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Übermenschen Akademiker? Ich werde nie genügen. Anfang 30 und Lebensmüde

Quatsch.
Mensch ist Mensch.
Unter allen Berufsgruppen finden sich Kotzbrocken und Schätze.
Und wenn keiner leckere Backwaren ausliefern würde, wäre die Welt ärmer! 🙂
 
Hallo . Da dieser Beitrag von jemandem verfasst wurde der mir erzählt hat daß er hier geschrieben hat, die Beschreibung passt eigentlich ganz genau zum Wortlaut, ist er es auch mit 95%iger Sicherheit und kann leider nicht antworten, da er im Krankenhaus ist. Er hat versucht sich das Leben zu nehmen. Ich kenne ihn und seine Probleme wegen dem beruflichen Vergleich schon lange und ich bin zutiefst erschüttert daß ein Mensch sich so weit gehen lässt und frage mich ob nicht auch etwas die Gesellschaft mit dran schuld ist.

Es hat ihn nie losgelassen und er hat sich in diesen Negativgedanken total verloren. Von seinen studierten Kumpels wurde er belächelt weil er in seinem Alter sich nicht viel leisten kann und nicht den genannten vorprogrammierten Weg Gymnasium, Studium gegangen ist. Ich weiß also aus nächster Nähe wie schlimm es sein kann wenn man sich krampfhaft versucht an die Leistungsgesellschaft anzupassen weil man meint was erreichen zu müssen und einfach nicht als Karrieremensch geboren ist. Wenn die anderen anfangen teure Urlaube und Autos anzuschaffen oder irre große Projekte machen. Man fühlt sich ausgegrenzt, minderwertiger, man sucht die Schuld bei sich. Genauso war es bei ihm. Auch ich bin überzeugt daß noch sehr viele mehr an diesem Thema leiden auch wenn sie es vielleicht niemandem erzählen. Wie soll ein Mensch auch damit klarkommen wenn in seinem Freundeskreis fast nur Freunde sind die studiert haben oder teilweise schon mehr Geld als deren Väter verdienen ? Wie soll er das über Nacht gleichtun. Vielleicht kann er es nie dann ist das aber auch kein Manko. Man konnte aber an ihn hinreden was man wollte. Er hat sich immer wieder ohne Ende runterziehen lassen. Er ist nichts, er wird nicht akzeptiert, er hat keinen Weg im Leben gefunden und er wäre nun auch zu alt um seinem Leben noch einen Sinn zu geben.Mehrfach wurde ihm zu einer Therapie geraten, die er auch angefangen hat. Aber genutzt hat es nichts.

Ich finde es so unendlich traurig in unserer Klassengesellschaft in der der Mensch nur als solcher zählt wenn er einen Mindeststatus erfüllt. Und genau das sieht man nämllich überall da war das Beispiel mit dem Elitepartner ganz gut. Für Singles und Akademiker mit Niveau. Der ganze Rest hat kein Niveau, der ist nur Abschaum? Man muss sich das so vorstellen wie wenn jemand zum Leistungssport gezwungen wird, er aber einfach aus welchem Grund auch immer die Leistung nicht erbringen kann. Diese Menschen sind benachteiligt weil sie daran zugrunde gehen, weil sie jemand sein wollen, den sie nie verkörpern können. Ich verfluche die ganze Gier und den Kapitalismus in dem wir leben.
Ein liebenswürdiger herzensguter Mensch hat versucht sich umzubringen weil er dem Druck des Erfolgreichseins nicht gewachsen war. Sich selbst mehr oder weniger zerstört. Warum??? Unsere Gesellschaft ist menschlich verkommen, es zählt nur mehr und noch mehr.

Ich hoffe daß er mir eines Tages verzeiht was ich hier jetzt geschrieben habe. Aber es war mir ein großes Anliegen zu beschreiben wie schlimm sowas tatsächlich für einen Mensch sein kann.
 
Die Grenze seiner Intelligenz????? Nur weil der Themenstarter nicht studiert hat?
OMFG.
Als wenn an der Uni nur Checker sitzen. Die Wahrheit ist, daß es dort so gut wie nur weltfremde, sozial inkompetente Blindgänger gibt. Sorry, wenn ich das mal so direkt schreibe. Und, ja: Das sind Erfahrungen aus erster Hand, kein Hörensagen.

Es gibt nichts, worin sich der Themenstarter verbessern müsste- im Gegenteil. Er ist bereits gut in soooo vielen Sachen. Es gilt einfach nur diese Dinge zu finden und zu akzeptieren, daß man in Sache xyz ein Ass ist, auch wenn mann dann kein ach so wichtiger extrem kluger superduper mega Akademiker ist...

Alles Roger!?

