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Überraschend frist für Hausarbwit bekommen

Ich denke, es geht hier nicht darum, wer unter den Usern jetzt wie lange mit welcher Arbeit gebraucht hat.

Fakt ist, dass die Mehrheit der Studierenden - und ich lehre seit über 20 Jahren an unterschiedlichen Hochschulen im deutschsprachigen Raum, kann es also etwas einschätzen - für so eine Arbeit (Vorgabe meist 10-20 Seiten, im Schnitt 12-15) eben 1-3 Wochen braucht, 4-6 Wochen ist so das Maximum. Meist muss man ja nicht einmal gross Literatur recherchieren, weil man die Literatur aus dem Seminar verwenden kann. Der Eigenanteil und die Eigenrecherche sind im Studium relativ gering. Themen werden entweder vorgegeben oder mit dem Dozenten abgesprochen. Man kann mit den meisten Dozenten ja sogar den Aufbau der Arbeit über eine Sprechstunde oder Mails abstimmen, geht alles. Man muss nur fragen. Hier scheitert es ja bei dir, @Spt457, schon oft, weil du die Anforderungen der Dozenten nicht verstehst und dann uns fragen musst, was gemeint ist.

Wenn da einer 6 Monate und länger braucht, und das bei jeder einzelnen Arbeit, und alleine schon englischsprachige Texte Probleme machen (5 Wochen zur Übersetzung), stimmt irgendetwas nicht. Die Person ist dann, aus welchen Gründen auch immer, nicht für ein Studium geeignet und sollte umdenken. Denn in der Arbeitswelt ist der Wind nicht milder. Das funktioniert so nicht.

Hier fehlt die Eigenständigkeit.
 
ich denke schon dass es interessant ist zu sehen, was "man" so braucht, einfach, um sich positionieren zu können.

- für so eine Arbeit (Vorgabe meist 10-20 Seiten, im Schnitt 12-15) eben 1-3 Wochen braucht, 4-6 Wochen ist so das Maximum.


woher weißt Du das? Erzählen Dir das die Studenten?
Also meine mir selten, deswegen kann ich ja nur für mich sagen, dass ich mind 1 Woche brauchen würde;
aber mehr als 10 - 14 Tage nicht.
45 Seiten in 3 Wochen halte ich dafür für sehr ungewöhnlich.
@Spt457
vielleicht kannst Du auch mal unsere fragen beantworten, dann können wir Deine besser beantworten.... das mit den 5 Wochen und Übersetzung macht mich immer noch ganz sprachlos....
 
woher weißt Du das? Erzählen Dir das die Studenten?
Nein, aber bei mir ist es Pflicht, das Thema mit mir abzusprechen (per Mail) und die ersten Absprachen trudeln 6 Wochen vor Abgabetermin ein 😀

Ich habe solche Arbeiten als Student auch in 1-2 Tagen runtergeschrieben, je nach Thema, aber das ist individuell halt verschieden. Die Mehrheit braucht so im Schnitt 1-3 Wochen. Die Letzten kommen etwa 1 Woche vorher mit der Themenabsprache. Der grösste Pulk so etwa 2-3 Wochen vorher.

Daher kann ich schon sagen, wie lang die Leute ungefähr brauchen im Schnitt. Die schreiben ja nicht, bevor sie das Thema mit mir nicht abgesprochen haben (das würde ich zumindest nicht empfehlen).
 
ich denke schon dass es interessant ist zu sehen, was "man" so braucht, einfach, um sich positionieren zu können.

Meine Hausarbeiten habe ich in 1-2 Tagen geschrieben.
Meine Diplomarbeit, 80 Seiten, habe ich in einer Woche geschrieben. Note 1,3. War ein schwieriges Thema und eher schwieriger Studiengang.

Nur Schreiben. Ohne Recherche.
Zeit war für mich im Studium immer der unwichtigste Faktor. Das gilt für Hausarbeiten, Diplomarbeit, Vorbereitung Klausuren. Wenn ich gemusst hätte, hätte ich noch schneller sein können. Wäre dann allerdings zulasten der Qualität gegangen.


@TE
Ich sehe es so wie die anderen und denke, dass du für ein Studium nicht geeignet bist.
 
