen und vorallem etwas dagegen unternimmt...
Ich danke Dir nochmals für Deine Zeilen und freue mich für Dich, dass Du es offentsichtlich mittlerweile "einfacher" hast....Zumindest darauf bezogen...
LG Lilia