Das hat doch nichts damit zutun, ob jemand studiert hat oder nicht, er hat Minderwertigkeitskomplexe deshalb, sonst würden ihm solche Aussagen am Allerwertesten vorbeigehen.

Ergo muss er an denen arbeiten und eben seine Grenzen akzeptieren, was ist daran so schlimm?

Roger?!
 
@Mea:

Das Problem ist ein ganz einfaches: Wie soll er über seine -sicherlich vorhandenen- Minderwertigkeitskomplexe hinwegkommen, wenn er dauernd nach den Regeln und Grenzen der anderen spielt?
 
@ Silvia: du hast vollkommen recht mit dem was du schreibst!
Das Problem ist, dass wir in einer abgrundtief kranken Gesellschaft leben, und diese wird immer auch kranke Menschen "produzieren". Man braucht sich doch nur mal anzuschauen, wie schwierig es mittlerweile ist, eine Termin bei einen Psychologen zu bekommen, ich finde das sagt doch schon alles!
 
Quatsch.
Mensch ist Mensch.
Unter allen Berufsgruppen finden sich Kotzbrocken und Schätze.
Und wenn keiner leckere Backwaren ausliefern würde, wäre die Welt ärmer! 🙂

Da hast du recht! Und ob diesen Job manch Akademiker bringen würde, da hab ich auch meine Zweifel!
Mitten in der Nacht aufstehen, beim Laden voll konzentriert sein, ständig gegen die Uhr arbeiten, ja auch mein Job stellt gewisse Anforderungen. Ohne Auffassungssgabe, Stressressistenz etc. geht da nichts!
Auch steht für mich fest: ich brauch mich für meine Arbeit nicht zu schämen! (schon gar nicht wenn man bedenkt, dass wir zum Grossteil Altenheime, Krankenhäuser etc. eliefern)
Aber wisst ihr, was das Problem ist heutzutage: das Pferd, was den Hafer verdient, bekommt ihn nicht!!!
Gerade die wahren Leistungsträger dieser Gesellshaft sind es, die mit Hungerlöhnen abgespeist werden und zu unmöglichen Bedingungen arbeiten müssen. Das ist das Problem!!!
Stellt euch mal vor: alle "Brotkutscher", Altenpflegerinnen, Müllfahrer, Landwirte und Reinigungskräfte würden heute tot umfallen.
Am nächsten Tag würden alle Investmentbanker, BWL-Absolventen, Juristen und Bundeswehrgeneräle tot umfallen.
Wer würde wohl mehr vermisst?
Und gerade hier im Osten ist die situation noch extremer: eine Altenpflegehelferin (befristet eingestellt) geht mit 850 netto heim (sonn-und feiertagszuschlag schon mir drin!)
eine gleichaltrige Stanesbeamtin (ausgesorgt auf Lebenszeit) mit knapp 2400!! und das bei 38-Stunden-Woche.
Wer von beiden erbringt denn ehr für die Solidargemeinschaft?
Erstere, die die alten Leutchen pflegt, und die Sch... wegmacht oder letztere, die dann ihren Tod beurkundet?
Versteht ihr was ich damit sagen will?
 
Da hast du recht! Und ob diesen Job manch Akademiker bringen würde, da hab ich auch meine Zweifel!
Mitten in der Nacht aufstehen, beim Laden voll konzentriert sein, ständig gegen die Uhr arbeiten, ja auch mein Job stellt gewisse Anforderungen. Ohne Auffassungssgabe, Stressressistenz etc. geht da nichts!
Auch steht für mich fest: ich brauch mich für meine Arbeit nicht zu schämen! (schon gar nicht wenn man bedenkt, dass wir zum Grossteil Altenheime, Krankenhäuser etc. eliefern)
Aber wisst ihr, was das Problem ist heutzutage: das Pferd, was den Hafer verdient, bekommt ihn nicht!!!
Gerade die wahren Leistungsträger dieser Gesellshaft sind es, die mit Hungerlöhnen abgespeist werden und zu unmöglichen Bedingungen arbeiten müssen. Das ist das Problem!!!
Stellt euch mal vor: alle "Brotkutscher", Altenpflegerinnen, Müllfahrer, Landwirte und Reinigungskräfte würden heute tot umfallen.
Am nächsten Tag würden alle Investmentbanker, BWL-Absolventen, Juristen und Bundeswehrgeneräle tot umfallen.
Wer würde wohl mehr vermisst?
Und gerade hier im Osten ist die situation noch extremer: eine Altenpflegehelferin (befristet eingestellt) geht mit 850 netto heim (sonn-und feiertagszuschlag schon mir drin!)
eine gleichaltrige Stanesbeamtin (ausgesorgt auf Lebenszeit) mit knapp 2400!! und das bei 38-Stunden-Woche.
Wer von beiden erbringt denn ehr für die Solidargemeinschaft?
Erstere, die die alten Leutchen pflegt, und die Sch... wegmacht oder letztere, die dann ihren Tod beurkundet?
Versteht ihr was ich damit sagen will?