Mir hat eine Nachricht gerade den Boden unter den Füßen weggezogen.
Um es vorab zu sagen. Ich habe aufgrund meines Schwerbehindertenausweises einen Nachteilsausgleich für die Hausarbeit in Ethnologie, die ich schreibe, bekommen. Dieser beinhaltet, dass ich die Arbeit zu einem vereinbarten Termin mit dem Dozenten abgeben kann. Allerdings hatte ich über 6 Monate keinen Kontakt zum Dozenten, da er in Elternzeit ging. Ich hatte auch mich über ihn informiert bei zuständigen Stellen die letzt Info, die ich habe, ist die, dass er ab März dasein wird. Jetzt habe ich beim Sekretariat nachgefragt und die sagten mir, dass er nur bis Ende April noch beschäftigt wird. Sie stellten mich vor die Wahl entweder im April abzugeben oder nächste Wintersemester das Modul erneut zu belegen. Das Problem ist dass ich mit der Hausarbeit grad kaum vorankomme. Ich weiß, dass das zum Teil an mir liegt, da ich die Dinfe falsch angegangen bin. So hatte ich zu Anfang eine unsichere Forschungsfragestellung, welche sich dann auch auf den Rest meiner Arbeit auswirkte. Zudem habe ich auch zu viel Zeit in überflüssige schritte investiert. (Für das übersetzen von Wörtern wichtiger Abschnitte eines Buches brauchte ich 5 wochen!!!!) Ich hatte auch bei der Überprüfung der Abschnitte zur Generierung einer weiteren Frafestellung zu viel Zeit verschwendet. Zudem musste ich am Sonntag einen Tag "freinehmen", um zu entscheiden, in welchen 2. Studiengang kn endgültig antreten werde. Statt dass aber zu tun, habe ich nur prokrastinatiniert und am So teilweiseYt-videos geschaut. Es war sogar so schlimm, dass ich die Zeit die am So dafür eingeplant war, auf andere Tag verlagerte was sich dann auf dei HA auswirkt. Zudem musste ich jan+ Feb noch mit dem Amt rumschlagen und schreiben für das Amt erstellen, was die Sache auch nicht einfacher macht.

Ich hatte eine ähnliche Situation.
Hab auch Nachteilsausgleich aufgrund meiner Erkrankung und dann wurde trotzdem Stress gemacht.
Ich hab mich dann zusammengerissen und die Hausarbeit geschrieben und eine 2,0 bekommen.
Versuch es irgendwie.

Was ich allerdings nicht verstehe: Bekommst du Geld vom Arbeitsamt? Denn mir hatten die gesagt, wenn ich eingeschrieben bin, bekomme ich auch kein Bürgergeld?
 
Hallo,

Über diesen Thread bin ich gestolpert wegen des Stichwortes "Prokrastination".
Ich hab auch mal studiert - ohne auch nur den entferntesten Gedanken an so etwas wie Nachteilsausgleich, denn ich wollte alles allein schaffen und meine Schwierigkeiten (Depressionen und Prokrastination) gingen, so meinte ich damals, niemandem etwas an.
Die Hausarbeiten, für die es keine Fristen gab, haben ewig gedauert, mit Frist ging es tatsächlich besser!

Mein Rat daher, wie schon andere hier schrieben:
Nutz den Druck der Deadline! Das kann eine Chance sein! Gib ab was Du bis dahin hast, und nimm das Ganze als Prüfstein für Dein Studium.
Denn auch damit haben die anderen hier Recht: selbst wenn Du eines Tages einen Abschluss schaffen solltest (wer hilft Dir eigentlich in Klausuren oder mündlichen Prüfungen??) musst Du im Arbeitsleben sehr viel eigenständiger zurecht kommen.
Was ist denn Dein Ziel, beruflich und überhaupt im Leben?

Es schmerzt sehr, zu erkennen, dass ein eingeschlagener Weg nicht funktioniert. Aber dann kannst Du etwas finden, bei dem Du Dich nicht täglich so quälen musst!
Es schmerzt sicherlich noch mehr, eines Tages zu erkennen, dass Du Jahre und Jahre an Lebenszeit auf etwas verwendet hast, dass Dir die meiste Zeit nicht Freude gemacht, sondern Qualen bereitet hat und dann noch nicht mal die Grundlage für Deinen Broterwerb liefert.

Ach ja, und auch ich fänd es hilfreich und höflich, wenn Du die Fragen der anderen beantworten würdest.
Du hast um Rat gefragt, und alle, die hier lesen und schreiben, geben sich Mühe, Dir zu helfen.
Was von dem, was Dir hier geraten wurde, ist hilfreich für Dich? Was nicht und warum nicht?

