Hi Beate,
das mit den sozialen Kontakten ist doch schon mal ne sehr gute Sache! Wichtig ist, dass man nicht zu isoliert ist, auch Leute hat mit denen man mal reden kann..sich bei größeren oder kleineren Problemen austauschen etc.
In Hinsicht auf Therapie: muss ja an sich nicht stationär sein, kann ja auch ambulant sein...An sich ist stationär nur notwendig, wenn das Kind....nee ich mein natürlich die Psyche bereits in den Brunnen gefallen ist...Aber auch wenn stationär, normalerweise müsste sich da auch ne Lösung und Kinderbetreuung finden lassen...ich glaub hier im Forum gibt es sicher Leute die zu diesem Punkt mehr Ahnung haben...
Ist ja echt die Härte mit dem Verstecken...diese ständige Angst, die muss dir ziemlich und nachhaltig zugesetzt haben! Verstecken bringt oft nix...außer vielleicht für machtgeile Monster, die ihr Revier abstecken, sich frei in der Sonne bewegen, während ihre Opfer angsterfüllt im Dunklen harren...Der einzige Weg da raus: dem Monster den Kampf ansagen....sich zu ner Kampfassel trainieren und nix mehr bieten lassen...sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln (Polizei, Strafanzeigen, Gericht, Kampfsport und evtll. physische Abwehr) einen Platz an der Sonne zurück erkämpfen...Paradoxerweise (aber psychologisch/verhaltensbiologisch) sind oftmals die, die Stärke und Kampfgeist zeigen weit weniger gefährdet, als die, die sich ängstlich verstecken! Ich habe das selber in meiner Jugend gelernt...wo ich mal so mit ca. 16/17 Jahren als 50 Kilo-Püppi in einer Gefahrensituation einfach durch Wut und Bluff ein paar Halbstarken gezeigt hab, wo es lang geht, sie in die Flucht gejagt..Angst hatte ich auch total, hab die aber nicht gezeigt, denn zeigt man Unsicherheit und Angst hat man schon gleich verloren...diese Erfahrung war ein Schüsselerlebnis, dass mir gezeigt hat: Stärke ist v.a. Kopfsache und mit einigen Monstern wird man fertig indem man sie erstmal im Kopf genau und realistisch betrachtet und dann bemerkt: so dolle monstrig ist das Monster gar nicht, nur ein kleiner versch***Machtfetischist, der sich zu viel rausnimmt..und dem man mal ne Grenze zeigen sollte....Oft reicht es schon, sich selber mal nicht so klein zu reden, sondern aufrecht hinzustellen und zu sagen: Hier bin ich, was willst du? An mir kommst du nicht (straflos) vorbei, wenn du mir was willst!...Das macht Eindruck und man wird in Ruh gelassen....alles ne Psychologie des Kampfes, die man übrigens überall im Alltag, auch im Job etc. kennen und anwenden muss/sollte...
Du hast Recht, ein Therapeut zeigt Wege, entscheiden musst du immer selber...aber das sehe ich an sich nicht als Last an...eher als Freiheit...dann wird es auch leichter sich zu entscheiden...und wenn man einigermaßen selbstbewusst ist und sich sagt: o.k. ich entscheide mich, versuche jetzt mal diesen neuen Weg..egal wie ungewiss der Erfolg ist, egal wie oft mich ein Rückschlag trifft, dann entscheide ich mich halt wieder für was anderes und ändere so lange, bis ich nen Zustand erreicht habe in dem ich angstfrei und selbstbestimmt leben kann....so verläuft an sich jedes normale Leben...man muss ständig gucken und auch mal kämpfen und kriegt mal einen vor den Latz, steht wieder auf, kämpft weiter, hat auch mal Erfolge, kann sich so was wie ein recht stabile Glück basteln...aber: von nix kommt halt nix, das ist halt ein Stück Arbeit an sich selbst, damit man den Mut gewinnt Macht in seinem Lebensbereich auszuüben, selber zu planen, organisieren und zu handeln...tut man es nicht selber, erledigen andere das für einen...und oft kommt dann dabei was raus, was einem weniger gefällt! 🙁
Gruss
Tyra