Ich verstehe nur oder doch Ansatzweise was Du meinst.

Du magst hier und da Recht haben.
Da und dort irrst Du.


LG
Landkaffee
 
@Mea:

Das Problem ist ein ganz einfaches: Wie soll er über seine -sicherlich vorhandenen- Minderwertigkeitskomplexe hinwegkommen, wenn er dauernd nach den Regeln und Grenzen der anderen spielt?


Das brauchst du mir nicht zu erklären😉, deshalb sagte ich ja, er muss an sich und daran arbeiten, wie sein Weg in der Hinsicht aussieht können wir hier kaum bestimmen, da wir seine Erziehung und Kindheit nicht kennen, dazu muss er sich Hilfe vor Ort holen von Menschen die sich damit auskennen.
 
@ Mea: Richtig!! Dem TE fehlt einfach nur die Einsicht in die Tatsache, dass er nunmal unfähig ist! Hab ich ja ganz vergessen: er hat ja auch nun schon zum dritten mal die Aufnahmeprüfung für die ABF vergeigt! Da wirds ja Zeit, dass ers endlich rafft!
@ Landkaffee: " Jeder Mensch kann irren, im Irrtum verharren aber wird nur der Thor!" (Cicero)
In diesem sinne lasse ich mich von dir gerne eines besseren belehren, wo ich deiner Ansicht nach irre.
 
Mitten in der Nacht aufstehen, beim Laden voll konzentriert sein, ständig gegen die Uhr arbeiten, ja auch mein Job stellt gewisse Anforderungen. Ohne Auffassungssgabe, Stressressistenz etc. geht da nichts! Auch steht für mich fest: ich brauch mich für meine Arbeit nicht zu schämen! (schon gar nicht wenn man bedenkt, dass wir zum Grossteil Altenheime, Krankenhäuser etc. eliefern) Aber wisst ihr, was das Problem ist heutzutage: das Pferd, was den Hafer verdient, bekommt ihn nicht!!! Gerade die wahren Leistungsträger dieser Gesellshaft sind es, die mit Hungerlöhnen abgespeist werden und zu unmöglichen Bedingungen arbeiten müssen. Das ist das Problem!!!
Das hat meine totale Zustimmung! Also.. nicht diese traurige Gegebenheit, sondern das, was Du geschrieben hast! Leider sind Geld-Prestige-und Selbstwertgefühl sehr stark aneinander gekoppelt. 🙁 Wenn man damit aufhört, seinen Selbstwert an anderen Dingen als an seinem Status oder Einkommen festzumachen, geht es einem viel besser.🙂 Nur scheint es immer mehr Menschen zu geben, denen das nicht gelingt.
Oder unsere Gesellschaft hatte dieses Problem schon immer, nur heute ist es wegen der Existenz von Internet und Online-Foren sichtbarer.
Vielleicht liegt das Problem unter anderem auch darin, dass Glauben & Spiritualität immer weiter zurück gedrängt werden und die Weltsicht immer materialistischer wird. 🙄
Mir hilft es manchmal, mir zu überlegen, was noch wichtig sein wird, wenn ich sterbe. Die meisten weltlichen Dinge - inklusive der Frage, wieviel ich verdient habe - werden dann ziemlich klein und unbedeutend. Wichtig ist, ob ich mehr Gutes als Schlechtes vollbracht habe. Und die Messlatte ist bei mir da rein moralischer Natur. Die meisten Bankmanager fallen da gnadenlos durch 😉
Ja. Das hilft mir auch! 🙂
Vielleicht würde es vielen Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen helfen sich vor Augen zu führen, dass das Leben endlich ist. Keiner der aus-dem-Ei-gepellten Bankmanager ist in 100 Jahren immer noch Bankmanager. Viele dieser Menschen werden auf ein Leben voller Härte und Entbehrung zurückblicken müssen. Und auf ein Leben, in dem sie anderen Menschen weh taten (mehr als der Durchschnitt von uns)... Wenn ich mal sterbe, hoffe ich, dass ich sagen kann größtenteils zum Guten in dieser Welt beigetragen zu haben. Und dass es das eine oder andere aufregende, coole Erlebnis gab (wozu man nicht unbedingt viel Geld braucht.) 🙂
Trotzdem kenne auch ich das Gefühl etwas zu verpassen, wenn man nicht oben bei den Einflussreichen und Erfolgreichen mitmischt. Was Blödsinn ist. Denn man verpasst überhaupt nichts -abgesehen von kindischen Machtspielchen, 16 Stunden Arbeitstagen und innerer Leere, weil man kaum noch Zeit für Freundschaften oder Beziehungen hat...
 

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