In jeden Fall alles Gute für Dich.
Leah
 
Zuletzt bearbeitet:
es ist auch möglich, dass der Dozent die noch nicht fertigen Arbeiten an einen Kollegen gibt, der weiterhin eine Prüfungsberechtigung hat, also über den April hinaus;
es geht also weniger darum, dass der Dozent nicht mehr da ist, denn die HA kann auch der Lehrstuhlinhaber bzw. Vertreter korrigieren bzw. die Noten unterschreiben;
es geht eher darum, dass die Noten irgendwann einfach eingetragen (!!) werden müssen. Nicht alle Prüfungskanzleien dulden eine Kleckerles-Eintragung und die anderen Studenten warten doch auf ihre Noten.
die meisten genehmigten Verlängerungen von Abgabeterminen gehen auf Kosten der anderen Studierenden und das suchen Dozenten halt zu vermeiden.
6 Monate für eine Hausarbeit ist übrigens viel zu viel,
jede
wissenschaftliche Arbeit wird "abgebrochen" und es Teil der Kompetenz des Studierenden zu erkennen, wann Schluss ist.
Als Schreibtip:
kopiere die passenden Stellen aus der Literatur und dann schreibe sie um und etikettiere sie als indirekte Zitate. Dann kann Dir keiner was und das ist effizientes Arbeiten.
Du sollst nur zeigen ,dass Du die AutorInnen richtig zusammenstellen kannst.
Danke, Dr. Superman, ich habe mit dem Dozenten jetzt gesprochen. Er würde einen Dozenten suchen, der die HA übernimmt.
 
Danke, Dr. Superman, ich habe mit dem Dozenten jetzt gesprochen. Er würde einen Dozenten suchen, der die HA übernimmt.
Ganz ehrlich: wozu? Wie sieht denn deine Zeitplanung fürs Studium aus? Wann willst du fertig sein? Für die allermeisten Jobs im Bereich Ethnologie brauchst du zudem zusätzlich einen Master in diesem Fach.
 
Real Talk.

Brich dein Studium ab, mach eine ordentliche Reha aufgrund deiner psychischen Erkrankung und dann eine Lehre. Ggf. käme auch eine geschützte Lehre in Betracht. Du schilderst seit über einem Jahr, dass du im Studium kaum voran kommst, brauchst Monate für Hausarbeiten, die die meisten anderen Studierenden innert 1-3 Wochen schreiben können, verstehst die einfachsten Anforderungen von Dozenten nicht, bist dahingehend deutlich unselbstständig - kannst also nicht selbstständig arbeiten, das wäre auch in einer Lehre ein Problem, daher wäre eine geschützte Lehre anzudenken - und kommst einfach nicht allein klar. Du brauchst so oft jemanden, der dich an die Hand nimmt und dir die Strukturierung von Arbeitsprozessen vorgibt - all deine Fragen laufen darauf hinaus.

Was möchtest du denn ohne ordentliche Eigeninitiative und die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten nach dem Studium machen? Gerade geistes- und sozialwissenschaftliche Studiengänge erfordern beim Berufseinstieg viel Eigeninitiative, die du meiner Einschätzung nach - zumindest basierend auf dem, was du hier immer wieder schilderst - nicht aufbringen kannst.


Du solltest keinesfalls ein Doppelstudium beginnen (also zwei Studiengänge gleichzeitig studieren). Du bist doch bereits mit einem Studiengang haltlos überfordert.

Du musst meiner Einschätzung nach dringend einen anderen Weg einschlagen, bei dem du mehr Unterstützung hast und weniger Anforderungen an dich gestellt werden.

Viele Grüsse
Santino
Vielleicht hast du recht santiano, ich habe schon darüber nachgedacht mir einen ausbildungsplatz zu suchen. Aber ich hatte immer diesen Traum davon, diesen einen Beruf zu ergreifen. Dafür müsste ich ein Volontariat machen. Und dass ist mit einem Bachelorabschluss am leichtesten schaffbar. Und ohne Bachelorabschluss weiß ich nicht, ob man mich überhaupt in dem alter nimmt. Zumal es dann auch nicht einfacher wird. Ich müsste diesen Beruf aufgeben und dass ich kann ich gerade nicht.
Zudem interessieren mich die Inhalte meines Studiums eigentlich. Ich wüsste auch nur wenige Ausbildungen, die mir überhaupt größtenteils gefallen würden wie Buchhändler zum Beispiel. Zudem sind diese Stellen sehr rar.
 
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